Forum: Politik
Armut in USA: Wenn vom amerikanischen Traum nichts bleibt
Joakim Eskildsen

Du wirst krank, verlierst deinen Job, und dann geht es ganz schnell: 43 Millionen US-Amerikaner leben in Armut. Der Fotograf Joakim Eskildsen hat Betroffene porträtiert. Viele waren froh, dass jemand ihnen zuhörte.

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F.X.Fischer 19.09.2016, 15:04
80. Widerspruch!

Zitat von Baal
zu erkennen: In den USA hilft Gott nur den Reichen.Das können Sie bedenkenlos glauben. Ein Land mir reichlich Armen, einer dürren Mittelschicht und ein paar "Trumps" nenne ich mal 3. Welt. Nur am Besten bewaffnet.Dafür ist Kohle reichlich da.
1) Die USA haben sich niemals und zu keiner Zeit als "Sozialstaat" proklamiert, - sie haben niemals Einwanderern und Imigranten einen roten Teppich ausgerollt oder versprochen, dass es in den USA leicht sein würde!
2) In den USA gab es immer Viertel mit Menschen die es nicht geschafft haben, - dies wird in Einwanderergesellschaften als natürlich empfunden (...etwas das uns zu lernen wohl noch bevorsteht)!
3) In den USA ist Aufstieg weiterihn sehr wohl möglich, - vorausgesetzt man hat Selbstdisziplin, Engagement und Schaffenskraft: dies beweist nicht nur die Statikstik der ostasiatischen Einwanderer, die ganz ohne Quoten, Sonderregelungen, Hilfen und Unterstützung an Unis und Schulen die Besten stellen und fortfolgend im Berufleben überproportional erfolgreich sind!

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epiktet2000 19.09.2016, 15:04
81. Nichts ist unmöglich

Da mögen Sie ja richtig liegen, Gottes eigenes Land ist ein modernes, vorbildlich verfasstes Land, einschließlich des 2. Zusatzartikels.
Es mag in 100 Jahren noch die 1776er Verfassung haben, aber es wird realiter entweder ein Polizeistaat oder ein failed state im Bürgerkriegszustand sein.

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siegip 19.09.2016, 15:04
82.

Zitat von Luna-lucia
aus Sicht eines kleinen Bürgers kennt, dem muss sich klar sein, der "Amerikanische Traum" ist ausgeträumt! Da helfen auch leine spektakulären Weltraumabenteuer nichts mehr! Man sollte das Amiland einmal differenziert in den einzelnen Bundesstaaten als einfacher Arbeiter betrachten. Die Mehrheit dieser Menschen lebt in Wohnwägen. Nur wenige Häuser ......
Dem kann ich nur zustimmen genauso habe ich dass gesehen in den 4 Jahren die ich da lebte.

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lo_n 19.09.2016, 15:17
83. Ich lebe ich nun schon seit einiger Zeit in den USA...

... genauer gesagt in Chicago, einer Stadt, in der die Sozialen Unterschiede jeden Tag sehr Deutlich sind.
Ja, es gab schon 500 Morde dieses Jahr - und wenn man sich das genau Anschaut, sind es immer die gleichen 2-3 Stadtteile in denen das passiert. Ist es dann doch mal woanders, wird ein riesen Medienrummel gemacht - aber für den Rest interessiert sich kaum wer.

Und ehrlich - man kann die Armut, die es ihr gibt mit dem, was es in Deutschland gibt, nicht vergleichen. Ich komme selber aus einer Familie, die rein Rechnerisch unter der Armutsgrenze gelebt hat - und das hat mit dem, was ich tag täglich hier sehe, nicht viel zu tun.

Durch einen "Fehler" wurde ich von meiner Versicherung zu einem Falschen Arzt, mitten im "Problemviertel" zugeordnet. Zu diesem Arzt können allerdings auch nur die Leute gehen, die sich eine Versicherung jenseits von Obama-Care leisten können. Das Elent, die Verstümmelungen, die ich dort gesehen habe - gibt es so in Deutschland nicht.
Ich wohne in einem Viertel, in dem ich eben nicht jeden Tag angst haben muss, erschossen zu werden. Hier Zahle ich dann aber auch ca. 2000$ im Monat miete (Ein-Zimmer Apartment) . Internet und Telefon gibt es nicht unter 80$. Da wird es mit den geringen Einkommen sehr schnell, sehr knapp - so auch mit dem Zugang zur Bildung.
Die Anzahl an Bettlern, die mich auf meinem Weg in die Stadt anschnorren ist deutlich höher als in Deutschland - und der Zustand der Menschen deutlich schlechter.

