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Apec-Gipfel in Peking: China redet wieder mit Japan
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Ein wichtiger Handschlag in Ostasien: Chinas Präsident Xi hat beim Gipfel der Pazifik-Anrainer erstmals Japans Premier Abe empfangen. An dem Treffen nimmt auch US-Präsident Obama teil - mit großen Hoffnungen.

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muellerthomas 10.11.2014, 09:16
10.

Zitat von Eppelein von Gailingen
Japan jammert, weil es dem Boom der 70er und 80er Jahre hinterher rennt. Arbeitslose ohne Ende, die Währung ständig am Abdriften. Angeblich standen sie schon vor einer Insolvenz. Kaum zu glauben, trotz ihrer starken Industrie, auch wenn einige wie Sony, Panasonic nicht gerade tief schwarze Zahlen produzieren. China hat mit seiner Billigfertigung den Japanern das Wirtschaftsübel eingebrockt. Damit kann man leichter überheblich sein.
Sicher könnte es in Japan besser laufen, aber Arbeitslose ohne Ende? Die Arbeitslosenquote liegt bei unter 5%, ein sehr hoher Anteil der unter 65jährigen geht einer Erwerbsarbeit nach, das Wachstum pro Erwerbstätigen ist durchaus gut (die Zahl der Erwerbstätigen sinkt lediglich aufgrund der Alterung) und Japan ist mit Abstand größte Netto-Gläubiger Volkswirtschaft der Welt.

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Manollo 10.11.2014, 09:28
11. Unausgegoren...

Zitat von torquemada13
Japan hat sich nie für seine unsäglichen Kriegsverbrechen in China entschuldigt. Und das ist ein ganz grundlegendes Problem zwischen beiden Staaten. Es gibt einfach keine Aussöhnung bis heute! Es gibt keinen Kniefall a la Willy Brandt. Es gibt keine Umarmung wie die zwischen Kohl und Mitterand. Ganz im Gegenteil. Japan erdreistet sich und baut einen Shinto Schrein bei dem .....
Am Anfang liegen Sie noch gut im Rennen: in der Tat schuldet Japan seinen Kriegsopfern China und Korea eine schonungslose Aufarbeitung seiner Verbrechen. Doch dann wird's holprig: Nicht das Gedenken für die Kriegstoten bringt China und Korea regelmäßig auf sondern dass bis heute auch den verurteilten Kriegsverbrechern in Japan gedacht wird. Und dann wirds bizarr: Mengele und Eichmann als "Kriegstote"? Mmmh... Beide Herren standen nie im Felde und überlebten das Kriegsende recht kommode.

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maki1961 10.11.2014, 09:28
12. so sollte es immer sein

reden reden und versuchen frieden zu schaffen und nicht wie in der ukraine nur auf eine seite prügeln.

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fumegi 10.11.2014, 09:29
13. Entschuldigungen

Wer hier einfach behauptet,Japan haette sich nie entschuldigt, solte mal diese Liste hier durchgehen:

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_war_apology_statements_issued_by_Japan

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Coemgen2 10.11.2014, 09:30
14. Schlesien ist unser

Es ist nicht der alberne Streit um Diaoyu, wie es die westlichen Medien in ihrer einseitigen Berichterstattung darstellten und darstellen.

Es sind die unglaublichen Kriegsverbrechen, die Japan im 2. Weltkrieg in China verübt hat, die man durchaus mit den "Säuberungsaktionen" der SS in Polen vergleichen kann. Im Unterschied zu Deutschland tritt nur die Herrenrasse in Japan weiterhin grosskotzig auf.

Jetzt will Japan sogar ehemals eroberte Gebiete zurück. Wikipedia: "Japan beschloss am 14. Januar 1895, kurz vor der Niederlage Chinas im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg, auf den Inseln Gebietsmarken aufzustellen und sie zum japanischen Hoheitsgebiet zu erklären." Vorher waren sie jahrhundertelang chinesisch.

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usmc-patrol 10.11.2014, 09:36
15. Das Aus für Japan aka Shogun - End

Einfach lächerlich von Abe zu behaupten " Die friedliche Entwicklung Chinas sei eine Möglichkeit für Japan " .

Es war das Kaiserliche-Imperiale Japan, das in der Vergangenheit getrieben von senilen Kaisern seine militärische Überlegenheit gegenüber den Völkern Asiens
immer wieder als gehässiger und rassistischer Agressor unter Beweis gestellt hat und unglaubliches Leid in China und Korea angerichtet hat. Erst die Amerikaner haben den Japaner Friedensbereitschaft, Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung gebracht.

Der Japaner sollte froh sein, dass China sich überhaupt mit einem geschichtlichen Loser abgibt, egal wem die eine Insel gehört.

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jenli 10.11.2014, 09:39
16. @torquemada: wenn die japanische ...

