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Annullierung der Istanbul-Wahl: Erdogan schafft die Demokratie ab
REUTERS

Ein Machtwechsel ist in der Türkei nicht mehr auf demokratischem Weg möglich. Das ist die Botschaft, die von der Annullierung der Wahl in Istanbul ausgeht. Das Land steht vor einer schweren Krise.

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hugahuga 06.05.2019, 22:16
90.

Zitat von mbockstette
In Venezuela sind diese Zustände schon längst eingetreten und geholfen hat es dennoch so gut wie nicht. Aber nicht nur das, sondern in diesem Fall stehen Sie nicht auf der Seite der Unterdrückten, sondern setzen sich mit aller Kraft für den Usurpator Manduro ein. Übrigens: Genau so wie Herr Erdogan.
Falsch - Herr Erdogan ist der von Türken gewählte Präsident der Türkei.
In Venezuela versucht eine fremde Macht (USA) einen Putsch zu inszenieren, um an die venezolanischen Ressourcen zu gelangen. Und vderkauft diese Strategie als Hilfe für die leidenden Venezolaner.
Das kennen nahezu alle süd- und mittelamerikanischen Staaten aus der Geschichte. Die Unterdrücker waren immer die USA, die sich willige Statthalter hielten und halten, wo immer man es zulässt. Wenige Reiche und viele Arme - das Konzept der USA - nicht nur für die USA sondern auch als Export bewährt.
See the difference

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Ranus 06.05.2019, 22:16
91. Das alles

ist doch überhaupt nicht erstaunlich. Was in der Türkei vor sich geht, interessiert mich schon lange nicht mehr. Die Türken in der Türkei und bei uns verehren ihren Führer Erdogan mehrheitlich und überzeugt. Dass er sie um ihre Stimmen betrügt, werden sie nicht wahrhaben wollen bzw. schlucken müssen. Einen Aufstand wird es nicht geben, und wenn doch, so wird er brutal niedergeschlagen werden. Hoffentlich wird eine Post-Merkel-Regierung den Flüchtlingsdeal mit diesem Diktator aufkündigen und das dafür verbratene Geld in Sicherung der EU-Aussengrenze investieren.

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ArnoNyhm1984 06.05.2019, 22:17
92. Wer sehen wollte..

..hat es schon seit Jahren gesehen: Erdogan war immer schon ein Diktator -er hat die freie Presse abgeschafft, er hat die Kurden niedergemetzelt, er hat qua "Vetterleswirtschaft" Parteiämter in der Familie verteilt.
Aber nein, alle wollten das nicht sehen. Angela Merkel wollte die Türkei sogar noch ewig lange als EU-Mitglied -und sorgt dafür, dass die Türkei bis heute jährliche EU-Gelder in Milliardenhöhe als "EU-Vorbereitung" geschenkt bekommt. Erbärmlich.

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Lua-Lua 06.05.2019, 22:17
93. Istanbuler Nichtwähler zu den Urnen

Popp hat völlig Recht. Der 6.May 2019 ist wahrlich kein guter Tag für die Türkei. Zur Sache; Die Medienpräsenz vor den Märzwahlen waren schon 80%-20% für die AKP. Da dürfte die AKP nichts draufsatteln können. Kein Imamoglu Wähler wird wohl im Juno für die AKP stimmen. Also wird es wohl auf die Nichtwähler ankommen. Meiner Meinung nach, dürfte es da mehr im Vorfeld entmutigte Nicht-AKP Wähler geben als AKP Wähler, da RTE es relativ gut versteht, seine Wähler zu den Urnen zu holen. Also wenn die Neu-Ansetzung ein Witz zu sein scheint; Wenn nicht zuviel schief geht, sollte es wieder für Imamoglu ausgehen. Aber seit dem 6.5.2019 muß man leider sagen...Man weiß nie.

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gippertm 06.05.2019, 22:19
94. Macht nur weiter schön Urlaub in der preiswerten Türkei

Solange das typisch deutsche (oft bildungsferne) Sparbrötchen dort noch schön Urlaub macht und über die Anderen lacht, die so dumm sind, mehr für ihre Ferien auszugeben, ist doch die Welt in Ordnung. Politik ? Ach komm, das ist doch was für die da oben.

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betonklotz 06.05.2019, 22:21
95. Da gibt es wohl eine simple Kopplung

Je mieser die wirtschaftliche entwicklung, desto autokratischer Erdogans Gebaren. Und die wirtschaftliche Talsohle dürfte wohl noch nicht erreicht sein.

