Forum: Politik
Anti-IS-Koalition: Bomben ja - aber bloß keine Bodentruppen
REUTERS

Wie besiegt man den "Islamischen Staat"? Auf dem Treffen der Nato-Außenminister herrschte nur in einem Punkt Einigkeit: Luftangriffe allein reichen nicht. Doch über den Einsatz von Bodentruppen will trotzdem niemand ernsthaft reden.

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marvelousgenki 02.12.2015, 09:07
10. Nicht direkt angreifen

Meiner Meinung nach darf man dem IS gar nicht so weit entgegen kommen und ihn direkt "Mann gegen Mann" angreifen.
Viel effektiver erscheint es mir sie zu verunsichern und zu zermürben indem man die Anhänger auf allen Ebenen manipuliert. Verkauft ihnen Waffen, aber nur defekte. Wer auch immer den IS mit Lebensmitteln versorgt, sollte deren Nährwert niedrig halten. Störsender die Arbeit mit GPS-Daten und jedwede Kommunikation stören und jeden Kontaktversuch auf youporn umleiten.

Dann würden die Anhänger des IS merken, dass sie nur so mächtig sind, wie wir sie gewähren lassen.

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creme 02.12.2015, 09:10
11. Assad als Bündnispartner?

Mal angenommen, YPG, irakische Armee und die versprengten kurdischen und Rebellen, die gegen den IS wirksam in der Vergangenheit wirksam vorgegangen waren, wären zahlenmäßig dem IS unterlegen, würde es doch reichen, wenn die französische Fremdenlegion und evtl. die israelische Armee die Kräfte ausgleichen.

Im Syrienkrieg sind mittlerweile so viele mandatsungebundene Kräfte am Boden, dass es unsinnig wäre, weitere Bodenstreitkräfte dort zu stationieren, die zunächst erstmal selbst ohne UNO-Mandat ein einstimmige Taskforce innerhalb der NATO bilden müssten. Allein der bürokratische Kraftaufwand ist nach drei Jahren zu schauen, wie sich die Syrer gegenseitig zerlegen, nun auch nicht mehr sinnvoll.

Viel eher sollte man (mit Geld) die Iraker dazu bringen, dem IS den Nährboden, nämlich sunnitische Clans und enttäusche Ex-Generäle, zu entziehen und die Syrer müssten politisch motiviert werden, ein Rumpfparlament auf neutralem Territorium zu bilden, bei der alle Gruppen mit gleicher Stimme, sich auf vorläufige territoriale Grenzen innerhalb des Nationalstaats Syrien einigen.

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spiegelleser861 02.12.2015, 09:10
12. zusammengefasst...

völlig planlos.
"Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen" ein schönes Ziel. Nur: Wird dies erreicht, nur weil Frankreich und ggf. Deutschland jetzt noch ein paar Stellungen bombardieren, welche die Amis übriggelassen haben? Doch wohl kaum.
Und wie der Autor richtig schreibt: Wie das ganze enden soll, ist völlig unklar. Dabei hat es doch gerade im Irak, Afghanistan und v.a. Lybien daran gehakt, dass am Ende eben nichts besser war als am Anfang. Genau daran sind die Einsätze gescheitert, ich fürchte, das wird in Syrien nicht anders sein.

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luckylurker 02.12.2015, 09:11
13. Stärker als Al-Qaida damals

Man hat es nicht geschafft in Afghanistan gegen Taliban/Al-Qaida zu gewinnen, dabei ist der IS deutlich stärker und organisierter als die Talibanen und die Lage ist viel komplexer.

Wie soll man es hier sogar ohne Bodentruppen schaffen? Wissen wir worauf wir uns da einlassen?

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marina.smirnoff 02.12.2015, 09:11
14.

Mit Terroristen verhandelt man nicht. Warum eigentlich nicht? Um Friedens willen sind alle Mitteln gut außer Bomben.

