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Anti-EU-Hardliner: Mays letzte Chance auf den Brexit-Deal
WILL OLIVER/EPA-EFE/REX

Theresa Mays Glaubwürdigkeit in Brüssel ist nach der erneuten Niederlage im Parlament endgültig dahin. Die Premierministerin hat nur noch eine Chance: endlich mit den Brexit-Hardlinern in ihrer Partei brechen.

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Oskar ist der Beste 15.02.2019, 17:16
1. der Autor verkennt...

...das die Tories praktisch diese Hardliner sind; einigermaßen vernünftige Mitglieder wie Kenneth Clark haben praktisch nichts zu sagen und May...sie hat miserable Medienberater; is praktisch nicht in der Lage, irgendwelche Diskussionen voranzutreiben und am schlimmsten: sie versucht eine Situation zu erreichen, daß die Abgeordneten aus Mangel von Alternativen bzw. NO Deal Szenario für ihren Deal stimmen.
Man kann das in Deutschland nur sehr schwer verstehen: Aber das politische System Großbritanniens ist nicht auf Kompromiß angelegt. In jedem andern Land hätte es nach der Brexit Entscheidung eine große Koalition gegeben, in der man gemeinsam einen gangbaren Weg ausgelotet hätte. Auch hat man bereits den Art. 50 in Gang gesetzt bevor noch eine Vorstellung bestand, wie ein möglicher Deal überhaupt aussehen könnte.
Und die Tories haben vor allem an einer Sache Interesse und das ist, daß sie die Macht haben.

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Erythronium2 15.02.2019, 17:25
2.

Die EU ist doch sowieso nicht mehr bereit, mit May zu verhandeln. Und was sollte sie da auch erreichen? Sie hat einen Austrittsvertrag bekommen, für den sie aber keine parlamentarische Mehrheit bekam. Und die Labour-Opposition wird sich nach einem immer wahrscheinlicher werdenden harten Brexit auch vorhalten lassen müssen, dass sie diesen mit ihren Gegenstimmen zum Austrittsvertrag mitverursacht hat. Ich vermute, dass es jetzt nur noch zwei gangbare Alternativen für die Briten gibt: die Absage des Brexit oder ein harter Brexit ohne Vertrag. Die Bedingungen Corbyns für eine Unterstützung im Parlament anzunehmen, wäre m. E. unsinnig. Dann sollte man besser gleich in der EU bleiben.

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Piantao 15.02.2019, 17:45
3. PM May

man mag es heute kaum noch glauben, vertritt die ehemalige Mehrheit die für den Brexit gestimmt hatten. Hier und anderswo mag sie "verschroben" da stehen, in einer der ältesten Demokratien der Welt jedoch ist sie mit ihrer Hartnäckigkeit zu bewundern trotz aller Stolpersteine und Fallen die man ihr in den Weg legt.
Und...., gerade von Deutschland dem größten Verlierer bei einem "no deal Brexit" hätte man cleverere Verhandlungen erwarten können als nur das ewige "suicide" Szenario.

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ulrich.logos 15.02.2019, 17:49
4. make britain great again

nach dem harten brexit wird England seine Flotte wieder aufbauen und all die verlorenen Überseegebiete zurück erobern, und endlich wieder eine Weltmacht sein ...
träumt weiter!!

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BettyB. 15.02.2019, 17:50
5. Gezielt vergessen?

Da ein geregelter Brexit für May nicht durchsetzbar zu sein scheint, verbleibt ihr als Regierungschefin die besondere Form des Rücktritts mit ihn vorbereitenden Schritten:
1. May erklärt, einen geregelten Brexit nicht durchsetzen zu können.
2. Aus dem Grunde zieht sie den Austrittsantrag zurück.
3. Und erklärt daraufhin ihren Rücktritt als Premierministerin.

(4. Damit würde sie erreichen, was sie vor der ersten Brexit-Abstimmung im Lande erreichen wollte, nämlich den Fortfall des Brexits!!!)

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scharfekante 15.02.2019, 17:51
6. Ich habe das staendige Gemeckere ...

ueber Theresa May wirklich absolut satt. Es ist zum einen ungerecht, weil der eigentlich Schuldige, der eitle, arrogante und weitaus unfaehigere Eton-Mensch scheinbar voellig ungeschoren davonkommt. Darueber hinaus ist es wenig zielfuehrend, destruktiv, misogyn (immer schoen unter der Guertellinie verletzend) und obendrein auch menschlich unanstaendig. May haette voellig recht damit, die eitlen Hohlkoepfe in ihrer Partei ebenso wie die Labour Idioten einfach bis zur letzten Sekunde zappeln zu lassen und sich im Fall der Katastrophe einfach ein angenehmes Leben zu machen.

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Deep Thought 15.02.2019, 17:59
7. May ist kein Opfer, sie ist hauptverantwortlich für das Chaos !!

Wer sich derart dumm von den Brexit-Hardlinern instrumentalisieren lässt und sich das letzte bißchen Selbstachtung nehmen lässt, sein Land sehenden Auges ins Chaos stürzen lässt, der hat kein Mitleid verdient - ganz im Gegenteil !

Ich habe die Diskussion im Parlament vor und nach der Abstimmung live verfolgt- May sagte wörtlich die Parlamentarier nach dem Beschluss, einen harten Brexit zu vermeiden: "Die EU wird nicht sofort in den Verhandlungen zerbröseln, wir brauchen Ruhe und Geduld!"

ok, ihr Vorgänger Cameron hat das Referendum geplant, ohne der Propaganda der Brexiteers einfach mal Fakten entgegen zu setzen, aber May hat diesen Dilettantismus noch perfektioniert.

