Forum: Politik
Arabische Koalition gegen IS: Amerikas widerwillige Verbündete
REUTERS

Die USA bombardierten mit arabischen Verbündeten IS-Stellungen in Syrien. Denn auch die Golfstaaten und Jordanien fürchten die Terrormiliz. Doch nicht bei allen Zielen waren die Angreifer einig: Einige Attacken flogen die Amerikaner lieber allein.

Seite 1 von 4
lampenschirm73 23.09.2014, 19:57
1.

Da ist sie wieder, die inhaltsleere Floskel die in diesem Zusammenhang offenbar immer kommen muss.
"Moderate Rebellen" Was soll denn das sein? Sind das alle die nicht IS sind? Oder sind das alle die für Demokratie und Menschenrechte kämpfen?
Im letzten Fall dürfte die Zahl im dreistelligen Bereich liegen.
Syrien steht vor der Wahl zwischen Islamisten oder säkularer Diktatur. Demokratie und westliche Werte standen nie zur Debatte.
Genauso wie in Libyen, Ägypten, Afghanistan, Jemen, Irak u.s.w.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ratxi 23.09.2014, 20:12
2. ...doch wenigstens so nah wie möglich

Zitat von lampenschirm73
Da ist sie wieder, die inhaltsleere Floskel die in diesem Zusammenhang offenbar immer kommen muss. "Moderate Rebellen" Was soll denn das sein? Sind das alle die nicht IS sind? Oder sind das alle die für Demokratie und Menschenrechte kämpfen? Im letzten Fall dürfte die Zahl im dreistelligen Bereich liegen. Syrien steht vor der Wahl zwischen Islamisten oder säkularer Diktatur. Demokratie und westliche Werte standen nie zur Debatte. Genauso wie in Libyen, Ägypten, Afghanistan, Jemen, Irak u.s.w.
Wenn der Feind meines Feindes auch mein Feind ist, ist es natürlich dermaßen kompliziert geworden, dass man zwar immer noch was tun kann, aber plausibel erklären, was man wo wie und warum tut, ist dann kaum noch möglich.
So tun sich logischerweise auch die Medien schwer, Namen und Begriffe zu benutzen, um den Situationen zwar nicht gerecht, aber doch wenigstens so nah wie möglich zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alpha.1 23.09.2014, 20:12
3. Kritisch

Endlich mal ein kritischerer Artikel, der auch die Schattenseiten beleuchtet und das sagt, was jeder politisch-interessierter Bürger weiß.
Die USA machen's eigentlich allen Staaten, ob neue Mächte wie China oder ältere wie Russland, wie man das Völkerrecht bricht, und das nicht zum ersten Mal. Da brauchen sie sich ja gar nicht zu wundern, dass der Ukrainekonflikt so eskalieren konnte, oder warum China Anspruch auf japanische Inseln erhebt und diese auch unter Umständen militärisch durchsetzen würde. Ich will nicht sagen, dass ich finde, dass von dem IS keine Gefahr ausgeht und dass das ein Spaßverein ist, aber die USA als die führende und wichtigste Nation, wie der Amerikaner selbst gern behauptet und was ich mal dahingestellt lasse, sollte doch wohl eher beispielhaft und demokratisch handeln und nicht wie ein autoritäres Regime. Sie müssten zwar einige Kompromisse eingehen, aber ich bin mir sicher, man könnte sich sicherlich einen Zuspruch des UN-Sicherheitsrats einholen. Eventuell könnte man mit diesem Anfang auch Unterstützung anderer Nahost-Staaten, wie z.B. des Irans für sich gewinnen und somit einen neuen Abschnitt gemeinsamer Verständigung und gemeinsamen Friedens schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rus13 23.09.2014, 20:14
4.

Zitat von lampenschirm73
Da ist sie wieder, die inhaltsleere Floskel die in diesem Zusammenhang offenbar immer kommen muss. "Moderate Rebellen" Was soll denn das sein? Sind das alle die nicht IS sind? Oder sind das alle die für Demokratie und Menschenrechte kämpfen? Im letzten Fall dürfte die Zahl im dreistelligen Bereich liegen. Syrien steht vor der Wahl zwischen Islamisten oder säkularer Diktatur. Demokratie und westliche Werte standen nie zur Debatte. Genauso wie in Libyen, Ägypten, Afghanistan, Jemen, Irak u.s.w.
Das Wort Rebell impliziert doch schon fast, dass da gar keine wirklichen Strukturen existieren. Wir liefern Waffen an die Moderaten, schön und gut, wer versichert uns, dass diese nach dem Einsatz nicht in die falschen Hände geraten? Dort herrscht Krieg, die Menschen sind arm, aber so eine Waffe lässt sich gut verkaufen. Ich denke dem Verkäufer ist es dann egal, ob er diese Waffe an den bärtigen Mann verkauft. Und plötzlich wird diese Waffe dann gegen einen selbst gerichtet...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stowolle 23.09.2014, 20:32
5. Von tödlichen Marionetten

