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Angeschlagener Parteichef : Seehofer bittet CSU um Vertagen der Personaldebatte
DPA

"Ich kann nur bitten": Horst Seehofer gibt sich ganz demütig. Die Debatte über seine politische Zukunft solle auf die Zeit nach Jamaika vertagt werden, beschwört der CSU-Chef seine Parteifreunde.

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hauro2005 16.10.2017, 13:07
10.

Ja ge bittschön, wartet's noch a bisserl, bis i weiß, wo i nach meiner Absetzung lukrativ unterkommen kann. Ich fänd's scho schad, wenn sich da jetzt so kurzfristig nix finden tät. Und i kann ja a nix andres als wi an Kini... äh Ministerpräsenten vom Freistadt spuin...

Dass Politiker immer glauben, sie seien unentbehrlich. Bayern hat 11 Mio. Einwohner. Da dürfte sich doch irgendwo zwischen Niederfranken und Oberbayern jemand finden, der die CSU mit Herz und HIRN führt.

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burgundy 16.10.2017, 13:10
11.

Zitat von abudhabicfo
Wann soll denn über die Nachfolge gesprochen werden. Bekanntlich ist Seehofer 68 Jahre alt. Er kann es ja machen wie sein Vorgänger Huber, welcher nach der enttäuschenden Wahl 2008 zurücktrat. Es ist sicherlich auch im Interesse der CSU Mitglieder, dass frühzeitig bekannt wird, wer mögliche Kandidaten sind.
Wichtiger als die Kandidaten in Bayern wäre meines Erachtens die Frage, ob die CSU nicht doch im gesamten Bundesgebiet antreten sollte. Dann wäre die AfD wohl sehr rasch Schnee von gestern. Selbst wenn man Gauland zuhört, merkt man immer noch die Enttäuschung des Ex - CDU - Mannes über den aktuellen Kurs der CDU, ja, man meint sogar herauszuhören, dass er sich in einer wertkonservativen CDU eher aufgehoben fühlte als derzeit in seiner eigenen Partei. Viele in der AfD und bei den Wählern der AfD werden wohl ähnlich denken und wünschen sich einfach eine "Heimat" rechts der aktuellen CDU, aber mit sozialem Gewissen, also einen echten Gegenpol zu FDP und GRÜNEN, mit denen die CDU eine wohl gefährliche Jamaika - Koalition eingehen wird. Mit einer demokratisch gefestigten CSU auf Bundesebene könnte ein weit grösseres Spektrum durch die christdemokratischen/christsozialen Parteien abgedeckt werden, als dies derzeit durch die CDU im Bund allein geschieht. Das Spektrum würde von einem starken sozialen Flügel, der mehr zur Mitte hin orientiert ist, bis hin zu einem starken konservativen rechten Flügel reichen. In diesem Spektrum könnte jeder Politiker und jedes Mitglied der beiden Parteien seinen Platz finden. Ein Umweg in eine solche Neuorientierung über rechtspopulistische Parteien wie die AfD in Deutschland oder die FPÖ in Frankreich wäre dann gar nicht notwendig, und die Demokratie würde keinen Gefahren ausgesetzt.

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sam242 16.10.2017, 13:11
12. ...und Seehofer denkt, seine Parteigenossen sind so verblödet?

Er verhandelt Jamaika, tritt mehr oder weniger sofort danach ab und die Nachfolgerin darf auslöffeln?

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Referendumm 16.10.2017, 13:26
13.

Zitat von Europa!
Keiner der potentiellen Nachfolger reißt sich darum, die Verhandlungen über Jamaika zu führen und hinterher als Kompromissler dazustehen, der solche Dinge wie "Familiennachzug" und dergleichen zugelassen hat. Diesen Liebesdienst für Angela darf Horst noch leisten, dann wird er abserviert.
Genau, schon allen deshalb gehört Seehofer weg - asap. Die "Neuen" sollen schon mal vorab Farbe bekennen, alles andere ist feige.
Entweder die CSU trägt diese merkwürdige Farbenkoalition mit, oder sie geht in die Opposition. Die SPD will ja wohl nicht mehr.

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bewusst_sein 16.10.2017, 13:30
14.

Zitat von sam242
Er verhandelt Jamaika, tritt mehr oder weniger sofort danach ab und die Nachfolgerin darf auslöffeln?
Das ist ja das Problem - die Nachfolge im Sinne von Seehofer/Merkel ist noch nicht geregelt bzw. braucht noch Zeit. Söder soll es (wenn es nach seehofer) geht ja nicht werden...

