Forum: Politik
Assange-Verfahren - wie geht es weiter mit WikiLeaks?

Julian Assange ist im Gewahrsam der britischen Polizei. Der von Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer hat sich in London den Beamten gestellt. Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?

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Calex 10.12.2010, 22:00
2760. Und dabei

wurde bisher das wichtigste noch garnicht thematisiert. Nämlich, das Hillary Clinton die Anweisung gab durch das Diplomaten Corps die gesamte UNO Elite auszuspionieren. Inkl DNA und Retinascans und allen privaten und beruflichen Aktivitäten. Dafür müssten sie und Obama eigentlich zurücktreten!

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chatter 10.12.2010, 22:02
2761. Freiheitsphilosoph

Zitat von Atomkrafteimer
Ich lese immer nur Freiheit... Wahre uneingeschränkte Freiheit für jeden ist genau so ein theoretisches Hirngespinst wie der Kommunismus. In der Praxis kann es größtmögliche Freiheit für jeden nur dann geben, wenn diese Freiheit klar definiert und durch einen Ordnungsrahmen begrenzt wird. Die Rechte des einen enden dort, wo sie mit den Rechtem des anderen kollidieren. Andernfalls wären wir wieder bei der natürlichen Anarchie, bei der Freiheitsrechte nur nach der Stärke des Einzelnen verteilt werden. Eigentlich Logisch. Somit hat es auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, wenn ich andere dazu aufhetze Straftaten zu begehen. Denn auch die Opfer der Straftaten haben auch Rechte, die dadurch verletzt würden. Gleiches gilt für die "Informationsfreiheit". Auch diese muss Grenzen kennen - vor allem natürlich im privaten Bereich. So habe ich z.B. das Recht an meinen persönlichen Informationen und logischerweise auch das (Geheimnis-)Recht diese nicht uneingeschränkt mit meinen Nachbarn zu teilen. WikiLeaks hat doch angekündigt bald gewisse Informationen bezüglich Banken zu veröffentlichen. Banken sind der Natur nach private Unternehmen. Wie sieht es hier mit der Informationsfreiheit bzw. dem Geheimnisrecht aus? Gilt dieses für Unternehmen auch oder nicht? Falls nicht, würde das doch bedeuten, dass bürgerliche Freiheit nicht auf die Wirtschaft (vom Großkonzern bis zum Kleinbetrieb) übertragen werden könnte. Welche Folgen das hätte, muss man glaube ich nicht erwähnen. Ich finde man sollte generell etwas vorsichtiger sein mit den Begrifflichkeiten und vor allem, die Dinge etwas differenzierter betrachten.
Atomkrafteimer, Sie haben die Freiheit hier dummes Zeug zu philosophieren. Was Sie da fordern, ist nichts weniger als ein Recht auf Geheimhaltung von Verbrechen. Bestraft werden soll nach Ihrer Ansicht wohl derjenige, der Verbrechen aufdeckt, wenn er dafür "private" Daten (von Banken, Großunternehmen, Regierungen) benutzt.

Die Wahrheit ist, lieber Eimer, dass öffentliche Institutionen - und dazu zählen auch börsennotierte Aktiengesellschaften (auf englisch public companies) - primär dem Menschen zu dienen haben. Eine Privatsphäre zum Vertuschen von Verbrechen hat es da nicht zu geben.

Ganz im Gegensatz zur privaten Einzelperson: die darf lügen, um sich nicht selbst zu belasten.

C

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Ylex 10.12.2010, 22:10
2762. Man weiß alles schon vorher

Mich beschäftigt die Frage, ob sich zum Beispiel ein zweifellos bedeutendes Presse-Organ wie der SPIEGEL unter dem Phänomen Wikileaks verändert – immerhin öffnet Wikileaks Türen, die bisher verschlossen waren. Aber macht nicht auch die Einsicht in das Profane politischen Handelns die Neugier darauf profan? Hinzu kommt, dass man die eigene Neugier immer wieder als solche stilisieren muss, weil sie im Grunde nicht vorliegt, weil man nämlich alles schon vorher weiß, deprimierend irgendwie, oder schlicht professionell - mir fällt dazu in diesem Augenblick Hüsch ein, der einmal einen ganz interessanten Kommentar dazu machte, vor Publikum, ich guck mal...... ja, hier ist er also:
http://www.youtube.com/watch?v=oD16HG0JHTo

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ernesto c 10.12.2010, 22:13
2763. Wikileaks und Andere

Zitat von sysop
Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?
Ob die Plattform nun Wikileaks heisst oder Brandnews oder oder oder. Der Punkt ist, dass durch die bestehenden Moeglichkeiten heutiger Technologie JEDER eine Webseite erstellen kann und darauf Inhalte publizieren kann, die von JEDEM mit Internetzugang, ob in China, in US, im Iran, in Good Old Germany, usw usw usw eingesehen werden koennen. Wenn dies nicht mehr von Wikileaks gemacht wird, dann eben von Anderen.
Und warum auch nicht ? Wollen wir uns wirklich den ganzen Tag von einer Mischung aus PR und Werbung, die in jedem Medium verbreitet wird, dauerberieseln lassen ? Die Wikileaks dieser Welt werden nicht untergehen.

