Forum: Politik
Angst vor Großbritanniens Austritt: EU rüstet sich für Brexit-Ernstfall
AFP

Sechs EU-Länder und die EU-Kommission bereiten sich nach SPIEGEL-Informationen auf ein Ausscheiden Großbritanniens vor. Der Brexit würde sich demnach über zwei Jahre hinziehen - und sehr teuer.

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kjartan75 27.05.2016, 19:45
140. Umfrageergebnisse

Interessant ist, dass die Befürworter eines Brexit nur in ganz wenigen Umfragen überhaupt eine Mehrheit erhielten. Insofern besteht durchaus eine nicht zu geringe Chance, dass UK in der EU verbleibt, was freilich das Verhältnis zwischen UK und EU nicht einfacher macht.

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wll 27.05.2016, 19:50
141. Kein Titel

Zitat von jimmyolli
wird England bestraft wie Russland.Die EU könnte den Briten zusätzlich noch den totalen Krieg erklären und das ganze Land im Meer versenken.Es kann doch nicht sein,dass irgend so eine hergelaufene Nation, nicht länger von einer merkelgesteuierten EU regiert werden will.Wer Ironie findet,darf sie behalten.
Wer spricht denn von "bestrafen"? Selbstverständlich hat GB das Recht, nach einem entsprechenden demokratischen Votum die EU zu verlassen. Allerdings muss es sich dann mit dem resultierenden Status eines Drittlandes mit den von mir beschriebenen Folgen abfinden.

Farage und Konsorten können doch nicht ernsthaft propagieren, EU-Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer zurückzuschicken, und dann aber erwarten, dass die britischen Expats weiter schön dort bleiben dürfen, wo sie jetzt sind. Da viele Brexit-Befürworter jetzt schon munter von protektionistischer Abschottung träumen, ist es m. E. angebracht, entsprechende Reaktionen vorzubereiten. Das hat aber mit dem Brexit an sich nichts zu tun. Wenn GB auch nach dem Brexit den freien Handel unbehindert weiterlaufen lässt, sehe ich keinen Anlass zu über die üblichen Einfuhrabgaben hinausgehenden Maßnahmen. Dass die EU aber Protektionismus nicht unbeantwortet hinnehmen kann, sollte ebenso klar sein.

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friedoline 27.05.2016, 19:51
142. plumper geht immer...

"lud der Kabinettschef von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, am Montag Vertreter einiger EU-Mitglieder zur diskreten Beratung."
Diskret, solo...
Juncker und Selmayr - da war doch was?
Richtig, offenbar haben die Beiden vor dem diskreten Treffen schon einmal vorgeglüht. Und gestern folgende Nettigkeiten Richtung GBR geschickt.
Selmayr via Twitter: "2017 with Trump, Le Pen, Boris Johnson, Beppe Grillo? A horror scenario that shows well why it is worth fighting populism. #withJuncker". Und Juncker via - Juncker: "“The atmosphere of our talks would be better if Britain is staying in the European Union,” Juncker told reporters. “Boris Johnson spent part of his life in Brussels. It’s time for him to come back to Brussels, in order to check if everything he’s telling the British people is in line with reality. I don’t think so, so he would be welcome in Brussels at any time.”

Manchmal fragt man sich, ob da nicht insgeheim auf den Brexit hingearbeitet wird. So plump kann man gar nicht sein!
Dass Belehrungen aus dem Munde des ausgerechnet nicht demokratisch gewählten Juncker und dessen Adlatus über Wahrheit und Vergleiche eines sicher exzentrischen Briten mit stramm rechten Akteuren auf der Insel nicht so gut ankommen, könnte man sich denken.

Wenn man dann einen Tag später den Ernstfall vorbereitet (die "engere Integration" fasse ich jetzt mal als Drohung Richtung weiterer Austritts-liebäugler auf..), gibt diese himmelschreiende Arroganz irgendwie wieder Sinn.

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myengland 27.05.2016, 19:52
143.

Zitat von wll
Wieso bedarf der Brexit jahrelanger Verhandlungen? GB bekommt handels- und zollrechtlich den Status eines Drittlandes, sämtliche Zahlungen an und aus Brüssel enden mit Wirksamwerden des Austritts. Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen für britische Staatsbürger in der EU dito, sofern nicht aus anderen Sachverhalten, z. B. Ehe, ableitbar. Wenn die Betroffenen bleiben wollen, können sie dann ja, wie jeder andere aus einem Drittland auch, eine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beantragen. Wenn GB nicht mehr Mitglied im Club sein will, muss es eben auch die Konsequenzen tragen... Und dann noch eine Reziprozitätsklausel, am besten für den gesamten Außenhandel der EU, einführen, wonach bei protektionistischen Handelshemmnissen oder Preisdumpings dem jeweiligen Land das Doppelte in Summe an Strafzöllen auferlegt wird.
Da wir Briten viel mehr aus Deutschland einfuehren als wir nach De exportieren , werden wir selbstverstaendlich einen Super Zoll auf deutsche Waren (Autos, Aldi,Lidl etc.) erheben muessen. Wer ist dann der Verlierer? Eure Rachegeluesste sind pervers! Lasst uns gehen.
Gro up.

