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Arbeitsmarkt: Koalitionsspitze beschließt neue Regeln bei Leiharbeit und Werkverträge
DPA

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - zumindest fast: Die Spitzen aus CDU, CSU und SPD haben bei ihrem Treffen in Berlin Streitpunkte beim Gesetzentwurf zu Leiharbeit und Werkverträgen ausgebügelt.

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TheFrog 10.05.2016, 21:52
1. Toll,

da haben wurde ja mal wirklich was tolles beschlossen.

Es geht vorwärts.

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brüggebrecht 10.05.2016, 21:58
2.

Sehr gute Entscheidung. Aber bitte nicht wieder wegducken, wenn die Arbeitgeber ihre Lobbyarmee losschicken oder sogenannte Experten den wirtschaftlichen Untergang Deutschland voraussagen.

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53er 10.05.2016, 21:58
3. Na das ist doch mal

eine wirklich softe Einschränkung unternehmerischer "Flexibilität".

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agoptron 10.05.2016, 21:59
4. und wieder nur halbgarer Mist!

Leih wie auch Zeitarbeit muß den Arbeitgeber mindestens 50% Aufschlag zum Normal Beschäftigten kosten damit der Mißbrauch endlich wieder aufhört. Zeit wie Leiharbeit gehört auf das absolute Minimum reduziert und teuer gemacht um Produktionsspitzen abdecken zu können, so war es gedacht und nicht um massenweise Arbeitsplätze darin auszugliedern. Leih und Zeitarbeitsfirmen die ihre Beschäftigten kurz nachdem die jeweiligen Aufträge der Wirtschaft ausgelaufen sind ihre "Beschäftigten" schlicht entlassen gehört die Zulassung entzogen. Das Frau Nahles wäre ein Sprung nach vorn und nicht der halbgare Mist der wieder zig Schlupflöcher für die Arbeitgeberseite offen hält.

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stempelchen 10.05.2016, 22:04
5. Tarifvertragsklausel

Artikel: "Allerdings sind Abweichungen davon möglich, wenn sich Arbeitgeber und Gewerkschaften darauf verständigen."

Das gabs schon mal bei der Leiharbeit, als es um equal pay ging. Dann hat die "Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften (CGB)" Tarifverträge abgeschlossen, die ganz schlimm waren. Der DGB besserte daraufhin leicht nach. Durch die Vorgaben war aber nicht viel zu machen. Danach wurde der CGB als nicht tariffähig und seine Verträge von den Gerichten für ungültig erklärt, die DGB Verträge gelten aber weiter(1).

Eine Wiederholung solcher Zustände wegen einer Tarifvertragsklausel wäre demnach schlechter, als wenn nichts geschähe.

1. https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifgemeinschaft_Christlicher_Gewerkschaften_für_ Zeitarbeit_und_Personal-Service-Agenturen

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der_holzhäuser 10.05.2016, 22:07
6. Danke

Für die Öffnungsklausel.
Somit war alles für die Katz.
Die Ausbeutung wird nicht aufhören warum auch.
Die Christlich-Soziale-Einheitspartei Deutschlands sägt nicht auf dem Ast auf dem sie sitzt.

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einwerfer 10.05.2016, 22:08
7. Ach so

es kommt jetzt also auf die Gewerkschaften an. Dann können wir bei unseren unternehmernahen DGB-Gewerkschaften ja sicher sein, dass alles beim Alten (=beim Chef) bleibt.

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mikechumberlain 10.05.2016, 22:09
8.

Tja, die AfD-Wähler haben ihr Ziel erreicht. Die sogenannten "etablierten" Parteien haben schiess vor dem Wähler und kümmern sich nun um Rentner und Leiharbeiter. Dabei wird es nicht bleiben.

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BlogBlab 10.05.2016, 22:16
9. Strippenzieher

Die Überschrift ist irreführend, denn es soll ja erst nach 9 Monaten gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden. Das ist ein fauler Kompromiss. Nur wenn dieses Prinzip von Anfang gilt, gibt es für Unternehmen keinen Anreiz mehr, Leiharbeiter statt Festangestellte einzustellen. Man erkennt auch hier wieder, wer in der Politik die Strippen zieht.

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