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Anklagen in Russlandaffäre: Tricks, Betrug und viele Lügen
REUTERS

In der Russlandaffäre wird es ernst: Drei Wahlkampfhelfer von Donald Trump werden angeklagt, darunter Paul Manafort. Besonders brisant sind neue Hintergründe zum Hacker-Angriff auf die Parteizentrale der Demokraten.

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Zaunsfeld 30.10.2017, 19:07
1.

Die Schlinge zieht sich zu. Die ersten Bauern fallen bereits um und fangen damit an, mit den Behörden Deals zu machen, um ihren eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch der König unter Druck gerät. Trump müsste das ja nachvollziehen können. Für einen guten Deal hat er doch immer Verständnis.
Trumps größtes Risiko ist es, dass er nicht weiß, was Mueller und sein Ermittlerteam bischer sonst schon alles noch wissen. Trump wird wieder rumzetern und sich durch seine impulsive Art in weitere Widersprüche verstricken. Irgendwann wird eine dieser Tretminen hochgehen und dann ist Trump am Ende.

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unumvir 30.10.2017, 19:12
2.

Nein, es wird nicht "ernst" für Trump.

Ganz im Gegenteil.

Es zeigt sich einmal mehr, dass weder Mueller, noch die Demokraten, noch irgendwer sonst, der nun inzwischen schon seit einem Jahr verzweifelt nach etwas sucht, womit man Trump am Zeug flicken könnte, auch nur das Geringste in der Hand haben.

Mueller und die Demokraten sind in einer prekären, einer geradezu verzweifelten Situation.
Sie müssen um jeden Preis etwas produzieren, was den immensen Aufwand der Untersuchungen zumindest annähernd rechtfertigt und die Aufmerksamkeit von den unangenehmen Details weglenkt, die über die Finanzierung des russischen "Pipipgate"-Dossiers an die Öffentlichkeit dringen.

Manafort mit seinen weit vor dem Wahlkampf angesiedelten Russlandkontakten vor den Kadi zu zerren ist in dieser Situation einem Offenbarungseid gleichzusetzen.

Man hat nichts und man erwartet offenkundig nicht, etwas zu finden.

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haresu 30.10.2017, 19:23
3. Es riecht nach Erdrutsch

Wenn die jetzt Beschuldigten etwas zu verkaufen haben werden sie es tun. Danach werden auch andere "Dominosteine" umfallen. Trump kann dagegen nichts tun. Die Frage ist nur wie nah die Ermittler ihm persönlich kommen werden.

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Atheist_Crusader 30.10.2017, 19:25
4.

Zitat von unumvir
Nein, es wird nicht "ernst" für Trump. Ganz im Gegenteil. Es zeigt sich einmal mehr, dass weder Mueller, noch die Demokraten, noch irgendwer sonst, der nun inzwischen schon seit einem Jahr verzweifelt nach etwas sucht, womit man Trump am Zeug flicken könnte, auch nur das Geringste in der Hand haben.
Geeenau. Man bestellt eine Sonderermittler (dessen Ernennung die Republikaner unterstützten und vor dessen Entlassung sie Trump ausdrücklich gewarnt haben), weil es nichts zu finden gibt. Man nimmt natürlich einen angesehenen Ex-FBI-Direktor weil der sowieso keine Ahnung hat wie man ermittelt oder eine Angelegenheit vor Gericht bringt. Nach ein paar Monaten wir dem Mann dann langweilig und er versucht es halt mal mit ein paar Anklagen, nur für den Fall dass sich Jemand verplappert.
Selbstverständlich werden unschuldige Leute ständig wegen nicht begangener Straftaten entlassen und die Beziehung zu ihnen heruntergespielt. Auch ist es völlig üblich unter Unschuldigen, ihre eigenen Storys dutzende Male zu korrigieren, wann immer sie mit neuen Beweisen konfrontiert werden. Und offizielle Gremien die Interessenkonflikte verhindern sollen zu belügen ist ja ohnehin nur ein Kavaliersdelikt und keine Straftat.

Glückwunsch, Sie haben verstanden wie das amerikanische Rechtssystem funktioniert.

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maturin001 30.10.2017, 19:25
5.

