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Apec-Gipfel in Peking: Auftritt einer Weltmacht
REUTERS

Die Führung in Peking scheut auf dem Apec-Gipfel keine Mühen, sich als freundliche Großmacht zu präsentieren. Doch Chinas Ambitionen ängstigen seine Nachbarn. Was fängt das Land mit seinem neuen Selbstbewusstsein an?

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a__f__d 11.11.2014, 10:59
50. Sie haben nicht die Spur einer Ahnung von der

Zitat von AllesnureinWitz
China hat noch einen ewig langen Weg vor sich, denn mit dem Einzug des Wohlstands in der städtischen Bevölkerung wird sich dort aus dem Untertanen- ein Bürgertum entwickeln. Und diese Leute werden sich fragen, warum ihnen Rechte verwährt bleiben, die wohlhabende Gesellschaften in demokratischen Ländern ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen. Und wenn man dann auch noch betrachtet, wie die chinesische Landbevölkerung lebt, muss jedem klar sein, dass Chinas Macht auf der Ausnutzung von "Humankapital" beruht. Wie dieser ganze Laden zusammen halten soll, seh ich nicht. Die chinesische Führung hat es stets gemieden, gesellschaftspolitische Reformen durchzusetzen, die dem Chinesischen Bürger jene Bedeutung beimessen, die ihm zusteht. Kommende Eskalationen werden Chinas Aufstieg wieder zunichte machen, denn es rächt sich, wenn jemand seine Hausufgaben nicht macht. Hongkong war erst der Beginn.
"chinesischen" Mentalität.
China besteht aus hunderten verschiedener Völkerstämme. Ihren Mentalitäten, Traditionen, Gebräuchen und einer mehrtausendjährigen üblen Erfahrung mit anderen Kulturen.
China war Weltreich und wird es wieder. Politisch und wirtschaftlich.

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archivdoktor 11.11.2014, 11:05
51. Toll

Zitat von cekay1
Der Deutsche lebt in einer handfesten Beamtendiktatur und hat es noch gar nicht gemerkt. Warum? Weil er alle paar Jahre ein paar Kreuzchen machen kann. Selten so gelacht! Da ist mir die pragmatische Chinesische Regierung viel lieber als der ideologisch getriebene und stümperhafte Mist der aus den westlichen Regierungen hochblubbert.
Das ist doch schön für Sie! Mir gefällt es hier in unserer "Beamtendiktatur" und mache auch gerne alle paar Jahre ein paar Kreuzchen. Wenn Sie in China leben, müssen Sie doch den "ideologisch getriebenen und stümperhaften Mist der aus den westlichen Regierungen hochblubbert" nicht mehr über sich ergehen lassen!! Sehen Sie, so verschieden sind die Menschen.....

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cekay1 11.11.2014, 11:07
52. .

Zitat von ermanerich
Nennen Sie mir bitte - die demokratische Legitimation der EU-Kommission - die demokratisch wirksamen Rechte des EU-Parlaments - die Wichtung einer Wählerstimme in der EU - den Inhalt der Lissaboner Verträge Was in Brüssel beschlossen wird, ist in nationale Gesetze zu giessen - auch wenn es der jeweiligen Verfassung widerspricht. Bezüglich des Wohnortes - ja ich kenne leider nhur Russland - aber auch eben das Land und nicht nur die Städte. Nein - leben mag ich da auch nicht. Nur möchte ich in der EU nach den Prinzipien leben können, die überall lauthals verkündet werden. Wir gleichen uns immer weiter den despotischen Regimen an, statt unseren Weg zu gehen.
Ganz deutlich wird dass, wenn man sieht wie sich Deutschland und Österreich von der Schweiz entfernen. Die Schweiz geht mit ihrer echten Demokratie ganz andere Wege also die restlichen Gammeldemokratien mit ihren Beamtendiktaturen.

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Pless1 11.11.2014, 11:09
53.

