Forum: Politik
Athens Empörung über Asylpolitik: "Österreichs Vorgehen ist feindselig"
REUTERS

Flüchtlingsgipfel ohne Griechenland? Aus Protest zieht Athen seine Botschafterin zurück. Aber es geht um mehr als einen diplomatischen Affront - der Zusammenhalt in der EU steht auf dem Spiel.

Seite 8 von 23
Willi Wacker 26.02.2016, 14:29
70.

Zitat von Neapolitaner
Entweder Athen und Berlin schließen also ein Abkommen über den freien Transfer nach Deutschland - dann würde der "Balkan" inkl. Österreich kooperieren - oder eben nicht. Dann kann aber die Grenze nicht offenbleiben. Also, entweder oder, der Ball liegt in Berlin.
Warum soll sich der "Balkan" jetzt auf einmal bücken?
Schliesslich hat Deutschland jüngst den Balkan zu einer sicheren Herkunftsregion erklärt und schickt die Menschen aus Deutschland wieder zurück.
Finden die das lustig, wenn die Plätze in D gesäubert werden, um weiter gereisten Menschen Platz zu machen?

Beitrag melden
siegip 26.02.2016, 14:30
71. Griechenlandhilfe?

Die Griechen sollten nicht vergessen dass auch wir Österreicher einen ordentlichen Teil zur Hilfe beigetragen haben jetzt sind sie dran ihren zu leisten.

Beitrag melden
cemcan1 26.02.2016, 14:31
72.

Zitat von KuGen
GRiechenland blockiert seit langen einen nachhaltigen Schutz der Aussengrenze. Da Österreich keinen Fortschritt bei Griechenland erkennen konnte, hat man mit anderen Staaaten eine andere Lösung gesucht.
Mit Verlaub HERR/FRAU KuGen was sie hier behaupten ist schlichtweg falsch..Zwischen einer nachhaltigen Überforderung und einfach dem Ende der Kapazitäten in jeglicher Hinsicht und dem bewussten Durchwinken ist ein meilenweiter unterschied !!!

Beitrag melden
Willi Wacker 26.02.2016, 14:31
73.

Zitat von kunibertus
hat doch der Türkei viel Geld versprochen, wenn es die in Griechenland über das Meer angekommenen Flüchtlinge wieder zurück nimmt. Mit dem Geld nehmen klappt das ja schon ganz gut, mit der Rücknahme der Flüchtlinge wohl weniger.
Wie man liest, ist an die Türkei bislang kein Cent überwiesen worden. Warum also sollten die in Vorleistung gehen?

Beitrag melden
Johannes60 26.02.2016, 14:32
74. Lösung näher??

Eins hat Österreich offenbar geschafft: Es spitzt die Krise zu. Da Krisen bekanntlich meist erst dann gelöst werden, wenn sie ihren Höhepunkt erreicht haben, kommt man jetzt vielleicht einer Lösung näher.

Es war/ist unerträglich, dass Italien und Griechenland über so lange Zeit unter Mißachtung von EU-Regeln die Flüchtlinge einfach durchwink(t)en und ebenso unerträglich, dass so viele EU-Staaten sich weigern, einen Teil der Last mitzutragen.

Beitrag melden
durchfluss 26.02.2016, 14:33
75. Ursache und Wirkung

Mich würde mal ein Hintergrundbericht interessieren inwieweit die griechische "Tür auf" Politik nicht sogar ein bedeutender Wendepunkt war, denn plötzlich war die Flucht nach Europa erfolgreich (und man konnte z.b. von Tunesien mit dem Billigflieger über Ankara nach Deutschland kommen). Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass den Griechen hier ihre Massnahmen dann letztlich doch um die eigenen Ohren fliegen könnten (so wie der Türkei ihr Gezündel im syrischen Bürgerkrieg) und tatsächlich ist es für mich auch ein weiteres Indiz, dass die Zusammenarbeit in Europa wohl nicht mehr möglich ist. Daran ist aber auch Schäuble und Co. schuld und nicht nur "die anderen".

