Forum: Politik
Anti-Terror-Strategie: Gegen den IS, aber nicht mit Assad
AP/ SANA

Muss sich der Westen mit dem syrischen Diktator Assad verbünden, um den IS zu bekämpfen? Dieser falsche Gedanke ist durch die schrecklichen Anschläge von Paris kein bisschen richtiger geworden.

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lutzhunger 17.11.2015, 09:54
110. Gemengelage

Ja die Probleme liegen vor allem in den (lange Bekannten) Problemen der Europäischen Politik: Das viel zu lange festhalten am neoliberalen Wirtschaftsdenken, welche die Wurzeln der Bankenpleiten, der hohen Jugendarbeitslosigkeit nicht nur in der EU, die Frust und Bereitschaft zu extremen Aktionen gefördert hat. Um die Probleme lösen zu können, brauchen Sie neben radikalen politischen Änderungen in Europa auch wirklich wachsende Wirtschaften, um die Zukunftsaussichten zu verbessern, dazu braucht man Handel, nur mit wem wollen Sie handeln? In unserer Peripherie, also Nordafrika und der arabische Raum bis Indien stecken die Volkswirtschaften in Bürgerkriegen, weil, wie selbst Transatlantiker inzwischen eingestehen, unsere Regimechange-Politik gescheitert ist. Ja unsere, den wer hat die USA dabei versucht zu stoppen?
Ja, wenn wir die arabische Halbinsel beruhigen wollen, brauchen wir eine starke Führung in den Staaten. Ein Diktatur, wie in Russland, kann da auch nützlich sein, oder anders gesagt, manchmal müssen Politiker für Ihr Geld richtig arbeiten.
Wenn Sie Assad nicht wollen, nehme sie doch die ISIS, ok die wollen dann Ihr Reich bis Europa ausdehnen, dürfte Ihnen auch nicht passen. Wären noch die viele gemäßigten Rebellen, wo keiner so richtig weiß, wogegen sie gerade kämpfen, ISIS, Assad oder die anderen Rebellen. Man kann wohl sicher sein, wenn Sie an der Macht sind, streiten sich dann um den Einfluss, sicher auch mit Waffen.
Vielleicht denken Sie auch mal darüber nach, ob Assad überhaupt noch das Sagen hat. Die Hauptlast trägt doch nicht mehr die syrische Armee, sondern die Hisbollah.
Da wir gerade die Herztroffen zur Hand haben. Es wird eine UNO-Mission angestrebt, dazu brauchen Sie ein Führungsland. Da D in Afganistan mitspielt, kommt da wohl nur eine Diktatur mit jeder Menge Menschenrechtsproblemen in Frage: CHINA.

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spontanistin 17.11.2015, 09:57
111. Total falscher Ansatz!

Nicht der IS ist zu bekämpfen, sondern dessen geistige und finanzielle Förderer! Der IS muss lediglich geistig und finanziell ausgetrocknet werden. Aber an die Geschäftemacher und Prediger traut sich niemand ran!

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openklaus 17.11.2015, 09:58
112. Syrien ist Libyen 2

einziger Unterschied - die geringeren Ölvorkommen.
Schaut man sich die Gräueltaten der Nato im Auftrag der USA und Kanada in Libyen an können direkte Vergleiche zu Syrien hergestellt werden.
http://www.imi-online.de/2012/02/15/der-libyen-krieg-und-die-interessen-der-nato/

Wenn Frankreich seine "Vergeltungslinie" beibehält trauere ich jetzt schon weitere Opfer. Die IS-Krieger und ihre Terroristen sind nicht repräsentativ - es sind Kriegsmonster die jede menschliche "Hemmschwelle" abgelegt haben, gläubige Muslime brauchen den Schulterschluss und die Wertschätzung des Westens - auch in Frankreich...

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xtdrive 17.11.2015, 09:58
113.

Sicher ist Assad nach unseren Maßstäben ein Monster, genauso wie Saddam Hussein, Gaddafi und viele andere Despoten im Nahen Osten es sind oder waren, aber die Menschen lebten dort zumindest in gewisser Sicherheit. Allerdings hat sich gezeigt, dass sich nach den Umstürzen leider keins der Länder zu einer Musterdemokratie entwickelt hat. Man muss leider feststellen, dass meist eine weltliche Militärdiktatur oder Monarchie das weitaus geringere Übel ist.
Ich denke den Syrern ging es unter Assad noch verhältnismäßig gut, bevor mit westlicher und saudischer Hilfe ein Bürgerkrieg losbrach.

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oneil57 17.11.2015, 09:59
114. Genau das

ist der falsche Weg, aber viele scheinen das nicht zu verstehen. Nochmal, Assad ist nicht unser Feind und wir brauchen Assad im Kampf gegen den IS. Der IS ist nicht von ihm heraufbeschworen worden. Wenn jetzt wieder die Fassbomben hervorgehoben werden, so sage ich das unsere arabischen "Freunde" wie Saudi-Arabien das viel besser können, nämlich mit den geächteten Streubomben.

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nachfrager2015 17.11.2015, 09:59
115. in welcher Welt leben Sie?

