Forum: Politik
Anhörung des Ex-FBI-Chefs: Comey nennt Trump "Lügner"
AFP

James Comey hat der Regierung von Donald Trump bei seiner Anhörung vorgeworfen, "Lügen" verbreitet zu haben. Die Haltung des Präsidenten in der Russland-Affäre sei "sehr beunruhigend", sagte der Ex-FBI-Chef.

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Neandiausdemtal 08.06.2017, 22:01
170. Berechtigte Befürchtung

Zitat von Das Pferd
letzteres fürchte ich auch. Es gibt ja offenbar eine erhebliche Gruppe, die dieses Zerschlagen von in 240 Jahren aufgebauter Demokratie als Erfüllen von Wahlversprechen sieht. Sie wollen die Welt brennen sehen, und haben das mit einer demokratischen Wahl erreicht. Daraus folgt logisch, daß sie es als geraubte Chance sehen werden, wenn das System den Vollidioten irgendwie doch los wird. Wenn eine gewünschte Änderung nicht friedlich möglich ist, die bestehenden Verhältnisse aber als unerträglich wahrgenommen werden, entsteht der Bedarf an einer Revolutionstheorie. Bannon als eine Art rechter Marx, als mir macht das Angst.
Kommt es so, müssen diese Typen eben beseitigt werden. Auch bei uns in Deutschland ist es im GG verankert, dass der Erhalt der freiheitlich, demokratischen Grundordnung mit allen und ich betone, mit allen Mitteln sicherzustellen ist. Im Zweifel auch gegen eine tumbe rechte Mehrheit. Ich gehe davon aus, dass auch die amerikanische Verfassung im Zweifel mit Gewalt vor ihrer eigenen Abschaffung geschützt werden wird. Die Entwicklung in der Türkei zeigt übrigens, das es allerdings nicht leicht ist, den Moment zu erwischen, bevor es zu spät ist. Die Lehre daraus kann jeder für sich selbst ziehen.

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seans 08.06.2017, 22:27
171. Time to say farewell

Holland, die Waldfee! Wenn das stimmt, was Comey heute ausgesagt hat, ist Trump politische Geschichte. Ein Präsident, der sein Amt missbraucht und dabei pathetisch lügt bzw. Ermittlungsverfahren behindert, ist nicht mehr zu halten. Trump hatte doch verwittert,dass er Aufzeichnungen gemacht hat. Dies wäre seine letzte Chance. Ansonsten farewell Mr. Expräsident. Er hat sowieso nichts getaugt.

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k.klotz 08.06.2017, 22:48
172. Menschen lügen ...

... aus unterschiedlichsten Gründen. Scham, Selbstschutz, um sich einen Vorteil zu verschaffen, jemanden nicht verletzen zu wollen ...
schlussendlich egal.

Denn mit einer Lüge gibt es immer einen "Gewinner" und einen "Verlierer" - selbst wenn die Realität komplett anders aussehen würde.
Verlierer ist auf jeden Fall immer "das Vertrauen". Und auf politischer Ebene ist dies in dieser verworbenen Welt von heute ein "no go". Mag ja "uncool" sein - aber Lügen sind nie eine Basis für ein faires, gemeinschaftliches Zusammenleben. Eventuell ist diese Erkenntnis der Gewinn von Herrn Trumps Wahl - und kommt dann auch mal u.a. in der hiesigen Politik an.

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spon-facebook-10000330342 09.06.2017, 01:30
173. Gewaltenteilung?

Zitat von di_wendt
Na wenn das zwei Vorgesetzte sind , habe ich eine Frage, wieso ist es dann möglich das Trump den FBI- Mann feuern kann . Ich nehme an sie wissen es.
Der Einzige FBI-Chef, der abgesehen von Comey entlassen wurde, war William S. Sessions unter Clinton und das auch nur deshalb, weil er persönlich sich Verfehlungen geleistet hat, die ihn nicht mehr tragbar gemacht haben (u.a. private mehrmalige Nutzung eines FBI Flugzeugs). Der Präsident ist dem FBI Chef aber ansonsten überhaupt nicht weisungsbefugt. Haben Sie schonmal von Gewaltenteilung gehört und kennen Sie den Unterschied zwischen Exekutive und Legislative? Ich vermute ja. Wie können Sie dann glauben, dass der Präsident (Legislative) in irgendeiner Weise als "Vorgesetzter" der FBI-Chefs (Executive) gesehen werden kann? Ich habe das Gefühl, viele Leute glauben wirklich, dass der POTUS jedem in der USA nach belieben Befehle erteilen kann und darf. Mitnichten. Der Präsident ist kein König und eine Einflussnahme auf FBI-Ermittlungen ist ihm untersagt. Deshalb muss die Entlassung von Comey in meinen Augen auch gut begründet werden können und die Begründung Trumps ist einfach nur lächerlich.

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Celestine 09.06.2017, 01:53
174.