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Aspekte plus 27.05.2016, 19:55
144.

Zitat von moistvonlipwik
Welche "Freiheit" meinen Sie denn so? Bislang habe ich nicht den Eindruck, dass meine Freiheit bei den Nationalisten in guten Händen ist.
Britische, amerikanische, französische und russische Nationalisten haben italienische und deutsche, die Amerikaner japanische Nationalisten besiegt.

Nicht alle sehen im nationalen Denken, im Patriotismus etwas Schlechtes - Etwas Patriotischeres, Nationalistischeres als die Schutzmacht USA ist ja kaum zu finden. Trotzdem fühlt man sich in guten Händen, solange nicht gerade offen ein Weltstaat à la USA angestrebt wird.

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Aspekte plus 27.05.2016, 20:00
145.

Zitat von Mr T
Bei den "Bookies" ist die Quote 5:1 fuer den Verbleib in Europa und diese Quaoten sind meist sehr aussagekraeftig.
hmm, Propagandainvestition ins Project Fear?

ich meine, so ganz neben allen Umfragen - das ist schon seltsam.

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ludwig49 27.05.2016, 20:03
146.

Zitat von Karto
Niemand wollte den Euro? Vielleicht. Aber mit Sicherheit erinnert sich Niemand mehr an die Gebühren beim Geldumtausch. Deswegen haben es Populisten heute so leicht. Die EU beschneidet auch nicht die Rechte der EU-Bürger, sondern die Rechte der Regierungen der Mitgliedsländer. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied. Ich wünsche GB viel Glück, damit sie in der EU bleiben können. Eu-ro-pa, Eu-ro-pa, Eu-ro-pa
Natürlich erinnert sich niemand mehr an die Gebühren bei einem Geldumtausch, weil im Vergleich die "Gebühren" für den Erhalt des Euro, die Rettung von Banken und Ländern bisher doch ein wenig höher ausgefallen sind, oder?

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wll 27.05.2016, 20:03
147. Kein Titel

Zitat von Karto
Niemand wollte den Euro? Vielleicht. Aber mit Sicherheit erinnert sich Niemand mehr an die Gebühren beim Geldumtausch. Deswegen haben es Populisten heute so leicht.
Die mich genau einmal im Jahr betroffen haben, nämlich im Urlaub. Dafür werde ich jetzt das ganze Jahr über von den negativen Folgen des Euros gepiesackt. Und offensichtlich sind vor dem Euro unsere Firmen mit dem "Gebühren beim Geldumtausch" auch ganz gut fertig geworden. Nicht weiter verwunderlich, da mit Valutaeinnahmen ja beispielsweise auch Lieferanten aus dem gleichen Währungsraum unmittelbar bezahlt werden konnten - gebührenfrei.

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Aspekte plus 27.05.2016, 20:10
148. Ob Journalist,

Zitat von thrashmail
Nichts gegen einen Brexit. Aber was Sie hier schreiben ist ja Unsinn. Völkerfreundschaft und gute Nachbarschaft war nie besser als heute. Die EU hat die Freiheit der Europäer beschnitten? Im Gegenteil.
Übersetzer, Wissenschaftler, Manager, Anwälte, Schiedgerichtsclique oder Investor oder eben gewöhnlicher "Gummi" oder Gewerbler - das macht den Unterschied.
Ein Treuhänder, eine kleine Bank, alle KMU, die auf dem Binnenmarkt tätig sind, haben die ganzen Kosten für EU-Kompatibilität zu tragen, werden regelrecht stranguliert, fühlen sich beschnitten.

Für Exportwirtschaft ist das genau das Gegenteil.

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habenix 27.05.2016, 20:12
149.

Zitat von Karto
Die EU beschneidet auch nicht die Rechte der EU-Bürger, sondern die Rechte der Regierungen der Mitgliedsländer. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied.
Was sie sagen ist falsch.

Die EU schreibt mir vor welche Lampen ich kaufen darf, welchen Staubsauger ich kaufen darf.
Was eine Kartoffel ist, was ein Apfel und was eine Birne.

Die EU schreibt mir vor wieviel Diesel mein Auto verbrauchen darf, Wieviel Co2 ausstossen.

Die EU will jetzt noch obwohl ihr das Waffenrecht laut EU Vertrag nichts angeht in einer EU Feuerwaffenrichtline den Ländern vorschreiben wer welche Waffen kaufen darf und wer nicht, sie will zig Millionen Gesetzestreue Europäer, Schützen und Jäger enteignen.
Das ist gegen den Lisabon Vertrag.

Die EU hat sogar ein EU Toleranzgesetz erlassen indem sie vorschreibt wer was denken und sagen darf und wer nicht.
Das wird ein Überwachungsstaat da ist die NSA Kindergarten dagegen.

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