Forum: Politik
Angewandte Sozialdemokratie: Nehmt's den Armen und gebt's den Reichen
Ralph Orlowski/ REUTERS

Kaum ein Thema bewegt Sozialdemokraten so sehr wie die steigenden Mieten. Kleiner Schönheitsfehler: Ausgerechnet die von der SPD favorisierte Europapolitik ist für den Irrsinn am Immobilienmarkt verantwortlich.

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joomee 12.05.2019, 10:57
310. Was für eine Arroganz

Zitat von Neandiausdemtal
Leider ist der Kapitalismus immer die schlechte Folge von Demokratie. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Kapitalismus ist die bevorzugte Wirtschaftsform zweitklassiger Charaktere und die werden leider von dem größeren Teil der Bevölkerung unterstützt. Teils weil es sehr schlichte Denker sind, teils weil diese obendrein auch noch vom Kapital hinters Licht geführt werden. Propaganda eben! Das ist auch der Grund, dass alternative Wirtschaftsformen sich bisher nicht ohne Gewalt halten können. Eine linke Diktatur ist aber auch keine Lösung. Ein wirklich ärgerlicher Zustand, der nur mit mehr Bildung aufgebrochen werden kann. Am Ende steht die Formel: Je mehr klassische und ethische Bildung, desto eher wird ein demokratischer Sozialismus erreicht. Da aber auf Bildung immer weniger Wert gelegt wird, bleibt die Herrschaft des gnadenlosen Eigennutzes ohne jeglichen Weitblick bestehen. Pech gehabt! Auch im Hinblick auf die voranschreitende Klimakatastrophe und das bereits stattfindende 6. große Artensterben.
Was für ein unsäglicher arroganter und hochnäsiger Beitrag.

Also alle, die kein Sozialismus sondern Marktwirtschaft wollen sind zu dumm, ungebildet und haben einen schlechten Charakter.

Und nur Sie und Ihresgleichen haben den Durch- und Weitblick, sind schlau genug und charakterlich superb.

Herzlichen Glückwunsch für Ihr bescheidenes, sympathisches und uneingebildetes Wesen! Das gerade Sie von zweitklassige Charaktere schreiben, ist ja geradezu ein Hohn...

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syracusa 12.05.2019, 11:00
311. Abhängigkeit ist undemokratisch

Zitat von Kurt-C. Hose
Demokratien ohne Kapitalismus gibts aber genauso wie Demokratien ohne Grundeigentum nur in Ihrer Fantasie. Und offenbar mangelt es Ihnen an systematischem historischem Verständnis, um den Zusammenhang dazwischen zu erkennen.
Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mein Argument auf die historische Entwicklung von Kapitalismus und moderner Demokratie gestützt. Wenn Sie darauf nur durch Argumente ad personam antworten können, zeigt das wohl eher die Dürftigkeir Ihrer Argumentation auf.

Ich kann mit meiner Argumentation aber gerne noch weiter gehen. Mein gegen die prinzipielle Notwendigkeit privaten Eigentums an Grund und Boden gerichtetes Argument kann ich auch gegen alle Infrastruktur der Daseinsfürsorge, und gegen jedes natürliche Monopol erweitern. Marktwirtschaft ist eine tolle Sache, aber sie kann bei Monopolen nicht funktionieren. Privates Eigentum kann immer dann in Frage gestellt werden, sobald andere Menschen davon abhängig sind, weil das dann automatisch dahin mündet, dass einige Menschen unausweichlich von anderen Menschen abhängig sind. Und das ist etwas, was zuzmindest dann, wenn diese Abhängigkeit nicht freiwillig ist, grundsätzlich undemokratisch ist.

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syracusa 12.05.2019, 11:07
312.

Zitat von maxbee
Also ich habe Jahrzehnte erlebt, in denen der Sparzins deutlich über der Inflationsrate lag. Zuletzt vor der Finanzkrise.
Diesen Zustand gab's nur in Zeiten heissgelaufener Konjunktur. Und die Finanzkrise war die Auswirkung einer extrem überhitzten Blase. Wenn Sie sich nur die wenigen Jahre mit guten Sparzinsen angucken wollen und die schlechten ausblenden, dann leben Sie relativ realitätsfern. Die Phase hoher Zinsen vor der Finanzkrise und die Niedrigzinsen danach gehören untrennbar zusammen, weil das eine das andere bedingt hat.

Sparzinsen haben schon über relativ kurze Zeithorizonte nie mehr als die Inflation ausgeglichen, und auf lange Sicht waren's immer weniger als die Inflation.

