Forum: Politik
Anschlag auf Karikaturisten: Mit Härte gegen den Hass?

Vier Jahre nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wurde einer der Zeichner beinahe Opfer eines Anschlags, und wieder wird der Ruf nach härteren Reaktionen lauter. Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?

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akolyth2 03.01.2010, 14:10
60. Härte - Lösung oder Niederlage?

Zitat von sysop
Vier Jahre nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wurde einer der Zeichner beinahe Opfer eines Anschlags, und wieder wird der Ruf nach härteren Reaktionen lauter. Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
Auf diese Konsequenz hin zugespitzt kann selbstverständlich nur Härte als die politisch angemessene Antwort verstanden werden.
Sie ist die legitime Verteidigung der europäischen Werte wie z.B. der Meinungsfreiheit. Die Gewalt wurde von außen nach Europa hineingetragen.
Der Ursprung dieser Gewalt liegt außerhalb Europas, während seine Konsequenzen innerhalb von Europa liegen. Daher muß Härte sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas angewendet werden.
Innerhalb - das bedeutet mit polizeilicher Härte; außerhalb - das bedeutet mit militärischer Härte.
Die polizeiliche Härte innerhalb Europas sollte aber mit Augenmaß und nicht mit der Rasenmähermethode angewendet werden. Denn es hat sich gezeigt, daß allein radikale Moslems zu den Terroristen der letzten Jahre gehören; ihre Unterstützer sind ebenfalls Moslems. Hier ist also die Gefahrengruppe sehr eindeutig.
Die militärische Härte außerhalb Europas muß substantiell erhöht werden. Auch hier haben sich allein Länder mit islamischer Mehrheit als Sympathisanten erwiesen. Man kann nur schwer vergessen, wie sehr Araber ob der Anschläge auf das Welthandelszentrum vom 11. September gejubelt haben. Das war schon mehr als nur die Willensbekundung von einzelnen - das hatte kollektiven Charakter.
Die militärische Härte sollte sich daher an Margaret Thatcher während des Falkland-Krieges orientieren, um auch den gleichen Erfolg zu zeitigen. Herr Obama scheint mir hierbei auf dem richtigen weg zu sein.
Denn Milde wird immer als genau die Schwäche verstanden, welche sie ja auch ist.

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Neurovore 03.01.2010, 14:11
61. Nicht mit Härte...

Ein Moslem stirbt und kommt in den Himmel. Er ist total aufgeregt, sein ganzes Leben hat er darauf gewartet, Mohammed zu begegnen. Er kommt an die Himmelspforte; dort steht ein Mann mit einem Bart.

Ergriffen und zittrig fragt der Mann: "Mohammed?" - "Nein mein Sohn, ich bin Petrus, Mohammed ist weiter oben" und er deutet auf eine Leiter die in die Wolke führt.

Der Mann beginnt die Leiter hochzuklettern. Endlich begegnet ihm ein Mann mit einem Bart. "Mohammed?" fragt er wieder voller Hoffnung. "Nein, Ich bin Jesus, Mohammed ist weiter oben" Der Mann klettert und klettert.

Wieder ein Mann mit Bart. "Mohammed?" stöhnt er. "Nein Ich bin Moses, Mohammed ist weiter oben!"

Mit seinen letzten Kräften schleppt er sich nach oben - wieder ein Mann mit Bart. "Mohammed?" keucht der Mann. "Nein mein Sohn, ich bin Gott. Du siehst ja total fertig aus. Willst Du einen Kaffee?" "Ja gerne!" Gott dreht sich um, klatscht in die Hände: "Mohammed - Zwei Kaffee!".

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olga.tokar 03.01.2010, 14:12
62.

Zitat von Oma Peters
"Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden." Sehen Sie den Unterschied? Abgesehen davon verstehe ich nicht, warum Sie hier Rosa Luxemburg bemühen. Was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen? Für wessen Freiheit wollen Sie einstehen? Für dessen, der Karrikaturen zeichnet oder für dessen Freiheit, der ihn dafür mit der Axt erschlagen will?

Können Sie es verstehen, dass ich weder für diesen arroganten, rechten Karikaturisten noch für den "Axtmörder" einstehe? Versuchen Sie es.

Ich stehe aber für hunderte Millionen von Menschen ein, bis hin zu dem ärmsten aller armen Kutschenzieher in Bangladesh (der eventuell nichts im Leben hat, außer "seinem Propheten"), die mit den Karikaturen mit voller Absicht und perfiden Intentionen getarn als "Freiheit" verletzt wurden.

Wir haben eben auch unsere Hassprediger, wir wollen es uns nur nicht eingestehen.