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stanis laus 10.12.2010, 22:24
2764. Das ist Internet

Es wird mir immer klarer, warum die Mächtigen, auch die mächtigen Journalisten, gegen Wikileaks sind.

Wikileaks bekämpft die Lüge und Herrschaft gibt es nur über die Beherrschung der Köpfe, sprich der Information, was einer wissen darf.

Wenn nun diese Art der Lüge beseitigt ist und die Informationen für jeden verfügbar werden, ist Herrschaft nicht mehr möglich.

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Landegaard 10.12.2010, 22:30
2765.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...733805,00.html

Interessante Deutung. Da entfernen sich Zahlungsverkehrsfirmen weit von ihrem Geschäftszweck und wenn der Fehdehandschuh aufgenommen wird, ist die Meinungsfreiheit in Gefahr. Ich finde die "Gegenangriffe" nur konsequent, zumal sie sich in völlig gesitteten Bahnen bewegen.
Wenn Geldüberweiser politisch Position beziehen, müssen sie mit den Konsequenzen klar kommen.
Wikileaks ist ein Medium, was gebraucht wurde. Nun ist es da und anstatt die Politik ihre Konsequenzen aus dieser Entwicklung zieht, zieht sie in den Krieg dagegen und jammert nun rum, dass diejenigen, die den Wert von Wikileaks kennen, sich zur Wehr setzen. Nun kommt der pseudomoralische Gegenschlag

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jasyd 10.12.2010, 22:30
2766.

Zitat von chatter
Atomkrafteimer, Sie haben die Freiheit hier dummes Zeug zu philosophieren. Was Sie da fordern, ist nichts weniger als ein Recht auf Geheimhaltung von Verbrechen. Bestraft werden soll nach Ihrer Ansicht wohl derjenige, der Verbrechen aufdeckt, wenn er dafür "private" Daten (von Banken, Großunternehmen, Regierungen) benutzt. Die Wahrheit ist, lieber Eimer, dass öffentliche Institutionen - und dazu zählen auch börsennotierte Aktiengesellschaften (auf englisch public companies) - primär dem Menschen zu dienen haben. Eine Privatsphäre zum Vertuschen von Verbrechen hat es da nicht zu geben. Ganz im Gegensatz zur privaten Einzelperson: die darf lügen, um sich nicht selbst zu belasten. C
Und wieder fehlt das Verständnis für die englische Sprache.
A public company ist keine öffentliche Institution im deutschen Sinne. Public Television is allgemeines Fernsehen, während in Deutschland das öffentliche Fernsehen
ein staatliches Fernsehen ist.

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Petra Raab 10.12.2010, 22:34
2767.

Zitat von ernesto c
Und warum auch nicht ? Wollen wir uns wirklich den ganzen Tag von einer Mischung aus PR und Werbung, die in jedem Medium verbreitet wird, dauerberieseln lassen ?
Stimmt.
Im Grunde macht Wikileaks das, was die Medien eigentlich
machen müssten. Informationen weitergeben.
Stattdessen wird Meinung gebildet, was immer einer
Manipulation gleichkommt. Ein gutes Medium gibt
Informationen weiter und lässt sich jeden selbst
die Meinung bilden.
Im Grunde zeigt Wikileaks auch damit auf, wie viele
Informationen es tatsächlich dort draußen gibt und
nicht nur ein und diesselben, die sich in jedem
großen Medium ähneln.
Genauso legt man auf die Mutmaßungen und Meinungen
von Journalisten nicht wirklich großen wert, ist
es doch immer nur eine indiviuelle Betrachtungsweise.
Besser ist es, ohne viel zutun von Ego, einfach zu schreiben was dort draußen alles passiert, so dass
sich jeder selbst ein Bild von den Dingen machen kann.

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MaxGrabowski 10.12.2010, 22:37
2768. Worth watching 2

Walmart Public Service Announcement
http://www.youtube.com/watch?v=Czoww2l1xdw

Und dazu die Sicht eines besorgten Bürgers:

Walmart and Homeland Security have a message for you!
http://www.youtube.com/watch?v=DtlO7joiv8Q

Fehlt nur noch, daß das BMI uns demnächst auffordert, das Leben der anderen zu überwachen.

Obwohl, war da nicht was mit Körting?

Fragt sich wer paranoider ist, der Bürger vor dem Politiker oder der Politiker vor dem Bürger.

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xepdas 10.12.2010, 22:38
2769.

Zitat von Landegaard
Interessante Deutung.
Ja.

Und die intellektuelle und journalistische Bankrotterklärung des Herrn Konrad Lischka.

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