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Anti-Terror-Krieg in Mali: Afghanistan in Afrika
REUTERS

Gigantische Rückzugsgebiete in der Sahara, eine schwache Regierung in der Hauptstadt: Mali bietet Terroristen beste Bedingungen. Für westliche Truppen, auch aus Deutschland, wird das Land immer gefährlicher.

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gersois 22.04.2018, 10:06
1. Raus aus der Sahel-Zone!

Die Konflikte in der Sahel-Zone sind alt: In den Hungersnöten der 70er und 80er Jahre haben korrupte Regierungen im Süden der Staaten die Menschen im Norden verhungern lassen, weil sie die Hilfsgüter nicht weitergeleitet haben. Der Hass der Völker aufeinander in diesen Staaten, deren Grenzen die ehemaligen Verwaltungsbezirke des Kolonialherren Frankreich sind, ist noch viel älter. Deutschland und Europa sollten sich da nicht länger engagieren. Das unbelehrbare Frankreich versucht nur seine Uranabbaugebiete in Niger zu sichern. Den Preis dafür soll es alleine zahlen!

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Papazaca 22.04.2018, 10:23
2. Eines der Hauptprobleme: Die Touareg!

Seit seiner Unabhängigkeit hat Mali Probleme, die Touareg zu integrieren. Diese Söhne der Wüste hatten früher Funktionen in der Sahara. Aber Lastwagen und veränderte Handelsrouten haben sie praktisch arbeitslos gemacht. Zudem haben sie kaum an der Macht in Bamako partizipiert. Die vielen Touareg-Aufstände und Revolten sprechen Bände. Nachdem viele von ihnen als Kämpfer für Ghaddafi ihr Geld in Libyen verdient haben, sind sie nach dessen Sturz nach Mali zurückgekehrt. Ohne Arbeit, ohne Geld aber mit vielen Waffen. Und das Touaregproblem ist nur eines von vielen Problemen, die Mali hat.

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micromiller 22.04.2018, 10:23
3. Afghanistan ist die große Fehlleistung

Mali ist die wachsende Fehlleistung des „Westens“ Selbst moderate Islam Ideologen können am Verhalten des Westens gegen den Irak, Libyen und Syrien erkennen wo die Reise hingeht. China und Russland bieten mehr intelligente Unabhängigkeit und weniger Intervention. Wir sollten schnellstens umdenken und ehrlicher und menschlicher mit den von Westlichen Demokratieambitionen gebeutelten Menschen umgehen, Unter Gaddafi haben die Menschen Libyens den höchsten Lebensstandard des Kontinents genossen, da ist keiner geflüchtet, ganz im Gegenteil, das Land war voll mit Fremdarbeitern aus Ägypten, Palrstina etc. ...

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Raphael II 22.04.2018, 10:38
4. Nur raus!

Deutschland hat mit Mali nichts zu schaffen. Aktuell nicht und Deutschland war auch nicht Kolonialmacht dort. Deutschland hat also auch in der Vergangenheit die historischen Strukturen der Region nicht zerstört, wie es die Kolonialmacht Frankreich tat. Deswegen hat Deutschland mit Mali nichts zu schaffen. Und deswegen auch keine Verantwortung für das Land. Also was tut die Bundeswehr dort? Außer sich einzuigeln, Zeit totzuschlagen und nicht funktionierendes Kriegsgerät (Hubschrauber etc.) zu schrotten?

Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee. Eine Armee zur Verteidigung Deutschlands. Und während inDeutschland ganze Waffengattungen nicht einsatzfähig sind, tummelt sich die Bundeswehr in Mali? Nur raus dort! Und ab nach Hause!

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Papazaca 22.04.2018, 10:41
5. Erfassen Sie wirklich, worum es geht?

Zitat von gersois
Die Konflikte in der Sahel-Zone sind alt: In den Hungersnöten der 70er und 80er Jahre haben korrupte Regierungen im Süden der Staaten die Menschen im Norden verhungern lassen, weil sie die Hilfsgüter nicht weitergeleitet haben. Der Hass der Völker aufeinander in diesen Staaten, deren Grenzen die ehemaligen Verwaltungsbezirke des Kolonialherren Frankreich sind, ist noch viel älter. Deutschland und Europa sollten sich da nicht länger engagieren. Das unbelehrbare Frankreich versucht nur seine Uranabbaugebiete in Niger zu sichern. Den Preis dafür soll es alleine zahlen!
Ganz so simpel ist es dann doch nicht. Im Gegenteil, es gibt enorme Gefahren, über die nicht gesprochen wird. Und Experten sind einige Flugzeugabstürze über der Sahara ungeklärt. Das Terroristen daran beteiligt sein könnten wird nicht ausgeschlossen. Zu dem gibt es in der Sahelzone viele instabile Staaten wie Niger, Tschad, Mali und Burkina. Wie Terroristen eine ganze Region destabilisieren können zeigt Boku Haram. Inzwischen kämpfen Nigeria, Kamerun, Niger und Tschad gegen sie. Alles auf Frankreich zu schieben ist denn dann doch zu simpel, obwohl die Franzosen im nachkolonialen Afrika "viel Mist" gebaut haben.

