Forum: Politik
Anti-Terror-Strategie: Gegen den IS, aber nicht mit Assad
AP/ SANA

Muss sich der Westen mit dem syrischen Diktator Assad verbünden, um den IS zu bekämpfen? Dieser falsche Gedanke ist durch die schrecklichen Anschläge von Paris kein bisschen richtiger geworden.

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gegendenkrieg 17.11.2015, 08:19
1. Immer diese besser wisser

Wo lebt der Autor, auf dem Mond?
Hätte der Westen damals Syrier und die ganze Region nicht destabilisiert, hätte es IS nie gegeben. Wer gibt uns das Recht zu entscheider welcher Despot gut und welcher Böse ist?

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thueringer 17.11.2015, 08:25
2. interessant

Assad hatte also zu Beginn des Irakkrieges Islamistische Terroristen in seinen Gefängnissen? Warum waren die wohl dort? Warum ließ er diese nach Ihrer Meinung frei? Und weil er die freiliess entstand das Gebilde des IS? hat die USA evtl. den Irak nur angegriffen weil sie wussten, hey wenn wir das machen lässt Assad diese böse Menschen frei. Interessant woran Assad alles Schuld ist, macht es der Presse keinen Spaß mehr Putin für alles Böse auf dieser Welt verantwortlich zu machen. Herr lass es Hirn regnen!

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Sonia 17.11.2015, 08:28
3. Zum Glück sehen

auch unsere Politiker das anders als der Autor. Wer demjenigen Waffen liefert, der der Hauptsponsor des IS ist, der nach Freitagsgebeten köpfen lãsst oder totpeitschen, Frauen, die es wagen Auto zu fahren samt Anwalt ins Gefängnis steckt; wo die Schariah Gesetz ist, der sollte kein Problem mit Assad haben. Die Paten des IS, die Saudis, ermõglichen es erst den Barbaren Barbaren sein zu kõnnen, wie es auch unsere Waffen erst möglich machen. Der Gründer des Spiegels hätte verõffentlicht, wer modernste u. schwere Waffen u. Fahrzeuge den Barbaren zur Verfügung stellt. Ohne Waffen wären sie zahnlose Tiger. Welch verlogener politischer Aktionismus, was für Journalismus.

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huckzuck 17.11.2015, 08:28
4. Mir geht die Hutschnur

Gräueltaten lassen sich nicht schönreden. Doch darum geht es nicht. Es wurden seit Jahrzehnten gezielt Systeme destabilisiert – im Interesse vieler Interessenten.

Der Kommentator zeigt leider keinerlei Option. Das Problem ist nicht Assad, das Problem ist die permanente Einmischung von außen. Es muss von innen heraus etwas passieren, klug schwätzen können wir alle.

Im Moment gibt es keine kurzfristige Option ohne den Syrischen Staat, und dazu gehört auch Assad. Das Problem — permanente Mißachtung eigener auferlegter Hoheregeln der Demokratie. Doppelzüngigkeit und fehlende Visionen sind Ursachen für das aktuelle Desaster.

Es wird immer wieder vergessen, dass es der Masse der Bevölkerung schlicht egal ist, wer den Staat führt, solange persönliche Freiheit und Gestaltungswillen ausreichend berücksichtigt werden. Menschen wollen Sicherheit, keine Experimente.

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dirk1962 17.11.2015, 08:29
5. Geht das?

Können wir wirklich eine Lösung in Syrien ohne Assad erreichen? Hat nicht eben diese Einstellung bisher jede konstruktive Lösung verhindert? Ich bin der Meinung die Schaffung von Frieden muß an erster Stelle stehen. Wenn der Frieden erreicht werden sollte, ist Assad das nächste Thema. Wir sollten vorsichtig sein jede noch so kleine Chance schon im Keim zu ersticken.

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tageskolumne 17.11.2015, 08:30
6. Pragmatisch sein!

