Forum: Politik
Annegret Kramp-Karrenbauer: Wie tickt die neue CDU-Chefin?
AFP

Ruhig und abwägend wie ihre Vorgängerin ist sie - und macht deshalb keine flüchtigen Fehler. Bei allen Ähnlichkeiten gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel.

Seite 1 von 5
ruhepuls 08.12.2018, 10:11
1. Balanceakt

Für AKK folgt nun ein Balanceakt. Auf der einen Seite soll sie - intelligente - Sachpolitik betreiben und auf der anderen Seite nicht vergessen, dass Wahlen im Bauch und nicht im Kopf gewonnen werden. Anders gesagt, sie muss auch Rücksicht auf den Populismus anderer Parteien nehmen, die derzeit den Zeitgeist mitbestimmen - und sich als Opposition nicht mit dem Problem herumschlagen müssen, ihre Positionen auch in Realität umzusetzen. Die AfD kann (verbale) Mauern bauen und zurück in die Vergangenheit wollen - in der Realität wäre sie schnell am Ende. Die Linke kann (verbale) Sozialpolitik versprechen, in der Realität würde sie schnell merken, dass in Deutschland die Mühlen langsam mahlen - und Reiche ein scheues, aber schlaues Wild sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thunderstorm305 08.12.2018, 10:21
2. Also weiterhin eine Merkel 2.0!

Die Wahlen im nächsten Jahr werden mit darüber entscheiden ob AKK Kanzlerin werden kann. Ich habe große Zweifel ob sie die AfD Wähler zurückgewinnen kann. Als Merkel 2.0 die eine Politik von Frau Merkel einfach fortsetzt wird das sicher nicht der Fall sein. Und bei all dem Jubel in den Medien sollte man nicht vergessen, dass die Hälfte nicht für sie gestimmt hat. Wenn umgekehrt Herr Merz gewonnen hätte, würde jetzt wohl eher die Spaltung der Partei in den Medien im Vordergrund stehen. Da sieht man dass AKK auch medial einen Vorteil hatte. Schade dass Merz nicht gewonnen hat. Er hätte die Union auf Angriff und eine klare Linie getrimmt. Man hätte wieder gewusst warum man die Union wählt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manicmecanic 08.12.2018, 10:27
3. populistisch ?

Ich bin kein Fan,aber ausgerechnet ihre Äußerungen in Sachen Wahlkampf ausländischer Politiker bei uns in die Ecke zu schieben ist voll daneben.Das ist kein Populismus sondern eine klare Ansage.An dieser Verdrehung ihrer Worte sieht man nur wie seltsam der Schreiber tickt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brunnersohn 08.12.2018, 10:36
4. AKK muss nicht alleine die Partei

einen, sondern die Merzwähler und die Afd-affinen Konservitten der CDU müssen ihr entgegenkommen.
Der Schäuble täte gut daran, wenn er in den Ruhestand rollen würde. Er tut der CDU nicht (mehr) gut.
Allein seine Wahlempfehlung für Merz in seiner Position war doch eine Frechheit. Jetzt wo die CDU den Weg der Regionalkonferenzen ging- und damit Aufbruchstimmung wagte, da kommt er mit der alten Hinterzimmertaktik daher und versucht die freie Wahlentscheidung der Delegierten zu beeinflussen, mit seiner Wichtigkeit.
Moderne Politik geht anders Herr Schäuble

Beitrag melden Antworten / Zitieren
man 08.12.2018, 10:43
5. Meine Präferenz

ist AKK nicht, aber sie ist konservativ und hat durchaus Erfahrung. Die Frage ist, wie sie die CDU im konsrvativ possitiven Sinn erneuern kann, denn den Worten der letzten 13 Jahre müssen endlich Taten folgen. Baustellen gibts mehr als genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spontanistin 08.12.2018, 10:48
6. Rede ihres Lebens?

Na, wer hat sie ihr denn geschrieben? Letztlich wird auch sie sich an ihren Taten sprich Ergebnissen im Sinne des politischen Auftrags der Wähler und des Gemeinwohls messen lassen müssen. Also wartet doch erst mal ab!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diorder 08.12.2018, 11:07
7. Das kleinere Übel

FRIEDRICH SPAHN-KARRENBAUER

Differenziert nach Politikfeldern gesehen erscheint KK das geringere Übel. Lieber eine Herz-Jesu-Katholikin mit wenigstens ein paar sozialen Anwandlungen und ein paar politisch belanglosen konservativen Moralvorstellungen, als ein kalt-berechnender Neoliberaler, der die wenigen, angeblich Fleißigen steuerlich auf Kosten der damit zu Faulen gestempelten Mehrheit entlasten will.
Im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern ist Deutschland noch kein Bewegungs- oder Aufbruchsland mit extremistischen, rechten oder neoliberalen Autokraten an der Macht wie Orban, Kaszinski oder Macron.
So gesehen ist die nun medial schon massiv aufs Altenteil gedrängte Angela Merkel ein Glücksfall für Deutschand und Europa.
Auch wenn ich mir lieber Sarah Wagenknecht wünsche. Ein frommer Wunsch leider. Aber ohne sozial-ökologische Fundi-Utopien wärs ja nicht auszuhalten in dieser Welt, wo extremistische Minderheiten unsere und ihre eigene Lebensbasis dem Antichristen Markt verkaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
didi2212 08.12.2018, 11:14
8.

Auch wenn Frauen zu Hyänen mutieren können, glaube ich nicht, dass AKK die Kraft aufbringen kann, sich von Merkel abzunabeln um eine eigenständige Politik, die die CDU wieder haussieren lässt, durchzusetzen. Schließlich hat sie ihren Erfolg Merkel zu verdanken. Sie wird allenfalls den Kompromiss mit der Kanzlerin suchen, was aber zu wenig ist, Wähler zurückzuhohlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
multimusicman 08.12.2018, 11:15
9. Die CDU hat sich aus meiner für die beste Kanditatin

entschieden, wenn auch recht knapp, was aber zu erwarten war. Und einen Unterschied hat diese Dame zu Merkel auch: sie hat Kinder und wird besser wissen, was einen Teil der jungen Generation bewegt als Frau Merkel.
Auch wenn ich mich selbst eher als Atheist sehe: Frau Kramp Karrenbauer, die ich als liberal- katholisch einschätzen würde, traue ich mehr Integrationsfähigkeit und politischen Gestaltungswillen zu als Merkel, die ich nur als Verwalterin wahrgenommen habe.
Mein Vertrauensvorschuss hat Frau Kramp- Karrenbauer und ich wünsche ihr viel Glück

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5