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Armut in Großbritannien: Als Kris Thomas ohnmächtig zusammenbrach - vor Hunger
Thomas Victor

Großbritannien ist das fünftreichste Land der Welt - doch 14 Millionen Einwohner gelten als arm. Nach der Finanzkrise stieg die Zahl der Tafeln enorm. Die Familie von Kris Thomas hätte sonst keine Chance.

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katja78 21.05.2019, 17:08
130. Andere Lösung?

Zitat von spon_3811901
Wenn wir den Grundgedanken der Solidarität aufgeben, [...] Der Reichtum des einen ist die Armut der (vielen) Anderen. So simpel ist das Grundproblem. Es spricht ja nichts dagegen das es jene die viel Leisten besser geht - das Maß stimmt nur einfach nicht.[...] sollte man wieder einen Ausgleich finden, der die extreme Anhäufung von Vermögen ( nicht mal Einkommen ) ausgleicht.
Solidarität mit den Armen, Schwachen, Kranken. Ja, da stimme ich Ihnen zu. Es fragt sich nur, wie die auszusehen hat. Helfe ich diesen Leute durch mehr Geld? Einem Kranken vielleicht.

Jemandem, der einfach nur aufgrund einiger schlechter Lebensentscheidungen arm ist (sehr früh Kinder gekriegt, offenbar beide Eltern keine abgeschlossene Ausbildung, wenig Organisationstalent/Eigenverantwortung (siehe die hinweise aus kostenloses Internet)) kann man Geld geben um das zu kompensieren.

Man kann aber statt dessen auch Hilfestellung geben: in diesem Falle gute Schulen für die Kinder, Verpflegung derselben dort, Möglichkeiten für die Eltern, eine Ausbildung nachzuholen.

Letztere wäre nachhaltiger, verlangt aber nach mehr Eigenverantwortung.

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Grummelchen321 21.05.2019, 17:10
131. So

groß ist der Unterschied nicht zwischen Deutschland und England bei der Armut.Sieht man die nackten Zahlen geht es uns tatsächlich gut.Nur profitiren nicht alle von der guten Lage.

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kelcht 21.05.2019, 17:11
132.

Zitat von madameping
Bitte lesen Sie meinen Kommentar vollständig und selektieren Sie sich nicht nur diesen einzelnen Inhaltspunkt heraus. Der Mann war gerade einmal 17, als er das erste Kind in die Welt setzte (irrtümlicherweise schrieb ich 19). Und selbstverständlich überlasse ich es Ihnen, ob Sie das für den richtigen Zeitpunkt halten, um eine Familie zu gründen...
ein ehemaliger Kollege von mir war Schreiner und später LKW Fahrer seine Mutter war erst 16 als er zur Welt kam. Mein Großvater Mütterlicherseits ist mit 47 gestorben und hat 10 Kinder in die Welt gesetzt die überlebten Schreiner, Landwirt, Krankenschwester, oder Sekretärin wie meine Mutter. Eine Stelle bei der örtlichen modefirme Streness oder der Schulverwaltung hatte meine Mutter aber relativ schnell gefunden und auch mein Vater hat ist vom Landwirt über eine Schlosserlehre bis hin zur Verwaltung bei heutigen Airbus geschafft und auch ich habe 3 Geschwister von denen alle Studiert haben und jetzt einen Job haben. Das ist doch Quatsch das Kinder ein Armutsrisiko sind. Das schulische wie auch soziale Umfeld ist mitentscheidend. Es macht schon einen Unterschied ob man in Nottingham oder Rotherham aufwächst als besser geschützten Deutschland

Cameron hat z.B. Leistungen für Behinderte gekürzt weshalb der Arbeitsminister zurücktrat.

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karl-felix 21.05.2019, 17:13
133. Andere

Zitat von Haarfoen
Absolut richtig! Deshalb muss er auch bestraft werden. Er hat sein Geld für Tätowierungen verschwendet und ohne Finanzplan Kinder in die Welt gesetzt. Es versteht sich von selbst, dass man vor der Zeugung mit seinem Bankberater spricht, so wie andere Menschen auch. Und wenn was schief geht: Abtreibung, da wirtschaftlich die bessere Wahl - steht in einem deutlich besseren Kosten- und Nutzverhältnis. Ich finde es auch richtig, dass die Kinder mit bestraft werden, zur Abschreckung. Sollen Sie ruhig sehen, wie Papa aus den Latschen kippt. Die werfen kein Geld für Tätowierungen raus, da können wir sicher sein!
Frage : Hätte es den Kindern wirklich geschadet, wenn Mutter und Vater einen Beruf erlernt hätten, geregelt arbeiten gingen wie andere Leute auch ( wenigstens einer von Beiden ) und in Frieden mit Oma und Opa lebten ?
Klar, die wären jetzt 3 Jahre jünger, hätten ihre eigenen Kinderzimmer
und satt zu essen und andere Vorbilder . Aber ansonsten ?
Weder mein Vater noch meine Mutter war tätowiert und ich habe das nicht vermisst.

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katja78 21.05.2019, 17:19
134.

Zitat von drod
Doch, es ist ein großes Problem für die Gesellschaft, wenn sie sich von der Regierung verordnet aus der Solidarisierung mit den Schwächsten verabschiedet. Dabei ist es völlig egal, ob die Bedürftigkeit selbst verschuldet ist oder nicht. Denn es sollte der Anspruch einer aufgeklärten, humanistischen Gesellschaft sein, dass niemand hungern muss und ein Mindestmaß an Partizipation am Leben hat.
Anspruch derer, die diese Solidarität bekommen, sollte dann aber auch sein, so möglich, in einem angemessenen Zeitraum aus der Hilfsbedürftigkeit wieder herauszukommen. Das kommt für Kranke und Alte sicher nicht in Frage, ganz junge Eltern auch nicht, aber eine Familie wie die portraitierte sollte sich durchaus freistrampeln können. Die Kinder sind ja nicht mehr im betreuungsintensiven Alter, da könnten beide Eltern arbeiten. Irgendetwas findet sich bei der derzeitigen konjunkturellen Lage immer. Vielleicht nichts Tolles, aber bevor meine Familie nichts zu essen hat...

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