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Arent 03.01.2010, 14:13
63. irrelevant :)

Zitat von sysop
Ist Härte die Antwort auf Hass
Laut GG gilt Religionsfreiheit solange sie nicht Religionsfreiheit oder andere Grundrechte einschränkt. Die einzige Frage die geklärt werden muss ist ob eine Ideologie darauf abzielt Grundrechte einzuschränken, die Frage der Härte stellt sich nicht. Die Aggressivität einer Ideologie kann man auf zwei Arten einschätzen:

1. Die tatsächlichene Ideen der Ideologie. Ausgehend von islamischen Recht, Koran & dem Verständnis des Korans als wörtliche Rede Gottes ist der Islam wie bereits Giordano gesagt hat mit dem GG unvereinbar.

2. Die eigentliche Umsetzung in der Realität. Praktisch jedes islamische Land ist fremdenfeindlicher als die Schweiz. Ägypten steckt Atheisten ins Gefängnis & die Opposition fordert die Todesstrafe, die Regierung fördert die Al Azhad Universität die gegen Westler als 'Affen und Schweine' hetzt. Saudi Arabien exportiert seinen Wahabismus & verbietet Religionsausübung. Der Iran tötet gemäßigte Muslime. & in Afghanistan würden die Hardliner des Irans als gemäßigte Muslime verfolgt werden.

Zu guter letzt muss auch noch eingeschätzt werden inwieweit eine Reform möglich ist. Die UN wird gerade gekapert um Meinungsfreiheit abzuschaffen wenn es um Religion geht & die Menschenrechte werden durch die Kairoer Erklärung der Menschenrechte umdefiniert um sie mit dem Koran vereinbar zu machen. Der Islam reformiert sich nicht, er entwickelt sich weiter zurück. & hier muss ich als Atheist sagen: Das Christentum hat sich von alleine reformiert, ohne Druck von aussen. Falls nötig wird es das auch ein zweites mal schaffen. Der Islam muss diesen Beweis erst erbringen.

Grüsse,

Arent

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archelys 03.01.2010, 14:14
64. Maulhelden und Einflüsterer

Zitat von Palmstroem
Leider hat das "Alte Europa" bei der Verteidigung der Freiheit schon lange den Schwanz eingezogen. Es ist Bush zu verdanken, daß er den Kampf gegen den Terror aufgenommen hat. All die Schönschwätzer, die glauben, man könne mit Feinden der Freiheit Frieden schließen, liegen wie die Wirklichkeit zeigt, falsch. Freiheit gibt es nie umsonst - man muß sie stehts neu erkämpfen - notfalls mit aller Härte!
So war es auch auf dem Schulhof, wenn der schmächtige Stänkerer sich hinter dem Kräftigen verschanzte, diesem seine Ideen und Schachzüge zuflüsterte, bis der Kräftige begriffen hatte, was man mit ihm machte.

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leser1976 03.01.2010, 14:14
65. ?!

Zitat von Sondermann
Ich würde es nicht "Härte" nennen, eher "Konsequenz". Hat dieser Kontinent Europa nicht schon genügend gelitten im vorigem Jahrhundert? Gerade mal 20Jahre her, als wir die (vorerst) letzte Diktatur auf deutschem Boden in Jenseits schickten. Es gibt soweit ich informiert bin keine "Aufenthaltsplicht" in Europa - oder irre ich mich?
Wer bitte oder was meinen Sie mit wir haben die letzte Diktatur aus dem Lande geschickt? Weder die Europäer noch die Deutschen oder vermutlich Sie persönlich haben das alleine geschafft! Außerdem gibt es noch heute in (Ost)Europa Diktaturen. Ihre schwache Argumentation könnte zum größten Teil auch eins zu eins von einem Islamisten sein. Lustig, das Hardliner sich egal welcher Façon kaum von einander unterscheiden.
Darum sind kritische Leute in eigenen Reihen, wie Linke, Grüne gefordert die Probleme bereits bei uns zu suchen, damit wir nicht weiter Leiden müssen wegen solcher Pseudoharten, selbstsüchtigen Egoisten!
Wieso meinen Sie, dass Sie besser sind als die Menschen, die sie verurteilen wollen?- (Wirklich ernst gemeinte Frage!!)

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olga.tokar 03.01.2010, 14:15
66.