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Aberlour A ' Bunadh 12.05.2019, 12:25
313. Sozialismus sondern Marktwirtschaft

Zitat von joomee
Was für ein unsäglicher arroganter und hochnäsiger Beitrag. Also alle, die kein Sozialismus sondern Marktwirtschaft wollen sind zu dumm, ungebildet und haben einen schlechten Charakter. Und nur Sie und Ihresgleichen haben den Durch- und Weitblick, sind schlau genug und charakterlich superb. Herzlichen Glückwunsch für Ihr bescheidenes, sympathisches und uneingebildetes Wesen! Das gerade Sie von zweitklassige Charaktere schreiben, ist ja geradezu ein Hohn...
Ohne den Foristen, den Sie hier kritisieren, verteidigen zu wollen: Aber es gibt natürlich auch eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Die sogenannte "Freiwirtschaftslehre" von Silvio Gesell - die ja bekanntlich die "Zinsknechtschaft" brechen will - wäre z.B. in einer solchen Kategorie einzuordnen. Indem bekanntlich Parität zwischen Geldbesitzern und Arbeitskraftbesitzern durch "rostendes" Geld hergestellt werden soll, wird, nach Anhängern dieser Lehre, der "wahren Marktwirtschaft" (ohne Kapitalismus) erst zum Durchbruch verholfen.
Und der "natürliche Zins" ist gemäß dieser "Freiwirtschaftslehre" natürlich - "n-a-t-ü-r-l-i-c-h" - NULL. Nun gibt es Kritiker dieser "Freiwirtschaftslehre" - zu denen ich auch gehöre - die auf einen wunden Punkt dabei aufmerksam machen. Denn durch einen "natürlichen Zins" von Null und "rostendes Geld" wird natürlich das gesamte Transaktionsvolumen einer Volkswirtschaft - und damit einer Marktwirtschaft - exorbitant erhöht. Mit der Folge, dass Umwelt und der Ressorcenverbrauch natürlicher Ressourcen von den handelnden Wirtschaftssubjekten erst recht und in noch viel größerem Umfang in Anspruch genommen werden (müssen). In dem Sinne hätte eine Hochzinspoltik "natürlich" einen stark dämpfenden Einfluss auf Konjunktur und Wachstum und damit auf Ressourcenverbrauch und
Ressourcenverzehr zum Wohle der Umwelt. Lange Rede, kurzer Sinn: eine Niedrigzinspolitik hat auch Nachteile, ABER DASS AUSGERECHNET DIE ARMEN DAZUGEHÖREN, WIE DIE ÜBERSCHRIFT DER KOLUMNE BEHAUPTET, IST ABSURDER ALS ABSURD und beweist ökonomische Unkenntnis in allen relevanten Fragen.

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 14:54
314.

Zitat von Neandiausdemtal
Leider ist der Kapitalismus immer die schlechte Folge von Demokratie. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Kapitalismus ist die bevorzugte Wirtschaftsform zweitklassiger Charaktere und die werden leider von dem größeren Teil der Bevölkerung unterstützt. Teils weil es sehr schlichte Denker sind, teils weil diese obendrein auch noch vom Kapital hinters Licht geführt werden. Propaganda eben! Das ist auch der Grund, dass alternative Wirtschaftsformen sich bisher nicht ohne Gewalt halten können. Eine linke Diktatur ist aber auch keine Lösung. Ein wirklich ärgerlicher Zustand, der nur mit mehr Bildung aufgebrochen werden kann. Am Ende steht die Formel: Je mehr klassische und ethische Bildung, desto eher wird ein demokratischer Sozialismus erreicht. Da aber auf Bildung immer weniger Wert gelegt wird, bleibt die Herrschaft des gnadenlosen Eigennutzes ohne jeglichen Weitblick bestehen. Pech gehabt! Auch im Hinblick auf die voranschreitende Klimakatastrophe und das bereits stattfindende 6. große Artensterben.
Nun, der Kapitalismus ist sicherlich zu erfolgreich, um ihn als Wirtschaftsform für Idioten abzutun. Leider ist Linken eigen, dass Sie höhere Erkenntnisfähigkeit für die Ursache ihres Linksseins halten. Auf die Idee, dass das pure ideologische Überheblichkeit ist, kommen sie komischerweise selten. Ich käme nie auf die beschränkte Idee, dass gesellschaftspolitische Präferenzen einen kausalen Zusammenhang zum Bildungsstand haben. Aber jeder pflegt so seine eigenen Vorurteile...

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 14:58
315.