Zitat von unumvir
Nein, es wird nicht "ernst" für Trump. Ganz im Gegenteil. Es zeigt sich einmal mehr, dass weder Mueller, noch die Demokraten, noch irgendwer sonst, der nun inzwischen schon seit einem Jahr verzweifelt nach etwas sucht, womit man Trump am Zeug flicken könnte, auch nur das Geringste in der Hand haben. Mueller und die Demokraten sind in einer prekären, einer geradezu verzweifelten Situation. Sie müssen um jeden Preis etwas produzieren, was den immensen Aufwand der Untersuchungen zumindest annähernd rechtfertigt und die Aufmerksamkeit von den unangenehmen Details weglenkt, die über die Finanzierung des russischen "Pipipgate"-Dossiers an die Öffentlichkeit dringen. Manafort mit seinen weit vor dem Wahlkampf angesiedelten Russlandkontakten vor den Kadi zu zerren ist in dieser Situation einem Offenbarungseid gleichzusetzen. Man hat nichts und man erwartet offenkundig nicht, etwas zu finden.
75 Mio Dollar sind sicher keine Kleinigkeit. Außerdem heißt diese Anklage nicht, daß dies alles ist, was Müeller hat. Es zeigt nur, daß diese Anklage gegen Manafort bombensicher ist.

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DerRömer 30.10.2017, 19:27
6. Es geht voran,

Trump steht, durch seine Meinungen und Behauptungen, schon am Rand des Abgrunds, jetzt sieht er auch noch wie in seiner -Nachbarschaft- seine eigenen Kumpane an das Licht gezerrt werden. Jetzt sitzt er wohl im weißen Haus und hofft, worauf auch immer... So langsam werden wohl die Messer ausgepackt, nach der Abstimmung über die Steuern geht es ihm dann an den Kragen. Aber er glaubt sicher noch er würde noch einen grossen Deal machen, sicher...

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Zaunsfeld 30.10.2017, 19:29
7.

Zitat von unumvir
Nein, es wird nicht "ernst" für Trump. Ganz im Gegenteil. Es zeigt sich einmal mehr, dass weder Mueller, noch die Demokraten, noch irgendwer sonst, der nun inzwischen schon seit einem Jahr verzweifelt nach etwas sucht, womit man Trump am Zeug flicken könnte, auch nur das Geringste in der Hand haben. Mueller und die Demokraten sind in einer prekären, einer geradezu verzweifelten Situation. Sie müssen um jeden Preis etwas produzieren, was den immensen Aufwand der Untersuchungen zumindest annähernd rechtfertigt und die Aufmerksamkeit von den unangenehmen Details weglenkt, die über die Finanzierung des russischen "Pipipgate"-Dossiers an die Öffentlichkeit dringen.
Fantasieren Sie? Mueller ist weder Demokrat noch ist er von den Demokraten eingesetzt, sondern er wurde von Trumps eigenem stellvertretenden Justizminister eingesetzt. Was die Demokraten damit zu tun haben, das wissen auch nur Sie.
Dass ein so hochrangiger Ermittler in einem der wichtigsten Ermittlungsverfahren seit Bestehen der Vereinigten Staaten nicht schon vorschnell nach 2 Wochen irgendwas rausposaunt, sondern jeden seiner Schritte zehnfach prüft und gegenprüft und sorgfältigst ausermittelt, bevor eine windige Erklärung abgegeben wird, sollte selbst dem dümmsten Bauern verständlich sein. Schließlich sollen seine Ermittlungen ja wasserdicht und unangreifbar sein.
Schauen Sie sich mal die Ermittlungen zum Nationalsozialistischen Untergrund an. Die Aufdeckung und die Verhaftung von Zschäpe haben vor nunmehr 6 Jahren stattgefunden und die Ermittlungen und Untersuchungsausschüsse und das Gerichtsverfahren sind immer noch nicht abgeschlossen. Und da geht es "nur" um eine paar Kriminelle und Mörder.
Bei den Ermittlungen in den USA geht es um das wahrscheinlich mächtigste Staatsamt des Planeten. Da muss alles wasserdicht ausermittelt und eingetütet, bevor man den Präsidenten anklagt.

Und Trump weiß ganz genau, dass er eine Menge Dreck am Stecken hat. Es ist ja wohl kein Zufall, dass Trump schon mehrfach öffentlich kundgetan hat, er wolle sich selbst (sich selbst!!!) und seinen halben Mafia-Clan begnadigen, wenn es zur Anklage kommt.

