Forum: Politik
Anschlag auf Karikaturisten: Mit Härte gegen den Hass?

Vier Jahre nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wurde einer der Zeichner beinahe Opfer eines Anschlags, und wieder wird der Ruf nach härteren Reaktionen lauter. Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?

Seite 5 von 240
Simpso 03.01.2010, 13:50
40.

Zitat von sysop
Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
So wenig Härte wie möglich, aber so viel wie nötig um die Grundfesten unserer Gesellschaft zu erhalten.

Beitrag melden
Kurt G 03.01.2010, 13:51
41. Inakzeptabel, wenn....

....Muslims meine, das Recht selbst in die Hand nehmen zu dürfen, und Andersdenkende umzubringen.

Vollständig inakzeptabel ist jedoch, wenn deutsche Soldaten in Afghanistan im Vernichtungsfeldzug agieren und Dutzende von Afghanis massakrieren.

Hat nichts miteinander zu tun ? Wenn Sie das meinen....

Kurt G

Beitrag melden
christiane006 03.01.2010, 13:51
42. Mord und politische Nützlichkeit

Zitat von Hilfskraft
Das ist leider das Problem. Diesen "Aufschrei" wird es wohl in dieser Angst-Gemeinschaft der Moslems nie geben. Moslems schreien immer nur in eigener Sache auf. Die haben ihre Leute fest im Griff. Wen wundert dann noch das unendliche Mißtrauen auf westlicher/christlicher Seite? Moslems haben es alleine in der Hand, dieses auszuräumen. Westliche/christliche Versuche in der Hinsicht sind grundsätzlich zum Scheitern verurteilt. H.

Warum sollte man sich über dieses ambivalente Verhalten wundern. Wenn ein Rassist eine Muslima ermordet, dann brennen in Kairo die deutschen Fahnen, wenn aber ein Kurde seinen Sohn beauftragt, seine Schwester, wie ein Stück Vieh abzuschlachten, dann bleibt in der Türkei alles ruhig.
Worüber sollte man sich hier also Illusionen machen.
2 ermordete Frauen, 2 unterschiedliche Reaktionen und doch bleiben es 2 hoffnungsvolle Leben weniger, das eine hat einen politischen Wert, das andere ist in den Augen interessierter Kreise wertlos.
Wir verurteilen beides gleich: Lebenslang für feigen Mord.

Beitrag melden
pythagoras 03.01.2010, 13:51
43. Wieder nicht geklappt!

Wo bleibt der Aufschrei der Muslime? Seien wir froh, dass es ihn nicht gibt, denn er könnte höchstens beinhalten: Schrecklich, wieder nicht geklappt!

Beitrag melden
Cedric Noles 03.01.2010, 13:52
44. Zündstoff

Zitat von ddorfer
Das einzige was wir Bush verdanken ist die Tatsache,dass Europa mit seinen Millionen von Muslimen vor einem Dillema steht: Mit seinem "Anti-Terror" Kreuzzug hat Bush die Muslime in ihrem Irrglauben bestärkt,der Westen sei das Übel dieser Welt,und einen weiteren Nährboden für Hass und Gewalt geschaffen.
Das sehe ich auch so.
GWB hat für die islamsitischen Strippenzieher wie ein Brandsatz gewirkt.

Jedoch für Intoleranz, Hass und Terror, die unter dem Namen des Islams heute verbreitet werden, sind die Muslime alleine selbst verantwortlich.

IMO muss unsere Gesellschaft ganz klare Grenzen aufzeigen und ein >>>vorbehaltloses<<< Bekenntnis zu unserer Rechts- und Werteordnung einfordern von jedem, der hier dauerhaft leben will.

Das Problem wird durch dessen Vertuschung und Verniedlichung nur noch größer - der Politik der letzten 20 Jahre sei dank.

Beitrag melden
OnkelHotte 03.01.2010, 13:53
45. Ja, wo bleibt er denn?

