Forum: Politik
Anschlag auf Karikaturisten: Mit Härte gegen den Hass?

Vier Jahre nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wurde einer der Zeichner beinahe Opfer eines Anschlags, und wieder wird der Ruf nach härteren Reaktionen lauter. Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?

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stormking 05.01.2010, 13:03
1740.

Zitat von Piri
Es irritiert mich in diesem Zusammenhang schon, dass Foristen, die den Begriff „Herzensbildung“ benutzen, so angegangen werden.
Weil gerade diejenigen, die diesen Begriff in jedem zweiten Beitrag benutzen, dabei einen völlig verdrehten Maßstab offenbaren und Opfer mit Täter verwechseln.

Jeder der in der westlichen Welt aufgewachsen ist hat schon im Kindergarten gelernt, daß es nicht nett ist andere zu provozieren, daß letztlich aber immer und ausschließlich derjenige sich schuldig macht, der zuschlägt.

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TC Matic 05.01.2010, 13:03
1741.

Zitat von 123salto
Eine interessante, zu überdenkende Anregung. Obwohl es da noch einige Punkte abzuklären gilt: Wer kommt für die Folgelasten (Renten für Erwerbsbehinderte) auf? Wird das der Allgemeinheit auferlegt? Oder gilt das Verursacherprinzip?
Wenn schon zweierlei "Recht" nebeneinander existieren soll, dann wird nachtürlich auch eine getrennte Sozial- und Krankenversicherung eingeführt, damit die Moslems ihre solidarischen Beiträge rein für ihre Glaubensgenossen aufbringen - ist doch klar, oder?

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mountainlion 05.01.2010, 13:05
1742. Antwort

Zitat von Brand-Redner
Nur noch eine Frage: Gilt das - Ihres Erachtens - auch für solche Fälle:

Das gilt besonders für solche Fälle.

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KING 05.01.2010, 13:12
1743.

Zitat von Sheherazade
... Mal ganz abgesehen davon, dass Sie im Koran zahlreiche AUfforderungen finden, selber zu denken und zu forschen, um Gottes Schöpfung zu verstehen.
Das Denken wird aber beschnitten, wenn es um Kritik am Islam selber geht. Das heisst zum Beispiel, wenn ein Muslim sich Gedanken macht, und auf einmal findet, dass Gewalt nicht von Gott ausgehen kann, dann konsequenterweise aus dem Glauben austritt, hätten die anderen Muslims laut Hadithen das Recht ihn mit dem Tod zu bestrafen.

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oliver twist aka maga 05.01.2010, 13:12
1744.

Zitat von Hans Bergman
In unserer Gesellschaft gilt es jedenfalls allgemein als Überschreitung, wenn man einem Lebewesen bei lebendigem Leib ohne Betäubung die Kehle durchschneidet. Wenn so etwas bei uns aus religiösen Gründen geduldet wird, dann darf man sich auch nicht wundern, dass diese Bereitschaft zu Gewalt, aus unserer humanistischen Sicht, auch andere Formen annimmt.
Hans, ich bin selbst Tierschützer. Hier geht es aber nicht um das Schächten, sondern um die Frage "Mit Härte gegen den Hass?" Eine Frage, die sich fast schon selbst beantwortet...

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bicyclerepairmen 05.01.2010, 13:14
1745.

Zitat von archelys
Es gibt auf beiden Seite kluge und besonnene Menschen und auch solche, denen nur Gewalt als Problemlösung einfällt.Wenn das religiöse Bild "Liebe und Achtung" ist, kann eigentlich nichts pasieren. Leider sind wir allzu häufig noch auf dem Wege dahin...
Leider nehmen aber diese "religiöse Bilder" überhand.

Nur Menschen oder diese Bilder die sich Menschen von einem Gott machen können beleidigt werden. Und deswegen, wie kann jemand ernsthaft annehmen das Gott sich durch irgendetwas beleidigen lässt ? Und wer maßt sich dann an sein Werkzeug zu sein ?
In so fern ist die Anzahl besonnener Menschen doch recht klein.

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Silvia 05.01.2010, 13:15
1746.

Zitat von Rurik
Die Frage ist nicht, ob man feinfühlig vorgeht oder nicht, da sollte jeder selbst überprüfen, was der Anstand gebietet - ich habe selbst eine Zeit lang in Asien gelebt und keine die Mentalität recht gut - aber in Europa gibt es auch Mentalitäten, die dann ebenfalls zu berücksichtigen sind und wie man sich auch immer verhält, Mord ist sicherlich keine angemessene Reaktion. Und /das als Frage) Ihr Posting impliziert, dass man in Europa auf Verhaltensweisen aus dem Mittelalter Rücksicht nehmen muss, ist das so zu verstehen?
Nein, so ist das nicht zu verstehen. Unser Rechstaat darf keine Rücksicht darauf nehmen, aber man sollte sich klar machen, welche Motivation sich dahinter verbirgt. Man bekämpft diese Form der Gewalt nicht, indem man die Motive einfach ignoriert. Irgendwie haben Sie immer noch nicht verstanden, dass es mir nicht ums Akzeptieren geht, sondern ums Begreifen. Das ist erst der allererste Schritt, nicht die Lösung.

