Forum: Politik
Assange-Verfahren - wie geht es weiter mit WikiLeaks?

Julian Assange ist im Gewahrsam der britischen Polizei. Der von Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer hat sich in London den Beamten gestellt. Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?

Seite 166 von 362
fordp 08.12.2010, 20:31
1650. wenn aber alle medien (bis auf das web) zu einem gleichgeschalteten konzern gehören..

Zitat von wattisndatt??
Wir haben Meinungsfreiheit in der westlichen Welt. Sie koennen sagen was sie wollen ohne dass ihnen vom Staat her was passiert. ... Aber der Mensch ist nun mal ein traeges Tier und fuehlt sich gerne bestaetigt. Also ist meist einfacher nur das zu lesen/schauen was einem passt.
...stimmt das was sie schreiben eben nicht mehr.

beste beispiele sind da leider italien und die usa in großen teilen.

Beitrag melden
Fusionskraft 08.12.2010, 20:35
1651. wenn man's schon vorher weiss ...

Zitat von G. Henning
Ihnen ist also die Dummheit lieber, als die Schuldigen der Finanzkrisen - eben jene Investmentbasnken - festsetzen zu können?
Wenn alle schon vor der Verurteilung wissen, dass die großen bösen Investmentbanken schuld sind, warum braucht man dann überhaupt noch eine Gerichtsverhandlung? Die Amerkianer waren's! Der CIA war's! Die Investmentbanken waren's! Wenigstens sind es diesmal nicht "die Juden" ...

Schon mal drüber nachgedacht, warum so viele Banken draufgegangen sind, wenn die angeblich so an der Kriese profitiert haben? Es war auch eine große Investmentbank dabei. Leute, die behaupten, dass "Leute wie der Ackermann" hinter Schloss und Riegel gehören, rufen zu nichts anderem als Lynchjustiz auf und gehören daher selber eingesperrt! Die Wirtschaftspolitik gibt die Spielregeln vor. Die bestehenden Regeln so weit wie möglich zu den eigenen Gunsten auszunutzen ist Teil des Spiels. Da weiß jeder. Und jeder spielt das Spiel im kleinen nach, wenn er die jährliche Steuererklärung ausfüllt. Wenn Politiker nicht in der Lage bzw. unwillig sind, sinnvolle Regeln für die Wirtschaft vorzugeben, dann ist das in erster Linie erst mal versagen der Politik!

Beitrag melden
keyoz 08.12.2010, 20:38
1652. ...

Zitat von excalibur
Kann Mastercard, der sich anmaßt Leuten den Geldhahn zuzudrehen wie ein Kaiser oder König, eigentlich nicht auf den Gedanken kommen, daß besonders das Abrechnungssystem Ziel einer richtigen DDos Kampagne wird? Wieviel würde Mastercard eigentlich pro Tag an Gewinn einbüßen, wenn sowas passiert? Excal
laut bbc war das bezahlsystem direkt betroffen. leider gibt es noch keine verlässlichen angaben zur höhe des schadens. aber seien sie unbesorgt, jemand wirds schon leaken, auch wenn sich mastercard noch so sehr windet.

Beitrag melden
Karl-Friedrich 08.12.2010, 20:39
1653. §_§

Zitat von jasyd
Anscheinend denkt da selbst der Außenminister von Australien anders, denn er gab bekannt, dass die Polizei in Australien gegen ihn ermittelt. Und wenn hier im Forum jemand behauptet, dass der Rudd sich hinter Assange stellt, dann versteht er kein Englisch. Er hat Assange nur angemessenen konsularischen Beistand zugesichert, was auch seine verdammte Pflicht ist, da Assange australischer Staatsbürger ist. Die Betonung lag auf angemessenen.
Zitat von Karl-Friedrich
Und weswegen wird gegen Ihn ermittelt? Kommen Sie, helfen Sie uns auf die Sprünge. Bitte nennen Sie einen einzigen Gesetzesverstoss/Paragraphen.
Und? Ist Ihnen was eingefallen? Ach, meno. Ich dachte Sie wären so schlau.

Beitrag melden
tapuzim 08.12.2010, 20:39
1654.

Zitat von mkalus
Das Timing und die unfaehigkeit und aggressivitaet der Anklage in Schweden denke ich mal ist was vielen sauer aufstoesst.
Ich glaube kaum das Sie in der Lage sind zu beurteilen, ob die schwedische Anklagebehörde "unfähig und agressiv" ist.Herr Assange hat seit August Zeit gehabt sich ausführlich zu äussern. Der Herr hat es aber vorgezogen Schweden zu verlassen und unterzutauchen. Das zieht dann natürlich einen europäischen Haftbefehl nach sich.Aus diesem Grund ist er in GB verhaftet und sitzt bis zum nächsten Haftprüfungstermin am 2010.12.14 in U-Haft.Was ihn bewogen hat, Schweden fluchtartig zu verlassen weiss nur er. Die daraus resultierenden Konsequenzen müssten Ihm und seinem Anwalt klar gewesen sein. In meinen Augen ist dieser Mann ein Skitstövel.

Und nicht vergessen: Es geht hier um Julian Assange und nicht um Wikileaks.

Beitrag melden
mutterteresa 08.12.2010, 20:39
1655.

