Forum: Politik
Anti-Kapitalismus-Protest: Triumph der Träumer

Sie verachten den Finanzkapitalismus, und sie zeigen ihre Wut - jetzt auch in Deutschland. Menschen aus allen sozialen Schichten demonstrierten in Frankfurt und anderen Städten für ein gerechtes Wirtschaftssystem. Der phantasievolle Protest zeigt: Es gibt ein Bedürfnis, die Welt zu verbessern.

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Florian_Geyer 15.10.2011, 21:00
160. ...

Zitat von woanders
Kommen Sie nach Spanien, da geht die Post ab, allein in Barcelona 400.000 Menschen bei der Demo, in Madrid bricht die Plaza Sol mal wieder aus allen Nähten, in jeder grösseren Stadt in Spanien sind zehntausende auf der Strasse, ich weiss genau, warum ich vor mehr als 20 Jahren ausgewandert bin! Der Michel ist zu 99% strunzdumm!
Sie wissen aber schon, warum Spanien in der Krise ist? Stichwort Immobilienkrise.

Der deutsche Michel ist nicht strohdumm, sondern dem deutschen Michel geht es immer noch besser wie den Spaniern, deshalb geht der deutsche Michel nicht auf die Straße. Kann sich ja noch ändern. Schön, das Sie ausgewandert sind, ich genieße lieber meinen sonnigen deutschen Herbst mit angenehmen Nachttemperaturen bei 4%, die einen wunderbar schlafen lassen.

Kemmer (falls Sie den kennen) brachte es auf den Punkt:
Sie schlagen den Sack und meinen den Esel. Und natürlich macht der Hauptschuldige mit! Der Sack, das sind die Banken, schlagen sollten sie aber den Esel, das sind die Politiker die wieder einmal total versagt haben.

Was kann ich von einem Behördenapparat wie dem Bundesfinanzministerium erwarten, wenn es sich die Banker einlädt um stärkere Restriktionen für die Banken in Gesetzesform zu gießen? Lächerlich, hochbezahlte Beamte fehlt offenbar das Fachwissen, um den Bankern mit klaren Gesetzen auf die Finger zu klopfen.

Das wäre so, als würde das Bundesministerium der Justiz Zuhälter einladen an einem Gesetz gegen das Vordringen der Prostitution mitzuarbeiten.

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wwwwebman 15.10.2011, 21:01
161. und wer hätte die schuld daran?

Zitat von Querspass
Seit einiger Zeit habe ich den Albtraum, es könnte sich so etwas wie die RAF formieren.
die (ALLE !) etablierten parteien in deutschland und ihre korrupten politiker!

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rincewind 1111 15.10.2011, 21:06
162. Unsinn

Zitat von beraterit
Deutschland hat das gigantischste Sozialbudget aller Zeiten und aller Länder mit fast 800 MILLIARDEN € jährlich !!! Wieviel soll es denn noch sein ? 30 % diese gigantischsten Budget aller Zeiten gehören gespart, dazu noch 2,0 Millionen der 4, 3 Millionen öffentlich bedientster H4er rausgeschmissen und wir haben kein Einnahmenproblem mehr - was wir sowieso nie hatten, sondern wir hatten ein massives Ausgabenproblem !!! Man sieht es am Schuldenberg - wer mehr ausgibt als er hat, wird im Privatleben schnell in die Nähe von Kriminalität geschoben - dem Staat und den Politikern lassen wir das durchgehen ? 3. Klasse Grundschule, Lehrer Ingensand: keine Schulden - keine Problem ! Bitte 1000mal sprechen: keine Schulden - keine Probleme ! Wer von Steuererhöhung redet will nicht sparen, sondern nur weiter Schulden machen und das Steuergeld der Bürger verprassen. Leute und Parteien, die so reden sollten sofort in den Knast.
zimperlic
Sie stammen aus Schilda oder woher nehmen Sie diese fantastischen Zahlen? Seien Sie doch bitte so nett und informieren Sie sich richtig, bevor Sie so einen Unsinn posten.

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TS_Alien 15.10.2011, 21:13
163.

