Forum: Politik
Angst vor den Grünen: Die wollen uns ja alles verbieten
DPA

In ihrer Verzweiflung über die Erfolge der Grünen greifen ihre politischen Gegner zum alten Klischee der "Verbotspartei" - und erkennen nicht, dass niemand mehr Angst davor hat.

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schulz.dennis.84 17.06.2019, 19:38
70. Sie haben vollkommen Recht!

Zitat von shotaro_kaneda
Schade, dass Herr Fleischhauer weg ist und Gegenpositionen auf Spon wohl zur Mangelware werden. Da gäbe es auch noch das Massentierhaltungsverbot, wobei die Grünen tunlichst meiden, Massentierhaltung zu definieren. Da wäre das Gentechnikverbot, das Glyphosatverbot, das Verbot bedarfsgerechter Düngung, nicht zu vergessen das Dieselfahrverbot, Generelles Fahrverbot in Innenstädten, das genannte Tempolimit. Sollen die Pendler doch sehen, wie sie innerhalb von einer Stunde auf Arbeit kommen (vor allem die aufm Land). Was gibts noch? Ach ja, Böllerverbot, Verbot der Maismonokulturen, die die Grünen selbst zu verantworten haben, Verbot der normalen Sprache, stattdessen jedes Wort, dass einen männlichen Artikel hat abschaffen und ordnungsgemäß gendern. Weiterhin soll die Chancengleichheit verboten und stattdessen ein Quotensystem eingeführt werden. Aber natürlich nur in Spitzenpositionen. Teilweise widersprechen sich Gebote und Verbote der Grünen auch durchaus. Atom- und Kohleverbot, dafür mehr Erneuerbare. Dumm nur, dass dadurch Flächen versiegelt werden, geschützte Tiere sterben müssen und Stromtrassen durch Naturschutzgebiete gebaut werden müssen. Ich würde es den Grünen aber durchaus gönnen, mal wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen, damit sie sich mal wieder mit der Realpolitik auseinandersetzen müssen. (Versorgungssicherheit mit Energie und Nahrungsmitteln, Innere Sicherheit, Außenpolitik, Bezahlbarkeit der Sozialsysteme, Bezahlbarkeit der Mobilität usw...)
Nicht zu vergessen die geplante Strafbarkeit der Leugnung der Klimakatastrophe, die dann aber ganz arg an George Orwells 1984 und an das Dritte Reich erinnert.

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Paddel2 17.06.2019, 19:38
71. Schlecht recherchiert

Amazon vernichtet nicht beliebig Waren sondern sortiert sie im Gegenteil in A-, B- und Defektwaren. Spenden erfolgen bereits heute. Es ist unerhört, jemanden an den Pranger zu stellen der da nicht hingehört. Das passt perfekt zu den Grünen, die mit Idealismus Feindbilder konstruieren, aber keine Lösungen anbieten. Was nützt eine CO2-Steuer in Zeiten globalen Handels? Wem nützen Flugeinschränkungen wenn Amerikaner das nicht kümmert? Die Grünen haben noch nie etwas sinnvolles für das Klima getan sondern nur ideologische Bildungspolitik durchgedrückt. Das braucht kein Mensch.

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sportinlife 17.06.2019, 19:39
72. Kleine Korrektur

Übrigens sollte der Veggieday nicht in „deutschen Kantinen“, sondern nur in denen der Regierung eingeführt werden. Und was Interessiert das alle anderen, was man in seinen eigenen Läden macht?

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markus_wienken 17.06.2019, 19:42
73.

Zitat von ddcoe
Dem Bürger ist längst klar, dass es Klimaschutz weder zum Nulltarif, noch ohne Einschränkungen geben kann. Bisher hat die Union den Bürger einfach für dumm gehalten - und sind damit krachend gescheitert. Jetzt hat sie jede Glaubwürdigkeit verloren und wird vom Bürger abgelehnt. Jahrelange leere Sprechblasen hatten wir wirklich genug.
Ist das dem Bürger wirklich klar?
Wenn ich mir den Mainzer McDonalds nach den Freitagsdemos überfüllt mit den Demoteilnehmern so ansehe und nicht wenige von denen mit Smartphones der neuesten Generation in der Hand habe ich doch sehr große Zweifel, dass dem wirklich so ist.
Gleiches gilt für die nicht wenigen Bürgerinitiativen gegen Windräder, alternative Energie gerne aber nicht in meiner Nähe.
ÖPNV, in Mainz Wiesbaden gibt es die Idee die beiden Städte mit einer Straßenbahn zu verbinden...und schwubs findet sich eine Bürgerinitiative die dagegen ist.
Gleiches gilt für den Ausbau von Schienen für den Bahnverkehr, Fahrverbote und und und...
Nein: Die meisten Bürger wollen keine Einschränkungen hinnehmen.

