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Angriff auf SPD-Spitze: Münteferings Gift
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"Mir standen die Haare zu Berge": Franz Münteferings scharfe Kritik am Wahlkampfstart der SPD sorgt in der Partei für Aufregung und vergiftet die Atmosphäre in der Führungsriege weiter. Zielt seine Attacke auf Parteichef Gabriel?

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Ausfriedenau 14.08.2013, 14:09
20. Der Schlimmste

Zitat von sysop
"Mir standen die Haare zu Berge": Franz Münteferings scharfe Kritik am Wahlkampfstart der SPD sorgt in der Partei für Aufregung und vergiftet die Atmosphäre in der Führungsriege weiter. Zielt seine Attacke auf Parteichef Gabriel?
Müntefering ist der Hauptverursacher für den schlechten Zustand der SPD. Hartz IV und Rente mit 67 sind seine "Sozialverbrechen". Er war diesbezüglich nicht nur gezwungenermaßen Mitläufer sondern Motor und freudiger Verkünder dieser für die SPD verheerenden Einchnitte. Dass er jetzt wieder der SPD in die Beine fährt, kurz vor der Wahl, zeigt, dass er kein politisches Gespür hat. Hätte ihn nicht wenigstens seine ehrgeizige junge Olle zurückhalten können?

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garfield 14.08.2013, 14:09
21.

Zitat von Liberalitärer
Politischer Selbstmord der Sozialdemokraten, welch ein Debakel.
Super! Warum sollen auch alle Fettnäpfchen für Steinbrück reserviert sein. Die eigentlich schon längst abgehalfterten "Granden" der Truppe dürfen auch mal. Super Timing, Münte! Daumen hoch, damit es mit Deiner Truppe weiter abwärts geht.
Au, was freu ich mich, wenn nach der Wahl das bisher nur kokelnde Feuer unterm Dach der sPD so richtig ausbricht. Vielleicht dann endlich rollen die Köpfe der Agenda-Jünger und die Partei befreit sich aus derem Würgegriff. Andernfalls können sie den Laden dicht machen und an Merkel übergeben als Light-Flügel der CDU (habe ich jetzt tatsächlich "light" geschrieben?).

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volker geile 14.08.2013, 14:10
22. Schlechter als schlecht

Dass der Wahlkampf total verhunzt ist, weiß doch jeder. Finde es gut, dass Müntefering das noch einmal sagt. Als SPD muss man sich fragen, warum man auf diesen Kandidaten gesetzt hat, wenngleich es zwei bessere gibt: Gabriel und Kraft. Immer nur auf angebliche Umfragen zu schauen und dem Medienecho hinterherzujagen, wird der SPD auf Jahrzehnte keine Kanzlerschaft mehr bringen. Und ganz ehrlich: Selbst jetzt kommt die Partei nicht in den Wahlkampfmodus!

Bei Müntefering eine große Taktik zu vermuten, halte ich für recht weit hergeholt.

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Izmi 14.08.2013, 14:10
23. Kehrwende

Zitat von zynik
Wie so oft schon nett analysiert von den Nachdenkseiten: "Müntefering baut schon einer Wahlniederlage vor. Es ist der miese Trick der SPD-Rechten, dass sie seit Helmut Schmidts Zeiten immer die Linke in der SPD für die Niederlagen ihrer „rechten“ Politik verantwortlich macht. Der „herausragende Wahlkämpfer“ will damit davon ablenken, dass etwa sein Vorstoß für die Rente mit 67 und sein unerbittliches Eintreten für die Agenda-Politik der SPD seit 2002 eine Wahlniederlage nach der anderen im Bund wie in den Ländern eingebrockt hat, was schließlich zu ihrem absoluten Tiefststand bei der letzten Bundestagswahl beigetragen hat. Die SPD-Rechte hat seit Jahrzehnten ihre vorausgegangenen politischen Fehler ständig zu Lasten der eigenen Partei verteidigt und den Kritikern dieser Fehler dann die Wahlniederlagen in die Schuhe geschoben. Dadurch konnte sich die SPD nie mehr erneuern und hat längst das Attribut einer Volkspartei verloren, ja sie ist zu einem Auslaufmodell geworden. Wer wählt schon eine Partei die nur ihre Vergangenheit zu verklären versucht und die nicht in der Lage ist, Fehler zu korrigieren und sich ständig nur Erfolgen rühmt, die bei ihrer ureigenen Wählerschaft niemals angekommen sind."
Es könnte aber auch umgekehrt sein: Müntefehring und die Seeheimer werden ziemlich genau wissen, dass nach einer verlorenen Bundestagswahl das große Aufräumen beginnt. Und glaube doch keiner, die rechten, neoliberalen Positionen der Münte und Kahrs werden dann noch eine nennenswerte Rolle spielen können. Egal, ob sie nun in die Opposition wandern oder in die Groko. Die SPD wird sich verändern m ü s s e n. Und das geht nur nach links!
Das ist die Angst, die umgeht in den reaktionären Kreisen der SPD.

