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Armut in Großbritannien: Als Kris Thomas ohnmächtig zusammenbrach - vor Hunger
Thomas Victor

Großbritannien ist das fünftreichste Land der Welt - doch 14 Millionen Einwohner gelten als arm. Nach der Finanzkrise stieg die Zahl der Tafeln enorm. Die Familie von Kris Thomas hätte sonst keine Chance.

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espressotime 21.05.2019, 12:14
30.

Solche Menschen gibt es auch in Deutschland. Aber mal ganz ehrlich; diese Ausrede ich finde keinen Job kann ich nicht mehr hören. Wenn ich eine Stelle ausschreibe, bewerben sich nicht viele, obwohl ich über Tarif bezahle und die Arbeit nicht schwer ist. Trinkgeld können meine Mitarbeiter zu 100% behalten. Aber es ist immer einfacher nichts zu tun und vom Amt Geld bekommen.

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mue.neu 21.05.2019, 12:15
31. Menschenverachtend!

Zitat von Karlowitsch
und seiner Famlie hat es wenigstens für Markenklamotten und Tattoos gereicht. Das ist First-World-Armut. Letzte Priorität hat dann das Essen, weil es das auch umsonst gibt. Und die Zahl neueröffneter Tafeln lässt wie immer nicht auf mehr Hunger schließen.
Von First-World-Armut haben Sie sicher eine Menge Ahnung. Und auch davon, wie man echte Probleme kleinredet: Einfach einen verächtlichen Spruch raushauen - schon kann man das eigene Gewissen abschalten. Hunger schmerzt in jeder Welt und nicht erst, wenn man nackt auf der Straße liegt!

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madameping 21.05.2019, 12:16
32. Leider ist da etwas Wahres dran

Zitat von Karlowitsch
und seiner Famlie hat es wenigstens für Markenklamotten und Tattoos gereicht. Das ist First-World-Armut. Letzte Priorität hat dann das Essen, weil es das auch umsonst gibt. Und die Zahl neueröffneter Tafeln lässt wie immer nicht auf mehr Hunger schließen.
Ich sage es ja nicht gerne, aber in gewisser Weise muss ich Ihnen recht geben. Ich habe auch Probleme, wenn ich sehe, dass ein 27-Jähriger bereits zwei Kinder hat, die geboren wurden, als er nicht mal oder gerade einmal 20 war.
Das mag jetzt sicherlich zynisch klingen und ich möchte es keineswegs als Pauschalurteil gegen alle jene Menschen gelten machen, die in einer solchen Situation sind.
Aber mit 19 denkt man noch nicht an Familiengründung und die finanziellen Mittel, die man zur Verfügung hat, gibt man nicht für Tätowierungen aus. Bei allem Respekt, aber leid tun mir hier nur die Kinder - denn die können nichts für ihre Eltern, die einfach nur drauf los gehandelt haben und sich wundern, dass es ihnen schlecht gibt.

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e.mommsen 21.05.2019, 12:17
33.

Zitat von Karlowitsch
und seiner Famlie hat es wenigstens für Markenklamotten und Tattoos gereicht. .
Dass die Markenklamotten und die Tattoos aus der Zeit stammen könnten, als er noch Arbeit hatte, ist ja auch total abwegig.

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wrkffm 21.05.2019, 12:18
34. Spricht da Neid aus ihren Kommentar ?

Zitat von Karlowitsch
und seiner Famlie hat es wenigstens für Markenklamotten und Tattoos gereicht. Das ist First-World-Armut. Letzte Priorität hat dann das Essen, weil es das auch umsonst gibt. Und die Zahl neueröffneter Tafeln lässt wie immer nicht auf mehr Hunger schließen.
Bei ihnen haben die von Armut beroffene Familien wohl nur unter Brücken und Parkbänken zu schlafen, mit abgetragenen Lumpen und kaputten Schuhe rum zu laufen, ihre Mahlzeiten aus den öffentlich zugänglichen Mülleimern zu entnehmen und vor allem die Klappe zu halten, richtig so ?

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intschutschuna 21.05.2019, 12:20
35. Immer ist die Gesellschaft

an allem Schuld, nie man selbst. Mit 27 zwei Kinder, 10 und 8 Jahre. Also mit 17 das erste Kind bekommen. Keinen Ausbildung gemacht, wahrscheinlich nicht mal Schule beendet. Ebenso bei der Freundin. Na, kein Wunder, dass er nur schlecht bezahlte Jobs kriegt, die dann auch am ehesten wieder abgebaut werden, wenn sparen angesagt ist. Warum geht sie eigentlich nicht arbeiten? Kind wird krank und er kündigt. Er hätte ja auch nach der Abmahnung zur Arbeit gehen können. Oder mit seinem Chef sprechen, oder, oder. Aber kündigen? Und dann der Müllmannjob bei der Stadt. Trotz Schmerzen immer zur Arbeit gegangen und trotzdem rausgeflogen.... naja... ob das man alles so stimmt, denn man soll's kaum glauben, aber auch in GB gibt es Kündigungsschutzgesetze....
Es tut mir leid, aber bitte erstmal an die eigene Nase fassen.

