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Assange-Verfahren - wie geht es weiter mit WikiLeaks?

Julian Assange ist im Gewahrsam der britischen Polizei. Der von Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer hat sich in London den Beamten gestellt. Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?

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Kontra 11.12.2010, 08:19
2800.

Zitat von Petra Raab
Nein, ich will, dass eine Evolution stattfinden, denn dass der Stärkere den Schwächeren frisst, gab es ja schon immer.
Wenn Sie einmal dabei sind die Welt umzuwälzen, lassen Sie die Sonne doch bitte 12° weiter östlich untergehen denn kann ich den Sonnenuntergang vom Balkon aus beobachten, und am Perpetuum Mobile hat sich auch schon lang keiner mehr geschafft, in Zeiten steigender Energiepreise wäre dies auch eine ganz feine Sache.
Ich freu mich auch schon auf die Zeiten wo die Schwächeren die Stärkeren fressen, sind die Schwächeren den die Stärkeren und die Stärkeren die Schwächeren, Sie und Ihre Freunde machen mich ganz wuschig. Und wenn Sie ganz gut sind kriegen Sie es hin und finden für Assange eine Frau die freiwillig mit ihm schläft.

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wakaba 11.12.2010, 08:21
2801. Wikileaks zieht den Soziopathen die Hosen runter.

Die USA zeigen gerade auf das es nur Justiz in Ihrem Sinne geben darf und somit der Rechtsgrundsatz: Gleiches Recht für alle nicht angewendet wird. Daher darf der Spiegel auch nicht von Selbstjustiz reden wennn eigentlich drum geht: Gleiches Recht für alle.

Nun ist aber Schweden ein Vasall der USA und wurde schon öfters als Proxi für US-Recht,gleichbedeutend für US-Interessen, eingesetzt. Die schwedische Justiz und die schwedische Militärführung sind Quislinge.

Das sich jetzt weltweit Bürger formieren und sagen genug ist genug und reihenweise Kollaborateure wie Mastercard, Amazon und Paypal aus dem Netz entfernen ist eine Kampfansage an ein System das nur verbrannte Erde hinterlässt zum Nutzen einiger weniger Psycho- und Soziopathen. Das Casino muss massivstens reguliert werden, Multis auf regionale und unabhänige Grössen aufgebrochen und Zollwälle wieder aufgebaut werden.

Wikileaks ist ein Hoffnungschimmer für eine transparentere und bessere Welt in der kein Soziopath sein zerstörerisches Spiel mehr unbemerkt treiben darf.

Der Kampf gilt der Ursache: Machen wir die Soziopathen in Regierung, Wirtschaft, Politik unschädlich.

Das der Spiegel durch Wikilieaks einen Teil seines Einnahmepotentials verliert ist klar. Die Deutungshoheit ist halt schon lange nicht mehr orange da durchs Netz mit jedem Moment mehr mündige Bürger entstehen. Das ist gut so.

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Ylex 11.12.2010, 08:23
2802. Der dritte Mann

Zitat von stanis laus
Wikileaks bekämpft die Lüge und Herrschaft gibt es nur über die Beherrschung der Köpfe, sprich der Information, was einer wissen darf. Wenn nun diese Art der Lüge beseitigt ist und die Informationen für jeden verfügbar werden, ist Herrschaft nicht mehr möglich.
Herrschaft bleibt wohl möglich, aber nicht mehr auf die gewohnte Art und Weise. Die Steuerung der öffentlichen Meinung durch gezielte Desinformation wird erschwert – die Lüge trägt nicht mehr, sie läuft ständig Gefahr, entlarvt zu werden und in das Gegenteil der gewünschten Wirkung umzuschlagen. Plötzlich bricht ein dritter Mann den eingeübten Konsens auf, Julian Assange, Symbolfigur für eine Gefahr, die das politische Establishment erst jetzt in vollem Umfang zu erkennen beginnt: das freie Internet.

Jürgen Habermas führte in der Nachkriegszeit den Begriff „Arkan-Disziplin“ ein, um damit den Herrschaftsüberbau der Geheimhaltung zu problematisieren – diese Disziplin bzw. ihre Infragestellung wird mit Wikileaks aktueller denn je: Sie treibt Regierungen, Verwaltungen und Medien um. Es gilt, irgendwie einen Deckel auf dieses sprudelnde Fass zu pressen, doch man übersieht dabei, dass man es mit einem Fass ohne Boden zu tun hat. Stuttgart21 ist ein sehr gutes Beispiel für den Zerfall der Arkan-Disziplin, hier funktionieren die klandestinen Voraus-Entscheidungen der Clique nicht mehr, sie reagiert darauf mit Entsetzen und Hilflosigkeit: Bisher war es nämlich nicht vorgesehen, demokratische Partizipation über Formalismen hinaus wirklich zuzulassen. Die Mächtigen spüren, wie ihre Macht in einer neuen Transparenz und in einem unerwarteten Mitsprachebegehren zu zerrinnen droht, sie fühlen sich angegriffen – zu Recht, und sie werden sich wehren.

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Sumerer 11.12.2010, 08:29
2803. Der Internetweltuntergang findet nicht statt ...

