Forum: Politik
Anschläge in Deutschland: Mein Muslim? Dein Rassist!

Der Mörder von München war womöglich ein Rassist, der Türken und Araber hasste. Freuen sich jetzt die Linken? Oder die Rechten, weil er ausländische Wurzeln hatte? Diese "Mein Schurke, dein Schurke"-Debatte muss aufhören.

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elikey01 01.08.2016, 09:52
130. Diskussionsbeitrag/Meinugn zu ...

Zitat von Bigboss
Unsinniger Artikel. Die Täter von Ansbach, Würzburg, Paris und Nizza waren ebenfalls Rassisten. Jeder islamistische Terrorist ist auch gleichzeitig Rassist. Ich verstehe nicht warum das dann in diesem Fall so ausgeschlachtet wird. Der Täter von München mag Tendenzen zur AfD gehabt haben. Allerdings wurde er nicht von der AfD radikalisiert oder zu Terroranschlägen ermuntert. Aber Herr Augstein ist ja immer der erste wenn sich irgendwo die Möglichkeit ergibt gegen die AfD zu wettern...
@Bigboss, #14
"Unsinnig" scheint er weniger zu sein, mal abgesehen davon, dass die Bezeichnung "Rassist" wirkungsloser wird, je inflationärer sie eingesetzt wird. Das ist inzw. der Fall.

Aber im stets kollektivierenden "WIR", das Herr Augstein so auffällig pflegt, steckt hies. Wahrnehmung/Meinung nach auch dessen "elitäre" Überheblichkeit, mit der er beansprucht, lagetechnisch alleine über wissenschaftlich fundierte Deutungshohheit zu verfügen.

Eine logische Tatsache dürfte jedoch sein, dass mit mehr Migration in solcher Zeitdichte auch die Risiken steigen. Denn unter den (vielfach "anonymen", weil hierzulande nicht mal als aufhältlich bekannten) Menschen sind so viele Traumatisierte, dazu völlig gegenläufig westl. "Werte" sozialisiert. Immer mehr stellen nun auch enttäuscht fest, dass die Versprechungen, die man ihnen bzgl. des "gelobten Landes" gab, sich nicht erfüllen (können). Das befeuert zusätzlich Enttäuschungspotential.
Überdies sind in den Unterkünften verschiedene Ethnien untergebracht, die sich "von Haus aus" nicht verstanden, evtl. gar verfeindet sind.

Gg. Realitäten "helfen" Kolumnen a'la Augstein nicht, ebenso wenig wie Schuldzuweisungen an Andersdenkende und -meinende, ob im polit. od. sonstigen Spektrum.
Mit seinen Aufforderungen wird wohl selbst Papst Franziskus im gläubigen Polen nicht erreichen, dass man dort mehr (od. überhaupt) Flüchtlinge insb. aus islam. Kulturkreis aufnimmt.

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liutasima 01.08.2016, 11:40
131. Schuldfrage

Zitat von mami2
Herr Augstein, nach Monaten von Kommentaren, die doch recht einseitig waren, finde ich die Richtung in diesem Kommentar wieder nachvollziehbar. Es ist auch gut die Fehler zuerst und am intensivsten bei sich selber zu suchen, es ist aber ab einem bestimmten Punkt auch wichtig Fehler bei Anderen zu sehen und zu benennen - und auch Grenzen der Gesellschaft zu bennen, ohne, dass irgendjemand einen Fehler gemacht hätte.
Ihre Modifizierung von Herrn Augsteins Aussagen, denen ich im Übrigen ebenfalls seit Monaten wieder zustimmen kann, finde ich absolut richtig und notwendig. Nur eine völlig neutrale Analyse, die nicht der modernen deutschen Neigung, sich für alles verantwortlich zu fühlen, nachgibt, kann zu einer ausgewogenen Bewertung der Probleme führen.

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Sumerer 01.08.2016, 17:35
132.