Sie haben die Puppen für ihre Zwecke tanzen lassen. Sie glaubten die Fäden in der Hand zu halten. Aus Fäden wurden Stricke, die Marionetten gerieten ausser Kontrolle. So trennten die sich von den Marionetten, den mörderischen. Die Puppen von einst sind zur tödlichen Bedrohung auch für die Puppenspieler geworden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Drscgk 23.09.2014, 20:35
6. Amerika hatte nie Verbündete,

Amerika hatte bestenfalls mehr oder weniger unwillige Lakaien. Einschließlich der deutschen Nazis nach dem zweiten Weltkrieg. Die mit den Amerikanern nur zusammenarbeiteten, um ihren dreckigen Hals zu retten und weiter gegen die bolschewistische Gefahr (nun nicht mehr jüdisch/bolschewistische Gefahr) mit fürstlichem Dollarlohn zu kämpfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merkur08 23.09.2014, 20:36
7. Ich lese gerade das neue Buch von PSL..............

Anfangs war ich etwas enttäuscht und dachte schon er wäre zum Islam konvertiert. Allerdings nach knapp der Hälfte wird es richtig gut. Auch weil er glaube ich 60 Jahre Erfahrung in der Gegend hat. Und das macht es aus. Wenn er Brücken baut zu Vorfällen, die Jahrzehnte zurückliegen und die sich teils wiederholen oder Gewalttaten von heute erklären. Nicht entschuldigen, erklären. Das Buch heißt "Der Fluch der bösen Tat" und dich denke die knapp 25 Euro sind gut angelegt, auch wen ich noch nicht durch bin. Auch die hier sehr verbreiteten Amerikakritiker kommen auf ihre Kosten. Es ist ein Jammer, dass er gestorben ist, aber mit 90 Jahren musste man damit rechnen. Auch musste das Buch wohl schnell fertig werden, weil sich doch mehrere semantische und syntaktische Fehler eingeschlichen haben. Aber die Weltordnung westlicher Prägung zerfällt. Der Westen hat eine spätrömische Dekadenz erreicht und wenn er nicht die Kraft hat sich zu erneuern wird die Burda bald die neusten Burkhamodeschnitte veröffentlichen. Das sit leider die Realität und über das Mittelmeer kommt ja leider täglich frischer Nachschub. Nicht heute, nicht morgen, aber übermorgen............

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der-denker 23.09.2014, 20:46
8. Noch mal ganz langsam

- zum mitdenken:
Saudis & Co. dürfen weiter Köpfe abhacken und Frauen missbrauchen (wie die Haushaltshilfen aus Asien) weil die USA zuvor Saddam Hussein beseitigt haben. Wegen Menschenrechten, Massenvernichtungswaffen und so. Diesen Zusammenhang muss man sich mal ganz im Detail auf der Zunge zergehen lassen und dann kräftig ausspucken.
Was auch allmählich auffällt ist dass es absolut keine Recherchen zu geben scheint was bei Saudis & Co. so hinter den Kulissen abläuft. Ist das abgeschottet wie Nordkorea oder hat man Angst? Wo ist mal der Leitartikel zu dem Thema? Was passiert dort mit den Frauen? Den Fremdarbeitern? Den Missliebigen? Den "Ketzern", "Hexern", Apostaten, Christen und sonstigen Minderheiten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlomari 23.09.2014, 20:50
9. Wieder ein Artikel

der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.
Schon heute Mittag wollte man den Lesern erzählen , das diese Aktion mit Syrien nicht abgesprochen war.
Aber staune, sogar der Iran war informiert.
Mit dem Treffen zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem iranischen Amtskollegen Javad Zarif am Montag in New York wurde auch diese Bedingung des Irak und anderer arabischer Staaten erfüllt.

Zur Rolle der Türkei hat die Journalistin keine Worte.

Oder ist ihr der Satz eines türkischen Journalisten bekannt, der Erdogan besonders nahesteht.
Zitat:
"Sich an Operationen zu beteiligen, die gegen die islamische Welt gerichtet sind, würde für die Türkei bedeuten, ihre Nahost-Vision zu zerstören", schrieb Abdülkadir Selvi, einflussreicher Kolumnist bei Yeni Safak. Selvi war es auch, der - auf Informationen aus dem türkischen Geheimdienst MIT gestützt - verbreitete, bei der Freilassung der 46 türkischen Geiseln am vergangenen Samstag habe es ein Gegengeschäft gegeben.
Dabei soll es sich nach Informationen einer anderen türkischen Zeitung zufolge um etwa 50 IS-Kämpfer gehandelt haben, die von einer anderen, der Türkei freundlicher gesonnenen Islamistengruppe gefangengehalten worden waren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4