Ohne "Kredit-History" haben diese Leute übrigens nie eine Change, irgendeine bessere Wohnung oder so zu bekommen - da hatte sogar ich mit hohem Einkommen Probleme.

Und "Aufstieg durch Bildung" ? Dafür muss man erst mal jemanden Finden, der ihnen den Credit für das College bezahlt - davon abgesehen, das die Qualität der Schulen ziemlich stark von ihrem Wohnort abhängt..

Zum Thema Lebensmittel: Ich versuche mich, wie in Deutschland weiterhin gesund zu ernhähren, viel Frisches Gemüse und Obst. So komme ich auf ca. 1.000 Lebensmittel Kosten - und ich kaufe noch nicht mal "organic". Mit Fastfood wäre ich da deutlich günstiger - es ist eben nicht nur eine Frage der Bildung!

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rudi_ralala 19.09.2016, 15:26
84.

Zitat von muellerthomas
Die US-Rüstungsausgaben sind in absoluten Zahlen seit 2010 um 20% gefallen, der Anteil der Militärausgaben am BIP ist zudem historisch niedrig und weitaus niedrige als etwa in Russland oder Saudi-Arabien. Die Armen in den USA sind zudem zum größten Teil reicher als die Mittelklasse in den meisten europäischen Staaten.
Ihre Vergleiche hergeholt und nicht hinterfragt von "Statista" mit frisierten GDP der USA, ist nur eine Verschleierung der Tatsachen.
Die USA haben mit weitem Abstand die höchsten Militärausgaben auf unserem Planeten, das beißt erst einmal die Maus keinen Faden ab.
Wenn man das jetzt mal auf pro Kopf der Bevölkerung umrechnet, sind das in den USA 1.840 Dollar und in Russland 460 Dollar.
Wenn man sich in den USA auf den Prokopfverbrauch der Russen beschränken würde, hätten man in den rund 450 Milliarden Dollar mehr zu Verfügung, für die Armutsbekämpfung.

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Sixpack, Joe 19.09.2016, 15:42
85. Vorbilder haben wir doch Alle: Gute und Schlechte!

Zitat von lo_n
... genauer gesagt in Chicago, einer Stadt, in der die Sozialen Unterschiede jeden Tag sehr Deutlich sind. Ja, es gab schon 500 Morde dieses Jahr - und wenn man sich das genau Anschaut, sind es immer die gleichen 2-3 Stadtteile in denen das passiert. Ist es dann doch mal woanders, wird ein riesen Medienrummel gemacht - aber für den Rest interessiert sich kaum wer. Und ehrlich - man kann die Armut, die......
Da war ein Kollege von uns in Madison, gerade mal 240 km von ihren Chicago entfernt. Der kann ihnen genau das Gegenteil erzählen. Reichtum und Freiheit, gute Arbeitsbedingungen (nicht nur Geld, auch Krankenversicherungen), lockere Lebensverhältnisse. Hört sich an wie München! (wo die Obdachlosen in der Leopoldstrasse schlafen). Wie gesagt: es gibt auf jeder Seite des Ozeans Reichtum und Armut. Und wenn man auf die USA schaut, musste man im Vergleich auf Europa schauen und nicht nur auf Deutschland. Dann gehen Sie mal nach Bulgarien und schauen Sie dort mal wie die Leute leben müssen.

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Hermes75 19.09.2016, 15:50
86.