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mina2010 22.04.2018, 10:43
6. Schon traurig,

reich an Bodenschätzen und die Menschen verhungern.
Die militärische Intervention dient doch nur zur Sicherung von Rohstoffquellen und nutzt den Menschen garnichts.
Da wird wieder nur Gott Mammon angebetet.
Leider haben wohl auch gerade afrikanische Länder einen gewissen Hang zur Korruption ... den sich das kapital immer zu Nutze machen wird.

Alles nur eine scheinheilige Welt.

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Benjowi 22.04.2018, 10:43
7. Geschlosener Kreislauf.

Man sollte dazu noch bemerken, dass der Westen diesen Terror indirekt auch noch selbst finanziert, denn die "Schutzmacht" der Islamisierung südlich der Sahara ist direkt oder indirekt Saudi-Arabien und das Land lebt bekanntlich von den Petrodollars des Westens.......

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seine-et-marnais 22.04.2018, 10:45
8. Der Wahnsinn hat Methode

Wer unterstützt denn ideologisch und finanziell diese Sahara-Dschadisten. Es sind dieselben die das auch mit dem IS gemacht haben. Als unter Hollande frz Truppen gegen Dschihadisten eingesetzt wurden und in Gao einmarschierten hob gerade das letzte katarische Flugzeug das 'Hilfsgüter' an die Dschihadisten geliefert hatte ab. Solange man SA und Katar nicht unter Druck setzt wird sich nichts ändern, solange man weiterhin Waffen dorthin verkauft werden die Saudis im Jemen das machen was der Westen in Syrien 'entsetzt' Assad vorwirft. Solange die USA SA und seinem 'reformfreudigen' Kronprinzen freie Hand geben in dem Konflikt mit dem Iran, solange SA die Salafisten und Katar die Moslembrüder ideologisch und finanziell unterstützt, wird sich nichts ändern. Und Deutsche oder Franzosen die in Mali von Dschihadisten ermordet werden, gilt auch für Burkina Faso, Niger, Nigeria oder Mauretanien, sind die Opfer der Politik Trumps, Mays, Macrons oder Merkels, und Terroropfer in Europa sind es auch. Solange sich die Islamistenversteherpolitik der EU und der USA aus Wirtschaftsgründen nicht ändert, solange gibt es Terror, indirekt finanziert durch Öl und Gas, durch die Waffenexporte, durch die Investitionen und ihre Gewinne die Saudis und Kataris in der EU tätigen.

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altais 22.04.2018, 10:46
9.

Zitat von gersois
Die Konflikte in der Sahel-Zone sind alt: In den Hungersnöten der 70er und 80er Jahre haben korrupte Regierungen im Süden der Staaten die Menschen im Norden verhungern lassen, weil sie die Hilfsgüter nicht weitergeleitet haben. Der Hass der Völker aufeinander in diesen Staaten, deren Grenzen die ehemaligen Verwaltungsbezirke des Kolonialherren Frankreich sind, ist noch viel älter. Deutschland und Europa sollten sich da nicht länger engagieren. Das unbelehrbare Frankreich versucht nur seine Uranabbaugebiete in Niger zu sichern. Den Preis dafür soll es alleine zahlen!
Die Konflikte in der Sahelzone sind noch älter. Dazu gehören auch die Tuareg-Überfälle auf die Menschen im Süden, woraus die ihren Hass beziehen und jetzt, da sie an der Macht sind, ihre Rache. Das wiederum stachelt die Tuareg zu Aufständen an, bei denen es weniger um Religion als um Selbstbestimmungsrechte geht.

Dass Frankreich seine Uranabbaugebiete sichern will, ist mehr wie nachvollziehbar. Oder hätten Sie lieber das Uran von Niger in den Händen von Islamisten?

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