Zitat von elikey01
... Eine logische Tatsache dürfte jedoch sein, dass mit mehr Migration in solcher Zeitdichte auch die Risiken steigen. Denn unter den (vielfach "anonymen", weil hierzulande nicht mal als aufhältlich bekannten) Menschen sind so viele Traumatisierte, dazu völlig gegenläufig westl. "Werte" sozialisiert. Immer mehr stellen nun auch enttäuscht fest, dass die Versprechungen, die man ihnen bzgl. des "gelobten Landes" gab, sich nicht erfüllen (können). Das befeuert zusätzlich Enttäuschungspotential. Überdies sind in den Unterkünften verschiedene Ethnien untergebracht, die sich "von Haus aus" nicht verstanden, evtl. gar verfeindet sind. Gg. Realitäten "helfen" Kolumnen a'la Augstein nicht, ebenso wenig wie Schuldzuweisungen an Andersdenkende und -meinende, ob im polit. od. sonstigen Spektrum. Mit seinen Aufforderungen wird wohl selbst Papst Franziskus im gläubigen Polen nicht erreichen, dass man dort mehr (od. überhaupt) Flüchtlinge insb. aus islam. Kulturkreis aufnimmt.
Ich verstehe das Islam-Problem eher so, dass man nur einen Teil migrieren kann. Ein Teil wird nicht erreichbar sein, da dieser sich der Hardcore-Version des Korans zugewendet hat und diesen sich die Dschihad-Verfolgung der Lehre erschließt.

Diese verfolgen die Spur des Propheten, der plündern, raubend und mordend durch die arabische Halbinsel zog und für seine Rechtfertigung eine Lehre benötigte, mit der er seine Anhänger instrumentalisieren könnte.

Klingt unschön. Kürzer kann man das allerdings kaum darstellen. Das war damals in Mode gekommen und Allah griff diese Modeerscheinung begierig auf.

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Sumerer 01.08.2016, 18:01
133.

"Der Mörder von München war womöglich ein Rassist, der Türken und Araber hasste. Freuen sich jetzt die Linken? Oder die Rechten, weil er ausländische Wurzeln hatte? Diese "Mein Schurke, dein Schurke"-Debatte muss aufhören."

Dennoch: muss man über eine Religion die die Welt in ein Haus des Islams (Dār al-Islām) und ein Haus des Krieges (Dār al-Harb) teilt viele Worte verlieren?

Man kann sich doch leicht vorstellen, dass damit barbarischen Aktionen alle Tore fast überall geöffnet werden können. In allen Religionen gibt es Eiferer die nur von Übereifer strotzen.

Im Debattierclub mag man nicht gewillt sein eine derartige Debatte zu führen. Nur ist das auch Meinungsfreiheit sie zu führen!

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saparot2 02.08.2016, 08:15
134. Hmmm ... ja bitte Abrüsten !

Aber Herr Augstein polarisiert erstmal wieder selber, ortet die Gedankenwelt des Ali Daud der AFD zu. Wahrscheinlich kannte der die AFD nicht einmal. Und wo bitte fordert die AFD mit einer Knarre Menschen zu killen?
Und wie kommt Herr Augstein darauf von der "verhassten Willommenskultur" zu sprechen? Ich halte die Willkommenskultur für falsch weil sie nicht durchacht ist aber ich hasse sie nicht und ich hasse auch die Menschen nicht die Einwanderer bejubeln. Bitte: Der Anschlag in München ist ein Drama, welches weder die Linken noch die Rechten für sich instrumentalisieren sollten. Es war wahrscheinlich der Schmerz eines gemobbten Jugendlichen, der seinem Frust und Schmerz aus einer scheinbar ausweglosen Situation, mit dieser schrecklichen Tat Ausdruck verlieh. Leid erfült die Familien der ermordeten aber auch die Familie des Mörders. Wir sollten eher alle trauern und innehalten statt zu überlegen wie wir politisches Kapital aus dem Drama schlagen können.Die einzige Feststellung könnte sein dass es nicht einfach ist sich in Deutschland zu integrieren und sich als Schüler in ein harmonisches sozialen Umfeld zu finden und geborgen und akzeptiert zu fühlen.

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Ri Chie 05.08.2016, 11:18
135. Rechtsextremist?!

Zitat von SanchosPanza
Die Münchner Schule des Täters hat es wohl jahrelang geduldet, dass David S. an der Schule gemobbt wurde.
und nochmal: Der 2. Name des Täters lautet nicht David sondern Daoud! Abgesehen davon war er selber muslimischer Schiit und seine Opfer fast ausschließlich Sunniten. Und das Schiiten und Sunniten sich Spinnefeind sind ist ja wohl bekannt. Rassist? Vielleicht ja, sofern das im religiösen Sinn überhaupt möglich ist. Rechtsextremist? Eher nicht!!