Zitat von sysop
Julian Assange ist im Gewahrsam der britischen Polizei. Der von Schweden wegen Vergewaltigungsverdachts gesuchte WikiLeaks-Gründer hat sich in London den Beamten gestellt. Wie geht es nun weiter führ WikiLeaks?
"Information warfare is the use and management of information in pursuit of a competitive advantage over an opponent. Information warfare may involve collection of tactical information, assurance(s) that one's own information is valid, spreading of propaganda or disinformation to demoralize or manipulate the enemy and the public, undermining the quality of opposing force information and denial of information-collection opportunities to opposing forces. Information warfare is closely linked to psychological warfare."

http://en.wikipedia.org/wiki/Information_warfare

Nach diesem nicht tödlichen und nur vorläufigem Enthauptungsschlag, können alle erst einmal nachdenken, bzw. ihren IW-Aktivitäten entfesselt weiterhin fröhnen.

Es findet weiterhin statt, was immer schon in Internetzeiten stattgefunden hat. Dazu reicht ein aufmerksamer Blick, in die eigenen Firewall-Protokolle. Einige Aktivisten fliegen auf, weil sie sich zungeschnalzend in "Honeypots und IDS" verirrt haben, manche scheitern an ihren Protokollhinterlassenschaften, andere finden per Zufall eine Informationsstöberkiste - die Welt geht deshalb nicht unter.

http://www.infowar.com/

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stirnrunzler 11.12.2010, 08:36
2804.

Zitat von NOtU
wer redet denn von uneingeschränkter? wir sind nur im moment einfach daran gebunden das zu glauben was man uns auftischt. kontrolle darüber zu haben ob es auch wahr ist, und vor allem ein wenig mehr darüber zu wissen wer in unserem namen im ausland zivilistenmorde begeht sollt doch wohl das mindestrecht eines jeden guten demokraten sein.
Richtig und genau das erleben wir zur Zeit massiv. In dem, was sich "Nachrichten" nennt, wird beinahe ausnahmslos von Hackern und Vergewaltigung berichtet. Es wird also entweder inkompetent oder absichtlich falsch berichtet. Und um einen solchen traurigen Status der "Meinungsbildung" und "Informationsversorgung" aufrecht erhalten zu können, wird Wikileaks derart bekämpft. Und nun denke man in anderen Dimensionen der politischen, militärischen und finanziellen Interessen - da schafft es kaum etwas in die Nachrichten und wenn, dann strikt gefiltert und oft genug rein erlogen. Ich bin dafür, daß sich jeder Bürger, in dessen Namen und mit dessen Blut und Geld "Staat" zu handeln vorgibt, selbst dort informieren kann, wo er möchte. Zensur oder Unterschlagung von Informationen hat nicht statt zu finden.

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sehdarm 11.12.2010, 08:46
2805.

Zitat von DerBlicker
oder was glauben Sie,was der BND macht? Fr. Clinton muss nicht zurücktreten, aber Sie muss eben mit Veröffentlichungen von Wikileaks leben, wenn sie ihren Saftladen nicht unter Kontrolle hat.
Na dann beschäftigen Sie sich mal etws mit der Charta und der Geschichte der UN.
Womöglich hält sich da niemand dran, aber wer sie schamlos dabei erwischt wird, der sollte in der Tat die Konsequenzen ziehen. Dass es so ruhig ist und weder Russen noch Chinesen etwas sagen liegt aber wohl wiederum daran, dass die jeweils alles über sich und ihre Aktionen wissen.

Was Clinton veranlasst hat ist zumindest ein Skandal, wenngleich er allerorten kalt gekocht wird!

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aki-108 11.12.2010, 09:24
2806.

Zitat von dramaticmoments
Haben Sie schon mal so ein Ding gelesen? Sollten Sie spaßeshalber einmal tun. Das Zeug ist auf englisch und die Schreiberlinge sind oft unkaputtbare Dampfplauderer. Da lesen Sie ewig dran rum an so einem Ding. Was glauben Sie, was das dauert? Wenn man es mit was richtig Geschriebenem vergleichen wollte, dann denke ich, das Ausmaß von Thomas Manns Zauberberg ist inzwischen locker erreicht. Thomas Mann konnte halt besser schreiben.
interessant ... nein, ich hatte nur ein exemplarisches gelesen, und das war kurz gehalten; egal;

gruß, und bis dann

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kleiner-moritz 11.12.2010, 09:31
2807. Deutschland unterhält ein staatliches Denunzianten-Portal

Zitat von roflem
lesenswert....
Na wenn die Taz was dagegen hat, dann ist das doch fast schon ein Grund dafür zu sein!

Übrigens, wissen Sie nicht, dass es ein staatliches Denunzianten-Portal zur Anzeige von Korruptionsfällen in Deutschland gibt?

Und nun raten Sie mal: Warum ist in Deutschland die Bestechung von Abgeordneten nicht strafbar?
Ganz einfach, weil kaum ein Parlament noch beschlussfähig wäre!

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stormking 11.12.2010, 09:47
2808.

Zitat von Atomkrafteimer
Ach so ist das. Mit anderen Worten, wenn ich, als Unternehmen, genug Kunden habe muss also proportional meine Entscheidungsfreiheit verringert werden.
Je mächtiger jemand ist, desto genauer muß ihm auf die Finger geschaut werden. Das gilt natürlich auch für private Unternehmen, ist doch klar!

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Walter Sobchak 11.12.2010, 10:31
2809.

Englische Doku aus Schweden ueber wikileaks. Unbedingt anschauen!
http://svtplay.se/v/2264028/wikirebels_the_documentary

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