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Ansage aus dem Weißen Haus: Demokraten werden Trumps Steuererklärungen "niemals" sehe
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Die US-Demokraten wollen Donald Trump dazu zwingen, seine Finanzen offenzulegen. Der Stabschef des Präsidenten hat auf die Forderung nun deutlich reagiert.

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Dieter Koll 08.04.2019, 10:36
30. zu einfach!?

Zitat von todde1962
Die entscheidende Frage ist, ob der Präsident verpflichtet ist, die Steuererklärungen zu veröffentlichen. Der Artikel liefert hierzu leider keine Informationen, woraus geschlossen werden kann, dass eine Verpflichtung wohl nicht besteht. Was die vorangegangenen Präsidenten möglicherweise freiwillig gemacht haben, spielt keine Rolle.
weil der Spiegel keine Aufklärung darüber bietet, ob Steuerunterlagen veröffentlicht werden müssen oder nicht, lässt das für Sie Schlüsse darüber zu? So einfach kann man Ihre Meinung beeinflussen? ich bin sehr beeindruckt.

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prisma-4d 08.04.2019, 11:00
31. ...nicht verpflichtend.

Zitat von Dieter Koll
weil der Spiegel keine Aufklärung darüber bietet, ob Steuerunterlagen veröffentlicht werden müssen oder nicht, lässt das für Sie Schlüsse darüber zu? So einfach kann man Ihre Meinung beeinflussen? ich bin sehr beeindruckt.
...geht ganz einfach, einfach mal bei den Nachrichten GENAU zuhören. Dutzendemale wurde darauf hingewiesen, dass es seit geraumer Zeit zum guten Ton gehört das der Präsident seine Steuererklärung veröffentlicht und das Trump dies nicht macht weil er dazu nicht verpflichtet ist. Und ja, es ist ein Versäumnis des Spiegels den einen Umstand zu nennen, den anderen aber zu verschweigen. So einfach kann man Ihre Meinung beeinflussen. Ich bin sehr beeindruckt.

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glissando 08.04.2019, 11:13
32. Und alle fallen drauf rein

Lustige Diskussion, teilweise mit eklatantem Faktenmangel: Der Kaufmann Trump musste viele Dinge nicht und hat erkennbar Probleme, sich an den neuen Zustand in den Diensten des Volkes zu gewöhnen. Lange kein Grund, ihm auf den PR-Leim zu gehen, wie viele hier. Trump braucht in der Tat seine Einkünfte nicht offenlegen, das war eine freiwillige Handlung früherer Präsidenten. Das ist aber hier nicht (mehr) das Thema. Die IRS ist gesetzlich verpflichtet, bestimmten Ausschüssen des US-Kongress die Unterlagen auszuhändigen. Fertig. Es ist daher völlig unerheblich, was Trump meint. Dass das vermutlich ein längerer juristischer Kampf wird, ist andererseits klar. Und sagt viel darüber aus, welche Sprengkraft der Inhalt haben dürfte.

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Cesare77 08.04.2019, 11:18
33. Nicht die einzige Parallele zu Nixon...

...gerade in den vergangenen Wochen habe ich "Kinder der Freiheit" von Ken Follet gelesen, in dem unter anderem auch die Nixon-Era sehr schön beschrieben wird. Ich habe mir daraufhin so einige Artikel und Berichte zu dieser Zeit durchgelesen und erschreckende Parallelen zu Trump bemerkt (Diskreditierung und Hass gegenüber Medien und Gegnern; alle sind Vaterlandsveräter, die es nicht so sehe wie er; immer wieder Lügen; Gefühl der Allmächtigkeit; nicht Veröffentlichung der Steuererklärung; etc, etc.). Hoffen wir, das er auch das gleiche Ende findet wie Nixon.

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claus7447 08.04.2019, 11:20
34. Ruhig Blut!

Das mit der Steuererklärung ist doch nicht unbedingt Prio 1. Alle in die hartnäckige Weigerung von Donny reicht doch schon aus. Ich würde dann einfach mal sagen: Er ist eigentlich Pleite. Er kann ja das Gegenteil beweisen.

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Darkqueen 08.04.2019, 11:21
35. Gläserne Abgeordnete

Zitat von juba39
Sie geben sich die Antwort doch schon selbst! "In den USA ist allgemeine Ansicht, dass die IRS zwar kleinen Firmen und Bürgern die Hölle heiß macht, Großvermögende dagegen selbst mit halbseidenen Tricks davonkommen lässt. " Und das ist doch nicht einmal Privileg der USA. Kann sich jemand vorstellen, daß ein Gesetz gegen Korruption den BT passiert, in dem alle Abgeordneten ihre Steuererklärung offenlegen müßten? Man konnte sich gerade so auf 10 Stufen einigen, die nichts über die Abgeordnete aussagen, die unter 1000€/Monat (Stufe 1), oder über 250.000€/Jahr (Stufe 10) DAZU verdienen. Wir sollten von Deutschland aus also sehr zurückhaltend sein, wenn wir von anderen Ländern irgendetwas mit "Offenlegung" fordern. Deshalb zum Nachlesen: https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/nebeneinkunfte-2018 Von der Wirtschaft wollen wir gar nicht erst reden!
Viele Mitglieder des Bundestage veröffentlich sogar freiwillig ihre Einkünfte und auch ihre Steuererkläruing einfach mal gläserner Abgeordneter googeln