... "asiatische" Grausamkeit außerhalb des für Sie Vorstellbaren liegt, wo ist dann die deutsche Grausamkeit im Holocaust einzuordnen? In die leicht vorstellbare "europäische" Grausamkeit? Wer im Glashaus sitzt .... Außerdem wurde der Yasukuni-Schrein nicht für die Fuehrer des japanischen Angriffskriegs errichtet, sondern für alle japanischen Kriegstoten seit 1868 und auch für die Kriegstoten aller anderen Nationen.

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Dramidoc 10.11.2014, 09:59
17. xxx

Wie bereits erwähnt verübte die japanische Armee ungeheuere Kriegsverbrechen in China. China (ca. 15 Millionen Tote) hatte neben der UdSSR die höchsten Verluste zu beklagen.
Der Aufstieg Chinas von einem gedemütigten Land zur Weltmacht ist enorm und für die Nachbaren beunruhigend und lukrativ zu gleich. Japan wird sich der wirtschaftlichen und politischen Stärke Chinas nicht entziehen können, aber das muss für Japan nicht unbedingt schlecht sein. Japan müsste deshalb auch seine Vergangenheit aufarbeiten.
Was auch interessant ist, ist die Annäherung Südkoreas an China. Darüber wird selten berichtet, aber sie für China und Südkorea von Vorteil. Die Gemeinsamkeiten beider Staaten liegrn auch in den Vorbehalten gegenüber Japan.
Abe ist ein sehr nationalistischer Politiker, deshalb hat er das Zusammengehen eher begünstigt als verhindert.
Und dann gibt es nch die USA deren Einfluss in der Welt weiter schwindet. Die Japaner realisieren, dass die USA als Schutzmacht nicht mehr stark genug ist, damit Japan seine Stellung in Asien halten kann. Deshalb findet wohl eine Anlehnung an China statt.

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Tamaji 10.11.2014, 10:21
18. Aufarbeitung von Kriegsverbrechen

Von den Japanern eine "schonungslose Aufarbeitung" ihrer Kriegsverbrechen zu fordern, zeugt von mangelnder Kenntnis der Japanischen Geschichte und heutigen Japanischen Gesellschaft.
Auch wenn Japan aus der Ferne wie eine "Demokratie westlicher" Art scheint, ist die Moderne in Japan bisher nur technologisch angekommen. Ich würde sogar soweit gehen, dass es sich in Japan in weiten Bereichen immer noch um eine voraufgeklärte Gesellschaft handelt, in der sich seit hunderten von Jahren aussser der formellen Abschaffung des Feudalismus Anfang des 20. Jahrhundert nicht viel geändert hat.
Die Japaner sind nicht freiwillig zu Pazifisten geworden, und die Demokratische Fassade, die vor der Japanischen Machtstruktur aus Großkonzernen, dem organisierten Verbrechen, und einer Kaste von "noblen" Familien, errichtet wurde, hat zu keinerlei echten Reformen geführt.
Und siehe da, jetzt wo in Japan der Anschluss an China endgültig verpasst scheint, kommen die selben alten Geister wieder zum Vorschein und arbeiten mit Hochdruck daran, die unbequemen, von den Siegermächten oktroyierten "Errungenschaften" wieder abzuschaffen.
Die meisten Japanischen Bürger trauen sich nicht, gegen den status quo aufzubegehren, denn die Strasse ist fest in der Hand der ultra-nationalen "Geheimpolizei", den sogenannten "Uyoku / Yakuza", die man in Tokyo an jeder Ecke finden kann, wenn man weiss, wonach man sucht.
Zwischen China und Japan wird es erst dann gute Beziehungen geben, wenn Japan zu seiner Geschichte steht, und die logischen Konsequenzen zieht - aber das würde wohl eine Revolution benötigen, die auf einem Level mit der Französischen stehen würde.

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Tamaji 10.11.2014, 10:29
19. Wert von Entschuldigungen

Zitat von fumegi
Wer hier einfach behauptet,Japan haette sich nie entschuldigt, solte mal diese Liste hier durchgehen: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_war_apology_statements_issued_by_Japan
Es stimmt, dass es von seiten Japans Entschuldigungen gab (deren Inhalt und Umfang allerdings auch nicht ganz unwichtig ist).
Allerdings hat Abe bereits mehrere offizielle Anfragen an das Japanische Parlament gestellt, diese Entschuldigungen zurückzunehmen, da sie "schädlich für den Nationalstolz" wären.
Desweiteren hat Abe im Dezember 2013 einen offiziellen Besuch des Yasukuni-Schreins absolviert, der solche Entschuldigungen als das entlarvt, was sie wahrscheinlich immer waren: Unehrlich, und nur auf Druck von außen (USA?) entstanden.
China weiss ganz gut einzuschätzen, wie solche "Entschuldigungen" einzuordnen sind. Hoffentlich werden wir im Westen auch bald zu der Einsicht gelangen, dass in der Japanischen Kultur offizielle Statements wenig Wert haben, und nur vom eigentlichen Handeln ablenken sollen.

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