Forum: Politik
Anti-Terror-Strategie: Gegen den IS, aber nicht mit Assad
AP/ SANA

Muss sich der Westen mit dem syrischen Diktator Assad verbünden, um den IS zu bekämpfen? Dieser falsche Gedanke ist durch die schrecklichen Anschläge von Paris kein bisschen richtiger geworden.

Seite 4 von 28
Banause_1971 17.11.2015, 08:50
30. Haarsträubender

Artikel. Angesichts dessen, was die USA schon zugeben (gezielte Destabilisierung Syriens, Libyens, Ukraine,... Waffenlieferungen an Putschisten,... ) möchte man noch immer dem demokratisch gewählten Präsidenten Syriens die Schuld in die Schuhe schieben? Dem Schreiber täte es wohl gut, sich folgendes Video mal genau anzuschauen: https://www.youtube.com/watch?v=efAOEExv_e4

Beitrag melden
rilfen 17.11.2015, 08:51
31. Völlig falsch!

Der Westen ist gut beraten, wenn er eine Allianz mit Assad eingeht. Die Zündung des Pulverfasses Naher Osten erfolgte durch Bush und seine Lüge. Kein muslimischer Staat schaffte es nach dem sogenannten Arabischen Frühling demokratische Strukturen zu schaffen. Islam und Demokratie ist wohl ein Widerspruch in sich.

Beitrag melden
didiastranger 17.11.2015, 08:51
32. Die Betonkoepfe

warum regt sich keiner ueber Saudi Arabien auf. Finanziers und Waffenlieferanten fuer IS. Denen liefern WIR noch Waffen. Ohne alle Staaten und Fuehrer im NO gibt es keinen Frieden, oder will sich der Herr von Rohr freiwillig melden als Soldat nach Syrien zu gehen? Ein weiteres Irak bitte schoen. Das reglt alle Probleme.

Beitrag melden
räbbi 17.11.2015, 08:52
33.

Ach Gott, dass wir aber auch immer ein Arschloch im Schrank brauchen, auf das wir bei Bedarf draufkloppen können.
Gerade is es Assad, davor war's mal Saddam oder Gaddafi, der Putin wollte nicht so recht mitspielen, dabei hat das doch früher mit "dem Russen" so gut funktioniert.

Immer schön zu wissen, wo der Feind steht...schließlich haben sie die Amerikaner auch nie mit Stalin verbündet, auch wenn die Kriese noch so groß war...nö Moment...

Beitrag melden
heiko1977 17.11.2015, 08:52
34.

Sehr geehrter Herr von Rohr, es hätte mich sehr gefreut hätten Sie Ihrem Kommentar einen minimalen Grundsatz von Nachvollziehbarkeit Ihrer Argumente gegeben in Form von Quellennachweisen für Ihre Wahrheiten.
Ansonsten weist Ihr Kommentar leider fachliche Fehler auf:
1. Syrien hat in den 2000-er Jahren keine Dschihadisten freigelassen im Gegenteil, bis 2008 hat die USA und vorrangig die CIA ihre Terrorverdächtige nach Syrien gebracht um diese dort ausserhalb der Rechtsnormen foltern lassen zu können. Im übrigen bei einem dieser Folteraktionen waren wohl auch Beamte des BND vor Ort, dazu gab es eine Untersuchung 2005. Diese Vorgänge können Sie bei AI oder HRW nachlesen.
2. IS hat sich nicht in Syrien gegründet und auch Assad hat an diesem keine Schuld. Sondern der IS ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen wie z.B. von Zarqawi und dem sich 2006 im Irak gegründete ad-dawla al-islāmīya fī l-ʿirāq (Islamischer Staat im Irak).
Ich bitte Sie darum dies dringendst zu überarbeiten bzw. Ihre Behauptungen zu belegen.

