Forum: Politik
Anti-Kapitalismus-Protest: Triumph der Träumer

Sie verachten den Finanzkapitalismus, und sie zeigen ihre Wut - jetzt auch in Deutschland. Menschen aus allen sozialen Schichten demonstrierten in Frankfurt und anderen Städten für ein gerechtes Wirtschaftssystem. Der phantasievolle Protest zeigt: Es gibt ein Bedürfnis, die Welt zu verbessern.

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Wasnun 15.10.2011, 16:12
1. Und alle diese Träumer

haben bestimmt ein Bankkonto und erwarten eine gute Rendite.

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tksuper 15.10.2011, 16:16
2. Mann glaube es kaum.

Wenn ich jetzt in der Presse lese.:
"SPD, Linke, Grüne und Gewerkschaften begrüßen die Protestaktionen" kommt es mir doch glatt hoch.
Vor wenigen Tagen noch, hat man aus den grün-roten Reihen in Berlin vernommen, unbedingt, als Europafreundliches Zeichen dem neuem Rettungsschirm zuzustimmen, was letztendlich hauptsächlich den Banken als Kreditgeber der Pleitestaaten zugute kommt. Nun krakeelen die gleichen Protagonisten was von Kampf dem Großkapital.
Unwürdiger Opportunismus und linkspopulistische Parolen.

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alterknacker 15.10.2011, 16:17
3. “Occupy Frankfurt” – der berühmte Satz mit X, das war wohl nix

In Frankfurt am Main haben mehrere hundert Menschen gegen die Macht der Banken und die Finanzkrise protestiert.

Quelle: Hier weiterlesen

Klickt man auf diese Schlagzeile, weil man sich für mehr Informationen interessiert, wird nur in den ersten Sätzen von “Occupy Frankfurt” berichtet, der große Rest ist aus New York und schon länger mehr als bekannt.

Das Aufbegehren gegen die Macht der Finanzmärkte erreicht Deutschland. Welches Ausmaß werden die Proteste haben?

Quelle: Hier weiterlesen

Um es einmal ganz deutlich zu sagen, von Ausmaßen kann absolut nicht die Rede sein, wenn ein paar Hansel ‘Revolution’ spielen. Aber vielleicht ist auch Frankfurt als Stadt einfach viel zu klein, um als Standort für einen solchen Protest überhaupt in Frage zu kommen. Hinzu kommt noch eine Eigenheit dieser Bankenmetropole, denn die Menschen dort sind es gewohnt, eine besondere Zurückhaltung an den Tag zu legen, besonders, wenn es sich um den größten Arbeitgeber der Stadt handelt und dass sind nun mal die Banken.

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carlo02 15.10.2011, 16:21
4. Ursache

ist immer noch, dass die öffentliche Hand zuviel Geld ausgegeben hat. Das ist die wahre Ursache der Krise.

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unuomo 15.10.2011, 16:25
5. Ich denke nicht..

das es sich bei den Demonstranten um Träumer handelt.
Das Verlangen nach Veränderung dieses Systems geht durch
alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. Natürlich
gehen nicht alle auf die Straße. Und auch die 68-Bewegung wurde zunächst als Spinnerei abgetan....

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deb2006 15.10.2011, 16:27
6. .

Zitat von Wasnun
haben bestimmt ein Bankkonto und erwarten eine gute Rendite.
Was meinen Sie? Sparkonto - das ist lächerlich. Und die, die da demonstrieren, haben wahrscheinlich gar nicht die finanzielle Möglichkeit, andere "Finanzprodukte" einzusetzen. Was vermutlich sogar gut ist - Lehman warnt.

Nein, es läuft etwas grundsätzlich falsch in diesem System. Was das ist? Nun ja, das System MUSS den Menschen dienen - auf keinen Fall anders herum. Und genau das haben wir aktuell: Eine Finanzmafia nimmt den Rest der Menschheit als Geisel. Wenn etwas schief läuft? Dann zahlen das selbstverständlich die dummen Steuerzahler.

Der Finanzkapitalismus ist am Ende - die Demonstrationen zeigen doch auf, dass etwas grundsätzlich falsch läuft. Und jetzt liegt es an uns - den 99% -, kreativ etwas Neues zu finden.

So wie es bisher gelaufen ist, geht es auf gar keinen Fall weiter. Wäre das so, würden sich die Menschen das irgendwann nicht mehr gefallen lassen und Gewalt anwenden.

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christian0061 15.10.2011, 16:28
7. ursache

Zitat von carlo02
ist immer noch, dass die öffentliche Hand zuviel Geld ausgegeben hat. Das ist die wahre Ursache der Krise.
nein, ursache ist, dass die "öfentliche hand" zu wenig geld einnimmt und die reichen zu wenig beteuert, sich aber die gesparte steuer anschliessend wieder von den reichen gegen zinsen leihen muss, damit die armen nicht verhungern.

zu den demos: ein anfang ist gemacht, weiter so..........

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Argentinien_Holdout 15.10.2011, 16:28
8. Verlangen nach Schuldenschnitt (Enteignung).

Dann könnte man gleich den Kommunismus wieder einführen. Beispiel Südamerika. Der größte Default der Geschichte in Friedenszeiten ist der von Argentinien von 2001. Als unmittelbare politische Folge des Defaults 2001 kam in Argentinien die extrem linksgerichtete, kommunistische Kirchner Regierung an die Macht. Sie versucht immer und überall ihr rechtswidriges Verhalten der bis heute andauernden Zahlungsverweigerung zu verteidigen und andere Staaten ebenfalls zur Zahlungseinstellung zu bewegen. Kürzlich hat der Außenminister das "argentinische Model" auch in Europa empfohlen. Der Effekt ist ähnlich, wie früher mit dem Exportieren des Kommunismus. Die Politiker müssen also aufpassen. Präsident Obama handelt schon und Argentinien aufgefordert, den Schuldendienst wieder aufzunehmen.

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Akilim 15.10.2011, 16:28
9. Nein,

Zitat von carlo02
ist immer noch, dass die öffentliche Hand zuviel Geld ausgegeben hat. Das ist die wahre Ursache der Krise.
Ursache ist unser Finanzsystem, das nur über Schulden geld erzeugen kann. Doch seit einigen Jahren muss das System Harakiri spielen, um mit der "Produktion" von geld überhaupt noch nachzkommen. Jede Pleite vernichtet darüber hinaus Geld, was die Geldmenge wieder reduziert. Und so weiter. Systemisch nennt man das. Ach ja, am Einfachsten ist die Geldschöpfung wenn der Staat Abnehmer ist, die Mengen sind größer und die Transaktionen überschaubarer.

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