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gm-nk 08.04.2019, 11:30
36. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht

Es gibt kein Gesetz, die Steuererklärung zu veröffentlichen, lediglich eine Tradition. Auch wenn man Trump nicht mag, muss man das akzeptieren. Seine Steuer ist eine persönliche Angelegenheit zwischen ihm und der amerikanischen Finanzbehörde. Bei allem Respekt für Traditionen, wenn dieses Thema so wichtig ist, warum hat man es dann nicht in Gesetz gegossen, zumal schon einmal ein Präsident seine Steuererklärung nicht veröffentlicht hat. Ich frage mich, ob diejenigen, die momentan die Veröffentlichung so vehement einfordern auch bereit wären, ihre persönliche Steuererklärung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich glaube, dass es aktuell wichtigere Dinge gibt.

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kajoter 08.04.2019, 11:38
37.

Das Repräsentantenhaus - und nicht die Demoraten als Partei - hat das Recht, diese Steuerunterlagen einsehen zu können. Und da das Repräsentantenhaus ein Abbild der Wähler darstellt, ist dieses ein simpler, demokratischer Prozess im Zuge der Check & Balances.
Mulvaney bedient sich Trumps Taschenspielertrick, die Angelegenheit auf die demokratische Partei abzuschieben. Außerdem ist es fast unerklärlich, dass er angesichts von vielen Videomitschnitten, in denen Trump die Veröffentlichung seiner Steuererklärungen ankündigte, dieses in´s Gegenteil verkehrt. Eine glatte Lüge - wie so oft.
Aber durch die Steuerunterlagen können die Verbindungen zur Deutschen Bank und zu russischen Oligarchen evaluiert und damit der Mueller-Report flankiert werden. Follow the money.
Interessante Beinote: Der Mann, der sich bei der Deutschen Bank um die Trump-Kredite kümmerte, war der Sohn des Supreme Court Richters Kennedy, der im letzten Juli zurücktrat.

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annoo 08.04.2019, 11:39
38. Da haben Sie recht.

Zitat von todde1962
Die entscheidende Frage ist, ob der Präsident verpflichtet ist, die Steuererklärungen zu veröffentlichen. Der Artikel liefert hierzu leider keine Informationen, woraus geschlossen werden kann, dass eine Verpflichtung wohl nicht besteht. Was die vorangegangenen Präsidenten möglicherweise freiwillig gemacht haben, spielt keine Rolle.
Mag sein - was ich nicht glaube - dass der Präsident wirklich nicht verpflichtet wäre, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Dass alle anderen es bislang getan haben, er aber nicht gewillt ist, zeigt doch schon seinen moralischen Kompass. In jedem Fall gehe ich davon aus, dass er alles daran setzt, ein Schlupfloch zu finden, seine Finanzen nicht offen legen zu müssen. Als Wähler bleibt dann nur aus der Weigerung eigenen Schlüsse zu ziehen: Entweder seine Finanzen sind so schlecht, dass er sein Image "Greatest business man" nicht aufrechterhalten kann, wenn deutlich wird, dass er das viele Geld, das er geschenkt bekam eher runter gewirtschaftet als vermehrt hat. Oder - was ich für fast ebenso plausibel halte - es wird deutlich, wie sehr er die US-Bürger um Steuern - also um das Geld Aller - betrogen hat. Suchen Sie sich aus, was Ihnen besser passt.

Kleine Nebenfrage: Egal was der Beweggrund für die Weigerung ist, wie plausibel halten Sie Trumps Wahlversprechen, den Establishment-Sumpf trocken zu legen?

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neanderspezi 08.04.2019, 11:39
39. Die Reps sind eifrig bemüht um Donald eine Schutzmauer zu errichten

Die USA können sich also locker einen Steuerjongleur als Präsidenten leisten und nicht nur das, der Präsident kann durchaus auch als Magier auftreten, der seine Steuererklärungen vor der neugierigen Bevölkerung unsichtbar machen kann, eine Kunst die der einfache Bürger niemals beherrschen wird und bezeichnenderweise wird dieser Trump auch noch von seinen republikanischen Spießgesellen bei seiner Steuerverhüllungshexerei so umfassend wie möglich gedeckt und dies vermutlich nicht aus selbstlosen Gründen. Mit einem solchen Präsidenten scheint in den USA seit seiner Wahl viel bislang nicht Durchexerziertes möglich zu sein und die Bevölkerung samt Opposition scheint soweit gebändigt zu sein, dass sie die verschiedenen Kelche gefüllt mit ungenießbarem Inhalt nahezu klaglos hinnehmen muss.

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