Forum: Politik
Antisemitismus in Europa: "Ist ein Nicht-Jude mehr wert als ein Jude?"
DPA

Es ist nicht nur Paris - in ganz Europa wächst der Antisemitismus. Die jüdischen Gemeinden leben in Angst, warnt Maram Stern vom Jüdischen Weltkongress. Viele dächten schon wieder ans Auswandern.

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dochlinux 17.01.2015, 13:59
1. Was ist nur

mit der Menschheit los ! hatten wir das nicht schon mal und sind keine Lehren daraus gezogen worden !!!

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Badischer Revoluzzer 17.01.2015, 14:09
2. Es geht hier nicht

um Juden. Hallo ! Es geht hier um die Auseinandersetzung extremer Muslime mit dem Westen und seiner Lebensart. Juden sind natürlich auch Ziel des extremen Islamismus. Aber dieses Ziel ist im Nahen Osten.

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Indigo76 17.01.2015, 14:13
3.

Die Schlussfrage ist meiner Meinung nach etwas unfair. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Anschlägen war nicht, dass das eine Ziel jüdisch und das andere nichtjüdisch war, sondern, dass das eine Ziel eine weltbekannte Satire-Zeitung und das andere ein völlig unbekannter Supermarkt war.

Wären die Ziele eine jüdische Zeitung und ein nichtjüdischer Supermarkt gewesen, wären die Leute auch nicht in erster Linie für den Markt auf die Straße gegangen.

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nichtdoch 17.01.2015, 14:13
4. keine Lehren daraus gezogen ?

Zitat von dochlinux
mit der Menschheit los ! hatten wir das nicht schon mal und sind keine Lehren daraus gezogen worden !!!
Doch ,aber der Europaer ist eben etwas langsamer damit und macht weiter so!

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n.nixdorff 17.01.2015, 14:18
5. Die Politik hat versäumt,

dem Antisemitismus entschieden entgegenzutreten. Statt „wehret den Anfängen“ zu praktizieren, wurde nach der Prämisse „es ist ja nicht so schlimm“ gehandelt. Der Schmusekurs Frankreichs mit den Palästinensern hat sich nicht ausgezahlt, wie mit den Morden drastisch gezeigt wurde. Ich denke sogar, dass das laissez-faire den Islamisten gegenüber nicht nur dort dazu beigetragen hat, den latenten Antisemitismus vor allem unter moslemischen Einwanderern zu verstärken. Es wird Israel mit Judentum verknüpft, das Ergebnis ist erschreckend. Nicht nur in Frankreich und Belgien, auch bei uns gibt es immer wieder antisemitische Übergriffe. Nicht durch Neonazis sondern durch frustrierte meist jugendliche Moslems. Dieser Hass ist rational nicht nachvollziehbar. Der Titel des aktuellen Spiegel, „Der Terror der Verlierer“ kommt möglicherweise der Ursache recht nah.

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arago 17.01.2015, 14:23
6. Jude, Moslem...

Die Frage sollten wir so nicht stellen: Mord bleibt Mord, egal an wem.
Jetzt ist es an der Zeit, dass alle Anständigen gegen Gewalt und Terror aufstehen und zusammenstehen, egal welche Herkunft, welchen Glauben oder welche Stellung sie haben. In diese Front gehören selbstverständlich Juden, Moslems, Christen und auch Atheisten hinein.

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heisenberg1010 17.01.2015, 14:27
7. Warum eigentlich immer Jude oder nicht Jude??

Wir sind Menschen!! Warum bedankt sich der Israelische Regierungschef bei dem Supermarktangestellten Lassana Bathily mit den Worten:""Ich möchte einem Bürger aus Mali danken und ihm meine Bewunderung aussprechen: Er, ein Moslem, hat geholfen, eine jüdische Familie zu retten." Diese Unterscheidungen fördern Antisemitismus und Rassismus im Allgemeinen.

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hatshepsut 17.01.2015, 14:30
8. Herr Stern hat nicht begriffen

worum es geht. Wäre dieselbe Anzahl von Menschen bei einem Anschlag auf einen Carrefour anstatt auf Charlie Hebdo umgekommen, wäre der Aufschrei ebenso nicht so groß. Ich erinnere an den Anschlag auf die Buslinie in London vor einigen Jahren.

In diesem Fall aber wurde der Anschlag direkt auf die Meinungsfreiheit ausgeführt, unser höchstes gut. Für mich ist dieses so wichtig, das man es mit einer gewissen Anzahl von Menschenleben gar nicht betiteln kann. Wenn wir die uneingeschränkte Meinungsfreiheit nicht haben bzw. sie uns weggenommen wird oder wir uns selbst aus politischer Korrektheit, Pietät oder anderen Gründen verweigern, bricht danach auch alles andere weg.

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Bell 17.01.2015, 14:31
9.

Zitat von dissidenten
Selbstverständlich sind ein Jude und ein Nichtjude gleich viel "wert". Aber es darf auch vor der eigenen Tür gekehrt werden: Genauso fände ich es klasse, wenn sich die jüdischen Vereinigungen und Rabbiner endlich von ihrem jahrhundertealtem Dogma distanzieren würden, dass ein jüdischen Leben sehr viel mehr wert ist als ein nicht-jüdisches.
Von diesem "jahrhundertealtem Dogma" habe ich noch nie gehört. Haben Sie für dieses angebliche Dogma einen Beleg?

Ich habe vielmehr den Eindruck, dass jenes Dogma nicht etwa von Juden, sondern vielmehr von nichtjüdischen Deutschen vertreten wird.

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