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Anschlag auf Iran-Botschaft in Beirut: Al-Qaida bombt gegen Assads Verbündete
REUTERS

Al-Qaida nimmt Teheran ins Visier: Der Selbstmordanschlag auf die iranische Botschaft in Beirut verschärft den weltweiten Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Das Attentat mit mindestens 23 Toten schürt die Angst im Nahen Osten.

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Gerd Weghorn 19.11.2013, 16:46
1. Mit Terroristen leben lernen, das ist die Devise!

Zitat:

"Gegen Selbstmordanschläge kann man sich nicht schützen", sagte Sabine Amr, die die Explosion in ihrer zwei Straßen von der iranischen Botschaft entfernt gelegenen Wohnung überlebte. "Autobomben kann man mit Straßensperren aufhalten, aber ein Mann mit einem Sprengstoffgürtel kommt überall durch", sagte die 46-Jährige weinend."

So ist es.

Und da diese Erkenntnis auch dem Pentagon gekommen sein könnte / müsste / sollte, so ist dessen Argument, für den Krieg gegen den Terrorismus jahrein jahraus an die 1 Billionen Dollar für "den Schutz" der USA sowie der westlichen Wertegemeinschaft an der Feind- bzw. an der eigenen "Heimatfront" ausgeben zu müssen, nichts weiter als die große Lüge.

Terroranschläge sind der Preis der Freiheit. Wir haben ihre Folgen so zu ertragen, wie wir für die Freiheit des Straßenverkehrs jahrein jahraus den Tod von 4.000 Menschen und 50.000 Verletzten billigend in Kauf nehmen.

Terroranschläge sind zivilisatorische "Naturkatastrophen": jeder Alpenbewohner weiß, dass es gefährdete Hanglagen gibt, gegen deren Gewalt der Mensch hilflos ist und bleiben wird.

Terroranschläge lassen sich weder voraussehen noch verhindern; die von den Gesellschaften getroffenen Vorsorgemaßnahmen sind nichts weiter als Bluff, als eine Beruhigungspille - und auch die Verfolgung der Straftäter ändert nichts an der Tatsache, dass es Menschen gibt, die keinen anderen Weg zur Durchsetzung ihrer Ziele sehen als den, die herrschende Ordnung zu destabilisieren.

Terroranschlägen kann man nur damit begegnen, dass man die Terroristen verachtet und ignoriert, dass man ihnen durch Großdemonstrationen und durch die Fortführung des gewohnten Tagesablaufs verdeutlich: "ihr könnt uns nicht klein kriegen, wir wollen von euch nichts wissen, ihr könnt uns mal!"

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spon-facebook-10000376778 19.11.2013, 17:04
2. optional

An Gerd Weghorn. Also sollen wir einfach Tatenlos zusehen wie solche Leute, Unschuldige in die Luft sprengen! Das ist keine "zivilisatorische Naturkatastrophen". Das hat auch nichts mit dem "Preis der Freheit" zutun. Es hat was mit dem verklärten Bild unserer Welt zutun, an dass diese Leute glauben. Und solange es solche falsch auslegungen von Religionen gibt, wird es auch solche vorfälle geben.

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stefansaa 19.11.2013, 17:12
3.

