Forum: Politik
Ansturm auf Italien: Tausende Afrikaner planen Flucht über Tunesien

Viertausend Flüchtlinge sind in den vergangenen Tagen auf der italienischen Insel Lampedusa gelandet. Tausende weitere warten in tunesischen Häfen auf die Überfahrt. Die Regierung in Rom ruft schon jetzt den "humanitären Notstand" aus - dabei hat*der Ansturm auf Europa gerade erst begonnen.

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Thosaurus 13.02.2011, 13:54
80.

Zitat von Jürgen Munzert
Das ist sicher richtig. Aber warum tut das die Großfamilie dennoch? Weil man genau weiß, wenn es dem (Wirtschafts-) Flüchtling zumindest gelingt in die soziale Hängematte zu kommen, wird sich das für die Großfamilie auf jeden Fall rechnen. Stichworte: Familiennachzug, Geldtransfer. Millionen haben das in Europa erfolgreich vorgemacht.
Klar, weil Wirtschaftsflüchtlinge ja auch mit so offenen Armen in der sozialen Hängematte aufgenommen werden in ganz Europa^^

Es ist ja nun wirklich nicht so, dass diese Menschen in aller Regel illegal in ihren Aufenthaltsländern sind, und dort keinerlei soziale Leistungen erhalten (können), weil ihnen die Abschiebung droht, wenn man Sie aufspürt und Sie keine politische Verfolgung nachweisen können.

Den Geldfluss, den gibt es. Der speist sich aber in viele Fällen schlicht aus dem, was die Flüchtlinge in schlechtbezahlten Jobs erwirtschaften. Sicher NICHT aus ihren und unseren Sozialbeiträgen.

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jovanni 13.02.2011, 13:55
81. Xenophobe Spiegel-Tradition

Ich lese den Spiegel nur sporadisch, weil ich mich immer wieder über diese grausamen, pseudointelektuellen Hetzartikel aufrege. Insbesondere die Angst vor fremden Horden zieht sich zwanzig Jahren wie eine Blutspur durch die Aufmacher. In Zeur Zeit kein anderes Medium solch eine Panik entfacht. Was soll der Sch***? - Irgendwann solltet Ihr mit dieser xenophoben Tradition brechen!

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widerspiegel 13.02.2011, 13:55
82. Sie

Zitat von Immanuel K.
Also den Familiennachzug gibt es so nicht mehr - und wie Sie von SGB XII, bzw. SGBII (Hartz IV) einen Geldtransfer bewerkstelligen wollen, müssen Sie mir erklären. Wenn die Leute hier arbeiten (Arbeit finden) - dann liegen sie uns nicht auf der Tasche und können mit ihrem Geld machen, was sie wollen.
vergessen dabei aber, daß WIR (also das deutsche Gesetz) es jedem Asylantragsteller verbieten für seinen Unterhalt selbst aufzukommen Die sind per Gesetz zum Antragstellen verdonnert!
Erst nachdem das Asylverfahren positiv beschieden worden ist, darf man sich auf die Suche nach Arbeit machen. Wir erzeugen uns schon von allein lauter Bittsteller, ob nun ausländische oder einheimische H-IV...

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pea 13.02.2011, 13:57
83. Flüchtlinge

Zitat von shaim74
kann hier bitte richtig gestellt werden, dass die flüchtlinge keine tunesier sind. die tunesier haben genau so wenig lust, sich um die flüchtlige zu kümmern wie europa, gerade jetzt nicht wo es drunter und drüber geht.
Laut Artikel sind die meisten flüchtlinge Tunesier.

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Lagenorhynchus 13.02.2011, 13:57
84. Konsequenzen

Zitat von sysop
...abei hat*der Ansturm auf Europa gerade erst begonnen.
1. Der Flüchtlingsstrom von Menschen, die es irgendwie schaffen, 1500€ aufzutreiben, bedeutet nichts anderes, als dass die Mittelschicht, die gebildeteren Leute fliehen.
Also ein Exodus, der nicht nur Europa belastet, sondern auch die Struktur der nordafrikanischen Länder schwächt.
Dieser Braindrain muß auch im Sinne der Herkunftsländer gestoppt werden.

2. Ein Mitforist spekulierte darauf, dass ein wiederholtes Zurückschicken der Flüchtlinge irgendwann dazu führt, dass sie sich einen erneuten Fluchtversuch nicht mehr leisten können.
So eine Argumentation ist an Kurzsichtigkeit und Zynismus kaum zu überbieten. Erstens ist das eine direkte Subventionsmaßnahme für die Flüchtlings- und Schleusermafia, die schon in der Strasse von Gibraltar hunderte, wenn nicht tausende Tote auf dem Gewissen hat und Prostuiertenringe mit quasi Leibeigenen unterhält. So eine Mafia versteht nur die sehr direkte Sprache der Konfrontation.