Und das nach 2 Jahren dilettantischer Verhandlungen SEITENS GB und nur noch 2 Monaten bis zum geplanten Breit !!! Da habe ich mich entsetzt gefragt, ob May eigentlich unter Drogen steht oder ein Fall für die Psychiatrie sein könnte... Sie klebt an ihrem Stuhl, wie ich es nur von Merkel und Kohl kenne, allerdings ist May absolut inkompetent. Anstatt darauf zu beharren, daß es ihre Aufgabe ist, ein knappes Referendum durchzusetzen, welches zum größten teil auf Lügen der Irrsinnigen Isolationisten um Johnson und Farage zurückzuführen waren und der Fehlinformation mal Fakten entgegen zu setzen und dann ein erneutes Referendum mit einem JA oder NEIN der Bürger zum ausgehandelten Brexitvertrag zu bekommen, rennt sie wie ein Lemming auf den Abgrund zu.

Wenn sie darauf abzielt, daß die EU am Ende einknickt, so hat sie sich getäuscht.
Zwar wird das ganze für beide Vertragsparteien teuer, aber eine Seite trägt die eine Hälfte der immensen Kosten alleine, während sich die anderen 27 Länder die andere Hälfte der Kosten teilen !

alleine bereits die Backstop-Frage mit einer evtl. harten Grenze zwischen Nordirland und Irland zündelt am immer noch fragilen Frieden auf der irischen Insel.
Will May wirklich wieder einen Bürgerkrieg?

Das vereinte Königreich wird wohl einerseits ökonomisch implodieren und andererseits Auseinanderfallen.

bei einem echten breit sehe ich eher die Schotten als nächste Autonomiebewegung in Europa und Nordirland bei einem Backstop noch näher an einer Wiedervereinigung mit Irland, was dann auch endlich die Kolonialzeit des VKR
dort beenden wird.

GB droht der EU damit, sich selbst zu suizidieren und die EU hat es allmählich zurecht satt, gute Miene zum bösen Spiel der seit Thatcher traditionell gewordenen Erpressung der EU durch GB zu machen.

Andererseits kann die EU an GB ein Exempel statuieren: Man kann in den Monaten und Jahren nach dem Brexit den extremen Nationalisten dann live und in Farbe vorführen, was mit überheblichen Nationalisten passiert, welche glauben, der Schwanz könne mit dem Hund wedeln...

Andererseits sollte die EU an eine Reform denken, um überbordene Bürokratie und viel zu rasche Annäherung sowie zu schnelles Mitgliederwachstum aus rein geostrategischen Gründen zu mäßigen.

Und die enormen Mehrkosten der EU durch den Breit sollten durch Einsparungen in Brüssel anstelle von weiter erhöhten Beiträgen der Mitgliedsstaaten erreicht werden, sonst wird die EU-Müdigkeit der EU-Bürger weiter abnehmen..

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bigroyaleddi 15.02.2019, 18:03
8. Das

Zitat von Piantao
Und...., gerade von Deutschland dem größten Verlierer bei einem "no deal Brexit" hätte man cleverere Verhandlungen erwarten können als nur das ewige "suicide" Szenario.
müssen Sie bitte nochmal erklären. Dass wir in D da auch nicht ganz ungeschoren davon kommen, das ist schon klar. Aber es tun sich Möglichkeiten auf, welche Sie hier schlicht unterschlagen. Polnisches Pflegepersonal flieht derzeit in Scharen von der Insel und wird z.B. im Ruhrgebiet schon sehnlichst in den Krankenhäusern erwartet

Was ist denn daran suicide?

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bigroyaleddi 15.02.2019, 18:16
9. Immer wieder schön zu hören

Zitat von kritischer_denker
Sind Sie derart frustriert, dass eine demokratische Mehrheit eines demokratischen Landes die totalitäre EU verlassen will, dass Sie derart wahrheitswidirg brerichten? Entgegen Ihrer Behauptung haben sich die Brexiteers sich gegen die damals unnötig früh von ihr alleine gewollten Antrag auf den EU-Austritt gestellt. Entgegen Ihrer Meinung unterstützen die Brexiteers einen Deal, wenn der Backstop, der aus den UK einen Vasallenstaat machen würde, befristet, einseitig kündbar oder durch eine problemlos mögliche andere Lösung abgelöst wird. Mit diesem Auftrag haben sie die Premierministerin nach Brüssel geschickt, die Ablehnung von dieser Woche bezog sich auf eine Verknüpfung mit dem Verzicht auf einen No-Deal. Aber all das muss natürlich verschwiegen und verdreht werden, weil es nicht in die eigene Überzeugung passt. Kein Wort über die totalitäre, ignorante und beleidigende Haltung der EU-Spitze und -Verhandlungspartner auf alle vorgelegten Vorschläge für Lösungen. Von Qualitätsjournalismus erwarte ich eine umfassende, wahrheitsgetreue Berücksichtigung aller Argumente und keine parteiische Günstlingsberichterstattung.
wie Tatsachen verdreht werden, das aber denen, welche die Wahrheit berichten, die Unterschlagung von Argumenten unterstellt wird.

Nehmen Sie einfach zur Kenntnis dass GB raus will aus der EU, und wer einen Verein verlässt, hat auch keine Vorteile mehr aus seiner ehemaligen Mitgliedschaft. Punkt und Schluß.

Und Sie selber sollten auch nicht unterschlagen, dass die Brexiteers mit Lügen die Abstimmung untermauert haben. Oder sehe ich das vielleicht - irgendwie - doch falsch?

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