Forum: Politik
Anstieg der Flüchtlingszahlen: Wie Griechenland den Flüchtlingspakt retten will
Sakis Mitrolidis / AFP

Auf Lesbos und anderen griechischen Inseln kommen so viele Flüchtlinge an wie seit Jahren nicht. Der EU-Türkei-Deal droht zu kippen. Nun reagiert die griechische Regierung - und auch Deutschland macht Druck.

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flopi3 10.09.2019, 09:41
1. Es braucht endlich EINE europäische Lösung, ...

.., bei der alle Migranten in ganz Europa exakt die gleichen Leistungen bekommen und zudem eine klare Wohnsitzauflage eingeführt wird. Geschieht das nicht, werden die meisten weiterhin nach Deutschland streben, schlicht weil es hier die höchsten Leistungen gibt und zudem bereits viele Migranten aus den jeweiligen Herkunftsländern hier sind und damit Neuankömmlingen ein soziales Umfeld aus ihrem Kulturkreis bieten. Das wird langfristig völlig schiefgehen und den Rechtsruck in D. dramatisch verschärfen.

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Glowacz 10.09.2019, 10:15
2. Eine Schande

Es ist eine Schande, dass Menschen zur Abschreckung weiterer Migration in viel zu kleinen Lagern unter kaum menschenwürdigen Umständen gehalten werden und man die Verantwortung einfach auf Griechenland abwälzt.
Spätestens jetzt, da die beabsichtigte Abschreckung offenbar nicht greift, wird es Zeit, dass alle Länder der EU Verantwortung übernehmen.

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so-long 10.09.2019, 10:16
3. Always the same

Zitat von flopi3
.., bei der alle Migranten in ganz Europa exakt die gleichen Leistungen bekommen und zudem eine klare Wohnsitzauflage eingeführt wird. Geschieht das nicht, werden die meisten weiterhin nach Deutschland streben, schlicht weil es hier die höchsten Leistungen gibt und zudem bereits viele Migranten aus den jeweiligen Herkunftsländern hier sind und damit Neuankömmlingen ein soziales Umfeld aus ihrem Kulturkreis bieten. Das wird langfristig völlig schiefgehen und den Rechtsruck in D. dramatisch verschärfen.
Es wird keine „europäische Lösung“ geben, genauso wie es keinen „guten Brexit“ geben wird. Seit Jahren wird vergeblich „verhandelt“. Die Ziele liegen im Nebel oder sind fern jeder Realität. Selbst der Inaugurator des Eu-Türkei-Deals sagt, dass das Abkommen tot ist. Griechenland und Italien befinden sich in der gleichen Lage.

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Afro-Mzungu 10.09.2019, 10:18
4.

Man muss sich da nichts vormachen - dass der Deal nur insoweit und so lange funktioniert, wie es Erdogan in den Kram passt, war jedem Realisten klar. Das einzuschätzen, dafür bedurfte es schon im Jahr 2016 keines ausgeklügelten Psychogramms dieses Menschen. Aber auch DEU bzw. die EU wollte schnell einen (auf dem Papier) funktionierenden Plan vorweisen, um seine Bürger ruhigzustellen.
Ergo hat die Politik durchaus sehenden Auges einen von Vorneherein zum Scheitern verurteilten Deal abgeschlossen und sich dem Wohlwollen des Sultans am Bosporus unterworfen.
Wer soll hier überrascht sein...

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_annoyed 10.09.2019, 10:23
5. lustigerweise...

Zitat von flopi3
.., bei der alle Migranten in ganz Europa exakt die gleichen Leistungen bekommen und zudem eine klare Wohnsitzauflage eingeführt wird. Geschieht das nicht, werden die meisten weiterhin nach Deutschland streben, schlicht weil es hier die höchsten Leistungen gibt und zudem bereits viele Migranten aus den jeweiligen Herkunftsländern hier sind und damit Neuankömmlingen ein soziales Umfeld aus ihrem Kulturkreis bieten. Das wird langfristig völlig schiefgehen und den Rechtsruck in D. dramatisch verschärfen.
... sind Fremdenangst, Rassismus, AfD und Pegida dort am stärksten, wo der Ausländeranteil am geringsten ist.

Daraus kann man nun je nach Disposition zweierlei schließen:

entweder, Rechtsruck und AfD haben mit den realen Verhältnissen gar nichts zu tun, bzw. am Hut.

Oder: Flüchtlingszuzug verringert rechte Tendenzen.

So oder so... es gibt wenig Grund, unsere pluralistische humanistische Gesellschaft nach den abstrusen Ideen rechter Hassprediger auszurichten.
Natürlich sollte die Belastung halbwegs fair auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt werden, schon aus finanziellen Gründen. Nur - aus finanziellen Gründen sollten wir erstmal die Ausnahmeregelungen in der Erbschaftssteuer abschaffen und die Vermögenssteuer wieder einführen. Das brächte die Kosten für die Flüchtlinge gleich mehrfach wieder rein, und träfe ausschließlich die, die ohne eigenes Zutun allein durch Erbe, Rendite und Asset-Inflation immer reicher werden, und auch mit halbwegs fairen Steuern noch mehr in einem Jahr verdienten als der Normalsterbliche im ganzen Leben.

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hurghada 10.09.2019, 10:28
6. Geld statt der Türkei den Griechen geben

Man sollte das Geld, das an den Türkischen Staat gezahlt wird, den Griechen geben und dafür verlangen, dass die Flüchtlinge menschenwürdig behandelt und untergebracht werden. Dann würde auch die ewige Nörgelei des Türkischen Despoten wegen zu wenig Geld aufhören.

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tdse13 10.09.2019, 10:32
7. Warum nicht wie Trump

Erdogan droht mal wieder mit der Überflutung Griechenlands mit Immigranten. Warum machen wir es nicht wie Trump: Falls er seine Grenze nicht ausreichend kontrolliert, wird die EU schmerzhafte Strafzölle gegen türkische Produkte einführen anstatt mehr zu bezahlen bzw. an dem Ausbau seines Reiches mitzuwirken.

Obwohl ich ihn sonst nicht mag, könnte diese Methode bei Erdogan ziehen, da er diese Sprache sehr gut versteht.

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KickIt 10.09.2019, 10:33
8. Symptome

Die ganzen Abkommen und Verteilungsfragen sind dich nur ein rumbasteln an Symptomen. Es gibt in den Krisengebieten viele Millionen Menschen, die gerne nach Europa wollen und Europa kann dieser Masse von Menschen auf Dauer keine Heimat bieten, egal wie sie verteilt werden. Die Politik muss es irgendwie schaffen, die Bedingungen vor Ort so zu verbessern, dass es keinen Grund mehr zur Flucht gibt. Alles andere wird über kurz oder lang ins Chaos führen.

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kezia_BT 10.09.2019, 10:41
9. Verantwortung sieht anders aus!

Ja, diese Menschen können einem leid tun. Aber es ist nicht damit getan, sie irgendwo unterzubringen, besser oder schlechter. Wichtig wäre, endlich die Konflikte, die die Flüchtlingsströme erzeugt, zu beenden, und dann die Leute nach Hause zu schicken. Es ist nicht einzusehen, daß Europa die Lasten tragen soll, die die USA und Russland mit ihrer imperialistischen Politik geschaffen haben. Ginge es nach Recht und Gerechtigkeit, müßte die Hälfte der Leute in die USA, und die andere Hälfte nach Rußland geschickt werden. Aber die beiden Despoten haben bislang niemanden aufgenommen.

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