Forum: Politik
Angewandte Sozialdemokratie: Nehmt's den Armen und gebt's den Reichen
Ralph Orlowski/ REUTERS

Kaum ein Thema bewegt Sozialdemokraten so sehr wie die steigenden Mieten. Kleiner Schönheitsfehler: Ausgerechnet die von der SPD favorisierte Europapolitik ist für den Irrsinn am Immobilienmarkt verantwortlich.

Seite 1 von 32
Sensør 09.05.2019, 16:55
1. Wie niedlich

Fleischi beklagt, dass die SPD sich zumindest mit dem Irrsinn am Immobilienmarkt beschäftigt, wärend der CDU es völlig egal ist, wie das Volk von den Immobilienhaien ausgenommen wird. Wahlkampfhilfe geht irgendwie anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1169332508199 09.05.2019, 16:58
2.

Soweit denkt nur keiner... und bei der SPD schon gar nicht. Das ist der Beitrag von jedem von uns zur Euro-Rettung, damit es den ausländischen Reichen auch später noch gut geht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
suckylucky 09.05.2019, 17:04
3.

Einziger kolumnist der von der linkgrünen propagandadruckbetankung des spiegels abweicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
westgigi 09.05.2019, 17:06
4. Wo liegt hier der Widerspruch?

Kann ich nicht sowohl die Niedrigzinspolitik prinzipiell für notwendig erachten, als auch deren negativen sozialen Folgen abfedern wollen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jubelyon 09.05.2019, 17:07
5. Gute Analyse

Europa hat die Marktgesetze ausgehebelt und durch die Hintertür der EZB den Währungssozialismus eingeführt; dass nur die ganz Reichen wirklich davon profitieren, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die SPD als Parteigänger der Millionäre und Totengräber der sozialen Martwirtschaft: wer hätte dies gedacht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
surfing 09.05.2019, 17:08
6. Endlich mal ökonomische Zusammenhänge...

Man denkt manchmal wirklich, in Europa hätten im Wirtschaftsunterricht alle einen Fensterplatz eingenommen. Erfrischend mal die ganze simple Anlalyse hier. Billiges Geld halt den Euro zusammen und lässt die deutsche Wirtschaft abheben, dummerweise gibts ein paar unangenehme Nebenwirkungen.
Dass die Politiker (insbesondere in Deutschland) daran Schuld sind, weil sie 10(!) Jahre nach der Eurokrise immer noch nicht die Wurzeln des Übels angepackt haben, dass verschweigen sie gerne.
Die Verdummung und Emotionalisierung der Politik hat übrigens nicht Trump verursacht, sondern Frau Merkel war ein grosser Wegbereiter mit ihrem unsäglichen "Alternativlos".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 09.05.2019, 17:09
7. der große Haken an Fleischhauers These

Der große Haken an Fleischhauers These sticht überdeutlich hervor. Seine Aussage lautet: "Geringverdiener haben, Gott sei's geklagt, nicht die Möglichkeit, in andere Asset-Klassen auszuweichen. Ihr Polster fürs Alter ist die Sparanlage. Wenn der Zins unter die Inflationsrate rutscht, trifft das also genau die Leute, deren Schicksal dann Matadoren wie der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert in Talkshows wortreich beklagen."

Da offenbart Fleischhauer arge Wissenslücken: Das Polster fürs Alter der Geringverdiener ist nicht die Sparanlage, sondern das vollgeweinte Kopfkissen. Die verdienen nämlich so wenig, dass sie nun wirklich nichts für's Alter ansparen können. Das mittlere Vermögen der unteren 40% der Bevölkerung in Deutschland ist 0 (in Buchstaben für den Nichtmathematiker Fleischhauer: Null). Da ist nix da, was Zinsen abwerfen könnte, und folglich haben die Geringverdiener in Deutschland auch nichts durch Draghis Niedrigzinspolitik verloren.

Anders herum wird eimn Schuh daraus: noch nicht mal die Mittelschicht in Deutschland hat durch Draghis Niedrigzinsen auch nur einen Cent verloren, denn zeitgleich war auch die Inflation niedrig. Die Differenz zwischen Basiszinssatz und Inflation ist heute ganz genau so groß , wie sie beispielsweise in der Hochzinsphase in der Regierungszeit von Helmuth Schmidt war. Aber wegen der Niedrigzinsen konnten sich viele Bürger aus der Mittelschicht den Neubau von Häusern leisten, die sie sich bei höherem Zinsniveau nicht leisten hätten leisten können. In der Summe haben also die Mittelschichtler durch Draghi profitiert.

Und die Oberwschicht ist davon sowieso abgekoppelt. Die kümmern sich nicht um Mickerzinsen und Sparguthaben, weil sie ihr Geld anders gewinnbringender anlegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fareast 09.05.2019, 17:09
8. Stimmt so nicht

"Geringverdiener haben, Gott sei's geklagt, nicht die Möglichkeit, in andere Asset-Klassen auszuweichen. Ihr Polster fürs Alter ist die Sparanlage. Wenn der Zins unter die Inflationsrate rutscht, trifft das also genau die Leute, deren Schicksal dann Matadoren wie der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert in Talkshows wortreich beklagen." Auch als Geringverdiener kann man sein Geld gewinnbringender als auf dem Sparbuch anlegen. Anteile eines Indexfonds gibt es ab der Groessenordung von ca. 100 EUR. Und wer ein Sparbuch hat, kann in der Regel auch ein Depot anlegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mborevi 09.05.2019, 17:12
9. Nehmt den Armen ...

... und gebt's den Reichen? Unsere gesamte Wirtschaft ist auf dieses Ziel ausgerichtet. Nicht das Produkt, sondern die Gewinne der Aktionäre treiben Vorstände um. Und Privatisierungen durch die Öffentliche Hand verfolgen kein anderes Ziel: Das Erschließen neuer Einnahmequellen für Vermögende wo früher zum Selbstkostenpreis gearbeitet werden konnte. Folge: Höhere Preise für die Allgemeinheit. Wer nicht versteht, dass unsere Wirtschaft seit geraumer Zeit genau so funktioniert, der hat von Wirtschaft nichts verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 32