Manch einer verurteilt die Angriffe von Anonymous.
Wenn ich recht informiert bin, gab es von nicht definierter Seite schon vorher Angriffe auf WL. Als diese Hackversuche nicht fruchteten, wurde wikileaks.org gesperrt. Dann haben Amazon, Paypal usw. nachgezogen. Erst dann hat Anonymous mit seinen Aktivitäten begonnen.
Ich habe hier das Zitat gelesen: Wenn WL Wind säht, müssen sie den Sturm ernten.
Das kann man natürlich auch anders herum auslegen. Wenn die Politik/Wirtschaft Wind säht...

Manch einer verurteilt die Veröffentlichungen von WL. Müsste man dann nicht auch Spiegel, Guardian, New York Times und unzählige andere Nachrichtenportale verurteilen. Früher wurden brisante Themen in schummrigen Ecken persönlich an Journalisten übergeben. Heute läuft das eben über das Internet. Auch früher schon haben Zeitungen brisante Themen an die Öffentlichkeit gebracht.
WL hat die Daten nicht gestohlen. Die Daten wurden an WL weitergegeben.

Die veröffentlichten Depeschen mögen für die USA und andere Länder sehr peinlich sein. Aber der „Verräter“ ist nicht WL, der Informant sitzt in den eigenen Reihen. WL macht die erhaltenen Daten nur einem größeren Publikum zugänglich.
Wenn ich dann sehe, was hier in diesem Fall von Politik und Wirtschaft für ein Aufwand betrieben wird, Daten nachträglich zu verheimlichen, unzugänglich zu machen, zu löschen, macht mich das wütend.
Hätte ich das Wissen, mich „am Aufstand“ zu beteiligen, ich würde mitmachen. Nicht wegen WL oder den Depeschen, sondern einzig aus Prinzip gegen die schon perversen Vorgehensweisen, die hier von Seiten der Politik/Wirtschaft an den Tag gelegt werden.

Da aber meine DDos-Kenntnisse nicht über Wikipedia hinausreichen, bleibt es bei der obligatorischen Spende von 13,37 € an die Wau Holland Stiftung, die vor ~20 Minuten online getätigt wurde.

Beitrag melden
richie 08.12.2010, 20:40
1656.

Zitat von Fusionskraft
Wenn Politiker nicht in der Lage bzw. unwillig sind, sinnvolle Regeln für die Wirtschaft vorzugeben, dann ist das in erster Linie erst mal versagen der Politik!
Stellt sich nur die Frage, ob, und wenn ja von wem, dieses Versagen bewußt herbeigeführt wird...

Beitrag melden
jasyd 08.12.2010, 20:41
1657.

Zitat von Walter Sobchak
Haben Sie den Link gelesen? Wissen Sie worum es geht? Sind Sie des Englischen maechtig? Ihre Antwort hat so garnichts mit der in der Depesche geforderten Einflussnahme bei den russischen Behoerden zu tun, gefaelligst den Markt fuer VISA und MasterCard in Russland auch in Zukunft kostenlos offen zu halten. Zu Ihren Bemerkungen kann ich nur sagen: Wenn wir alle unser Geld morgen von der Bank abheben, haben nicht wir ein Problem sondern die Banken. Denken Sie mal drueber nach.
Na, dann machen Sie doch den Anfang und heben Ihr Geld ab und stopfen es ins Kopfkissen. Und wenn dann die Zentralbank die Druckpressen anwirft, um den Geldmangel zu beseitigen, wird ihr abgehobenes Geld keinen Pfifferling mehr wert sein. Wir hattem das doch schon einmal. Ich besitze noch heute einen Geldschein über eine Milliarde Mark
von meinem Vater. Er behauptete dafür bekam er am nächsten Tag nicht mal mehr ein Brot. Herrliche Zeiten die Sie uns wünschen.

Beitrag melden
Walter Sobchak 08.12.2010, 20:41
1658.

Zitat von excalibur
Kann Mastercard, der sich anmaßt Leuten den Geldhahn zuzudrehen wie ein Kaiser oder König, eigentlich nicht auf den Gedanken kommen, daß besonders das Abrechnungssystem Ziel einer richtigen DDos Kampagne wird? Wieviel würde Mastercard eigentlich pro Tag an Gewinn einbüßen, wenn sowas passiert? Excal
Das ist bereits heute passiert und passiert im Moment immer noch. MasterCard hat die Payment Server auf der gleichen IP wie die Webseite liegen. Typischer Anfaengefehler. Kein Load-Balancing, nix. Wahrscheinlich auf Grund des Kostenspardrucks. Schliesslich darf auch ein Webserver nicht zuviel kosten, das schmaelert den Profit. Was sind das nur fuer Amateure dort?

Beitrag melden
caspiat 08.12.2010, 20:41
1659. diese Italiener!

Zitat von fordp
...stimmt das was sie schreiben eben nicht mehr. beste beispiele sind da leider italien und die usa in großen teilen.
Ich bin Italiener.
Berlusconi-Italien und Hitler-Deutschland sind nur Praxisbeispiele von der "Anpassungsfähigkeit" der Bürger. Wenn's nicht anders geht, muss man eben damit leben (und im schlimmsten Fall überleben).

Reformideen gehen immer von wenigen oder kleinen Gruppen aus.

Und es ist immer eine Minderheit der Menschheit, die den Begriff "Human" weiterentwickelt, weg von den Tieren.

Beitrag melden
Seite 166 von 362
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!