Beitrag melden
Willi Wacker 26.02.2016, 14:34
76.

Zitat von wll
... Da sind nicht allein die Österreicher schuld, sondern die Totalverweigerung weiter Teile der EU-Staaten...
Solange D Jedem ein leistungsloses Dasein gewährleistet und der Magnet angeschaltet bleibt ...

Beitrag melden
denny101 26.02.2016, 14:36
77.

Das sollte den Griechen und am besten auch anderen Schlaumeiern eine Lehre sein: GR hat jahrelang und zuletzt sogar mit freudigem Hinweis von seiten hoher Offizieller,
dass auch Terroristen gegen Berlin ziehen würden, einfach alles durchgewunken und sich um eine europäische Abtimmung nicht geschert.
Übrigens genauso wie Italien, das sich nach 50000 Flüchlingen von einer Invasion von "illegalen Migranten" erdrückt wähnt,
in Wahrheit aber mit südländischer Schläue praktisch 80% seiner Ankömmlinge in den Norden weiterleitet.
Ich sehe es mit Genugtuung, dass egoistisches oder sogar böswilliges Verhalten doch hin und wieder auf den Verursacher zurückfällt.
Sich in einer Gemeischaft als Rüpel aufzuführen sollte sich hin und wieder mal auch nicht auszahlen !

Beitrag melden
sl2014 26.02.2016, 14:36
78.

Zitat von privatbahn
......................... Mal ehrlich ein größeres Wahlkampfgeschenk hätte die CDU vor den drei Landtagswahlen doch gar nicht bekommen können, als die kategorische Grenzschließung von Spielfeld bis Idomeni.
Der deutsche Wahlbürger ist nicht ganz so dumm und weiss genau: Die Menschen werden sich eben einen anderen Weg suchen. Oder abwarten, bis sie nach Deutschland transportiert werden. Dies wird zweifelsohne passieren, ungarische Szenen will Frau Merkel nicht.
Die CDU setzt nach wie vor auf "europäische Solidarität" und die Türkei. Ausserdem auf einen NATO-Schiffsverband, der Radaraufklärung leisten soll.
Die einzig vernünftige Massnahme sind gut ausgestattete Lager in den Nachbarländern und diplomatische Aktivitäten zur Beendigung des Krieges.

Beitrag melden
Einar 26.02.2016, 14:36
79. Danke Österreich!

Man kann Österreich für seine Haltung, Initiative und Maßnahmen nur dankbar sein. Griechenland hat sich in der Vergangenheit nicht gerade als verlässlicher Partner erwiesen. Sowohl in der Finanzkrise als auch in der Flüchtlingskrise wurden personelle Hilfsangebote der EU-Staaten kategorisch abgelehnt. Es kann keine Rede davon sein, Griechenland im Stich gelassen zu haben. Griechenland hat es sich, gefördert durch die Politik unserer Regierung in der Haltung des Nichtstuns und des Durchwinkens bequem eingerichtet. Nun wird versucht, wieder neue Erpressungsargumente hoffähig zu machen. Damit machen Österreich und die Balkanstaaten nun Schluss und übernehmen nicht nur im eigenen Interesse Verantwortung für Europa. Viel zu lange haben wir gehört, „der soundsovielte ist ein entscheidendes Datum“, „nach dieser Konferenz wissen wir mehr“, „zu diesem Anlass werden Beschlüsse gefasst“ – leider ist in der Zwischenzeit nicht einmal nichts passiert, sondern die Probleme sind größer geworden. Nun die letzte Merkelsche Hoffnung auf einen so unzuverlässigen und zweifelhaften Partner wie die Türkei zu richten, ist schon mehr als abenteuerlich und wird die Probleme nur vergrößern. Die Griechen sind bei ihrer Aufgabe personell und materiell zu unterstützen, aber das Durchwinken in den EU-Staat mit der wohl größten Sozialindustrie, die sich mehr und mehr aufzublähen sucht, und der besten Rundum-Sorglos-Versorgung muss eine Ende haben.

Beitrag melden
Seite 8 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!