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borstigerwolf 17.06.2019, 19:43
74. Grün radikal

Ist so schlimm wie Rechts- und Linksradikalismus. Ich habe jedenfalls keine Lust mir aus grün-religiösen Gründen Dinge verbieten zu lassen. Verschiedene Sachen halte ich jedoch durchaus für sinnvoll, so z.B. sollte man der Industrie verbieten, Dinge herzustellen, die sich nicht reparieren lassen und gewollt Defekte zur Begrenzung der Lebensdauer einzubauen. Abfallvermeidung ist sicher auch richtig, aber Fliegen, Individualverkehr, Ernährung geht diese CO2 Fanatiker einfach nichts an, ebensowenig sollte man die Stromversorgung destabilisieren, nur weil eine unwissende Grüne gesagt hat: „Das Netz ist der Speicher“. Für mich unwählbar.

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fleischwurstfachvorleger 17.06.2019, 19:44
75.

Tempolimit bringt also nichts? - Ein paar Tausend Tote weniger im Jahr ca. 6 Millionen Tonnen eingespartes CO2 ist natürlich nicht der Rede wert.

Wenn Dörfer in der Lausitz nicht mehr dem Brauntagebergbau zum Opfer fallen, weil endlich eine vernünftig hohe CO2-Steuer eingeführt wird, ist das natürlich auch nichts. Da würden ja RWE, Eon und Vattenfall aus Wirtschaftlichkeitsgründen gezwungen werden, freiwillig ihre Drecksschleudern von Braunkohlekraftwerken abzuschalten.

Nein, es macht keinen Sinn, für 49,99 € nach Menorca zu fliegen. Und es macht noch weniger Sinn im Inland zu fliegen. Deswegen sollte Kerosin auf Inlandsflügen so hoch besteuert werden, dass Leute wie Sie, lieber mit der Bahn fahren.

Im Agrarsektor muss Schluss sein große Flächen und große Betriebe zu subventionieren. Es muss Schluss sein für Massentierhaltung Gen-Soja zu importieren, für das in Brasilien Regenwald abgeholzt werden muss. Es muss Schluss sein mit der prophylaktischen Vergabe von Antibiotika insbesondere in der Hühnerzucht. Es muss Schluss sein, dass 30 % aus der Massentierhaltung exportiert werden und die Märkte in Afrika kaputt macht. Es muss Schluss sein, dass Millionen Liter von Gülle unser Trinkwasser vergiften. Es muss Schluss sein mit den Maismeeren, die auch noch mit Pestiziden besprüht werden und damit das Insektensterben voran treiben.

Das geht nur steuernd und verbindlichen Regeln. Und da die Gier des Menschen grenzenlos ist, muss man es ihm halt vorschreiben, ob Ihnen das gefällt, oder nicht. Denn verzichten wollen die, die besonders erfolgreich in Deutschland sind, nicht wirklich freiwillig.

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Darwins Affe 17.06.2019, 19:46
76. Kapiert!

Zitat von Postwachstumsökonom
Ich bin auch für einen Wandel, der zuallererst im Kopf beginnt. Wir brauchen ein totalitäres Ökoregime unter starker grün-roter Führung, um den Wandel noch innerhalb der nächsten 10 Jahre hinzugekommen. Auch sollte Alkohol in Supermärkten verboten werden und 500 Prozent Steuer auf Luxusartikel wie Autos und Fernseher. All diese Sachen müssen teurer werden. Umstellung der Landwirtschaft auf hundert Prozent Ökologie innerhalb der nächsten 2 Jahre. Und jetzt kommt nicht wieder mit dem Argument ''ja wir 80 Mio. Deutsche können eh nix ausrichten, weil zu wenig.''. Wir lassen ALLES IN Fernost produzieren und haben dadurch und aufgrund unserer ökonomischen Gewichtung gravierenden Einfluss auf Hunderte Millionen Menschen und zig Länder. Unser Impact als Deutsche ist riesengroß und weltumspannend! Daher sollten wir als grünes Beispiel vorangehen und uns in Konsumverzicht und Nachhaltigkeit üben! Denn wir haben die Mittel und längst auch den Willen dazu! Deshalb : vertreibt die ganzen konservativen und in Retropiefantasien schwelgenden alten weißen Männer aus dem Bundestag!
1) Eure deutschen Grünen haben zumindest die Zeichen der Zeit kapiert: Deutschland ist wirtschaftlich massiv unter Druck und auf dem absteigenden Ast.
2) Man muss irgendwie doch dem Bürger den sinkenden Lebensstandard erklären. Bildungsmisere und überhöhte Ansprüche an den Staat will sicherlich niemand hören (wer will schon faul oder gar dumm sein?).
3) Ergo zieht sich das Land (mal wieder) auf den Status des moralisch Überlegenen zurück, der die Welt vor der Apokalypse rettet (»am deutschen Wesen …«). Ob`s diesmal wohl klappt?