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spassfactor 30.10.2017, 19:36
8. Manafort, Gates und Papadopulos

Während der erste Artikel im SPON heute Manafort's Indictment noch voll und ganz als Bestandteil der "Russlandaffäre" darstellte und die Ukraine Verbindungen Manafort's auf die sich das Indictment AUSSCHLIESSLICH bezieht nur als "Vermutungen" bezeichnete, kriegt dieser Artikel nun jedenfalls ein "wenig die Kurve" hin zu der juristisch klaren Situation in den USA. Das Indictment in Sachen Paul Manafort und Rick Gates bezieht sich allein auf deren Aktivitäten für die Ukraine. Der schwerwiegende Vorwurf für beide lautet auf unterlassene Anzeige von Tätigkeiten für eine ausländische Regierung, unterlassene Angaben zu ausländischen Bankkonten, Geldwäsche und Steuervergehen. All dies hat NICHTS mit RUSSISCHER Einflussnahme auf die US Präsidentschaftswahlen zu tun! Die Sachverhalte, die dem Manafort Indictment zugrunde liegen sind seit langer Zeit bekannt. So ist dieses Indictment nicht wirklich überraschend. Allenfalls insofern verwunderlich, als dass Manafort und Gates offenbar jedenfalls in den USA grundlegende Berichts- und Offenlegungspflichten verletzt haben. Anfängerfehler! Russlandkontakte? Fehlanzeige! Und das nach endlosen Untersuchungen in dieser Sache! So schwerwiegend die Vorwürfe in den USA sind, sie ermöglichen dem Sonderermittler -wie in den USA üblich- grossen Druck auf Manafort und Gates auszuüben, nunmehr auch Russlandkontakte zuzugeben. Ob diese allerdings existieren, ist reine Spekulation und nach den Beteuerungen Manaforts aus der Vergangenheit eine ziemlich waghalsige Spekulation! Papadopoulos dagegen hat Russlandkontakte offenbar zugegeben. Es stellt sich allerdings die Frage, UND? Es gibt keinen Hinweis darauf, dass in diesem Zusammenhang strafbare Handlungen begangen wurden. Und auch die Indictments von Manafort und Gates machen deutlich, dass der Sonderermittler nichts stichhaltiges in Sachen russischer Einflussnahme auf die Wahlen in der Hand hat. Was sich hier mal wieder vor den Augen der kundigen Leser abspielt ist ein Medienspektakel erster Güte ohne derzeit jeden belegbaren Hinweis. Insoweit ist des Präsidenten Wortwahl "Hexenjagd" wieder einmal völlig angemessen!
Im Ergebnis könnte für Papdopoulos sehr wohl verurteilt werden, aber ähnlich wie seinerzeit Martha Stewart nicht für eine inhaltliche Straftat oder Steuervergehen sondern allein für die Tatsache, dass er gegenüber dem FBI wohl nicht alle -wenn auch inhaltlich bedeutungslosen- Kontakte nach Russland zugegeben, also gelogen hat. Nun denn! Dies allerdings zeigt umso mehr, dass es keinerlei inhaltliche Vorwürfe gegen Donald Trump und sein Wahlkampfteam gibt, auch nach jahrelangen Ermittlungen nicht! Völlig anders sieht es allerdings in Sachen Hillary Clinton, Russlandkontakten und Geldflüssen im Urandeal aus.

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MütterchenMüh 30.10.2017, 19:39
9. Sturm im Wasserglas

Also extrem enttäuschend.
Die Anklagepunkte beziehen sich alle auf persönliche Verfehlungen.
Wie man daraus eine Wahlkampfmanipulation oder gar Landesverrat ableiten will, ist wohl das Betriebsgeheimnis von Mueller.

Für ein Jahr Arbeit mit unbeschränkten Möglichkeiten eine echte Enttäuschung.

Betrachtet man die potentiell möglichen Verfahrensverzögerungen, wird das Verfahren bestenfalls abgeschlossen sein, wenn Trump den Stab an seinen Nachfolger weitergibt.

Mit solch lausigen Ergebnissen kriegen die den Donald nie!

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