Zitat von kafka15
...dem ich und hoffentlich die meisten leser uneingeschränkt zustimmen können. Das gebrabbel von "wir brauchen Assad im kampf gegen den IS" kann auf eis gelegt werden ! "Denk ich an Putin/Assad in der nacht, bin ich um den schlaf gebracht" !
In welcher Welt leben Sie? Wer bitte soll das Land führen wenn Assad "weg" wäre. Sind Sie bereit auch noch alle Alewiten, Christen, Schiiten und Kurden aus Syrien auf einen langen Treck durch die Welt schicken?
Was käme nach Assad - IS oder AlQaida?
Sie scheinen wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden...

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PeaceNow 17.11.2015, 10:00
116. Realitätsverweigerung

Der Autor lebt offenbar in einem Paralleluniversum und durch Wiederholung werden Lügen nicht wahrer.
Friedliche Demonstrationen???, dutzende öffentlich zugängliche Berichte und Videos zeigen das von ANFANG an bewaffnete Terroristen sich unter die Demonstranten mischten, was zu dutzenden Toten bei der Syrischen Polizei führte, lange BEVOR Assad das Militär schickte.
Die Bewiese sind erdrückend das der IS von USA, Türkei, GB, F und Saudiarabien als Proxy gegen Assad aufgebaut wurde, der dann aber unkontrollierbar wurde und aus dem Rufer lief.
Die wichtigste Frage aber an den Autor, die SAA, in Syrien die mit Abstand größte und stärkste Konfliktpartei, kämpft mit 175.000 Mann gegen Al Nusra, FSA und den IS.
WER bitte soll diese 175.000 Mann ersetzen und WIE soll es ohne die Hilfe der SAA gehen? Denn ohne Bodentruppen ist eine Sieg gegen IS nicht mögliczh und ausreichend davo hat nur noch ASSAD!
Ob Assad gehen muss oder nicht hat NUR das Syrische Volk zu entscheiden und NIEMAND sonst!
Das die pro transatlantisch zionistischen Medien das nicht zulassen wollen ist klar, denn Assad hat sogar laut westlichen Analysen und Umfragen beste Siegchancen bei der nächsten Wahl.
Würde Assad freie und demokratische Wahlen gewinnen, stünden USA, Europa, Türkei und Golfstaaten vor den Trümmern und vor ihrem Totalfiasko ihrer Syrienpolitik der letzten 5 Jahre und die ganze Welt würde sehen das man auf der falschen Seite stand.

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zaartalzheim 17.11.2015, 10:00
117. Hanebüchender Unsinn!

Nun alleine Assad die Schuld an der Entstehung des IS zu geben, ist schlicht und ergreifend falsch.
Der IS- Chef Baghdadi war bis 2004 in US- Gefangenschaft. In dieser Zeit hat er sich mit ebenfalls inhaftierten Generälen des Saddam Hussein Regimes verbündet und stark radikalisiert. Ende 2004 wurde er schliesslich von den USA als nicht gefährlich eingestuft und entlassen.
Den Rest kennt man ja inzwischen.

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maremo 17.11.2015, 10:01
118. Endlich das Richtige tun

Konsequentes militärisches Eingreifen einer internationalen Truppe unter Führung der Nato.Einen Bodenangriff mit mehreren Fronten.Die konsequente Ausschaltung des IS.Weiterhin alle islamistischen Radikalen weltweit unschädlich machen.Alle männlichen Muslime zwischen 20 und 35 Jahren, die als Flüchtling eingereist sind,nochmals genauestens beobachten, bzw.verhören sowie alle aus Deutschland nach Syrien ausgereisten und inzwischen zurückgekommen " Heimkehrer" internieren und nicht beobachten. Das wäre die einzig richtige Antwort auf dieses sich rasend schnell verbreitende Krebsgeschwür des islamistischen Terrorismus.da das sich in unseren Regierungen aber niemand traut und weiterhin auf halbherzige Schönwetterdiplomatie gesetzt wird,werden wir uns weiterhin wie die Lämmer auf der Schlachtbank fühlen und jederzeit und überall mit weiteren Anschlägen in Europa und anderswo rechnen müssen.Dem sollten wir uns bewusst sein.

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stereopath 17.11.2015, 10:01
119.

Zitat von gegendenkrieg
Wo lebt der Autor, auf dem Mond? Hätte der Westen damals Syrier und die ganze Region nicht destabilisiert, hätte es IS nie gegeben. Wer gibt uns das Recht zu entscheider welcher Despot gut und welcher Böse ist?
Wenn ein Präsident friedliche Demonstrationen im Rahmen des arab. Frühlings für mehr Demokratie blutig zerschlagen lässt, weil er sein Volk mit harter Hand und vor allem mit einem gnadenlosen Geheimdienst drangsaliert und er Fassbomben auf bewohne Gebiete abwirft, er seid den 80igern die Methoden seines Vaters übernommen hat und Regierungsgegner foltern lässt... DANN kann man von einem Despoten sprechen. Der IS kam erst viel später dazu, als man begann, sich gegen Assad mit Waffengewalt zu wehren und somit das Chaos ausbrach.

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