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Anti-Islam-Töne im Wahlkampf: Londoner Bürgermeister wirft Cameron Trump-Taktik vor
REUTERS

Kaum gewählt, geht Londons Bürgermeister Khan zum Angriff über: Premier Cameron habe versucht, Ethnien und Religionsgruppen gegeneinander aufzuhetzen - so wie Donald Trump.

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josho 08.05.2016, 11:56
1. Jemand, der jetzt noch mehr...

..spaltet, hat England gerade noch gefehlt. Im restlichen England dürften die Uhren eher anders herum gehen.

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Aspekte plus 08.05.2016, 12:24
2. So sicher wie das Amen in der Kirche

Man kann David Cameron alles nachsagen - aber mit Recht wohl keine Fremdenfeindlichkeit und "Trump-Gehabe".
Jeder muslimische Politiker trägt seine Religionszugehörigkeit und den Kampf gegen "die anti-islamische Stimmung" als Banner hoch über seinem Kopf. Er ist doch als Londoner Bürgermeister gewählt worden und nicht als Vertreter der Muslime im Londoner Rathaus. Wie Boris Johnson auch. Ob der Atheist oder was auch immer sei, weiss seine Umgebung, die Öffentlichkeit interessiert das nicht - weil es ganz einfach unwichtig ist. Das sein Nachfolger ein bekennender Muslin ist, scheint mir nun auch nicht DIE Sensation zu sein, ich hoffte eigentlich der Labourpolitiker hätte durch seine politischen Positionen und nicht durch seine Religionszugehörigkeit überzeugt.
Inzwischen scheint es in ganz Europa keine einzige politische Position mehr zu geben, die nicht entweder islamfeindlich oder 100% pluralistisch-demokratisch ist.

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tsitsinotis 08.05.2016, 12:39
3. Klare Worte,

Glückwunsch.

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heinz.murken 08.05.2016, 12:58
4. Cameron ist kein Populist

Hier läuft sich anscheinend jemand warm um nach der nächstem Wahl, der nächsten verlorenen Wahl für Labour, an die Parteispitze zu gelangen und dann Prime zu werden.
Von wegen Frankreich! Gut möglich, dass es im UK den ersten islamischen Ministerpräsidenten in Europa geben wird...und die Briten werden das eher verkraften, denn sie haben ein politisch neutrales, aber eben auch unzweifelhaft christliches Königshaus als unumstößliches gefühltes zweites Machtzentrum im Staat.. Auch wenn Charles bis dahin etwas anders als seine Mutter auf den Glauben geschworen haben und vereidigt sein wird.

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bigwojt 08.05.2016, 13:01
5. es scheint so

Ich muss Eintrag #2 vollkommen Recht zusprechen. Es scheint dieser Tage als gebe es nur zwei totale Extremen (pro oder Contra eine gewissen religiöse Gruppierung). Auch muss ich recht geben, dass es eigentlich irrelevant sein sollte, welch religiösen Ansichten ein Politiker hat, da er dem Wohl aller Bürger dient / dienen sollte!

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wahlossi_80 08.05.2016, 13:29
6.

Solcher klaren Worte bedarf es heute mehr denn je. Einige Kommentatoren scheinen da was misszuverstehen. Der neue Bürgermeister sagt etwas, was man auf keinster Weise mit seiner Religionszugehörigkeit in Verbindung bringen muss, sondern das für jeden Politiker selbstverständlich sein sollte: es ist schäbig und unzumutbar, wenn Politiker aus Gründen des Stimmenfangs ethnische und religiöse Gruppen verunglimpfen oder subtil Vorurteile nähren.

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multimusicman 08.05.2016, 13:35
7. Der Mann hat in weiten Teilen recht...

und es spielt für viele Londoner wohl keine Rolle, ob jemand Muslim, Christ oder Jude ist.
Die Wohnungsnot ist in London, der Hauptadt eines fast komplett deindustruislidierten Land, noch viel größer als in Deutschen Großstädten.
Statt sich um die Belange der einfachen Bürger zu kümmern wo die so genannte Finanzindustrie hofiert die den Leuten immer mehr Geld aus der Tasche zieht.
Scheinbar sind die mitteleuropäischen Polit Eliten zu satt und selbstverliebt und die Probleme wirklich zu erkennen.
Meine Sympathie hat der neue Londoner Bürgermeister!

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at.engel 08.05.2016, 13:36
8.

Cameron mag unter all den Populisten, die hier in Europa so herumschwirren - einschließ Leute wie Sarkozy, noch der harmloseste sein, aber in Sachen Europa-Politik ist das, was Cameron von sich gibt, Populismus pur - und den eventuellen Brexit hat er schon miteingebrockt. Und das ist umso fataler, als er vielleicht gar nicht dafür ist. Aber populistisch ist er.
Was Kahn betrifft, hat er es nicht unbendingt leicht. Welcher Konfession er angehört sollte natürlich zweitrangig sein, aber gegen die Medien (einschließlich der deutschen) kommt niemand an. Und da war die tatsache, dass er vielleicht der erst muslemische Bürgermeister einer west-europäischen Stadt wâre, anscheinend die wichtigste Information, die man bekam. Auch hier im SPIEGEL!
Etwas kritischer wäre ich da schon, wenn jemand von der "Gemeinschaft" Londons anfängt zu reden. Was das sein soll, würde mich schon mal interessierien. Ich bin nicht sicher, ob die Typen in der City und die, die für ein kleines Vermögen in irgendwelchen feuchten herutergekommenen Löchern hausen, wirklich in der gleichen Welt leben bzw. das Gefühl haben, irgendwo etwas gemein zu haben...

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MephistoX 08.05.2016, 13:39
9. Der ...

... Herr Khan wird mir immer sympathischer:

Ich wünsche ihm ein "glückliches Händchen" in seinem neuen Amt, die Londoner geben ihm aus guten Gründen diese Chance - denn rumzeternde, ausgrenzende Milliardärssöhnchen sind keine ernsthafte und brauchbare Alternative für London - sowenig wie die sog. "AfD" für Deutschland.

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