Zitat von rudi_ralala
Ihre Vergleiche hergeholt und nicht hinterfragt von "Statista" mit frisierten GDP der USA, ist nur eine Verschleierung der Tatsachen. Die USA haben mit weitem Abstand die höchsten Militärausgaben auf unserem Planeten, das beißt erst einmal die Maus keinen Faden ab. Wenn man das jetzt mal auf pro Kopf der Bevölkerung umrechnet, sind das in den USA 1.840 Dollar und in Russland 460 Dollar. Wenn man sich in den USA auf den Prokopfverbrauch der Russen beschränken würde, hätten man in den rund 450 Milliarden Dollar mehr zu Verfügung, für die Armutsbekämpfung.
Das BIP pro Kopf liegt in den USA bei ca. 53T USD, in Russland bei 15T USD.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kop f
Beim Gini-Koeffizienten liegen beide Länder übrigens ziemlich nah bei einander, d.h. der Reichtum ist in beiden Ländern ziemlich ungleich verteilt, aber in den USA auf einem viel höheren Niveau.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Einkommensverteilung
Übrigens haben die USA eine Freiwilligenarmee und müssen ihre Soldaten entsprechend attraktiv besolden. Russland hat immer noch eine Wehrpflichtarmee und die Wehrpflichtigen (knapp die Hälfte des Personals) bekommen nur ein Taschengeld.
Der Sold eines US-Rekruten beginnt bei ca. 1500 USD, ein Offizier in den russichen Streitkräften kommt auf umgerechnet 1000 USD.
Unter dem Strich kann man sagen, dass beide Länder den gleichen Anteil ihrer Wirtschaftsleistung für das Militär ausgeben. Russland hat allerdings gemessen an der Bevölkerungszahl mehr Soldaten, die aber viel schlechter bezahlt werden.
In den USA ist der Armee-Dienst für Leute aus den unteren sozialen Schichten ein Weg zum sozialen Aufstieg, das die Armee den Leuten eine Ausbildung finanziert. Das ist auch eine Art der Armutsbekämpfung.

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lo_n 19.09.2016, 15:52
87.

Zitat von Sixpack, Joe
Da war ein Kollege von uns in Madison, gerade mal 240 km von ihren Chicago entfernt. Der kann ihnen genau das Gegenteil erzählen. Reichtum und Freiheit, gute Arbeitsbedingungen (nicht nur Geld, auch Krankenversicherungen), lockere Lebensverhältnisse. Hört sich an wie München! (wo die Obdachlosen in der Leopoldstrasse schlafen). Wie gesagt: es gibt auf jeder Seite des Ozeans Reichtum und Armut. Und wenn man auf die USA schaut, musste man im Vergleich auf Europa schauen und nicht nur auf Deutschland. Dann gehen Sie mal nach Bulgarien und schauen Sie dort mal wie die Leute leben müssen.
Na ja, für mich als Gut Ausgebildete Person mit dem Entsprechenden Einkommen, ist das Leben hier auch deutlich besser als in Deutschland.
Ich habe hier einen deutlich höheren Lebensstandard, als ich ihn derzeit in Deutschland haben könnte - und auch die Arbeitsbedingungen (Wenn man mal von der Urlaubsregel absieht) auch besser - sonst würde es ja keinen Sinn machen, hier zu leben.

Nur bin ich eben noch nicht komplett Blind für mein Umfeld.

Und nein, ich habe auch etwa 1.5 Jahre in München gelebt. Das ist min den Zeltstädten hier nicht zu vergleichen. Und auch die "Wohnungen" die es in den Sozial schwächeren Teilen gibt, dann man auch nicht vergleichen.

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acitapple 19.09.2016, 15:53
88.

Zitat von seid-kritisch
Das Durchschnittseinkommen 2015 in den USA lag bei 39000 Dollar. Damit jeder innerhalb 10 Jahren Millionär wird müsste sich die Wirtschaftsleistung der USA schon heute etwa verfünffachen. Das sollte doch jedem klar machen: jeder kann Millionär werden, aber bei weitem nicht alle.
Es hat auch noch nie jemand behauptet JEDER würde automatisch Millionär werden, noch nicht mal, dass jeder WOLLTE, auch nicht von "normaler Arbeit". Nur werden Ihnen, wenn Sie wollen, dort sehr viel mehr Möglichkeiten geboten und weniger Steine in den Weg gelegt. Fragen Sie mal bei deutschen KMU womit die sich rumschlagen müssen.

Man könnte jetzt noch anfangen zu differenzieren, aber ich habe so das Gefühl das ist nicht gewollt, also lasse ich es.

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trompetenmann 19.09.2016, 16:00
89. Wieso wird hier nicht konstruktiv diskutiert?

Ob es in D oder EU besser ist oder schlechter, ändert doch an der Situation in USA nix? Die Frage, die gestellt werden darf: Die USA geben sehr viel Geld für Rüstung aus, haben aber keine mit D vergleichbare gesetzliche Krankenversicherung bzw. Sozialversicherung, oder? Wenn das so ist, warum ist das so? Vermutlich verdient eine einflussreiche Clientel gut an den Rüstungsausgaben?

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