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Anschlag auf deutschen Helfer: Tod im Kugelhagel der Taliban

Wie sicher können sich Aufbauhelfer in Afghanistan noch fühlen? Die Taliban haben an Heiligabend einen Deutschen erschossen, der ein wichtiges Straßenprojekt in einer eigentlich ruhigen Region betreute - die Bundesregierung ist entsetzt, die Aufständischen kündigen neue Mordanschläge an.

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maxmehr2008 25.12.2010, 15:12
1. Wir ...

Zitat von sysop
Wie sicher können sich Aufbauhelfer in Afghanistan noch fühlen? Die Taliban haben an Heiligabend einen Deutschen erschossen, der ein wichtiges Straßenprojekt in einer eigentlich ruhigen Region betreute - die Bundesregierung ist entsetzt, die Aufständischen kündigen neue Mordanschläge an.
... müssen endlich raus aus diesem gottverlassenen Land ... was zum Teufel haben wir da noch verloren??? Diese ganze Mission ist absurd, dumm und unnötig. Und war es von Anfang an ... Deutschland wird am Hinduskush verteidigt ... frohes Fest.

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bongo4 25.12.2010, 15:16
2. Was zu erwarten wäre

Zitat von sysop
Die Arbeit der Entwicklungshelfer sei "für den Wiederaufbau des Landes von mitentscheidender Bedeutung", sagte sie. Der Anschlag zeige "einmal mehr die Skrupellosigkeit der Terroristen: Sie haben kein Interesse an einer besseren Zukunft des Landes, sondern wollen die Wiederherstellung einer menschenverachtenden Gewaltherrschaft".
Oh, die Freiheitskämpfer haben schon ein Interesse an "einer besseren Zukunft des Landes". Die "bessere Zukunft" des Talibans übereinstimmt bloß nicht mit der "besseren Zukunft" von Dirk Niebel.

Afghanistan kostet uns nur Geld, keiner will unsere Hilfe, so einfach ist das.
Wenn man in Afghanistan Frieden haben will, dann soll man alle Moscheen zerstören und Religion verbieten. So einfach ist das. Das ist das Grundproblem und keiner traut sich das auszusprechen.

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gue5003 25.12.2010, 15:16
3. Fachkräfte

Die Politik sollte nicht unsere Fachkräfte im zweifelhaften Ausland verbrennen,
und gleichzeitig nach lauthals nach ausländischen Fachkräften für unsere Dienstleister und unsere Industrie schreien.

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osaft 25.12.2010, 15:22
4. wie viele noch?

seit über 60 jahren gibt es nun entwicklungshilfe - was hat sie geleistet? nichts. die afghanen sollen ihre straßen selber bauen, reicht es nicht wenn die kfw geld gibt?

wie sagt man so schön im englischen "the road to hell is paved with good intentions" - wie viele sollen noch in diesem für "den westen" verlorenen krieg sterben? letztes jahr sind mehr isaf soldaten als je zuvor dort gestorben (wie viele afghanen gestorben sind, darüber werden wir nicht mals informiert) - die politik liefert nach fast 10 jahren den ersten fortschrittsbericht - und der gutti will bis zum "endsieg" kämpfen lassen - das ist alles total krank.

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intenso1 25.12.2010, 15:23
5. ...

Zitat von sysop
Wie sicher können sich Aufbauhelfer in Afghanistan noch fühlen? Die Taliban haben an Heiligabend einen Deutschen erschossen, der ein wichtiges Straßenprojekt in einer eigentlich ruhigen Region betreute - die Bundesregierung ist entsetzt, die Aufständischen kündigen neue Mordanschläge an.
Das sind die Fortschritte in Afghanistan die Herr Obama verkündet hat. Die Taliban bestimmen immer mehr das Geschehen im Land (mit allen Mitteln) und die sogenannten Befreier und Demokratie-Bringer stehen der Entwicklung ohnmächtig gegenüber.
Die Regierung ist unfähig und nicht gewillt dem Einhalt zu gebieten. Bestechlichkeit, Rauschgifthandel und Sicherung der Privilegien der Clan-Führer ist oberstes Gebot.
Die gleichen Kräfte die heute gegen die Staaten der GUTEN vorgehen wurden einst durch die USA erst groß gemacht.
Heute steht man vor einen Scherbenhaufen und findet keinen Ausweg aus diesem Dilemma.