Zitat von dr pferdekuss
Ganz nacht unten gebrochen, haben wir die Reaktion von Homo Sapiens auf die Demütigung durch andere Homo Sapiens. Jede Demütigung erzeugt beim Gegenüber Hass ganz gleich ob das Aussehen die Religion oder de Intelligenz beleidigt wird oder ein Schüler ständig gemobbt wird. Trotz allem kulturellen Überbau wie Religion, Aufklärung, Sitten bzw. Gewohnheitsrecht bleibt der Mensch ein einfaches biologisches Wesen dessen Reaktion Hass auf Demütigung einfach genetisch unausweichlich ist. Räumt man kulturell dem Recht auf Beleidigung mehr Raum ein, dann liefert man natürlich auch Grundlagen für mehr Hass in der Gesellschaft. Umgekehrt hat man eine friedlichere Gesellschaft. Allerdings wird dann das Recht des Stärkeren (heutzutage Witzigeren, Intelligenteren und Selbstdarstellerischen) auf autonome Lebensgestaltung beschnitten, sprich das Abheben von Menschen, die man nicht zu seinen Freunden zählen möchte. Das Beleidigungen wie die Karrikaturen ja eigentlich einen gesellschaftlichen aufklärerischen Zweck erfüllen halte ich für Heuchelei. Sie sind einfach lustig und unterhaltsam und befriedigen das Bedürfnis von Homo Sapiens nach Häme.
Sehr richtig. Heuchelei und Ignoranz soweit das Auge - vorallem über Europa - reicht.

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Schwencky 03.01.2010, 14:17
67.

Zitat von olga.tokar
Wenn Sie die Karikaturen für gutheissen, dann würde ich mich nicht für Sie einsetzen, das haben Sie sehr richtig erfasst. Ich setze mich grundsätzlich nicht für Menschen ein, die andere Menschen verachten, mit welchen Mitteln auch immer. Medien sind Mittel, und zwar die einflußreichesten.
wer verachtet denn wen?

Auf der einen Seite: Bilder
Auf der anderen Seite: Gewalt bzw. ein Mordversuch

Ob die Karikaturen gut waren oder nicht, ist überhaupt nicht entscheident. Es geht um Grundrechte, um die Freiheit Dinge zu sagen und zu veröffentlichen, die nicht allen passen. Nur dadurch ist eine pluralistische Gesellschaft denkbar. Wenn sich jeder eine Axt nehmen dürfte, dem was nicht passt, wo würden wir den hinkommen. Wer entscheident, was richtig ist und was falsch? Ihre Einstellung macht mir Angst, sie ist undemokratisch, Grundrechtsverachtend, rückwärtsgewandt und zielt auf Unfreiheit ab.

"Medien sind Mittel und zwar die einflussreichsten."

Was soll so ein Satz? Wollen sie damit die Veröffentlichung von Bildern als Mittel mit einem Mordversuch gleichsetzen bzw. ist die Veröffentlichung der Bilder ein "schlimmeres" Mittel als ein Mordversuch? Geht es Ihnen gut....?

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Knut Olsen 03.01.2010, 14:17
68.

Zitat von sysop
Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
Wer verteidigt denn welche Werte? Die christlichen Extremisten, die in bester
Trittbrettfahrermanier im Zuge des Karikaturenstreites den "Gotteslästerungs-
paragraphen" 166 StGB verschärfen wollten, sind doch von ihren islamistischen
Vorbildern gar nicht so weit entfernt. Nur ein wenig zivilisierter. Meine Werte
verteidigen die aber garantiert nicht, im Gegenteil.

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MonaM 03.01.2010, 14:18
69. Der Hass geht von den "Gotteskriegern" aus

Zitat von olga.tokar
Unsere Hassprediger sind unsere Medien, zu den bekanntesten Hasspredigern gehört für mich eben auch ein Westergaard.
Das ist völliger Unsinn! Ihre Maßstäbe sind reichlich verrutscht. Weder die westlichen Medien noch und erst recht nicht dieser eine Karikaturist "predigen Hass".
Es wäre sehr sinnvoll, dass Sie sich die 12 Karikaturen einmal in Ruhe ansehen, ohne Ihre Vorurteilsbrille, und erst anschließend beurteilen.

Die tatsächlich sehr harmlosen Zeichnungen schüren keinen Hass, sondern nehmen die Hassausbrüche militant-fundamentalistischer Muslime (z.B. die Selbstmord-Anschläge) auf die Schippe. Das Charakteristikum einer Karikatur ist ja gerade der Witz, der in der Pointe liegt. Man schmunzelt - und erkennt die Wahrheit, die Absurdität der Realität. Der Hass geht doch von den Islamterroristen aus und nicht von denjenigen, die mit künstlerischen Mitteln versuchen, die Perversität der Gotteskrieger-Ideologie zu entlarven.

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