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Angeschlagener Parteichef : Seehofer bittet CSU um Vertagen der Personaldebatte
DPA

"Ich kann nur bitten": Horst Seehofer gibt sich ganz demütig. Die Debatte über seine politische Zukunft solle auf die Zeit nach Jamaika vertagt werden, beschwört der CSU-Chef seine Parteifreunde.

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kael 16.10.2017, 16:59
30. Riskant

Zitat von burgundy
Wichtiger als die Kandidaten in Bayern wäre meines Erachtens die Frage, ob die CSU nicht doch im gesamten Bundesgebiet antreten sollte. Dann wäre die AfD wohl sehr rasch Schnee von gestern.
Eine CSU auf Bundesebene und - gleichzeitig - eine CDU auch in Bayern wäre m. E. höchst riskant für beide Parteien. Denn die Fraktionsgemeinschaft gäbe es dann nicht mehr, zumindest nicht automatisch. Sie müsste von Fall zu Fall wie ganz normale Koalitionsvereinbarungen verhandelt werden.
Die CDU würde zudem ihren Nr. 1-Status unter den Volksparteien an die SPD abtreten. Und die CSU liefe Gefahr, eine unter vielen Kleinparteien zu werden. Und ob mit einer Bundes-CSU die AfD-Frage gelöst würde, ist auch noch lange nicht in Stein gemeißelt.

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kael 16.10.2017, 17:06
31. Söder?

Zitat von pygmy-twylyte
Nicht Ilse Aigner wird Seehofers Nachfolgerin, Markus Söder wird neuer bayerischer Ministerpräsident - ob es Horst Seehofer nun passt oder nicht. Man muss wissen, wie die Bayern ticken und insbesondere momentan drauf sind.
Kann ich mir nicht vorstellen. Die Bayern brauchen m. E. mehr als andere einen Landesvater "zum Anfassen" und keinen humor- und empathielosen Polit-Funkionär und Karrieristen.

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semistar 16.10.2017, 17:21
32.

Zitat von Zäsus
Ob da wohl in den Koalitionsgesprächen über die Legalisierung von Marihuana gesprochen wird? Zumindest FTP UND GRÜNE haben das im Wahlprogramm gehabt, CXU reicht der tödliche Alkohol - bin da mal gespannt, wie populistisch das nur im Programm stand und ob man diese Position in den Gesprächen zu Gunsten eines Pöstchens opfern wird?
Ja, die große Vorbildfunktion des Oktoberfestes sollte genutzt werden, dort nur noch alkoholfreies Bier auszuschenken.
Schmeckt laut Werbung genauso gut und sieht auch genauso aus. Es ginge also niemanden etwas verloren.
Und man kann ja auch ohne Alkohol lustig sein.....
Viele andere Sauf-Feste würden diesem guten Beispiel bestimmt in den nächsten Jahren Folgen.
Mit dem Rauchverbot hat es am Ende ja auch gut geklappt!

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semistar 16.10.2017, 17:24
33.

Zitat von pygmy-twylyte
Jetzt muss gehandelt werden und nicht erst in acht Wochen: Seehofer verliert an Rückhalt in der CSU und in der Bevölkerung, gilt längst als Mann von gestern, will dies aber nicht wahrhaben und bei den Koalitionsverhandlungen unbedingt noch mitmischen. Das aber ist ganz schlecht für das Land, denn Markus Söder als neuer Mann an der CSU-Spitze und in Bayern wird wesentlich entschiedener die Positionen seiner Partei einfordern und dabei auch die Auseinandersetzung mit Merkel und den Grünen - vor allem in der Flüchtlingsfrage - nicht scheuen. Im Gegensatz zu Seehofer ist sich Söder nur zu gut der Tatsache bewusst, dass er nur mit einem strammen Rechtskurs ein Debakel bei den Landtagswahlen in Bayern verhindern kann.
Genau da liegt das Problem: Die CSU braucht jemanden, der wenns hart auf hart kommt auch bereit ist aus der gemeinsamen Fraktion auszusteigen.
Seehofer hat am Ende gekniffen. Nun hat er den Salat.
Aber ob sich Söder das trauen wird, da habe ich meine Zweifel....