Zitat von Bertha H.
Offenbar ist das immer noch nicht vorbei in den USA. Für seine Behauptungen über die bösen Russen und dass die die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hätten- brachte Comey keine Beweise. Spätestens jetzt zeigte sich, dass Trump mit der Entlassung dieses Mannes seinem Land einen Dienst erwiesen hat. Der litt und leidet leidet doch unter fixen Ideen. Auch sonst war die Anhörung vor dem Senat recht aufschlussreich. Comey hat Geheimnisverrat begangen, indem er Dossiers an die Medien durch steckte. Er führte über die Gespräche mit Trump von Anfang an Dossiers. Alleine dadurch ist offenkundig geworden, dass er von Anfang an dem Präsidenten der USA und seinem Land gegenüber illoyal war.
Warum sollte Comey Beweise über eine nicht abgeschlossene Ermittlung präsentieren, wenn er als Privatperson agiert? Und darum ging es in der Anhörung doch gar nicht.

Comey hat seine eigenen Notizen veröffentlicht. Das waren keine classified informations, unterlagen keinerlei Sicherheitskriterien. Weil es ja um das Thema seiner Anhörung ging, die ja öffentlich war und alles jetzt sowieso besprochen wurde, kann es ja wohl kaum kein *Geheimnisverrat* sein.

Geheimnisverrat wäre es gewesen, wenn er, inzwischen als Privatperson, irgendwelche Ermittlungsergebnisse ausgeplaudert hätte, wie Sie das hier vorschlagen.

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severin123 09.06.2017, 03:24
175. Interessant

War nicht der FBI Chef der jenige, der mit seiner Untersuchung , kurz vor der Wahl, der Clinton sehr geschadet hat? Vielleicht wollte er, dass keiner von beiden Präsident wird. Wenn Trump raus geschmissen wird, wäre das echt ein teuflischer Plan.

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johnniehandsome 09.06.2017, 06:15
176. Comey- gefährlicher Mann

Da hat sich Trump aber mächtig verschätzt. Comey ist ein gefährlicher Mann, und nicht irgendeine arme Sau aus seiner Firma dem er genüsslich sagen kann "You are fired". Wenn er sich noch ein Paar Feinde macht vom Kaliber Comey macht, ein Paar grössere Patzer, ist die Amtsaufhebung nicht weit. Diesmal, glaube ich, reicht es nicht. Leider.

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nada 09.06.2017, 06:16
177.

So sehr gern ich es sehen würde, dass dieser ungebildete, unerzogene und charakterlose Mensch, den sich die US-Amerikaner zum Präsidenten erkoren haben, dieses Amt verliert, so denke ich doch, dass die Aussagen Mr. Comeys nicht als Werkzeug dazu taugen, weil sie wohl kaum zu beweisen sein werden. Es steht ganz klassisch Aussage gegen Aussage.

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DMenakker 09.06.2017, 06:45
178.

Zitat von Papazaca
Ich weiß, das hört sich bekloppt an. Aber für die NY Times, auch für SPON ist Trump ein Segen. Mehr Leser, mehr Geld, mehr Spass. Und für die Leser? Und für mich? Ohne Donald wird mein Leben leer und langweilig. Deshalb, halte durch. Obwohl ich weiß, es wird irgendwann vorbei sein, vielleicht sogar bald. Und dann ?
Sie hätten ja irgendwo recht. Bis vorgestern. Wenn ich mir dann aber anschaue, dass der Terrorfinancier Saudi Arabien meinte den Konflikt gegen den Terrorfinancier Qatar zusammen mit den anderen Terrorfinanciers Agypten, Bahrein und VAE eskalieren zu lassen, und das nur wegen Trumps bekloppten Auftritts dort, mit dem er den Saudis bei seiner ganzen Lobhudelei quasi freie Hand gegeben hat, dann muss ich feststellen, dass es der Spaß offensichtlich doch nicht wert ist.

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Beijinger 09.06.2017, 09:14
179. Sie bezeichnen Herrn Trump

Zitat von professorA
hat auch immer wieder gelogen, und SPON und andere Anhänger haben das als Zeichen besonders flexibler Staatskunst interpretiert und gelobt, und sind zur Tagesordnung übergegangen. Im Übrigen ist es das Recht eines jeden Vorgesetzten, einen Untergebenen für einen charakterlosen Minderleister zu halten. Charaktervolle Vorgesetzte sagen das Ihrem Gegenüber sofort ins Gesicht. Wie z.B. Herr Trump.
als "charaktervollen" Vorgesetzten? Interessant. Hat Herr in seinem ganzen Leben "Charakter" gezeigt, als Unternehmer und jetzt als POTUS?. Ich sehe es eher so, American voters have elected a clown, now they have a circus. So sad, so bad and I do hope it will be over pretty soon, Obwohl die Alternative Mike Pence auch nichts gutes verheisst.

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