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Arbeitsmarkt: Koalitionsspitze beschließt neue Regeln bei Leiharbeit und Werkverträge
DPA

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - zumindest fast: Die Spitzen aus CDU, CSU und SPD haben bei ihrem Treffen in Berlin Streitpunkte beim Gesetzentwurf zu Leiharbeit und Werkverträgen ausgebügelt.

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MütterchenMüh 11.05.2016, 10:46
100. SPD kann es einfach nicht mehr

Die SPD beklagt, daß sie beim Wähler im Punkte "soziale Gerechtigkeit" keine Kompetenz mehr findet. Dann verkündete Herr Gabriel, daß die SPD sich der Frage der Gerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit verstärkt kümmern will.
Die jetzt beschlossenen Regelungen bei Leiharbeit/Werkverträgen erfüllen leider keine der selbstgesteckten "verbalen" Zielvorstellungen der SPD.
Wer solche "halbherzigen" und nach wie vor ungerechte Regelungen im Punkte Leiharbeit/Werksverträgen als Erfolg verkauft, braucht sich über sinkende Zustimmung bei Wähler nicht zu wundern.

-Nur noch max. 18 Monate als Leiharbeiter in einem Betrieb.
-Nach 9 Monaten erst gleiche Bezahlung wie Stammbelegschaft
Wobei im Sinne der Gerechtigkekeit mindestens 30%-40% mehr an die Leiharbeiter gezahlt werden müsste, tragen sie doch das Arbeitsplatzrisiko für die von den Unternehmen so vehement geforderte Flexibilität

Wetten das vor Ablauf von 9 Monaten die MA der Leihbuden ausgetauscht werden.

Die SPD kann es einfach nicht mehr.

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naklar? 11.05.2016, 10:48
101. Die Linken sind leider nicht wählbar, weil immer noch total realitätsfremd.

Zitat von INGXXL
Wer sind denn die Anderen? Die Linken. Die liegen unter 10%. Die AfD kann ja wohl nicht gemeint sein. Ausserdem betrifft Leiharbeit nur weniger als 105 der Beschäftigten, ist also für die Mehrheit nicht relevant
Die Linken haben das Problem, die ganze Welt retten zu wollen. Dazu fehlt selbst uns Deutschen das liebe Geld, wenn wir mal ganz ehrlich und offen sind. Ein bischen Hausaufgaben machen sollten wir auch anderen Regionen dieser Welt aufbürden. Das Paradies auf Erden ist leider noch in weiter Ferne.

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querulant_99 11.05.2016, 10:49
102.

Zitat von n.wemhoener
Die AfD ist also die Partei, die für Arbeitnehmerrechte kämpft ? Sie sollten mal das Programm sorgfältig lesen, dann werden sie feststellen, dass diese Ultra-FDP die Interessen der Eliten vertritt und nicht die der "kleinen Leute".
Demnach scheinen unsere Regierungsvertreter an Leseschwäche zu leiden, wenn sie aus dem Programm der AfD herauslesen, dass deren Wähler Verbesserungen der ihrer Arbeitsbedingungen erwarten, und die Regierung diesbezüglich jetzt eiligst voranschreitet, um nicht noch weiter in der Wählergunst abzusacken.

Nach Ihrer Theorie müsste die CDU/SPD-Regierung jetzt Ultra-FDP-Kurs steuern, um ihre verlorenen Schäfchen wieder einzufangen.

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dieter 4711 11.05.2016, 10:49
103. Wieder ein Erfolg der SPD

Wieder ein Erfolg der SPD. Wann begreifen die Wähler endlich, dass die SPD alle sozialen Erfolge der Großen Koalition erzielt hat.

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margarete52 11.05.2016, 10:53
104. was haben Sie sich dabei gedacht, Frau Nahles?

wie will man mit so etwas den Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen bekämpfen? Die "Schlupflöcher", besser gesagt, die Scheunentore, sind doch schon wieder vorhanden. Die sind so groß, dass sie von den Arbeitgebern gar nicht übersehen werden können. Liebe Frau Nahles, dieses Machwerk ist ein einziger Witz, leider kann man darüber aber nicht lachen! Sie sollten sich schämen Frau Nahles und der Herr Gabriel gleich mit. Aber was kann man von einer SPD auch anderes erwarten. Unsozial bis zum Abwinken!