Zitat von
Böses China Unser Bild von China ist - sicher nicht zufällig - geprägt von Schlagworten, wie "Tibet", "Kommunismus", "Diktatur" und "Menschenrechte". Klar, berechtigte Kritik muss auch ausgesprochen werden dürfen. Jedoch, wann in der Geschichte hätte China einen vergleichbaren Expansionsdrang demonstriert, wie es der Westen zzt. tut? Wann hätte China versucht, seine Werte, Religion oder was auch immer jemand anderem aufzudrücken? Welche Angriffs- oder Stellvertreterkriege (außer Tibet) hat China geführt? Kurz: woher kommt eigentlich unsere Angst vor China? Da muss doch was dran sein am Bild des bösen China. Propaganda und Desinformation gibt's bei uns ja schließlich nicht...
In der Vergangenheit war den Chinesen ihr riesiges Reich oft groß genug, das ist wahr. Heute hat sich China aber ganz anderen Herausforderungen zu stellen als früher, als es auch noch nicht weit mehr als eine Mrd. Chinesen gab.

Wenn Sie Zweifel am Expansionismus Chinas hegen sollten Sie sich einmal in Afrika umsehen. Während die einen noch die Folgen der (westlichen) Kolonialzeit beklagen, schaffen andere längst die Strukturen für eine Kolonialisierung 2.0 zugunsten Chinas.

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me-and-bobby 11.11.2014, 11:13
54. Das westliche Demokratie- Model ist ein Auslaufmodel

Zitat von ImperatorAugustus
Die Kritik, die Sie hier im "Westen" am westlichen Gesellschaftsmodell üben, könnten Sie in China als Chinese am dortigen Gesellschaftsmodell nicht öffentlich kundtun. Aber das ist Ihnen egal, Sie wohnen ja nicht dort. Es ist immer so leicht, selbst alles zu haben und dann davon zu reden, wie wenig andere Leute das brauchen...
weil nicht übertragbar...
Der Westen hat als Vorbild komplett ausgedient, inklusive der Wirtschaftskriege, und
ist nur noch als Wirtschaftsmacht und Know- How- Geber willkommen...aber kein Vorbild in Sachen Staatsform etc....Europas Zeit geht zur neige und bald hat Europa keine Partner mehr...
Die westliche Arroganz, wir wüsten alles besser, können wir uns abschminken...
USA hat das ja lange praktiziert, und hat kurrupte Potentaten unterstützt wo es der USA benützt hat und hat demokratisch gewählte Regierungen gestürzt wie z.B. in Chile mit Salvador Guillermo Allende.
Den USA hingegen läuft die Zeit als Oberpolizei und imperiale Weltmacht davon und die Länder wie Brasilien etc. lassen sich nicht länger von der USA gängeln und vorschreiben, was zu tun ist...
China und Rußland als kongeniale pragmatische Verbündete hängen den Rest der Welt ab...

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Beat Adler 11.11.2014, 11:15
55. Nirgends wachsen Baeume in den Himmel.

Zitat von muellerthomas
Chinas BIP liegt derzeit bei nominal etwas über 9 Bio. USD, das der USA bei 17,5 Bio. USD. Realistischerwerweise wird eine Ablösung nicht vor 2030 stattfinden.
Wirklich?

4% BIP Wachstum in den USA ist nominal etwa 7% in China. Der Abstand zwischen den USA und China bleibt in absoluten Zahlen also in etwa gleich.

China's Volkswirtschaft reift, dewegen wird die Wachstumsrate niedriger.

2020 haben wir so etwa 2 % in den USA und 4 % in China. Immer noch der gleiche Abstand in absoluten Zahlen.

Wie soll China die USA denn einholen?

Die Bremskraefte der chinesischen Volkswirtschaft, Umweltverschmutzung, interne Verschuldung, etc. sind staerker, wie die Antriebskraefte der USA Volkswirtschaft, Innovationen, heimische Energietraeger, Landwirtschaft, etc.