Wer immer noch geradezu dogmatisch eine Allianz mit Assad ausschließt, der zeigt, dass ihm seine egoistischen Moralvorstellungen wichtiger sind als eine Lösung in einem brutalen Krieg. Man kann auch sagen, derjenige hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

Bei aller berechtigten Kritik am brutalen Vorgehen des Assad-Clans, steht dieses Regime dennoch für "Stabilität", und der "IS" im Gegensatz dazu für Revolution, Anarchie und Gemetzel. Die USA haben auch Quantanamo-Folter, in China gab es auch die repressive Phase, die mit den Kämpfen auf dem Platz des himmlischen Friedens bekannt geworden ist. Dennoch werden beide Länder als stabile Mächte respektiert.

Das muß jetzt auch ganz pragmatisch für die chaotischen Auseinandersetzungen in und um Syrien getle. Denn es ist klar: ohne Assad, ohne Rußlnd, ohne engste Zusammenarbeit aller Kräfte, wird der IS nicht zu stoppen sein. und die Kämpfe werden quasi endlos weitergehen.

Und so frage ich nochmal, was ist wichtiger: ein ethisch korrekter Dauerkrieg oder ein mit aller Macht erzwungener Friede?

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dende88 17.11.2015, 08:30
7. Und dann?

Es ist ja grundsätzlich richtig was hier im Kommentar geschrieben wurde. nur fehlt halt jeglicher lösungsansatz für eine zeit nach assad. Und was passiert wenn man diktatoren entfernt, einfach nur damit sie weg sind oder um unser westliches ego zu befriedigen, hat man in lybien und dem irak gesehen.... Insofern ist es vllt angebracht den IS in kooperation mit assad zu besiegen und DANN über einen systemwechsel nachzudenken. Wobei sich da dann auch wieder die frage stellt , ob das alte syrien jemals wieder zu einem land geeint werden kann.... Lange rede kurzer sinn, bevor man fordert das letzte bischen staatlichkeit in syrien zu entfernen, sollte man sich nochmal ganz genau die konsequenzen anschauen....

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maxmaxweber 17.11.2015, 08:32
8. Was ist die Alternative?

Assad ist kein lupenreiner Demokrat. Aber was wäre die Alternative? Die radikalislamische Nursa Front aufzurüsten? Dann hätten wir nicht IS sondern Al Quida in Syrien an der Macht.
Oder die drei Soldaten, welche als Ergebnis des 500.000.000 US Dollar US-Ausbildungsprogramms in Syrien IS und Assad besiegen sollen? Die werden in Syrien als westliche Agenten betrachtet und von allen Seiten verachtet.
Zur Ehrlichkeit gehört auch zu prüfen, wer soll die Macht übernehmen, wenn der Westen dem IS hilft indem er Assad schwächt. Die Kurden? Die sind bei vielen arabischen Sunniten noch mehr verhasst als Assad.
Man sollte bei der Wahl zwischen religiösen Fanatikern die den Krieg nach Europa tragen und unersetzliche Kulturgüter vernichten und einem klassischen Despoten, der nur seine Macht und sein Geld sichern möchte, lieber auf den klassischen Despoten setzen.
Der ist besser für den Westen, und für die Mehrheit des syrischen Volkes.

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viceman 17.11.2015, 08:33
9. der kommentator hat es noch nicht begriffen.

das dummdeutsche gutmenschentum, welches von "moderaten rebellen" träumt, riskiert anscheinend lieber weitere anschläge, als sich mit der stärksten kraft in syrien an einen tisch zu setzen. genau das ist es, welches solch schwere und unnötige opfer immer wieder hervorbringt. der dünkel,die selektive wahrnehmung dieser leute sorgt dafür, daß die sich mit bush jr. oder hr. blair jederzeit an einen tisch setzen würden, der mindestens für genauso viel mord/totschlag/leid auf der welt verantwortlich sind.
so wird es nichts, wenn diese leute auch noch ihre potentiellen verbündeten, z.b. russlanf , die tür vor den kopf stoßen, während man sich mit den terrorpaten aus saudiarabien und den golfdiktaturen trifft!

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