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dweird 16.10.2017, 13:32
15. Er ist das Problem, nicht die Lösung

Wann begreift Seehofer endlich, dass er das Problem und nicht die Lösung ist. Dieser Störenfried aus Bayern und seine CDU-Splitterpartei torpediert seit Jahren eine sinnvolle und sachgerechte Politik. Die herausragenden Gesetze, die sie erpresst haben, sind eine nicht finanzierte Mütterrente, die gekippte Herdprämie und die völlig unsinnige und bürokratische PKW-Maut. Alle 3 Maßnahmen wollte niemand in Deutschland außer Seehofer und seine CSU. Sie sind juristisch fragwürdig (oder bereits zurückgenommen) und unnötig. Und erreicht wurden sie nur durch die regelmäßige Androhung vom Ausstieg aus der Fraktionsgemeinschaft. Wenn sie diese Drohung nur endlich wahrmachen würden. Erpressung als Geschäftsgrundlage. Die CDU sollte auch in Bayern antreten und die CSU sollte mal sehen, wie weit sie mit ihrer rein lokalen und vielfach absurden Interessen- und Blockadepolitik dann käme.

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capote 16.10.2017, 13:40
16. Seehofer muss weg

Erst hat er die Obergrenze gefordert, dann war das nicht mehr so wichtig und am Tag nach der verlorenen Wahl kommt er wieder mit der Obergrenze, obwohl er weiss, dass das ein rotes Tuch für die Grünen ist, mit denen nun verhandelt werden muss. Kein anderer CSU-Politiker nimmt das in den Mund. Da kann man nur noch feststellen, dass diese personalisierte Obergrenze weg muss, je schneller, desto besser.
DIE GRÜNEN wissen auch, dass Sie von Ihrer Lieblingsidee der schrankenlos offenen Grenzen und der vollkommen unkontrollierten Zuwanderung werden Abstriche machen müssen, nur die setzen Ihre Maximalforderung nicht als unabdingbar in die Welt.

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radegundis 16.10.2017, 13:51
17. Sofort - das kann nur in einem Desaster münden

Seehofer hat recht. Die Partei soll hier ihrem Jagdhundetrieb nicht so einfach nachgeben. Man sollte mit diesem unseeligen Fluch seit Streibel, wo jeder Ministerpräsident (weil er an seinem Stuhl geklebt hat) demontiert worden ist, brechen.

Momentan steht einfach kein geeigneter Kandidat bereit. Herr Söder hat sich als Intrigant und Egomane einen Namen gemacht. Herr Dorint ist mit seiner PKW-Maut vor die Hunde gegangen. Herr von Guttenberg - der falsche Doktor ist unvergessen. Frau Aigner recht sympathisch aber zu weich. Gönnt Euch etwas Zeit mit der Suche nach einem geeigneten Polittalent und dann schlagt zu wie ein Samurai mit dem Schwert.

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sarah_muc 16.10.2017, 13:53
18. Keine Alleingänge mehr

Um nicht mehrere wichtige Themen gleichzeitig verarbeiten zu müssen und damit Schnellschüsse zu riskieren, die sich im Nachhinein als suboptimal herausstellen, sollten wir den Parteichef Seehofer seinen Job vorerst weitermachen lassen, JEDOCH sollte er nur das entscheiden dürfen, was die Mehrheit der Partei befürwortet.

Die Personaldebatte ist somit besser zeitlich geplant und man kann die Themen besser bearbeiten. Aus Erfahrung wissen wir, dass dies zu besseren Ergebnissen führt und die Emotionen nicht den Verstand durcheinanderbringen :).

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Brachtalsmörtel 16.10.2017, 13:54
19. Sollte wer

nach den Verhandlungen das Handtuch erst werfen - oder geworfen kriegen? - wollen, könnten rückwirkend alle ausgehandelten Positionen ebenso gut abgeräumt werden. Angesichts der Zusammensetzung der Opposition... Sag nur: Bärendienst, solange der Sockel zu wackelig die eigene Position zu wankelmütig (s. zurückliegender "Schwesternstreit"), angreifbar, resp. als solche vorauseilend wie nun offen ersichtlich deklariert. Also, bitte lieber gleich für klarste Verhältnisse zu sorgen. Sonst, wie's jetzt eh schon wird, würde der Wahrscheinlichkeit zu potenziellen Neuwahlen konsequent zugearbeitet. Das Argument des Gewähltseins fällt aus, da faktisch abgewählt. Willkommen in der Wirklichkeit! Da haben andere... Menschen... Mitbürgerinnen und Mitbürger ganz andere Kröten im Lauf des Lebens zu schlucken ! Mahlzeit auch

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