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Jay's 25.12.2010, 15:25
6. Der Krieg

Zitat von sysop
Wie sicher können sich Aufbauhelfer in Afghanistan noch fühlen? Die Taliban haben an Heiligabend einen Deutschen erschossen, der ein wichtiges Straßenprojekt in einer eigentlich ruhigen Region betreute - die Bundesregierung ist entsetzt, die Aufständischen kündigen neue Mordanschläge an.
in Afghanistan bringt absolut nichts anderes als Tote und kostet enorm Geld. Man soll keinem zu seinem Glueck zwingen. Von den Afghanen selber ist auch keine Hilfe zu erwarten insbesondere nicht vom korrupten Karzai. Daher ist die einzige Schlussfolgerung, dass alle Truppen das Land verlassen. Die ehemalige SU hat dies schon erfahren muessen.

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klokschieter 25.12.2010, 15:28
7. .

Zitat von
Durch den neuen Transportweg soll die Wirtschaft angekurbelt werden...
Vielleicht soll damit auch eine Infrastruktur angelegt werden, die es Karzai später ermöglicht, seine Truppen schneller gegen Leute in Stellung zu bringen, die mit seiner Vetternwirtschaft nicht einverstanden sind?
Der Ausbau des deutschen Fernstraßennetzes vor dem Weltkrieg beruhte ja auch nicht nur auf altruistischen Gedanken...

Zitat von
Zwar kennen die ausländischen Experten die Gefahren in der Region genau... Sie verzichten deshalb auf Begleitkonvois... Afghanischen Angaben zufolge kannte der nun getötete Deutsche die Lage recht genau... Die Behörden unterstellen ihm trotzdem Leichtsinnigkeit bei seiner Fahrt zur Besichtigung des Straßenprojekts. "Wir haben den Deutschen in den vergangenen Wochen mehrmals gewarnt, dass die Fahrten in die Region extrem gefährlich sind"
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um; das wußte schon meine Oma.
Und daß sich nicht wenige "Entwicklungshelfer" aus den gleichen Motiven in Gefahr begeben, wie z.B. Ölbohrinselarbeiter, nämlich in kurzer Zeit viel Geld zu machen, sollte man auch bedenken. Es ist nicht immer der reine Glaube an das Gute im Menschen, der sie antreibt...

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Dschinny 25.12.2010, 15:30
8. Taktik

Ist schon klar, warum die Taliban in dem Bauleiter einen Feind sehen. Wird die Straße gebaut, kommen Bundeswehr und Polizei in Zukunft in ihrer Region schnell voran, können Truppen und Material absetzen. Die Regeln im Versteckspiel der Taliban würde sich zu ungunsten der "Freunde kurzer Wege" verschieben.

Eine Bevölkerung, die eine reele Chance auf einen Güteraustausch mit dem Umland hätte, würde darüber nachdenken, welche lukrativen Alternativen sich zur bedignungslosen Kooperation mit den lokalen Unterdrückern bieten.

Fazit: Die Taliban wissen, dass es ihnen an den Kragen geht und deshalb picken sie sich wie immer das leichteste Ziel raus, um noch ein paar Jährchen auf Zeit zu spielen.

Feiger Mord und verantwortungsloser Wahnsinn, sicherlich aber die wissen ganz genaus was sie tun.

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Der zu spät geborene 25.12.2010, 15:30
9. Pffff, suchen Sie sich was aus...

Zitat von bongo4
Wenn man in Afghanistan Frieden haben will, dann soll man alle Moscheen zerstören und Religion verbieten. So einfach ist das. Das ist das Grundproblem und keiner traut sich das auszusprechen.
Was ja auch klar ist, denn Ihre Meinung ist völliger Mumpitz.

Wegen zerstörten Moscheen und einem Verbot (oh wie typisch Deutsch!) werden die Taliban nicht aufhören. Das Gegenteil würde eintreten, die grosse Mehrheit würde Talib werden, denn dann wäre ja schlagend bewiesen das der Westen den Islam ausrotten will.

Wir Westler und wir Deutschen im besonderen haben im Ausland nichts verloren. In AFG schon überhaupt nicht.


Gekillte Entwicklungshelfer/Krankenschwestern etc. hat es schon einige gegeben, der nun getötete hat das sicher auch gewusst.

Und warum ich irgendwelchen Eselskarrenfahrern ne Autobahn finanzieren soll, ist mir auch ne Schleiereule....

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