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insel-äffchen 21.05.2019, 12:20
36.

Dieser Familie stehen ungefähr £1750 pro Monat in Sozialleistungen zu, damit kann man auskommen. Gehen wir mal von £750 Miete aus und £200 für Strom, Gas und Counciltax, dann bleiben immernoch £800 übrig für Lebensmittel, Kleidung, Hygiene, Transport, etc.. Oft werden jedoch die Prioritäten komplett falsch gesetzt. Eingekauft wird nicht beim Discounter oder im normalen Supermarkt sondern im "Corner Shop" (Tante Emma Laden), der wesentlich teurer ist, als reguläre Supermärkte. Für Smartphones, Zigaretten und andere "Luxusartikel" scheint bei vielen auch immer Geld da zu sein.
Wie ein Mitforist bereits schrieb: Die Aussage mit dem "kein Internet" ist nicht mehr als eine Ausrede. Es gibt im UK so viele Möglichkeiten, kostenloses WiFi zu nutzen, man muss nur wollen.

Natürlich ist es hart, wenn man sanktioniert wird oder wenn man fünf Wochen auf Universal Credit warten muss. Vielleicht hätte der Spiegel jedoch ein anderes Beispiel auswählen sollen. Leute die als "uneingeschränkt Arbeitsfähig" eingestuft werden, obwohl sie durch Krankheit ans Bett gefesselt sind. Behinderte, denen ihre "Persönliche Unabhängigkeitszahlung" gestrichen wurde und denen dadurch ihr Fahrzeug genommen wurde, durch das sie ein unabhägiges Leben führen können. Diese Ungerechtigkeiten regen mich auf, viel mehr als eine Familie die falsche Prioritäten setzt und Termine mit fadenscheinigen Ausreden verpasst.

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Baalsebul 21.05.2019, 12:21
37. So isses

Zitat von tommybonn2000
...in der eigenen Schublade nachgucken. In Deutschland gibt es über 2000 Tafelläden die regelmäßig 1.5Millionen Menschen versorgen. Auch in Deutschland leiden die Menschen Hunger. Vor allem Kinder. Es will nur keiner sehen. Ist ja auch einfacher, das bei anderen anzuklagen.
Die Tafeln waren ja ursprünglich für Obdachlose gedacht. Und nicht dafür, das Versagen des Staates zu lindern, der es nicht schafft, ausreichend für die Bürger "unten" zu sorgen. Es ist NICHT Aufgabe der privaten Tafeln, die Aufgaben des Staates zu übernehmen. Aber der plant das längst ein.

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YourSoul Yoga 21.05.2019, 12:25
38. Mehr für die da oben....

....weniger für die da unten.
Wer arm geboren wird, hat kaum noch eine Chance. FDP und verschiedene Konservative finden das richtig.
Die Liberalen werfen den Armen dann gerne Leistungsdefizite vor, so als bewerte man eine Erntemaschine nach ihrer Ertragsklasse. Großbritannien ist nicht nur eines der reichsten Länder, es ist in Europa auch das Amerikanischste.
Schon Erhard wusste: Wohlstand heißt, dass der Großteil des Geldes, dem Großteil der Bevölkerung gehört. Dann funktioniert der Wirtschaftskreislauf. Davon hat man sich schon lange verabschiedet. Der Zulauf zu den Parteien, die Wut und Frust abfedern, ist kein Zufall.

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Ökofred 21.05.2019, 12:34
39. Deshalb..

Zitat von Ontologix II
... klafft in Großbritannien ähnlich weit wie in Deutschland. Die bildet nur Durchschinttswerte ab. Jedoch gibt es im noch vereinten Königreich unermesslich reiche Menschen. Auch ist die gesellschaftliche Durchlässigkeit viel geringer ausgeprägt. Sich von ganz unten nach oben hochzuarbeiten ist bei uns viel leichter. Familiärer Hintergrund, Privatschulen und Eliteuniversitäten spielen größere Rollen als Qualifikation.
Darum nimmt man ja den Median: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen
Da ist DE übrigens auch nur knapp über GB.

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