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Annegret Kramp-Karrenbauer: Wenig Herz für Europa
DPA

Wo steht Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue CDU-Vorsitzende? Wohin würde sie Deutschland als Kanzlerin führen, was hat sie mit der EU vor? Ihr jüngstes Papier gibt Aufschluss: Für Europa hat sie wenig übrig.

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bapu65 11.03.2019, 20:51
140. Und was mir

sonst noch so auffällt: Niemand setzt sich mal mit den Grundgedanken von Macron auseinander; immer nur draufhauen, solange Mann seinen eigenen Frust wegen der Realität um uns herum rauslaessen kann ist s ok, nachdenken ob an den Ideen was dran ist ......besser nicht

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strohsee 11.03.2019, 20:51
141. Deutschland der Zahlmeister der EU

Danke für den erhellenden, aufklärenden Beitrag über das Denken der CDU-Vorsitzenden in Sachen Europa.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie Helmut Kohl reagieren würde, wenn er dies noch mitbekommen könnte.

Bin mal gespannt, wann Frau Kamp-Karrenbauer die Wiedereinführung nationaler Grenzen und nationaler Währungen, sodann die Wiedereinführung der deutschen Teilung - insgesamt gesehen also die Wiederherstellung des nationalen Biotops unter dem Propagandaruf "Damals war alles besser!" - fordern wird.

Und wer in Deutschland den Zahlmeister der EU zu sehen meint, sollte seiner Bilanz auch die zweite Seite hinzufügen: die Vorteile, die deutsche Unternehmen und damit der deutsche Staat von EU-Europa hat. Dass diese Vorteile zu wenig beim deutschen Volk ankommt, hat nichts mit Europa, alles mit nationalen deutschen Regeln zu tun.

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spiegeleix 11.03.2019, 20:52
142. habe ich gegen die Netiquette verstoßen?

oder werden rechts-konservative Beiträge zensiert? Ich habe mich für eine Zusammenarbeit von CDU unter AKK und der AfD ausgesprochen, ist das kriminell? Ich hoffe, AKK meint es ernst mit dem was sie sagt.

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faberhomo 11.03.2019, 20:56
143. Europa muss sich neu definieren.

Sie kann Vorreiter für die Zukunft sein aber dafür muss sie sich von Ländern trennen.
Nur wer gewillt ist freiheitlich demokratische Werte zu leben, der soll in einem sozialen Europa, dessen oberste Priorität der Klimaschutz sein muss, leben können. Wenn es sein muss, mit Grenzen und allem drum und drann. Keine wirtschaftlichen Beziehungen zu Schurkenstaaten! Weg von Klimakillern. Vereint in diesem Gedankengut werden andere Länder irgendwann auf diesen Zug aufsteigen. Europa muss sich von Ballast trennen.

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Spiegelkritikus 11.03.2019, 20:59
144. Macrons Elitenprojekt ist zum Scheitern verurteilt

Zitat von a.nahrmann
Die Mehrheit der Bürger ist europafreundlich und wünscht sich ein Europa, wie es AKK skizziert hat. AKK will nicht zurück in die Vergangenheit, wie es fälschlicherweise Herr Kuzmany behauptet , sondern endlich das Projekt "Europa" aus dem Elfenbeinturm der Eliten holen und an die Realitäten anpassen. Solidarität in Europa ist gut, sollte aber nicht ausufern, keine Einbahnstraße sein. Das Entstehen einer europäischen Identität ist ein Prozess, der der sich über Generationen hinziehen wird.
Richtig, wenn eine solche Identität und die vereinigten Staaten von Europa überhaupt jemals Realität werden, dann nur als Ergebnis eines langen historischen Prozesses. Macron jedoch will die möglichst weitgehende europäische Integration als zentralistisches Elitenprojekt erzwingen, was angesichts der großen Differenzen, der unterschiedlichen Interessen und der erstarkenden nationalkonservativen Kräfte in dieser EU völlig illusorisch und kontraproduktiv ist. Das ist der Grund für Merkels Zurückhaltung und auch AKK scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben.

Entgegen der Aussage des Autors hat sich Deutschland gegenüber anderen, schwächeren Mitgliedstaaten finanziell in hohem Maße solidarisch gezeigt, dazu gehören neben den Zahlungen und Bürgschaften in Billionenhöhe nicht zuletzt die Verzichtsleistungen deutscher Sparer wegen der Nullzinspolitik einer EZB, die damit (neben massiver Liquiditätsflutung) den Bankrott südlicher Staaten und das Auseinanderbrechen der Eurozone bzw. EU bisher verhindert hat.

Doch diese Solidarität hat Grenzen, weil die nötigen Mittel erwirtschaftet werden müssen und weil deutsche Bürger nicht zugunsten anderer Länder weiter in die Armut getrieben werden dürfen. Das vergessen Vertreter von SPD, Linken und Grünen gerne, sie wollen stets verteilen und kümmern sich nicht um diesen Sachverhalt (auch bezüglich der hohen Migrationskosten). Damit ist natürlich keine vernüftige und verantwortungsvolle Politik zu machen.