Wo bleibt der Aufschrei der Muslime? Er ist in der Vergangenheit ausgeblieben und er wird in Zukunft ausbleiben. Warum sollten die große Mehrheit der friedlichen Muslime noch aufschreien, wenn ein solcher Aufschrei bei der Mehrheitsbevölkerung ebenfalls ausbleibt? Wo bleiben den Wut, Trauer, Empörung und Lichterketten die es zu Recht bei Ausschreitungen von Neonazis gegeben hat? Kann es sein, dass die so genannte Zivilcourage von Bürgern und Politikern bei einer Demonstration gegen Gewalt des Islam mit einem etwas höherem persönlichen Risiko verbunden ist?
Den hier wohnenden Moslem drängt sich zurecht der Gedanke auf, dass die Europäer sich aufgegeben haben und sie die Tat insgeheim tolerieren. Warum also sollten die Muslime aufschreien?

Wir Europäer müssen etwas lernen, was wir in unserer kruden Traumwelt von Toleranz, Dialog und Friede, Freude, Eierkuchen schon längst vergessen haben: Klar zu definieren wer Feind ist und wer nicht.
Wer unsere „westlichen“ Idee von Freiheit nicht nur feindselig gegenübersteht, sondern diese Ideen auch in die Tat umsetzen will, der ist ein Feind.
Der muss das Gebiet verlassen, in dem diese Werte gelten. Ob man ihm/ihr dazu den großzügig erteilten Pass wieder aberkennen muss, ob im Heimatland dann Unheil droht, dass kann nicht unser Problem sein.

Beitrag melden
olga.tokar 03.01.2010, 13:53
46.

Zitat von Kryoniker
Der Angriff auf den dänischen Zeichner war ein Angriff auf uns alle, auf unsere Vorstellung von Freiheit.
Nicht für mich.

Ein verachtenswerter Extremist hat einen verachtenswerten Extremisten angegriffen.

Mich täuschen die Fotos in den Medien nicht, die mir einen armen alten Opa Westergaard mit sympathisch verschmitztem Lächeln vorzusetzen versuchen.

Nur, wer dumm ist, lässt sich von den Medien wie die Hammel von Hasspredigern leiten.

Unsere Hassprediger sind unsere Medien, zu den bekanntesten Hasspredigern gehört für mich eben auch ein Westergaard.

Beitrag melden
Simpso 03.01.2010, 13:53
47.

Zitat von ddorfer
Mit seinem "Anti-Terror" Kreuzzug hat Bush die Muslime in ihrem Irrglauben bestärkt,der Westen sei das Übel dieser Welt,und einen weiteren Nährboden für Hass und Gewalt geschaffen.
Dieser "Anti-Terror"-Kreuzzug begann nach dem ein paar Nasen im Namen des Islam am 11.09.01 losgelegt hatten.

Beitrag melden
Flie 03.01.2010, 13:55
48.

Zitat von olga.tokar
Ich halte es wie Rosa Luxemburg: die Freiheit ist immer die Freiheit des anderen. Wir - der Westen - waren noch nie soweit, und sind es nach wie vor nicht, diese ihre Worte zu richtig verstehen.
Ach, dann ist damit die Freiheit der "anderen", Karikaturisten zu meucheln gemeint?
Habe ich jetzt Rosa Luxemburg richtig verstanden?

Beitrag melden
berther 03.01.2010, 14:00
49.

Zitat von ddorfer
Das einzige was wir Bush verdanken ist die Tatsache,dass Europa mit seinen Millionen von Muslimen vor einem Dillema steht: Mit seinem "Anti-Terror" Kreuzzug hat Bush die Muslime in ihrem Irrglauben bestärkt,der Westen sei das Übel dieser Welt,und einen weiteren Nährboden für Hass und Gewalt geschaffen.
Sie haben imho recht. Aber um dies zu begreifen darf man kein Anhänger der Bush-Politik sein.
Folglich ist Ihr Einwand bei den meisten Foristen hier zum Scheitern verurteilt.
Bereiten wir uns lieber auf einen hübschen neuen Weltkrieg vor - die meisten hier möchten ihn gern haben. Ist auch eine Form von Demokratie.;-)
Vielleicht haben wir ja Glück und all die Hardliner stehen in der ersten Reihe , wenns kracht.

Beitrag melden
Seite 5 von 240
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!