Ausserdem hat es die alleinseligmachende, kommunistische Einheitspartei mit ihrer kapitalistischen Wirtschaftspolitik geschafft, einen noch groesseren Abstand zwischen Reich und Arm zu schaffen, wie in den USA. Nicht gerade nachhaltig.
mfG Beat

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AllesnureinWitz 11.11.2014, 11:15
56.

Zitat von a__f__d
"chinesischen" Mentalität. China besteht aus hunderten verschiedener Völkerstämme. Ihren Mentalitäten, Traditionen, Gebräuchen und einer mehrtausendjährigen üblen Erfahrung mit anderen Kulturen. China war Weltreich und wird es wieder. Politisch und wirtschaftlich.
Geht der Unsinn mit der "Mentalität" wieder los...die vorwiegend jungen Leute, die in Hongkong an den Demonstrationen für mehr Demokratie teilnehmen, sind im Wesen genauso wie jeder andere Mensch. Sie versuchen mit ihrem Hinweis auf die Mentalität den Chinesen eine kollektive Meinung zu unterstellen, wonach sie sich wegen ihrer Traditionen hündisch der Regierung in Peking ergeben würden. Gleichzeitig betonen Sie die Multikulturalität Chinas und es sollte nicht vergessen werden, dass viele Völker und Regionen sich nicht freiwillig zum Untertan gemacht haben.
China wird niemals wieder ein weltreich werden, wenn es sich nicht politisch anders aufstellt, da der Umbruch ansonsten von selbst kommt, nur viel heftiger..

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sporty.hk 11.11.2014, 11:19
57. Ihre Interpretation hinkt ein wenig!

Zitat von aude_sapere
China exportierte im Jahr 2013 in absoluten Zahlen weniger als Deutschland, obwohl es in puncto Bevölkerung (und Fläche) 15 Mal grösser ist als Deutschland. In Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmerschutz und soziale Sicherheit ist es wahrscheinlich 15 Mal schlechter als Deutschland. Angeblich kann man sich das auf Kosten des Wirtschaftswachstums ja nicht leisten, obwohl die obigen Zahlen die Unrichtigkeit dieses Arguments belegen). 51% der chinesischen Exportleistung gehen auf ausländisch-investierte Unternehmen zurück (inklusive auslandschinesischen Investments). Dasselbe gilt für 11% der urbanen Jobs sowie etwa 20% der Wirtschaftsleistung und des Körperschaftseinkommens. Das Wirtschaftswachstum flacht sich (vermutlich stärker als zugegeben) ab, weshalb die chinesische Regierung beginnt, Rohstoffe nicht mehr zu kaufen sondern zu erobern (siehe Philipinen, Japan, etc.). Wenn das eine Weltmacht ist, frage ich mich, wie der Begriff definiert wird. ME hat es da vielmehr einer not, laut autzutrumpfen. Das pazifiische Jahrtausend ist jedenfalls noch nicht ausgebrochen (und wird auch nicht mehr, da die Chinesen in Asien mittlerweile ja so beliebt sind wie die Russen in Osteuropa).
Chinas Staatslenker nehmen seit nun fast 40 Jahren die Wohlstandsentwicklung ihrer Bevölkerung sehr ernst und die Erfolge sind geradezu atemberaubend. Nicht verkennen dürfen Sie, daß China eine wesentlich größere workforce in Lohn und Arbeit halten muß, als Deutschland, um größere Unwuchten in der Sozialstruktur zu vermeiden. Der Faktor hier ist eher 1:20. Der größte Entwicklungsblocker sind die eingeschränkten Energieresourcen. In den Sommermonaten müssen selbst in Boomgürteln entlang der Küste Fabriken tagelang die Produktion aussetzen, weil schlichtweg kein Strom da ist. Die Aufgabe besteht also darin, wie beschäftige ich mit meinen beschränkten Energieresourcen möglichst viele Menschen. Das, verbunden mit einem Mangel an kreativem und innovativem Humankapital bedingt eine völlig andere Produktionsstruktur als z.B. in Deutschland. Desshalb der vergleichsweise geringe Exportwert und das verhaltene Wirtschaftswachstum. Aber es besteht kein Zweifel, daß China, mit Ausnahme einiger Aussetzer in den letzten 40 Jahren eine Entwicklung hingelegt hat, die seit Beginn der Menschheit ihres Gleichen sucht und nun als zweitgrößte Volkswirtschaft zu Recht die Bezeichnung Weltmacht verdient. Und als zahlende Touristen sind Chinesen in Asien durchweg beliebter als beispielsweise unsere Freunde aus aus den USA.