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lobomontecruz 02.12.2015, 09:15
15. Es scheint

einen neuen Trend in der Politik zu geben: Diese wird immer weniger rational ausgerichtet, sondern ist durch unmittelbare emotionale Impulse beeinflusst. Siehe die Kriege von Bush, siehe Merkel-Fukushima, siehe Merkel-Flüchtlinge und siehe jetzt Merkel-Paris und den Syrien-Einsatz. Doppelt fatal: Irrational und dann auch noch am Volk vorbei in Windeseile durch die Gremien gepeitscht.

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Kater Bolle 02.12.2015, 09:16
16. Irgendwas machen..........

Diverse Staaten. Jeder macht irrend etwas.
Kein Plan, keine Strategie nur blanker Aktionismus= Hilflos.
Bestes Beispiel: Afganistan.
Bomben schmeissen, rumballern und heute ist es schlimmer wie vorher.
Ich habe den Verdacht "der Westen" ist auf dem Holzweg.

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geando 02.12.2015, 09:17
17. Mit wem, ausser Assad, wäre der Konflikt zu beenden?

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Realist wird immer wieder zum Ergebnis kommen, das eine Lösung ohne Assad nicht möglich ist: Die sogenannten "gemässigten Rebellen" (also FSA und Co.) haben sich immer wieder als unkoordiniert und zerstritten herausgestellt- Sie sind scheinbar keine einheitliche Gruppe, sondern ein Sammelbecken von Assad-Gegnern jeder Coleur. Das Spektrum reicht von unreligiös bis streng islamistisch, die Schnittmengen zum IS und Al-Nusra sind gegeben. Die Versuche der US-Amerikaner, diese Truppe aufzubauen und zu Führen schlugen dramatisch fehl, also ist diese "Opposition" eigentlich kein echter Partner für einen Friedensprozess. Mit dem IS kann und will man keinen Frieden gestalten, was will man da auch bieten oder fordern? Die Kurden sind nur eine regionale Macht, deren breite Förderung aus Rücksicht auf unserer "Verbündeten" Türkei nicht möglich ist. Da bleibt nur Assad. Er verfügt über Bodentruppen. Er ist immerhin Laizist und verfügt über ein zentral organisiertes Verwaltungswesen. Man könnte ihm für eine Unterstützung weitreichende Konzessionen abverlangen. Nach einer Beendigung des Konflikts müsste er eine weitreichende Amnestie für seine ehemaligen Gegner garantieren und dann UN-überwachte Neuwahlen durchführen. Jeder der anderer Meinung ist, soll bitte darlegen, mit welcher Kriegspartei ansonsten ein ernsthafter Frieden erlangt werden sollte? Der "Westen" und auch die Medien hier müssen auch mal zugeben, wenn sie sich in der falschen Richtung verrannt haben.

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morax 02.12.2015, 09:18
18. Irrationaler Luftkrieg

Es ist ohnehin nicht wirklich zielführend einen Feind wie den IS nur aus der Luft zu bekämpfen - sprich mit Bomben und Raketen die eine halbe Million und aufwärts kosten, auf $500 Jeeps mit einer Flak und 5 Schergen darauf zu schiessen. Zudem ist es relativ einfach sich zu verstecken oder falsche Ziele zu imitieren. Nachhaltig kann diese taktik bestimmt nicht sein. Wenn, dann muss man mit einer militärischen Übermacht einmarschieren - mit Panzer und Bodentruppen Rakka erobern. Und noch dann, wie unterscheidet man den gläubigen Muslim vom "IS Daeshi"? Man kann sie nicht alle umbringen oder internieren. Ich sehe die Gefahr eher dort, dass sich die Einsatzkräfte in die Haare geraten (NATO und Russland). Pulverfass Syrien... und die Türkei versucht Lunte zu legen...

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laufmichel 02.12.2015, 09:19
19. um dieses Übel

aus der Welt zu schaffen, bedarf es mehr als Bomben. Um eine vernünftige Strategie gegen den IS zu schaffen, müssen sich einige der Staatenlenker aus ihren Elfenbeintürmen heraus trauen, sich an einen Tisch bequemen und das Gehirn einschalten. Ohne jeden Hintergedanken an Machtethalt, Wirtschaft, Kosten und Lobby. Das heisst, Russland, China, USA etc. Könnte evtl. klappen

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