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dodgerone 17.06.2019, 19:52
77.

Zitat von hadwerker
Eine Sache glaube ich allerdings sofort. Da die Grünen in der Regel gutsituiert sind kostet ihre Politik den kleinen Mann sicherlich sehr viel mehr Geld, als man heute denkt. Mir kommt es immer so vor, als ob die Grünen nicht für den Kleinen Politik machen und ihnen auch egal ist, ob der Normalbürger draufzahlt. Das geht los bei den Fahrverboten und läuft in vielen Dingen immer weiter. Leider vergessen die Grünen dabei, dass viel Arbeiter auf Mobilität angewiesen sind und sich kein Neues oder Elektroauto leisten können. Ich kann es jedenfalls nicht und wähle deswegen auch nicht Grün. Allerdings auch nicht Rechts
Sorry, aber das ist absoluter Schwachsinn.
Sie tuen ja so als ob CDU/SPD etwas für den kleinen Mann tun. Und ein armer Mensch kann sich garkein Auto leisten... so sieht es nämlich aus. Ich frage mich schon im Supermarkt immer, warum Menschen die offensichtlich aufs Geld schauen müssen, dann immer noch für die Papiertüte zahlen anstatt wie andere eine Beutel/Rucksack zum einkaufen mitzubringen.

Und den ÖPNV günstiger/kostenlos zu machen ist grüner und sozial gerechter als die aktuelle Subventionierung grosser Autos. Auf Deutschlands Strassen sehe ich keine Armut, sondern immer grössere Autos.

Auch ich finde die Klischees gegen die Grünen nur noch affig. Und gerade junge Menschen sehen das viel entspannter... die haben verstanden das es so wie es aktuell in unserem Land läuft nicht weitergeht.

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davyjones 17.06.2019, 19:52
78. Viel

bedenklicher als "Verbote" ist die anti-aufklärerische Grundhaltung grüner Politik, die sich u.a. in aktiver Förderung von Quacksalbern und Scharlatanen (z.B. Homöopathen) wiederfindet.

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murun 17.06.2019, 19:52
79. Unterschiede zwischen Großstädte und Land: ja, der Rest: na ja ...

Zitat von mpitt
Ich halte das für eine sehr gewagte Behauptung von Herrn Kuzmany, wenn ich auch den Begriff Angst vermeiden würde. Ich würde eher den Begriff Abneigung gegen eine Verbots- und Umerziehungsorgie verwenden. Wer die Wahlergebnisse genau analysiert, weiß, daß die Grünen weit davon entfernt sind, so etwas wie die Bedeutung früherer Volksparteien zu haben. Es gibt gravierende Gegensätze zwischen Großstädten und ländlichen Gegenden, ebenso wie zwischen Ost und West. Die Siege bei kommunalen Direktwahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Wahlbeteiligungen dort teilweise mikroskopisch niedrig sind und somit keinerlei Relevanz haben.
Ja, Gegensätze zwischen Großstädten und ländlichen Regionen gibt es, die sind sogar eklatant. Aber der Rest...
Die Europawahl mit den Grünen als zweitstärkste Kraft war schon ein Indiz, wo die Reise hingehen könnte. Und bei Kommunalwahlen "mikroskopisch niedrige" Wahlbeteiligungen? Da wäre ich mal an einer konkreten Quelle interessiert. Bei den letzten Wahlen - egal welche - lag die Wählerbeteiligung meist so hoch wie seit langem nicht mehr. Ich selbst habe zwei Töchter, die in den letzten beiden Jahren Erstwähler waren und einen großen Freundeskreis haben. Es war für mich absolut erstaunlich, wie intensiv sie sich mit den verschiedensten Parteiprogrammen auseinandergesetzt, miteinander diskutiert und abgewägt haben. Da wächst eine neue Generation heran, die politisch völlig unvoreingenommen herangeht und denen Wörter wie "Volksparteien" egal sind, weil die Einflussnahme des Elternhauses diesbezüglich zumindest in Großstädten rapide abnimmt.
Aber vermutlich sehen Sie die SPD auch noch als Volkspartei, trotz der desaströsen Umfragewerte derzeit...

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