Zitat von Gerd Weghorn
Zitat: "Gegen Selbstmordanschläge kann man sich nicht schützen", sagte Sabine Amr, die die Explosion in ihrer zwei Straßen von der iranischen Botschaft entfernt gelegenen Wohnung überlebte. "Autobomben kann man mit Straßensperren aufhalten, aber ein Mann mit einem Sprengstoffgürtel kommt überall durch", sagte die 46-Jährige weinend." So ist es. Und da diese Erkenntnis auch dem Pentagon gekommen sein könnte / müsste / sollte, so ist dessen Argument, für den Krieg gegen den Terrorismus jahrein jahraus an die 1 Billionen Dollar für "den Schutz" der USA sowie der westlichen Wertegemeinschaft an der Feind- bzw. an der eigenen "Heimatfront" ausgeben zu müssen, nichts weiter als die große Lüge. Terroranschläge sind der Preis der Freiheit. Wir haben ihre Folgen so zu ertragen, wie wir für die Freiheit des Straßenverkehrs jahrein jahraus den Tod von 4.000 Menschen und 50.000 Verletzten billigend in Kauf nehmen. Terroranschläge sind zivilisatorische "Naturkatastrophen": jeder Alpenbewohner weiß, dass es gefährdete Hanglagen gibt, gegen deren Gewalt der Mensch hilflos ist und bleiben wird. Terroranschläge lassen sich weder voraussehen noch verhindern; die von den Gesellschaften getroffenen Vorsorgemaßnahmen sind nichts weiter als Bluff, als eine Beruhigungspille - und auch die Verfolgung der Straftäter ändert nichts an der Tatsache, dass es Menschen gibt, die keinen anderen Weg zur Durchsetzung ihrer Ziele sehen als den, die herrschende Ordnung zu destabilisieren. Terroranschlägen kann man nur damit begegnen, dass man die Terroristen verachtet und ignoriert, dass man ihnen durch Großdemonstrationen und durch die Fortführung des gewohnten Tagesablaufs verdeutlicht: "ihr könnt uns nicht klein kriegen, wir wollen von euch nichts wissen, ihr könnt uns mal!"
Das müssten Sie jetzt nur noch solchen Leuchten wie Herrn Friedrich erklären. Terror entsteht in den Köpfen lautet die einfache Quintessenz Ihres sehr guten Beitrages. Schützen können wir uns lediglich, in dem wir den Terroristen zeigen, dass unsere Freiheit nicht durch sie eingeschränkt wird. Leider bewegen wir uns da mit Totalüberwachung und Vorratsdatenspeicherung in die völlig falsche Richtung.

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habenichts2 19.11.2013, 17:13
4. Terror ist keine Beliebigkeit

Zitat von sysop
Al-Qaida nimmt Teheran ins Visier: Der Selbstmordanschlag auf die iranische Botschaft in Beirut verschärft den weltweiten Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Das Attentat mit mindestens 23 Toten schürt die Angst im Nahen Osten.
Den Terror kann man wohl nicht ganz verhindert aber minimieren! Dazu mussen die USA und ihre Vasallen zur Einsicht kommen, dass man den Terror nicht unterstützen darf. Das geschah in Libyen und geschieht weiter in Syrien. Auch im Irak wurden Terroristen gezüchtet. Das Gleiche geschieht heute in Afghanistan!
Die deutschen Fanatiker , die in Syrien kämpfen werden eines Tages zurückkehren! Und dann werden sie als Lohn für die heutige Unterstützung durch die Nato und USA in Deutschland bomben. Es gibt keinen guten und bösen Terror! Torror ist immer menschenfeindlich!

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ein anderer 19.11.2013, 17:21
5. ...

Zitat von sysop
Al-Qaida nimmt Teheran ins Visier: Der Selbstmordanschlag auf die iranische Botschaft in Beirut verschärft den weltweiten Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Das Attentat mit mindestens 23 Toten schürt die Angst im Nahen Osten.
Ob es tatsächlich diese Gruppe war die sich nun dazu bekannte ist auch nicht sicher. Schon oft haben radikale Gruppen einen Anschlag für sich verbuchen wollen obwohl sie nichts damit zu tun hatten. Es steigert ihr Ansehen und erleichtert die Anwerbung weiterer Extremisten.
Z.B wurde der Anschlag in Pakistan, der Franzosen zum Ziel hatte, auch der Al-Kaida zugesprochen. Erst spätere Enthüllungen zeigten auf, der Anschlag war vom Umfeld des pakistanischen Geheimdienst verübt worden und als Botschaft gedacht gewesen.
Die Vorbereitung zum jetztigen Anschlag scheint auch weniger auf die Planung durch die Bärtigen hinzuweisen. Da haben noch andere die Finger im "Spiel".

