Forum: Politik
Anschlag in Berlin: Ich kann keine Angst spüren
AP

Keine Furcht, kein Hass: Unser Autor Stefan Kuzmany lebt in Berlin, der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt bleibt ihm seltsam fern.

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oberfrange 23.12.2016, 05:07
460.

Das ist ja sehr hübsch, Herr Kuzmany, dass Ihnen das fern bleibt. Herzlichen Glückwunsch, Sie müssen gut wohnen. Angesichts des tagtäglichen Irrsinns vor meiner Tür behalte ich mir eine andere Meinung vor.

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kittiwake 23.12.2016, 05:39
461.

Ich bin Berlinerin.
Ich habe auch keine angst. Ich habe eine Wut.
und ja ich habe einen Hass auf den Täter.
offenbar bin ich noch nicht so abgestumpft wie Herr Kuzmany.

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poppei 23.12.2016, 06:35
462. Amoklauf

Die Diskussionen zur Flüchtlingspolitik sind völlig unangebracht. Selbst seine Familie hat den Attentäter gebeten sich zu stellen. Es handelt sich wohl eher um eine Art Amoklauf.
Was wir nicht brauchen ist dieses Zeit totschlagen mit dieser faktenarmen Berichterstattung auf allen Kanälen. Wichtiger wäre, dass alle Fakten immer wieder wie in XY ungelöst kurz der Öffentlichkeit einmal in der Woche nach den Nachrichten präsentiert werden. Wie kam der polnische Beifahrer zu Tode mit welcher Waffe. Wie und wo hatte der Tunesier Geldbeutel mit Papiere und sein Handy verloren. Vielleicht gibt es Augenzeugen z.B. in der Nähe des verlorenen Handys. Wenn Amris tot ist, wurde er vielleicht für eine falsche Fährte verwendet. Dann stellt sich die Frage wie und wann ist er gestorben. Neben der Trauer ist leider eine vollständige Aufklärung des Falles genauso wichtig.

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stevie25 23.12.2016, 06:42
463. Ich habe Angst

aber nicht davor, Opfer eines Terroranschlages zu werden sonden bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden.

Viele dieser Unfällenwären vermeidbar, z.B. durch ein Tempolimit, die 0 Promille Grenze, durch konsekuentere Verkehrskontrollen. Aber diese Opfer werden gesellschaftlich akzeptiert. Da regt sich kein Politiker auf !

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c.m.johannsen 23.12.2016, 07:21
464. Immerhin, 445 Kommentare hier.

Herr Kuzmany und SPON zeigen damit ihre persönliche Diskussionsbereitschaft. Das muss man loben, auch wenn man nicht einer Meinung ist. Bemerkenswert finde ich an diesem Beitrag, wie an allen Beiträgen der linken Medien, die individuelle Sicht auf die Ereignisse. Sowohl die Opfer, über die uns nichts gesagt wird (anders bei syrischen Flüchtlingen) als auch wir anteilnehmenden Deutschen sollen in einer grauen Masse verschwinden. Bloß kein trauernden Volk, das könnte völkisch sein. Man hat uns hier so weit sediert, dass wir nicht einmal mehr Mitgefühl zeigen. So weit sind wir in Deutschland! In Frankreich gehen Tausende auf die Straßen, hier schreibt Kuzmany im Grunde, dass wir besser schweigen, weil persönlich nicht so schlimm.

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Ändry 23.12.2016, 07:36
465.

Toller Beitrag. Dem kann ich nur zustimmen!

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NahGha09 23.12.2016, 08:02
466. Wut?

Zitat von kakadu
Auch ich lebe mitten in Berlin und war an diesem Tag auf einem anderen Weihnachtsmarkt. Die Anschläge lassen mich mittlerweile gleichgültig. Ich will das alles nicht mehr sehen und nicht mehr lesen. Es nervt mich sogar ein wenig, daß in jedem Kanal und auf jeder Seite das selbe Thema ausgestrahlt wird. Jeder gibt seinen Senf dazu, aber ich mag keinen Senf. Hätte lieber Ketchup.
Gut, dass Sie und Herr Kuzmany sich nicht verängstigen lassen. Damit bewirken Sie, dass der Terror sein eigentliches Ziel nicht erreicht. Die Angehörigen und Freunde der Opfer empfinden wahrscheinlich auch eher Trauer als Angst.

Ich, als persönlich nicht Betroffener, fühle mit den Opfern und ihren Angehörigen mit. Ich empfinde Mitleid. Aber meine stärkste Emotion ist Wut. Ich bin wütend auf unsere Kanzlerin und all ihre Unterstützer, weil ihre Politik den Anschlag in Berlin, die Vorfälle in Köln, den Mord in Freiburg, den verhinderten minderjährigen Terroristen in Ludwigshafen und die vielen, vielen Einzelfälle ermöglicht haben. Ich sehe einen kausalen Zusammnhang zwischen der Politik Frau Merkels und diesen fürchterlichen Ereignissen. Deshalb bin ich wütend auf die Kanzlerin und ihre Mitläufer.

Geht Ihnen das nicht so? Oder Herrn Kuzmany? Ich kann mir schwer vorstellen, dass das jemanden unberührt lässt.

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farbkasten 23.12.2016, 08:14
467. NhaGha09

Wütend sind und werden nur diejenigen, die 1.) entweder die (zumindest zu großen Teilen vermeidbare!) Katastrophe kommen sahen oder 2.) sich erlauben, die anfangende (eigentlich zu großen Teilen vermeidbar GEWESENE, wenn man nur hätte denken/ sehen wollen) Katastrophe zu sehen.

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EismannHSV 23.12.2016, 08:37
468. So ist es

Vollste Zustimmung Herr Kuzmany,

jeden Tag werden weltweit Menschen gedemütigt, gequält und getötet. Kinder wachsen ohne Zukunft und Liebe auf. Regen sich die rechten Pöbler darüber auf? Nein, nur jetzt wo vor Ihrer Haustür etwas passiert bekommen sie einen Blick auf die Realität und meinen durch Schuldzuweisungen das Problem lösen zu können. Einfach nur erbärmlich.

Wir leben in einem der reichsten und sichersten Land der Welt. Die Welt war noch nie perfekt und sie wird es auch nie sein

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bernhard.geisser 23.12.2016, 08:42
469. Zu fest auf dem Moment fokussiert...

...sind Einzelereignisse relativ klein. In der Gesamtheit ist es aber ein furcheinflössender gesellschaflicher Wandel. Als nach dem Sturz von Saddam Hussein in Bagdad die ersten Bomben hochgingen, dachten die Amerikaner auch, dass den Attentätern der Sprengstoff schnell ausgehen würde - und weil zuerst niemand Angst verspürte, sind heute Bomben in Bagdad trauriger Alltag.

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