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Anti-Islam-Demonstration in Hannover: Gewalt bei Hagida-Demo - viele Verletzte
DPA

Flaschen und Böller flogen, Pfefferspray wurde versprüht: Bei Ausschreitungen zwischen islamkritischen Hagida-Demonstranten, deren Gegnern und der Polizei wurden in Hannover Dutzende Menschen verletzt.

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svki 27.01.2015, 08:36
1.

Ich mag seine Musik zwar nicht. Aber Grönemeyers Rede war aller Ehren wert. Auch sein Statement zu unserem Ministerpräsidenten war punktgenau. Herr Tillich sollte sich als Sorbe gut überlegen, ob er einen Haufen, in dem jede Menge Rassisten mitmarschieren und von denen sich keiner ernsthaft distanziert, hofiert.

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thunderstorm305 27.01.2015, 08:39
2. Von wem ging nun die Gewalt aus?

Ob man nun für oder gegen die Forderungen der sogenannten Pegida ist muss man feststellen, dass die Gewalt vor allem von den Gegendemonstranten ausgeht die anscheinend sogar mit Pfefferspray bewaffnet gegen die Polizeikräfte vorgehen. Aus dem Artikel kann man leider nur schwer herauslesen was tatsächlich geschah und woher die 29 Verletzten kamen.
Ich frage mich auch welches Demokratieverständnis wir haben, wenn man hier unterstützt dass ordnungsgemäß angemeldete Demonstrationen dadurch verhindert werden, dass die Teilnehmer erst gar nicht zum Versammlungsort kommen?

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Kimmerier 27.01.2015, 08:56
3. Grönemeyer springt zu kurz ...

Der von mir als Künstler verehrte Herbert Grönemeyer warnt zu Recht davor, dass man nicht die Angehörigen einer (anderen) Religion oder Volksgruppr als Zielscheibe bzw. Ventil für die eigenen Ängste verwenden sollte. Und sicherlich zeigen viele Äusserungen aus dem PEGIDA-Umfeld, dass diese Warnungen berechtigt sind.
Wenn aber jetzt sofort der dicke "Nazi-Hammer" herausgeholt wird und alle Positionen von Symphatisanten der PEDIDA-Bewegung mit dem Argument weggefegt werden sollen, dass die Nationalsozialisten in Teilbereichen ähnliche Positionen besetzten, der verkennt das Gesamtpaket.
In Zeiten, in denen sich etwa in der Ukraine Menschen gegenseitig umbringen, weil sie darüber streiten, ob Russisch oder Ukrainisch die dominierende Sprache sein soll, oder in Erinnerung eines Bürgerkrieges (?) im ehemaligen Jugoslawien, wo die einst unter kommunistischer Herrschaft scheinbar friedlich miteinander lebenden Religionsgruppen sich in blutigen und grausamen Kämpfen gegenseitig zerfleischten, muß es nicht nur erlaubt sein darüber nachzudenken, wieviel kulturelle Unterschiede in einer Gesellschaft existieren können, ohne dass es zu wirklichen Konflikten kommt. Die Geschichte hat allzu oft gezeigt, dass wir Menschen eine gemeinsame Kultur brauchen, um ein geregeltes und friedliches Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft zu ermöglichen.

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Hesekiel 27.01.2015, 08:57
4.

Ich finde die Berichterstattung im besten Fall irrefuehrend, da die Krawalle in den ersten Absaetzen klar bei den Hagida-Demonstranten verortet wird. Dass im Endeffekt der linke Block nach Strafanzeigen 29 zu 22 fuehrt wird viel zu spaet erwaehnt, als dass es noch ausreichend zu einem objektiven Bild beitragen koennte.

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SpiegelMatze 27.01.2015, 09:02
5.

Woher stammen die hohen Zahlen zu den verletzten Personen?
In der verlinkten Meldung der Polizei wird von 5 verletzten Polizisten (4 Pfefferspray, 1 Tritte) und 5 der Polizei bekannten verletzten Demonstrationsteilnehmer (der Gegendemonstration) gesprochen.

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Waldpinguie 27.01.2015, 09:11
6. Weltoffenheit und Toleranz

sind zweifellos Grundsätze unserer Gesellschaft.
Nur scheinen diese in den Augen nicht weniger Mitbürger eine Diskussion, inwieweit diese Grundsätze auch kritisch diskutiert werden können, per se auszuschließen.
Die Politik ist dringender denn je gefragt offenkundige Fragen bezüglich von oben nach unten diktierter Toleranz mit allen ihren Vorteilen und auch Nachteilen offen zu debattieren.

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willibenning 27.01.2015, 09:19
7. der liebe Herbert Grönemeyer blickt immer durch

er kommt wie ich aus dem Ruhrpott und spricht auch einiges stets klar an.
Er verteufelt nie einseitig,da er weiß,dass jede Medallie 2 Seiten hat.
Wie kann man so blöd sein und gegen andere Religionen,oder andere Menschen aus anderen Ländern demonstrieren.
Es wäre besser gewesen,wenn sich alle Menschen vereinen und gegen diese Art der heutigen Politik demonstrieren die nur noch für Märkte,nicht aber für Menschen gestaltet wird,oder gegen die Ursachen demonstriert,die die heutigen Flüchtlingswellen ausmachen.Der Irakkrieg der USA,das Hinterlassen verbrannter Erde ist die Ursache für die heutige Wirkung in genannter Region.Und diese USA tritt dann noch als Moralapostel auf.Naja,ich hoffe,dass die Menschen sich nicht weiter spalten,sondern demnächst gegen TTIP,CETA und Tisa auf die Straße gehen.Das sind Themen,die berühren!!

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mczeljk 27.01.2015, 09:38
8.

Zitat von Kimmerier
In Zeiten, in denen sich etwa in der Ukraine Menschen gegenseitig umbringen, weil sie darüber streiten, ob Russisch oder Ukrainisch die dominierende Sprache sein soll, oder in Erinnerung eines Bürgerkrieges (?) im ehemaligen Jugoslawien, wo die einst unter kommunistischer Herrschaft scheinbar friedlich miteinander lebenden Religionsgruppen sich in blutigen und grausamen Kämpfen gegenseitig zerfleischten, muß es nicht nur erlaubt sein darüber nachzudenken, wieviel kulturelle Unterschiede in einer Gesellschaft existieren können, ohne dass es zu wirklichen Konflikten kommt. Die Geschichte hat allzu oft gezeigt, dass wir Menschen eine gemeinsame Kultur brauchen, um ein geregeltes und friedliches Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Geschichte hat aber auch gezeigt, dass es gar keiner realen Unterschiede braucht, dass sich Menschen gegenseitig umbringen, sondern es können auch "gefühlte" oder von außen projezierte Unterschiede sein.

"Was ist der Unterschied zwischen Serben und Kroaten?" habe ich früher meine Eltern oft gefragt.
Eine zufriedenstellende Antwort habe ich nie bekommen. Religion habe ich öfters gehört, aber da ich nicht religiös bin, konnte ich das nicht nachvollziehen.

Menschen sind sich viel ähnlicher als und manche glauben lassen wollen

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OttoEnn 27.01.2015, 09:42
9. Weltoffenheit

es geht nicht gegen (eine) Religion, sondern
im Kleinen gegen Verhaltensweisen und im
Großen gegen Ideologien - warum ist das so
schwer, dies zu trennen und so unzulässig, es
zu benennen ?

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