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Nichtraucher 11.05.2016, 10:55
105.

Zitat von spon-1292922605961
Ein Dankeschön an die SPD, die diese Verbesserungen durchgesetzt hat. Es geht also doch was.
Es erschliesst sich mir nicht ganz, welche Verbesserungen hier umgesetzt werden sollen.
Die "Umschlagshäufigkeit" von Leiharbeitern?

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naklar? 11.05.2016, 10:57
106. Zumal die Kunden in der Regel für schnell ausgeführte Aufträge auch bereit sind mehr zu ...

Zitat von forumgehts?
wäre doch die Lösung dieses Problems höchst einfach und nachvollziehbar: Bei prall gefüllten Auftragsbüchern Leiharbeit/Werksverträge = Tariflohn + 30 % Risikozuschlag für ......
... zahlen. D. h. die zahlen in der Regel auf jedenfall einen höheren Preis bei B2B-Geschäften. Und dieses Geld sollte auch bei den flexiblen Leiharbeitern auf dem Konto ankommen.

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spon-1284901476593 11.05.2016, 11:03
107. Völlig richtig

Zitat von black-mamba
Sie haben sicher nicht verstanden, worum es bei der Forderung gleicher Lohn für gleiche Arbeit geht: Leiharbeiter bekommen für Ihre Arbeit in aller Regel ein geringeres Gehalt, aks Festangestellte. Das ust ein Umstand der abgeschafft werden muss. Dass regional-, ......
Leiharbeit soll nur dazu dienen, Auftragsspitzen abzufangen. Damit bleibt der Arbeitgeber flexibel. Für solch zusätzliche Service-Leistung muß es einen Gegenwert geben. Für jeden mit einem Rest an Vernuft und Gerechtigkeitgefühl absolut einleuchtet. Ich befürchte nur, das Problem ist: Man WILL es einfach nicht verstehen.
Wieviele Leiharbeiter (bzw. Lohnsklaven) gibt es in Deutschland? Es muß ja ein riesen Choas in Deutschlands Betrieben herrschen, bei an dem Auftragsspitzen.

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SasX 11.05.2016, 11:04
108.

Zitat von aktiverbeobachter
Zum größten Teil für z.B. Metall Tariflich gebundene Unternehmen Nix Neues. Außer das die Ausleihe nun auf 15 Monate statt auf 24 begrenzt werden soll. Was dem Menschen allerdings eher schadet als nutzt. Dem Unternehmen kostet Heute Leiharbeit bereits mind. 50% mehr als vergleichbare fest Angestellte. Equal Pay sei Dank. Die große Gewinnmarge hat hier das Verleiherunternehmen.
Das stimmt so einfach nicht. Equal Pay hat man nicht, wenn der Leiharbeitnehmer selbst tariflich gebunden ist, was bei uns immer der Fall war. Bei uns hat das dazu geführt, dass ein Leiharbeitnehmer pro Stunde (das Geld, was wir dem Leiharbeitsunternehmen gezahlt haben) maximal 2/3 eines Festangestellten kostete. Dazu konnten wir den Leiharbeitnehmer jederzeit binnen 3 Tagen abkündigen. Die bekamen vom Leiharbeitsunternehmen (verschiedene Unternehmen) übrigens immer einen "projektbezogenen" Vertrag. Haben wir sie abgekündigt, hat das Unternehmen diese auch gleich gekündigt. Und auch die Personen, die uns vorgestellt wurden, haben in der Regel gar nicht für das Unternehmen gearbeitet, sondern wurden eingestellt, wenn wir uns für die Person entschieden haben. (Mir wurde deswegen teilweise die gleiche Person von verschiedenen Unternehmen vorgestellt.)

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naklar? 11.05.2016, 11:05
109. Von welchen Erfolgen reden Sie? Den Mindestlohn werden Sie ...

Zitat von dieter 4711
Wieder ein Erfolg der SPD. Wann begreifen die Wähler endlich, dass die SPD alle sozialen Erfolge der Großen Koalition erzielt hat.
... ja wohl nicht als Erfolg ansehen. Diesen Mindestlohn gibt es seit Schröder und Grüne schon mit anderen Namen. Diese Aussage ist nicht von mir, sondern kommt direkt aus der CDU-Parteizentrale. Oder meinen Sie die Riesterrente?

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