Zitat von syracusa
Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mein Argument auf die historische Entwicklung von Kapitalismus und moderner Demokratie gestützt. Wenn Sie darauf nur durch Argumente ad personam antworten können, zeigt das wohl eher die Dürftigkeir Ihrer Argumentation auf. Ich kann mit meiner Argumentation aber gerne noch weiter gehen. Mein gegen die prinzipielle Notwendigkeit privaten Eigentums an Grund und Boden gerichtetes Argument kann ich auch gegen alle Infrastruktur der Daseinsfürsorge, und gegen jedes natürliche Monopol erweitern. Marktwirtschaft ist eine tolle Sache, aber sie kann bei Monopolen nicht funktionieren. Privates Eigentum kann immer dann in Frage gestellt werden, sobald andere Menschen davon abhängig sind, weil das dann automatisch dahin mündet, dass einige Menschen unausweichlich von anderen Menschen abhängig sind. Und das ist etwas, was zuzmindest dann, wenn diese Abhängigkeit nicht freiwillig ist, grundsätzlich undemokratisch ist.
Ich habe gar kein Argument ad personam gebracht. Ich habe nur festgestellt, was es gibt, und was es nicht gibt. Sie hätten ja in 2000 Jahren Geschichte ein einziges Beispiel finden können, das meine Aussage widerlegt. Sie eiern aber nur rum, anstatt mir mal eine Demokratie ohne Kapitalismus oder einen Kapitalismus ohne Eigentum an Grund und Boden zu nennen... können Sie nämlich nicht. Gibt's nicht.

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 15:02
316.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Ohne den Foristen, den Sie hier kritisieren, verteidigen zu wollen: Aber es gibt natürlich auch eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Die sogenannte "Freiwirtschaftslehre" von Silvio Gesell - die ja bekanntlich die "Zinsknechtschaft" brechen will - wäre z.B. in einer solchen Kategorie einzuordnen. Indem bekanntlich Parität zwischen Geldbesitzern und Arbeitskraftbesitzern durch "rostendes" Geld hergestellt werden soll, wird, nach Anhängern dieser Lehre, der "wahren Marktwirtschaft" (ohne Kapitalismus) erst zum Durchbruch verholfen. Und der "natürliche Zins" ist gemäß dieser "Freiwirtschaftslehre" natürlich - "n-a-t-ü-r-l-i-c-h" - NULL. Nun gibt es Kritiker dieser "Freiwirtschaftslehre" - zu denen ich auch gehöre - die auf einen wunden Punkt dabei aufmerksam machen. Denn durch einen "natürlichen Zins" von Null und "rostendes Geld" wird natürlich das gesamte Transaktionsvolumen einer Volkswirtschaft - und damit einer Marktwirtschaft - exorbitant erhöht. Mit der Folge, dass Umwelt und der Ressorcenverbrauch natürlicher Ressourcen von den handelnden Wirtschaftssubjekten erst recht und in noch viel größerem Umfang in Anspruch genommen werden (müssen). In dem Sinne hätte eine Hochzinspoltik "natürlich" einen stark dämpfenden Einfluss auf Konjunktur und Wachstum und damit auf Ressourcenverbrauch und Ressourcenverzehr zum Wohle der Umwelt. Lange Rede, kurzer Sinn: eine Niedrigzinspolitik hat auch Nachteile, ABER DASS AUSGERECHNET DIE ARMEN DAZUGEHÖREN, WIE DIE ÜBERSCHRIFT DER KOLUMNE BEHAUPTET, IST ABSURDER ALS ABSURD und beweist ökonomische Unkenntnis in allen relevanten Fragen.
Ach guck, und ich dachte den blanken Kapitalismus gäb's auch bei Null Zinsen. Das Experiment läuft doch bereits seit Jahren.

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mostly_harmless 14.05.2019, 17:01
317.

Zitat von Neandiausdemtal
Leider ist der Kapitalismus immer die schlechte Folge von Demokratie. Aber warum ist das so? Ganz einfach: Kapitalismus ist die bevorzugte Wirtschaftsform zweitklassiger Charaktere [...]
Aha. Was ist denn die bessere Form der Demokratie und wird von erstklassigen Charaktären wie Ihnen bevorzugt?

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mostly_harmless 14.05.2019, 17:03
318.

Zitat von maxbee
Also ich habe Jahrzehnte erlebt, in denen der Sparzins deutlich über der Inflationsrate lag. Zuletzt vor der Finanzkrise.
Wenns hier um den Zins auf Sparbücher geht: Jede Wette, dass Sie das nicht erlebt haben. Und Ihre Behauptung, dies sei vor der Finanzkrise der Fall gewesen ist ganz schlicht falsch.

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