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menefregista 06.05.2019, 22:22
96. limitierte Demokratie in der EU und Türkei

Was mir gößere Sorgen macht sind solche Leute wie der Günter Verheugen oder sogar J.C. Juncker selbst in der Europäischen Union, die noch vor 2 bis 3 Jahren die Türkei als " must have " Partner ohne den es ja gar nicht gehen wird in Zukunft , uns zu verkaufen versuchten. Im nachstehenden Link auf youtube lobt Juncker den Erdogan und empfiehlt den Medien, " den Präsidenten in Sachen Freiheit und Demokratie sowie Umgang mit Migration nicht zu belehren." ..einfach bescheuert, wie sorglos diese Leute das Geld der EU--Beitragszahler einfach durch simple Trnasfers über den Bosporus ohn nenneswertew Gegenleistung " vernichtet " haben . Gut, dass die Bundeswehr von Ircilik abgezogen ist. Wir haben in solch einem Land nichts zu suchen. Nicht mal in den Ferien in Alanya. Was jetzt in der Türkei vor sich geht, war abzusehen.
https://www.youtube.com/watch?v=5R2VkSfTVAU

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hans_g 06.05.2019, 22:24
97. Der Diktator zeigt

sein wahres Wesen. Zeit für Sanktionen gegen das Unrechts-Regime! Am besten gleich auf EU-Ebene.
So schade, die Türkei ist ein tolles Land mit vielen phantastischen, gastfreundlichen Leuten. Und jetzt können wir nur noch Daumen drücken, dass sie ihre Diktatur auf möglichst friedlichem Weg wieder abschütteln!

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hugahuga 06.05.2019, 22:25
98.

Zitat von HeisseLuft
hugahuga, ich kann mich nicht erinnern, dass Sie solches jemals in Syrien gestört hätte. Auch nicht in weit größerem und barbarischerem Ausmaß. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass Sie die Ausschaltung des Parlaments in Venezuela und die katastrophale Wirtschaftspolitik des Operetten-Stalins dort gestört hätte. Eigentlich kann ich mich da an ganz gegenteilige Äußerungen erinnern... die irgendwie eher von Unterstützung sprachen... Könnte das daran liegen, dass die Regime in den beiden genannten Ländern Russlands Verbündete sind? In dem ja angeblich unsere Zukunft liegt? Könnte es vielleicht gar sein, dass sich Ihr Tenor ganz schnell ändert, sobald Erdogan sich ganz mit Putin ins Vernehmen setzt?
Ich habe zig Kommentare zu Erdogans Bombardierungen und ethnischen Säuberungen in Afrin geschrieben.
Mich stört, wenn die gewählte venezolanische Regierung durch undrechtmäßige Sanktionen geschwächt und einen von den USA inszenierten Putsch (vergl. Ukraine) abgelöst werden sollte.
Weitere Unterstellungen beantworte ich nicht.

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zeichenkette 06.05.2019, 22:27
99. Erdogan macht die Rechnung ohne den Wirt

Den verhinderten Militärputsch und die Begeisterung der Bevölkerung darüber, dass damit zum ersten Mal in der Geschichte der Türkei eine immerhin demokratisch gewählte Regierung einem Militärputsch widerstanden hatte, hat sich Erdogan sofort als Lorbeerkranz auf den Kopf gesetzt. Was er nicht verstanden hat und was auch hier in Deutschland viele immer noch nicht verstehen: Was damals passiert ist, war größer als Erdogan. Die Türken haben Erdogan nach diesem denkwürdigen Tag eine Menge Vertrauensvorschuss gegeben, manche freudig, andere widerwillig. Aber es waren letztlich die Türken selber, die dem Putsch widerstanden haben, nicht Erdogan. Und die türkische Bevölkerung wird es genau so wenig hinnehmen, wenn Erdogan nun einen Putsch von innen durchführen will. Die Türken haben sich nicht das erste Mal in ihrer Geschichte erfolgreich gegen eine Militärdiktatur gewehrt, nur um nun eine Erdogan-Diktatur zu bekommen. Politikgeschichtlich kann man es so sehen, dass sich mit der Verhinderung des Putsches das türkische Volk als politisches Subjekt konstituiert hat. Und dieses handelnde Subjekt ist größer und stärker als Erdogan. Der Kerl wird sich noch wundern, wie schnell er zu einer tragischen Fußnote der türkischen Geschichte werden wird.

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