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yor 19.11.2013, 17:23
6. Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten.

Der Machtkampf iranische Mullahkratie vs. arabische Ölparasiten wird durch die üblichen Selbstmordattentäter kaum entschieden, aber beeinflusst; letztendlich alles eine Variante jenes Great Game, welches die Region schon seit 150 Jahren prägt. Uns Deutsche geht das Ganze kaum was an, von Krauss-Maffei etc. vielleicht mal abgesehen. Die Schiiten jedenfalls sind - zumindest da, wo es welche gibt, sprich Irak, Pakistan, Afghanistan und nun eben Libanon - die bevorzugten Attentatsziele der letzten Jahre, ein Umstand, der im Westen kaum thematisiert wird. Schließlich handelt es sich bei den Opfern weder um Hisbollah-Führer noch um iranische Kernphysiker, sondern zumeist um normale Leute, die wie jeder ihre Kinder großziehen und ansonsten ihre Ruhe haben möchten - so wie die meisten Syrer, Israelis, Amerikaner, Russen, Papua und Komantschen wahrscheinlich auch. Leider gehen aber gerade in dieser Weltregion die Interessen weit auseinander; und der Vorrat an Idioten, die sich auch noch für den größten Schwachsinn in die Luft sprengen, ist dort scheinbar unerschöpflich.

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zaunreiter35 19.11.2013, 17:24
7. Geschichtliche Parallelen

Was wir hier gerade erleben, lässt mich irgendwie an den 30-jährigen Krieg bei uns denken. Da kämpften dann kaiserlich-katholische Habsburger gegen protestantische Schweden, Sachsen und Böhmen. Mittendrin kochten die katholischen Franzosen und die spanischen Habsburger auch noch ihr Süppchen.

Heutzutage kämpft dann der vom Westen geheimunterstützte Salafist oder Wahabit gegen die schiitische Hisbollah, die vom iranischen Schia-Staat gestützt wird. Auf der anderen Seite wiederum nähert sich das evangelikale Gottesgnadentum der USA dem schiitischen Gottesstaat des Iran an, was dann wieder Befremden beim wahabitischen hardcore-Sunnismus Saudi-Arabiens (wo die Al Saud nur an der Macht sind, weil sie den USA pekuniär freie Hand lassen) und beim vordergründig gemäßigten Sunnismus der Golfstaaten auslöst. Und mittendrin als "heutige Franzosen" zündelt auch noch ein wenig der Mossad mit rum, wo doch allgemein bekannt ist, dass sich Israel und Saudi-Arabien als Garanten für die allgemeine Ordnung sehen.

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David67 19.11.2013, 17:26
8. AlKaida stammt aus dem sunnitischen Zweig

Zitat von Oskar ist der Beste
das ist doch reine Propaganda...warum sollte AlKaida gegen den Iran vorgehen, wenn man denn verbündet ist miteinander; das ergibt doch nur einen Sinn, wenn der Iran und AlKaida gar nicht verbündet sind. Nein, dieser Anschlag kann sehr wohl von den Israelis verübt worden sein, um ihr Mütchen zu kühlen, daß man den Iran jetzt nicht angreifen "darf", weil das selbst Mutti "USA" zuweit geht.
der auch für 90% derTerroranschläge weltweit verantworltich ist. Iran gehört aber zur schiitischen Richtung- beide bekämpfen sich erbittert.

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ein anderer 19.11.2013, 17:31
9. ...

Zitat von sysop
Al-Qaida nimmt Teheran ins Visier: Der Selbstmordanschlag auf die iranische Botschaft in Beirut verschärft den weltweiten Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Das Attentat mit mindestens 23 Toten schürt die Angst im Nahen Osten.
Ob es tatsächlich diese Gruppe war die sich nun dazu bekannte ist auch nicht sicher. Schon oft haben radikale Gruppen einen Anschlag für sich verbuchen wollen obwohl sie nichts damit zu tun hatten. Es steigert ihr Ansehen und erleichtert die Anwerbung weiterer Extremisten.

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