Zitat von Götternot
Sie wissen aber schon, warum Spanien in der Krise ist? Stichwort Immobilienkrise. Der deutsche Michel ist nicht strohdumm, sondern dem deutschen Michel geht es immer noch besser wie den Spaniern, deshalb geht der deutsche Michel nicht auf die Straße. Kann sich ja noch ändern. Schön, das Sie ausgewandert sind, ich genieße lieber meinen sonnigen deutschen Herbst mit angenehmen Nachttemperaturen bei 4%, die einen wunderbar schlafen lassen. Kemmer (falls Sie den kennen) brachte es auf den Punkt: Sie schlagen den Sack und meinen den Esel. Und natürlich macht der Hauptschuldige mit! Der Sack, das sind die Banken, schlagen sollten sie aber den Esel, das sind die Politiker die wieder einmal total versagt haben. Was kann ich von einem Behördenapparat wie dem Bundesfinanzministerium erwarten, wenn es sich die Banker einlädt um stärkere Restriktionen für die Banken in Gesetzesform zu gießen? Lächerlich, hochbezahlte Beamte fehlt offenbar das Fachwissen, um den Bankern mit klaren Gesetzen auf die Finger zu klopfen. Das wäre so, als würde das Bundesministerium der Justiz Zuhälter einladen an einem Gesetz gegen das Vordringen der Prostitution mitzuarbeiten.
In Spanien gibt es zusätzlich eine Immobilienkrise. Wie in den USA. Das sind aber keine Ursachen für die Krise.

In Spanien ist die Jugendarbeitslosigkeit bei rund 50 %.

Der deutsche Michel ist vielleicht nicht dumm, aber ungebildet (zumindest in den harten Fächern), uninformiert (ausser, wenn es um Klatsch und Tratsch geht) und träge. Mit solchen Mitbürgern kann man leider nichts erreichen. Das werden die heutigen Demonstranten noch früh genug merken.

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nil75 15.10.2011, 21:23
164.

Zitat von TS_Alien
In den 70er Jahren: 2-3 % Zinsen aufs Sparbuch. Die Banken haben investiert und solide gewirtschaftet. Heute: Unter 1 % Zinsen aufs Sparbuch. Die Banken spekulieren nur noch und "erwirtschaften" kaum glaubliche Summen. Wie passt das zusammen?
bis 1989 gabs noch den Kommunismus, der den Kapitalismus im Zaum hielt. Das kapitalistische System stand unter dem permanenten Druck, zu beweisen, dass es besser sei als das System im Osten. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zeigt der Kapitalismus bzw der Neoliberalismus sein wahres Gesicht, bzw seine Fratze.

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electrofux 15.10.2011, 21:23
165. "wesentliche Schulden" sind vorher entstanden

Zitat von stauner
Die systemische Krise des Finanzmarkts wird umbenannt in "Schuldenkrise", obwohl die wesentlichen Schulden durch die Rettung der Finanzmärkte erst entstanden sind. Diejenigen, die das beenden wollen, werden Träumer genannt. Manipulation und denunzieren war schon immer das Handwerk der Sprachorgane der Mächtigen. gruss Stauner
Die "wesentlichen" Schulden, das ist doch jetzt mal dreist. Im Vergleich zu den Schulden, die wir in den Jahren davor angehäuft haben, war die Bankenrettung allenfalls der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Sicher muss im Finanzsystem, was passieren und dafür kann man auch auf die Strasse gehen. Too big to fail darf es in einer Marktwirtschaft nicht geben. Aber hier wird doch nur ein Sündenbock gesucht dafür, dass die Politik unfähig ist, mit dem eigenen Geld zu haushalten.

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hutch 15.10.2011, 21:35
166. Kern des Problems

"Die großen Investementbanker, das sind die "Masters of the Universe". Hier drängt der Nachwuchs zu JP Morgan oder Goldmann. Nur wie viele sind denn das? Herr Forist?
Überspitze formuliert, soviel Amschel Rothschilds gibt es nicht, wie Sie meinen.°

Genau das sind doch neben den anderen Akteuren wie Hedge Fonds etc. die Akteure, die das Problem darstellen. Diese "Masters of the Universe" und "City Boys" könnte man auch Zockerbubis nennen. Was sie auszeichnet ist eine einseitige Intelligenz in Richtung Gier und eine Sozialkompetenz auf dem Niveau von Sandkastenbubis. Sandkastenbubis: Ich habe den größten Bagger. Zockerbubis: Ich habe den größten Ferrari, Lamborghini, Porsche etc. Und solche Bubis spielen mit den Weltfinanzen, bereichern sich schamlos und bringen keinerlei Gegenleistung. Dies ist eine moderne Art des Raubrittertums, welche ausgemerzt werden muss.

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reuanmuc 15.10.2011, 22:05
167. .