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Beat Adler 11.11.2014, 11:26
58. Kein Baum waechst in den Himmel

Zitat von muellerthomas
Chinas BIP liegt derzeit bei nominal etwas über 9 Bio. USD, das der USA bei 17,5 Bio. USD. Realistischerwerweise wird eine Ablösung nicht vor 2030 stattfinden.
Wirklich?

4% BIP Wachstum in den USA ist nominal etwa 7% in China. Der Abstand zwischen den USA und China bleibt in absoluten Zahlen also in etwa gleich.

China's Volkswirtschaft reift, dewegen wird die Wachstumsrate niedriger.

2020 haben wir so etwa 2 % in den USA und 4 % in China. Immer noch der gleiche Abstand in absoluten Zahlen.

Wie soll China die USA denn einholen?

Die Bremskraefte der chinesischen Volkswirtschaft, Umweltverschmutzung, interne Verschuldung, etc. sind staerker, wie die Antriebskraefte der USA Volkswirtschaft, Innovationen, heimische Energietraeger, Landwirtschaft, etc.

Ausserdem hat es die alleinseligmachende, kommunistische Einheitspartei mit ihrer kapitalistischen Wirtschaftspolitik geschafft, einen noch groesseren Abstand zwischen Reich und Arm zu schaffen, wie in den USA. Nicht gerade nachhaltig.
mfG Beat

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spon-facebook-10000063024 11.11.2014, 11:29
59.

Zitat von me-and-bobby
weil nicht übertragbar... Der Westen hat als Vorbild komplett ausgedient, inklusive der Wirtschaftskriege, und ist nur noch als Wirtschaftsmacht und Know- How- Geber willkommen...aber kein Vorbild in Sachen Staatsform etc....Europas Zeit geht zur neige und bald hat Europa keine Partner mehr... Die westliche Arroganz, wir wüsten alles besser, können wir uns abschminken... USA hat das ja lange praktiziert, und hat kurrupte Potentaten unterstützt wo es der USA benützt hat und hat demokratisch gewählte Regierungen gestürzt wie z.B. in Chile mit Salvador Guillermo Allende. Den USA hingegen läuft die Zeit als Oberpolizei und imperiale Weltmacht davon und die Länder wie Brasilien etc. lassen sich nicht länger von der USA gängeln und vorschreiben, was zu tun ist... China und Rußland als kongeniale pragmatische Verbündete hängen den Rest der Welt ab...
Mit China mögen sie richtig liegen- aber warum im Himmel sehen sie das in Verbindung mit Russland????
Die Chinesen brauchen russland nicht. Russland hat nur Bodenschätze zu bieten- und die bekommt China! Russland hat aber kein Know how, dass China nicht auch hat, produziert nichts, was china nicht Billiger und besser herstellen kann...
Schauen sie doch einfach mal, wo China sein Geld anlegt- bestimmt nicht in Russland. China hat soviel in Westen investiert-glauben sie rensthaft, die würden all ihre guten Ggeschäftsbeziehunge zum Westen gefährtden, nur weil Putin so ein toller Hecht ist?????

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