3. Grenzregionen wie Lampedusa brauchen einen Ex-Territorialstatus, der verhindert, dass ein Erreichen dieser Küste EU-Asylrecht direkt berührt. Hier sind die Juristen gefragt, die jetzige Regel ist eine Katastrophe, die viele Menschenleben kostet und völlig sinnlose Asylverfahren erzeugt.
Die Alternative sind exterritoriale Zonen, in die die Flüchtlinge gebracht werden müssen - aus Menschenrechtssicht keine gute Idee.
Für das "Verlieren" der Papiere darf es keine Anreize mehr geben, das ist - wenn auch juristisch schwierig - das falsche Signal.

4. Wir brauchen eine europaweit geregelte Incentive-Regelung für Ausweisungen.
Bis ein Asylverfahren abgearbeitet ist, kostet das viel Geld, Zeit und Hoffnungen - ein gleichermaßen menschenunwürdiger wie volkswortschaftlich untragbarer Zustand. Also benötigen wir in Fällen, die absehbar aussichtslos sind, eine gütliche Einigung: Rückführung in ein sicheres (Dritt)-Land der Wahl mit entsprechender finanzieller Starthilfe, Unterlassungserklärung eines neuen Fluchtversuches mit Ermittlung der Fingerabdrücke.
Kommt billiger als ein Asylverfahren, ist vor allem schneller und humanitärer.

Wenn solche Maßnahmen nicht jetzt auch dann eingetütet werden, wenn sie unpopulär sind, wird irgendwann nach Erosion der Sozialsysteme aufgrund von rechtem Wählerdruck entschieden.
Und das wird dann noch um Größenordnungen schlimmer.

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Hennes 13.02.2011, 13:58
85. Doppelmoral

Seltsam, dass den deutschen Wirtschaftsflüchtlingen, die nicht im Fischerboot sondern mit der Lufthansa 'fliehen', im Gegensatz zu den Nordafrikanern Bewunderung zuteil wird. Die werden zu ihrem 'Mut' beglückwünscht, das materielle Glück in fernen Landen zu suchen. Dabei sind die Motive im Prinzip identisch. Wobei dem afrikanischen Flüchtling stets attestiert werden darf, dass es ihm dreckiger geht als einem gut genährten Wirtschaftsflüchtling aus Oer-Erkenschwick.

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hartenstein123 13.02.2011, 13:59
86. Flucht

sofort Zurückschicken, da es keine politischen Asylanten sind.

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Open 13.02.2011, 14:00
87. ...

Es ist ja schon witzig, mit welchem politischen und wirtschaftlichen Sachverstand hier Diskutiert wird. Ich möchte nur mal kurz anmerken, dass bei näherer Betrachtung der ganzen Finanzmittelabflüsse in unserer Bananenrepublik, die uns als "Normalbürger" nun so überhaupt nix bringen, auch ein paar Milliarden für Afrika noch drin sein dürften. Klar, der HartzIV Empfänger hat bei uns auch nicht viel, aber mir fallen da schon einige Gruppierungen ein, die dank Lobbyismus, Willkür oder einfach nur Dummheit der Politik unmengen von Geld einstecken, dasss ihnen moralisch oder unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zusteht.

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Spinatwachtel 13.02.2011, 14:01
88. Ist es so weit?

Zitat von sysop
Viertausend Flüchtlinge sind in den vergangenen Tagen auf der italienischen Insel Lampedusa gelandet. Tausende weitere warten in tunesischen Häfen auf die Überfahrt. Die Regierung in Rom ruft schon jetzt den "humanitären Notstand" aus - dabei hat*der Ansturm auf Europa gerade erst begonnen.
Sind wir Zeugen einer Völkerwanderung aus dem Süden in den fruchtbareren Norden? Ich denke, dagegen werden wir uns nicht wehren können, es sei den mit unmenschlichen Handlungen. Aber auch das wird auf Dauer den Strom der Flüchtenden nicht aufhalten.

Wollen, müssen wir hinter meterhohen Burgmauern leben in Europa? Wollen wir wirklich die Flüchtenden im Meer absaufen lassen, vom Pöbel erschlagen, in Lagern verkommen lassen?
Ich kann es den Menschen nicht verdenken, wenn sie zu hunderttausenden dem Elend entfliehen wollen.

Wie werden wir mit ihnen klarkommen? Klarkommen müssen?
Leider können wir ihnen nicht klar machen, dass das Elend hier in Europa eben nur ein anderes Gesicht für sie hat.

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Core Dump 13.02.2011, 14:03
89. Das sind...

Zitat von Atheist_Crusader
Das waren nicht ein paar (wie sagt man auf Neudeutsch?) "Opfer", die die letzten Jahrzehnte von ihren Kolonialherren herumgeschubst wurden und dann völlig unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen wurden.
...Tunesien und Aegypten auch nicht. Oder von welcher Kolonialarmee waren diesse Laender in den letzten 5 Jahren besetzt? Und auch Israel war praktisch von heute auf morgen ein souveraener Staat, und eigentlich hat das auch gar nichts damit zu tun das sie es angepackt haben. Das kann man naemlich von heute auf morgen anfangen, so wie es die Israelis auch gemacht haben. Die hatten nebenbei natuerlich ebenfalls Stoplersteine im Weg, etwa diverse arab. Laender die mehrfach versucht haben sie plattzumachen.

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