Beitrag melden
güti 17.11.2015, 08:53
35. Realität

Wenn es wirklich "moderate" syrische Rebellen in relevanter Zahl geben würde, wäre die Argumentation des Autors für Realitätsverweigerer und jene die nur die Hauptmedien lesen teilweise schlüssig.
Leider ist es nicht mal so, dass der Westen mit Autokraten und Gewaltherrschern je Probleme hatte.
China und Saudi-Arabien sind hier das beste Beispiel. Man könnte Weißrussland und weitere zentralasiatische Länder oder Agypten hinzufügen.
Leider gibt es nichtmal die gemäßigten Rebellen. Keine Gruppe die nicht Allawiten und Christen abschlachten würde, wenn sie die Macht dazu hätten. Wenn Assad abtritt würde die Armee zerfallen und das Land weiter ins Chaos stürtzen. Das ist wohl das Ziel der "Koalition".
Also lieber mal vom Schreibtisch in die Realität.
Alternativ würde mich eine Auflistung der gemäßigten Rebellengruppen inkl. kontrolierte Gebiete, Ideologische Stoßrichtung und Mannstärke freuen. Ansonsten wäre das mit der Realität eine Ideee...

Beitrag melden
Meconopsis 17.11.2015, 08:54
36. Mehr Sorgfalt und Differenzierung, bitte !

Es ist schon eine sehr gewagte These, dass es den IS ohne Assad nicht geben würde. Der IS ist meiner Meinung nach das vorläufige Ende einer langen Entwicklungsreihe zunehmender Radikalisierungen im arabischen Raum, die für mich zweifellos mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt ihren Anfang genommen hat.

Ich wäre auch sehr vorsichtig, den innersyrischen Konflikt als einen Konfessionskrieg zu bezeichnen. In der syrischen Regierung, ebenso wie im Militär, dienen, zumindest im Spitzenpersonal, eine ganze Menge (liberaler) Sunniten. Provokant gesagt, könnte man auch der Meinung sein, hier kämpft der eher säkulare gegen den sunnitisch-fundamentalistischen Teil der Bevölkerung. Die Frontlinien zwischen den Bevölkerungsgruppen verlaufen auf jedenfall nicht so klar und deutlich, wie es uns der Autor dieses Kommentars vermitteln möchte.

Beitrag melden
Anton Waldheimer 17.11.2015, 08:54
37. Irrsinn

Diesen Aussagen steht gegenüber dass etwa die syrischen Christen heute noch ihre Hoffnungen auf Assad setzen und die syrisch- christlichen Armenier etwa den Kern der syrischen Eliteeinheit Präsidentengarde bilden. Auch die armenischen Milizen in Aleppo unterstützen die syrischen Verbände.

Beitrag melden
j.anus 17.11.2015, 08:55
38.

Der Westen (also die USA) kann es sich wohl kaum leisten Assad als Verbündeten gegen den IS abzuwehren, aber gkeichzeitigTerroristenfinanziers wie Saudi-Arabien ins Boot zu holen.
Beginnt endlich Finanziers und Profiteure (egal ob Privatpersonen oder Staaten) einer finalen Lösung zuzuführen und das auch nach außen hin zu verlaubaren...das würde sich herumsprechen.

Beitrag melden
voiceecho 17.11.2015, 08:57
39. Kein Konzept!

Ihre Analyse ist mehr emotional als sachlich! Assad ist ein Teil des Problems in Syrien, das ist richtig, allerdings ist ein viel größeres Problem ist, dass für ihn keine erkennbare Alternative besteht. Wenn Sie von "moderaten Rebellen" reden, fällt es mir sehr schwer, diese zu definieren! Es gibt die de facto nicht mehr! Die freie syrische Armee existiert nicht mehr, am Boden kämpfen Al-Nura, Islamarmee , Fateharmee und stehen in ihrer Radikalität dem IS in nichts nach! Viele sind Ableger von Al-Qaida, das ist also die Wahl zwischen Pest und Cholera! Assad wird nicht nur von Alawiten und Shiiten unterstützt, sondern auch von anderen Minderheiten (Drusen, Christen und Ismaeliten) und er hat noch eine mehr oder minder intakte Truppen am Boden! Es ist sinnvoll mit Russland im Syrienkonflikt eng arbeiten und die russischen Ressourcen in Syrien sinnvoll nützen, um IS zu schwächen, dies bedeutet indirekt eine Zusammenarbeit mit Assad. Wenn man dann IS militärisch besiegt, kann man immer noch freie Wahlen unter UN Beobachtung in Syrien abhalten und schauen, was die Syrer wählen wollen! Priorität hat aktuell IS nicht Assad, IS bedroht die ganze Welt, Assad nicht!

Beitrag melden
Seite 4 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!