Zitat von nil75
Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zeigt der Kapitalismus bzw der Neoliberalismus sein wahres Gesicht, bzw seine Fratze.
Das ist absoluter Unsinn. Die Finanzkrise hat mit der Entwicklung der Computer- und Kommunikationssysteme im Bankenwesen zu tun. Diese global vernetzten Systeme erlauben Transaktionen rund um die Uhr und rund um den Globus in Sekundenschnelle und in Milliardenhöhe. Das wiederum hat die vielen Finanz- und Devisenderivate und Derivate auf Derivate möglich und attraktiv gemacht, mit enormen Hebelwirkungen und Risiken. Wozu die Banker früher Tage brauchten, um sich zu informieren und die Transaktionen abzuwickeln und zu verwalten, das geschieht jetzt innerhalb von Minuten oder Sekunden. Es brauchte nur eine kleine Störung, um die gigantische Blase platzen zu lassen. Auch der neuerliche Fall des UBS-Zockers, der einen Milliardenverlust verursachte, hat letztlich darin seine Ursachen.

Gestern hat Infineon eine Gewinnwarnung herausgegeben und innerhalb weniger Minuten ist der Aktienkurs um mehrere Prozent abgestürzt. Wenn irgendwo auf der Welt eine Terrormeldung oder dergleichen über die Medien geht, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, dann stürzen weltweit sofort die Kurse wie eine Lawine um viele Milliarden, die immer mehr Anleger mit sich reißen, auf Grund der sogenannten stoplossorders und von Zwangsverkäufen.

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AuchNurEinNick 15.10.2011, 22:07
168. aaa

Zitat von jomo3
Ich verstehe da die Naivität der Führungsetagen nicht.
Welche Naivität? Dir Akteure verhalten sich völlig nachvollziehbar. Klar wird das alles bald in einem Knall enden wenn wir nicht umsteuern. Na und? Bis dahin werden sich die Akteure die Taschen bis zum bersten vollstecken und zur Not verschwinden sie dann einfach. Daran ist nichts naiv, nicht einmal im Ansatz. Wenn schon, dann ist das abgebrüht aber das ist für die Gestalten ganz oben kein Problem.

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Silverhair 15.10.2011, 22:09
169. Politik ist es nicht

Zitat von electrofux
Die "wesentlichen" Schulden, das ist doch jetzt mal dreist. Im Vergleich zu den Schulden, die wir in den Jahren davor angehäuft haben, war die Bankenrettung allenfalls der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Sicher muss im Finanzsystem, was passieren und dafür kann man auch auf die Strasse gehen. Too big to fail darf es in einer Marktwirtschaft nicht geben. Aber hier wird doch nur ein Sündenbock gesucht dafür, dass die Politik unfähig ist, mit dem eigenen Geld zu haushalten.
Mit was soll den die Politik haushalten? Das wesentliche der Ökonomie ist das alle gegenseitig für das Überleben sorgen - deshalb ist die Summe aller Aktivitäten immer die Summe des Überlebens - worin sollte da "Haushalten" bestehen? Ein paar Sklaven sterben lassen wie die Meisten Ökononomen fordern?
Die Menschen "erzeugen" ihr Geld selber - aber alle zusammen haben eben alles Geld - da gibt es kein mehr, kein weniger - und damit kann man nicht "haushalten" - weil nur der Wechsel von Geld selber dem Geld einen wert verleiht - nur der Schuldner und der Geldbesitzer ergeben eine Münze .. alleine ist die Münze wertlos!

Solange es keine Phychopathen in Handelsystemen gibt, geht das auch hervorragend auf - nur wenn Leute versuchen sich an anderen zu bereichern entsteht ein Mangel - und der entsteht dann mit oder ohne Politik - die Erzeugung des Mangels ist eine direkte Folge der Gier einiger mehr haben zu wollen als die anderen!

Politik - Staat , der kann nur "Umverteilen" aber er kann nichts wegnehmen, er kann nichts hinzufügen - alles was er bekommt wird immer an die Wirtschaft, an alle Menschen wieder zurückgegeben - es sind also nur die Menschen die hier unvernünftig handeln weil sie Raubtiere im System nicht einsperren oder erschießen!

Politik hat kein "eigenes Geld" - es ist nur die andere seite ihrer eigenen Hosentasche - das was sie an Staat geben kommt zu 100% wieder in allen Hosentaschen an .. kein tausenstel cent geht dabei verlohren, darf auch nicht verloren gehen!

Staat ist kein "Indiviuum" er ist nur ein Kreis um Indiduuen" herum, und dort wo es in diesem Kreis Raubtiere gibt gibt es Tode, und eine schlechte Wirtschaft, aber das ist nicht die Politik, das sind die Raubtiere die man vergessen hat zu erschlagen!

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