Zitat von
Das missinterpretieren Sie jetzt offenbar bewusst falsch, es geht doch eher darum, dass derjenige, der auf andere nur überheblich herabsieht, nicht gleichzeitig Respekt verlangen kann, wenn er selbst dazu nicht bereit ist, oder?
Sie verdienen keinen Respekt. Aber (Berufs-)Spötter verdienen den m. E. auch nicht unbedingt. Andere Niedermachen und sich auf deren Kosten zu amüsieren ist nämlich ganz leicht. Das kann jeder. Aber nicht jeder macht es, das ist der Unterschied und DAS bedeutet gegenseitigen Respekt üben.

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Achim Detjen 05.01.2010, 13:15
1747. Natürlich!

Zitat von Sheherazade
..... Ich weiss nicht, von welchen Lobbyisten Sie reden, die "die Zügel in der Hand halten", glauben Sie, wir holen uns jeden Freitag in der Moschee die Befehle dafür ab, was wir die Woche über zu tun haben, oder wie stellen Sie sich das vor? Das ist doch vollkommen realitätsfremd. Mal ganz abgesehen davon, dass Sie im Koran zahlreiche AUfforderungen finden, selber zu denken und zu forschen, um Gottes Schöpfung zu verstehen.
Nun, realitätsfremd: JA! Aber eben (leider) absolut zutreffend! Und nochmal --- Papier ist geduldig, was in irgendeinem wohlfeilen Buch steht ist das eine, das HANDELN der Menschen aber das ausschlaggebende für eine Beurteilung. Und die fällt für den Islam auch aufgrund der absoluten Untätigkeit der Mehrheit der Gläubigen eindeutig aus.

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Cedric Noles 05.01.2010, 13:20
1748. Werden Werte verteidigt?

Zitat von sysop
Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
Werden denn unsere Werte überhaupt verteidigt?
Die Politik macht doch lediglich den Kotau der Exportwirtschaft vor den guten Beziehungen zu den islamischen Ländern. Die Islamisten haben weitestgehende Bewegungsfreiheit in Deutschland, die realen Verhältnisse werden systematisch verblendet und schön geredet. Das Füllhorn einer Vollkasko-Alimentierung wird auch über dem letzten Sprachverweigerer und Deutschlandhasser ausgeschüttet. Hier wird nichts verteidigt, ausser die Interessen globaler Wirtschaft und Macht.

Man könnte sich die ganzen Nacktscanner locker sparen, würde man ein vorbehaltloses Bekenntnis zum Rechtsstaat zu einer zwingenden Bedingung jeder dauerhaften Aufenthaltserlaubnis machen (Diplomaten ausgenommen). Man braucht nicht viel Phantasie, welche Empörung da hervor käme. Dabei sollte es eine Selbstverständlichkeit sein.

Etwas mehr "Härte" in der Verteidgung unserer Werte würde sehr viel helfen und letztlich überhaupt erst ein gedeihliches und friedliches Miteinander ermöglichen.

Zitat von Juro vom Koselbruch
Wir können aber froh sein, dass von unsrer Seite bisher nicht so auf die Beleidigungen reagiert wurde, wie manche es bei anderen im fast schon vorauslaufenden „Gehorsam“ „verstehen“.
Hierzu zähle ich auch den Umgang miteinander. Ein bisschen mehr Reaktion auf Beleidigungen wären durchaus angebracht.
Kein Moslem wird heute verurteilt, wenn er eine deutsche Frau als Hure beleidigt, das nimmt man schon als "normal" hin. Jeder Moslem-Funktionär darf vor den TV- Kameras und in den Gazetten den Deutschen psychische Krankheiten unterstellen. Dass man als "islamophob" und damit als psychisch krank bezeichnet wird, wird gar noch als sachlicher Beitrag zur Diskussion hofiert. Die Härte mit der unsere Werte verteidigt werden gleicht dem Pudding, der an die Wand genagelt wurde.

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Emil Peisker 05.01.2010, 13:20
1749. "Fatwa" gegen den Islam

Zitat von gaga007
Eine Religion, die Gewalt rechtfertig, wie es im Koran steht, verliert ihren Anspruch auf den Schutz der Religionsfreiheit des Grundgesetzes. Alle sog. Gläubigen dieser Religion, die sich nicht klar von der Gewalt distanzieren, können in einer zivilisierten Gesellschaft nicht als "Mitmensch" angesehen werden .
werter Gaga007

Sie unterstützen damit die pauschale Abqualifizierung der Muslime weltweit. Da freuen sich die PI's und guten Achsen dieser Welt, über soviel Echeo. Dabei ist die islamische Welt nicht so gestrickt, wie Sie das sehen.

Beispiel Oman: Dort sind die Muslime Ibaditen, wie auch in Teilen des Maghrebs und Ostafrika.

It is interesting to note that British observers of Omani rule in East Africa commented that Ibadis are the least fanatic and sectarian of all Muslims, and openly associate with people of all faiths and pray together with Sunni Muslims. Hostile action is reserved for one type of person: the unjust ruler who refuses to mend his ways or relinquish his power.

http://www.uga.edu/islam/ibadis.html

Es existiert keine zentrale Autorität, und deswegen gelingt es ja den islamistischen Terroristen sich als Gotteskrieger auszugeben.
Keine letzte Instanz kann dies widerlegen.

Und die islamistischen Terroristen sind noch in national motivierte Gruppen und "Weltenretter" zersplittert.

Deswegen ist Ihre generelle "Fatwa" gegen den Islam unhaltbar und sie berücksichtigt auch nicht die vielfältigen Anstrengungen verschiedener Richtungen der Muslime gegen den Terror.

Gruß

Emil

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