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sanko1212 16.10.2017, 17:33
34. Die Lösung,

die auf der Hand liegt, die sehen die Herren nicht: Einfach mal den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Klartext reden, die verschwurbelten Satzungetümer anderen überlassen, den Menschen sagen, was man vorhat und was das Ergebnis sein soll und die Worte mit den rauffolgenden Taten in Einklang bringen. Und die Behauptungen der AfD als das enthüllen, was sie sind: Demagogische Verdrehungen, Halbwahrheiten und auch Lügen mit den Zutaten der Gehirnwäsche.
Dann muss man keine rechte oder linke Flanke mehr abdecken, wenn die Menschen merken, dass sie und ihre Sorgen ernst genommen werden und man mit ihnen offen und ehrlich spricht, dann hat nicht die aktuelle Politikergarde ein Problem, sondern die Giftmischer der sog. Populisten.

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kobra21 16.10.2017, 17:58
35. Es wird Zeit!

Es wird Zeit für einen Neubeginn. Herr Seehofer sollte endlich seine persönlichen Interessen hinten an stellen und platz für Markus Söder machen.
Markus Söder ist zwar Franke, aber sicher auch ein guter Nachfolger von Herrn Seehofer.
Herr Seehofer hat in letzter Zeit, insbesondere gegenüber der Bundeskanzlerin, immer laut gebrüllt, ohne dem Brüllen am Ende Tatenfolgen zu lassen.
Joachim Herrmann in Berlin als Innenminister und Markus Söder in Bayern sind sicher ein schlagkräftiges Team. Dies gilt insbesondere für die Zeitr nach Frau Merkel. Die Kanzlerinnendämmerung hat bereits begonnen. Wer nach einer verlorenen Wahl sagt, nicht zu wissen, was anders zu machen gewesen wäre, ist fehl am Platz.

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niska 16.10.2017, 19:19
36.

Zitat von kael
Kann ich mir nicht vorstellen. Die Bayern brauchen m. E. mehr als andere einen Landesvater "zum Anfassen" und keinen humor- und empathielosen Polit-Funkionär und Karrieristen.
Ich sehe Dorothee Bär in dieser Position (aber selbstverständlich als "Landesmutter"). Sie hätte selbst das Format in einigen Jahren gemeinsame Kanzlerkandidatin für die Union zu werden. Menschen mit Köpfchen, die auch noch sympathisch rüberkommen und breit respektiert werden, hat die CSU derzeit nicht so viele.

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biba_123 16.10.2017, 22:37
37. Manchmal ist es besser zu gehen

Deutschland hat alte verbrauchte Menschen,
P die nicht verstehen, dass es Zeit zum gehen ist. Seit Jahren wird dieses Land von diesen langweiligen, ideenlosen, spießigen und biederen Menschen verwaltet. Es ist Zeit für Seehofer, Merkel und ihre Langweilertruppe Platz für junge, unverbrauchte mitneuen Ideen antretende Leute zu machen. Niemand braucht und will diese aus dem Gestern stammenden mehr, außer unsere Rentner. Begreift es einfach, es ist Zeit den Stab weiterzureichen. Jetzt!!

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skeptikerjörg 16.10.2017, 22:39
38. Söder?

Söder wäre nicht Zukunft, sondern der Weg in die Vergangenheit! Söder ist ein Spalter und Spaltungen würde die CSU bundespolitisch ins Abseits führen. In Berlin würde sie eine von 5 Kleinparteien sein; eine bayerische Regionalpartei eben. Selbst Strauß hatte das seinerzeit erkannt und ist zurück gerudert. Und ein Markus Söder ist außerhalb Bayerns nicht vermittelbar. Er ist Taktiker und als solcher nicht authentisch. Selbst innerhalb Bayerns ist nicht klar, ob er mehrheitsfähig ist. Ilse Aigner schon eher, aber ob sich die "alten Herren" eine Frau an der Spitze vorstellen können?

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