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AlaskaSaedelaere 07.08.2016, 16:29
136.

Zitat von vera gehlkiel
Schon, als Spanier und Portugiesen auszogen, Mittel- und Südamerika zu erobern, und jede Menge bekehrende Priester in ihrem Schlepptau mit sich führten, ging es in Wahrheit darum, der vom ganzen Kriegführen chronisch pleite gewordenen Krone wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Sklaverei wurde aus dem gleichen profanen Grund eingeführt, und man muss leider sagen, dass es sogar funktioniert hat, damit ist unglaublich verdient worden.
Sie sollten mal ein Geschichtsbuch lesen. Die Sklaverei wurde nicht von den Spaniern und Portugiesen eingeführt. Die gab es schon Jahrtausende vorher. In Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika. Es waren die bösen weißen Männer, die auf die Idee kamen, Sklaverei weltweit abzuschaffen.

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reiner_unfug 07.08.2016, 21:50
137. Das Hohelied auf die Abschaffung der Sklaverei

Zitat von AlaskaSaedelaere
Sie sollten mal ein Geschichtsbuch lesen. Die Sklaverei wurde nicht von den Spaniern und Portugiesen eingeführt. Die gab es schon Jahrtausende vorher. In Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika. Es waren die bösen weißen Männer, die auf die Idee kamen, Sklaverei weltweit abzuschaffen.
Ja, aber nur weil in den Nordstaaten der Union die Industrialisierung und der Anstieg der Produktivität von Lohnarbeitern voranschritt. Unterbringung und Verpflegung der Sklaven wurden in den großen Städten des Nordens ineffizient. Die Industrie verlangte billige Lohnarbeiter, die für ihren Unterhalt selber sorgen mussten. Wie immer waren es auch hier lediglich die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen, die aus unfreien, rundum versorgten Sklaven schlecht bezahlte, lohnabhängige Fabrikarbeiter werden liessen.

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AlaskaSaedelaere 09.08.2016, 11:53
138.

Zitat von reiner_unfug
Ja, aber nur weil in den Nordstaaten der Union die Industrialisierung und der Anstieg der Produktivität von Lohnarbeitern voranschritt. Unterbringung und Verpflegung der Sklaven wurden in den großen Städten des Nordens ineffizient. Die Industrie verlangte billige Lohnarbeiter, die für ihren Unterhalt selber sorgen mussten. Wie immer waren es auch hier lediglich die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen, die aus unfreien, rundum versorgten Sklaven schlecht bezahlte, lohnabhängige Fabrikarbeiter werden liessen.
In Europa gab es keine "Nordstaaten der Union". Hier wurde die Sklaverei schon wesentlich früher abgeschafft.
Erste Ansätze gab es schon im 13. Jahrhundert:

"Das erste Rechtsbuch der Weltgeschichte, das die Sklaverei und Leibeigenschaft verwirft, ist der deutsche Sachsenspiegel von 1235 des Eike von Repgow"
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei#Neuzeit)

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reiner_unfug 10.08.2016, 14:06
139.

Zitat von AlaskaSaedelaere
In Europa gab es keine "Nordstaaten der Union". Hier wurde die Sklaverei schon wesentlich früher abgeschafft. Erste Ansätze gab es schon im 13. Jahrhundert: "Das erste Rechtsbuch der Weltgeschichte, das die Sklaverei und Leibeigenschaft verwirft, ist der deutsche Sachsenspiegel von 1235 des Eike von Repgow" (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei#Neuzeit)
Wie war das mit der Leibeigenschaft der Bauern in Europa? Geschenkt, ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die Interpretation der Menschenrechte sich stets an den Bedürfnissen der wirtschaftlichen Gegebenheiten und den Interessen der Eliten ausrichtet - bis auf den heutigen Tag. Die moderne Sklaverei der Neuzeit ist sehr viel subtiler - und geschieht vor unseren Augen!

Die Sklaverei in Amerika wurde bis ins neunzehnte Jahrhundert von ausgewanderten christlichen Europäern mit geraubten Schwarzafrikanern auf einem neu geraubten Kontinent betrieben, dessen Ureinwohner man - aus wirtschaftlichen Gründen - entfernt und entrechtet hatte.

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