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ddcoe 11.03.2019, 21:02
145. Zurückgepfiffen ins Glied

Das eine peinliche AKK kurz die Backen aufgeblasen hat - was soll's? Jetzt hat Merkel klein Annegret zurückgepfiffen - und wie zu warten war - AKK buckelt brav vor der Chefin. Somit spielt es auch keine Rolle, was AKK in den nâchsten zwei Jahren noch so absondert - solange ist und bleibt sie Merkel brave Dienerin. Und wenn es ernst wird - ist klein Annegret auch nicht erste Wahl. Das letzte Wochenende hat bewiesen daß die Union mit ihr jede Regierungsoption verliert - niemand wird sie zur Kanzlerin wählen. Also vergessen wir sie einfach - außerhalb des CDU Biotops bleibt sie ein Nichts.

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austrian_engineer 11.03.2019, 21:05
146. Europapolitische Bankrotterklärung

Maggie Thatcher hat einst über Helmut Kohl gesagt: "That man is so German" obwohl er im Gegensatz zu Frau AKK ein großer und überzeugter Europäer war. Als Österreicher mache ich mir Sorgen um Europa und frage mich, wie es so weit kommen konnte, dass die CDU jemanden mit der Ausstrahlung einer Stromquittung zur Vorsitzenden wählt? Dieser anspruchslose Text ist eine europapolitische Bankrotterklärung.

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luiasogi 11.03.2019, 21:06
147. Zahlmeister

Zitat von strohsee
Und wer in Deutschland den Zahlmeister der EU zu sehen meint, sollte seiner Bilanz auch die zweite Seite hinzufügen: die Vorteile, die deutsche Unternehmen und damit der deutsche Staat von EU-Europa hat. Dass diese Vorteile zu wenig beim deutschen Volk ankommt, hat nichts mit Europa, alles mit nationalen deutschen Regeln zu tun.
Deutschland ist nicht nur Zahlmeister der EU.
Deutschland profitiert auch erheblich von ihr.
Der Zusammenhalt der EU liegt in deutschem Interesse,deshalb sollte sich Deutschland das auch etwas kosten lassen.
Wir sollten aber nicht über jedes! Stöckchen springen, das uns Macron hinhält.
Manche seiner Visionen sind schlicht noch!? nicht machbar!!
Weder im eigenen Land (Gelbwesten), noch in der EU.
Wenn Visionen an den eigenen Geldbeutel gehen, ist es hier wie dort schnell vorbei mit der Solidarität

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curiosus_ 11.03.2019, 21:06
148. Wenn man damit..

Zitat von spmc-12355639674612
Schuldscheinen können Sie im Supermarkt Ihres Vertrauens einkaufen gehen. Was reden Sie da also für ein Zeug? Wir hatten übrigens auch vor der Euro-Einführung ein System kaum veränderlicher Wechselkurse oder haben Sie das schon vergessen?
.."einkaufen gehen" würde (und das Eingekaufte importieren würde), würde das Leistungsbilanzdefizit entsprechend sinken. Und für über 3000 Mrd. Euro seit 2002 wurde eben genau das nicht gemacht.

Aber das ist nur ein Aspekt. Der andere ist der Umverteilungsaspekt. Die Überschüsse werden durch Lohnzurückhaltung ermöglicht. Und die, die sich da zurückhalten werden kaum mit denjenigen identisch sein die dieses Auslandskapital halten.

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menefregista 11.03.2019, 21:12
149. Vorher war alles besser

Zitat von strohsee
Danke für den erhellenden, aufklärenden Beitrag über das Denken der CDU-Vorsitzenden in Sachen Europa. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie Helmut Kohl reagieren würde, wenn er dies noch mitbekommen könnte. Bin mal gespannt, wann Frau Kamp-Karrenbauer die Wiedereinführung nationaler Grenzen und nationaler Währungen, sodann die Wiedereinführung der deutschen Teilung - insgesamt gesehen also die Wiederherstellung des nationalen Biotops unter dem Propagandaruf "Damals war alles besser!" - fordern wird. Und wer in Deutschland den Zahlmeister der EU zu sehen meint, sollte seiner Bilanz auch die zweite Seite hinzufügen: die Vorteile, die deutsche Unternehmen und damit der deutsche Staat von EU-Europa hat. Dass diese Vorteile zu wenig beim deutschen Volk ankommt, hat nichts mit Europa, alles mit nationalen deutschen Regeln zu tun.
"Man kann sich gar nicht vorstellen, wie Helmut Kohl reagieren würde, wenn er dies noch mitbekommen könnte."
Helmut Kohl war wahrlich keine außerordentliche politische Denkkapazität, der man die heutigen EU-Erfolge zu verdanken hat. Die Voraussetzungen für das Zustandekommen des Euro als Zahlungsmittel haben andere im benachbarten Ausland und in Übersee getroffen. Er hat nur eine Vereinbarung abgenickt, von der er sowieso wenig verstanden hat. Kohl wäre aus heutiger Sicht völlig überfordert gewesen, auch nur 1 Jahr Deutschland als wirtschaftlicher Moto der EU zu regieren. Machen Sie sich nichts vor, die Komplexität der wirtschaftlichew und sozialen Verflechtung in der EU hat sich verändert !

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