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unixv 14.08.2013, 14:10
24. Hallo SPD!

Hier schreibt ein eX-Partei-Genosse!

fast 40 Jahre habe ich euch die treue gehalten, seid Schröder, Münte, und den Steinis, solltet ihr das S aus SPD entfernen und euch geschlossen der CDU oder FDP " siehe Clement!" anschließen!

Back to the Roots, liebe SPD oder 18% sind euch diesmal vielleicht noch sicher!

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martin-kö 14.08.2013, 14:10
25. Si tacuisses

Wenn doch Müntefering geschwiegen hätte, er, dem die SPD den Absturz in 23-Prozent-Partei zu "verdanken" hat (Hartz IV, Leiharbeit, Werkverträge, Stellenabbau bei der Bahn wegen der Sucht nach der Börse, Kotau vor den Energiekonzernen und, und ..., er, der seine Partei die 67er-Rente - also Gehaltskürzung - eingebrockt hat. Müntefering hat mit Schröder, Clement, Steenbrück für eine neue
Armut vieler, vieler Menschen gesporgt, und jetzt wagt es es noch Ratschläge zu geben. Hoffentlich ist seine 2. Frau ein wenig mehr sozialdemokratisch als
diese Mann.

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curti 14.08.2013, 14:11
26. Keiner hat die BRD bislang......

Zitat von mps58
Die SPD war schon immer eine Partei von Individualisten, die sich in der Spitze nie einig waren und sich oft hassten. In dieser Hinsicht ist das vielleicht das wirkliche Alleinstellungsmerkmal dieser Partei in der deutschen Parteienlandschaft. Es ist klar, dass man einem solchen Haufen von Intriganten keinen modernen Staat mehr anvertrauen kann. Diese Partei ist damit wirklich unwählbar.
....konsequenter "modernisiert" als die SPD mit den Grünen. CDU/CSU und FDP hätten das nicht hinbekommen, nicht zuletzt wg. Sperrfeuers von SPD und Grünen im Verbund mit Gewerkschaften. Mittels Schröder wurde der "Modernisierungskatalog" umgesetzt, der seit Mitte der 90er geschrieben worden ist, basta. Kurios aber Tatsache!!

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koprolith 14.08.2013, 14:11
27. Wäre schön,

wenn die Parteien mal bemerken würden, dass Wahlkamppf eigentlich mal ein Mittel zum Zweck sein sollte. Zur Zeit benehmen sich alle - die CDU sowieso - als sei der Wahlkampf Selbstzweck. Wenn sie es denn wenigstens ernst nehmen würden. Aber bei der jetzt üblichen Form des Wahlkampfs geht es ja nicht einmla wirklich um die Formulierung von Positionen, sondern nur um das Runterleihern völlig inhaltsloser Floskeln, durchsichtioge Diffamierungskampagnen und lächerliche Pseudoversprechen, die ohnehin niemand einzuhalten gedenkt.

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dr.avalange 14.08.2013, 14:12
28.

Zitat von Liberalitärer
Politischer Selbstmord der Sozialdemokraten, welch ein Debakel.
Das ist bewusste Demontage des Kandidaten Steinbrück, mit Bauernopfer nur unangemessen umschrieben.

Steinbrück kann einem leid tun. Im Grunde ein durchaus ehrlicher Politiker, der auch einmal mehr als politisch korrekte Luftblasen von sich gibt. Treibende Kraft bei dieser Posse ist der Parteivorsitzende.

Hat man jemals in einem Bundestags-Wahlkampf erlebt, dass alle relevanten Entscheidungsträger einer Partei strikt die Nähe zum Spitzenkadidaten meiden? Mir ist bislang nicht einmal ein Wahlplakat aufgefallen, auf sich bspw. Gabriel neben Steinbrück stellt. Vielmeh sind die SPD Wahlplakate jedenfalls vom augenfälligen Bildinhalt pure Kanzlerinnenwerbung.

Offenbar wissen die Herren, dass es nach der Wahl ans Wundenlecken und Köpferollen gehen wird. Aus diesem Grund zieht bereits jetz diese ganze feige Riege die Köpfe ein.

Da passt aus der Riege der Unterschichten-Rattenfänger vor allen Dingen auf Gabriel der bekannte Spruch: Einen Jungen bekommt man aus der Gosse, nur die Gosse niemals aus einem Jungen.

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Willi Wacker 14.08.2013, 14:13
29. Zielt seine Attacke auf Parteichef Gabriel?

Zitat von mps58
Die SPD war schon immer eine Partei von Individualisten, die sich in der Spitze nie einig waren und sich oft hassten.
Wir erinnern uns noch.
Als Müntefering seinerzeit Parteichef wurde, wollte er der Gepflogenheit gemäss einen zum kompatiblenen Generalsekretär haben.
Wer hat ihm seinerzeit mit allerhöchster Illoylität reingegrätscht? Na?
Er war, tata, Andrea Nahles.

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