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Atom-Streit: Merkel fürchtet die Ausstiegsnörgler

Atomausstieg? So schnell wie möglich! Das ist das Credo der Kanzlerin. Doch Angela Merkel meidet eine konkrete Jahreszahl, wartet ab und gibt keine Führung vor. Umweltminister Röttgen und CSU-Chef Seehofer drängen aber zur Eile. Denn längst wittern die Gegner einer raschen Energiewende ihre Chance.

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kraij 20.04.2011, 14:37
170. Ja

Zitat von n+x
Klar sind die daran interessiert an den deutschen Geld zu verdienen. Bei hohem Windaufkommen gibt es noch Geld dazu wenn die den Strom nehmen, bei Flaute können sie teuer verkaufen. NorGer kann aber nicht 60 sondern nur ein AKW ersetzen.
Bei nur einem Tiefseekabel. Informieren sie sich doch mal anstatt sich die Infohäppchen einzeln zuführen zu lassen!
Das Potential ist weitaus größer.

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Knutie 20.04.2011, 14:38
171. °

Zitat von n+x
Nein, ich meine wie es zu dieser Veränderung kommt.
Karzinogene stören bei der Zellteilung. Kinder haben einen höheren Stoffwechselumsatz als Erwachsene. Die Zellen von Kindern müssen sich auch aufgrund des Wachstums viel schneller vermehren als bei Erwachsenen.
Und gerade blutbildende Zellen bei Kindern teilen sich extrem oft und schnell. Gleichzeitig sind die Reparaturmechanismen bei Kindern noch nicht voll ausgebildet. Die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden schädlichen Zellmutation von blutbildenden Zellen ist bei Kindern, je jünger desto senistiver, deshalb viel größer.
Dass radioaktive Strahlung die Zellteilung stört, steht wohl außer Frage.

Zitat von
Bei der Strahlung ist es eben nicht klar. Um Tschernobyl, unter sehr hohen Belastungen kam es zur Erhöhung aller möglichen Krebsarten. Nur die Leukämierate stieg nicht an. Auch nicht bei Kindern.
Doch, sie stieg an, aber nicht in dem Maß wie erwartet. Dafür stiegen andere Krebsarten wie Magen- und Darmkrebs an, die vorher bei Kindern so gut wie gar keine Rolle gespielt haben.
Die Zahl der Totgeburten und die Säuglingssterblichkeit stieg ebenfalls drastisch an. Was ist, wenn diese Fälle die Leukämiefälle verdecken?
Ein Kind, welches mit 6 Monaten an einer anderen Krankheit stirbt, kann nicht mit vier Jahren an Leukämie erkranken.

Zitat von
Wenn Sie trotzdem der Meinung sind die erhöhte Rate käme von der Strahlung wären Kernkraftwerke übrigens immernoch besser als Kohlekraftwerke.
Ich weiß, was Sie meinen und da ist auch etwas dran. Bloß ist die radioaktive Emission im Normalbetrieb von AKWs mit 0,1 MicroSv/a trotzdem viel höher als von Kohlekraftwerken. DIe allermeisten radioaktiven Isotope bleiben in der Asche und den Staubfiltern hängen. Und die fällt noch nicht mal unter die Kategorie schwachradioaktiv.

Heroin wird nicht dadurch ungefährlicher, weil mehr Alkohol als Heroin konsumiert wird.

Zitat von
Eher ein Formulierungsfehler. Es wurde untersucht, ob in der Nähe von KKW die Rate erhöht ist; folglich wurden KKW als mögliche Ursache in Betracht gezogen.
Ja, aber es war in der Studie nicht Gegenstand der Untersuchungen. Die Aussage im Fazit der Studie, dass ein Ergebnis der Studie sei, AKWs können aufgrund von zu geringer Strahlungsbelastung nicht als Ursache ausgemacht werden, ist deshalb völlig daneben.

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Knutie 20.04.2011, 14:54
172. °

Zitat von n+x
Dass der bloße Anblick einer Reaktorkuppel unschädlich ist, ist auch nicht erwiesen.
Nun, um ein Objekt überhaupt sehen zu können, muss das Objekt Strahlung aussenden und wenn es nur reflektierte Strahlung ist. ;)

Zitat von
Nein, das ist nicht erwiesen. (hier drehen wir uns im Kreis).
Gut möglich, dass wir uns drehen, aber Kinder sind nun mal aufgrund ihres durch das Wachstum, der körperlichen Entwicklung bedingtem erhöhtem Stoffwechsel viel sensitiver.
Zitat von
Nein, nach Ihrer Quelle ist die größte Häufung zwischen 0 und 5 km. die zweite Graphik "Die folgende Abbildung zeigt das relative Risiko (~odds ratio) in den 7 Entfernungszonen, und die Regressionslinie mit dem reziproken Abstandsmodell."
Ich kann weder in der Studie, noch in der Kritik, etwas zu der Bevölkerungsdichte finden. Auch spielt ja die mit wachsendem Abstand zunehmende größere Fläche ein Faktor dar. Auch dazu kann ich nichts finden. Inwieweit diese Faktoren berücksichtigt worden sind, lässt sich m.E. nicht sagen.

Zitat von
Es wurden nicht einzelne AKW sondern die Summe aller AKW betrachtet. Bei einzelnen ist die Fallzahl zu gering.
Ja, aber eine geringe Fallzahl bei einzelnen AKWs widerspricht nicht der Aussage.

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n+x 20.04.2011, 16:47
173. ...

Zitat von kraij
Bei nur einem Tiefseekabel. Informieren sie sich doch mal anstatt sich die Infohäppchen einzeln zuführen zu lassen! Das Potential ist weitaus größer.
NorGer ist ein Projekt bei dem es um ein Kabel der Leistung 1400 MW geht. So ist das nun mal. Für weitere Kabel gibt es derzeit keine konkreten Pläne.
Ob die Norweger ihre Wasserkraft ausbauen bleibt denen überlassen.

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n+x 20.04.2011, 17:10
174. ...

Zitat von Knutie
Dass radioaktive Strahlung die Zellteilung stört, steht wohl außer Frage.
Nur für hohe Dosen.
Zitat von Knutie
Doch, sie stieg an, aber nicht in dem Maß wie erwartet.
Nein, sie stieg gar nicht an. Weder nach dem Unfall verglichen mit weniger belasteten Gebieten noch nach dem Unfall verglich mit vor dem Unfall.

http://www.bmu.de/files/pdfs/allgeme...reaustr_01.pdf

Zitat von Knutie
Ich weiß, was Sie meinen und da ist auch etwas dran. Bloß ist die radioaktive Emission im Normalbetrieb von AKWs mit 0,1 MicroSv/a trotzdem viel höher als von Kohlekraftwerken.
Da gehen die Meinungen auseinander (s. Link unten). Dazu kommen jedoch Schwermetalle, Feinstaub, Dioxin; auch nicht gerade gesund.

Zitat von Knutie
DIe allermeisten radioaktiven Isotope bleiben in der Asche und den Staubfiltern hängen. Und die fällt noch nicht mal unter die Kategorie schwachradioaktiv.
Laut BUND bleiben da 99,5% drin. Die NRW-Kraftwerke kommen demnach auf 8000 t Staum jährlich.
http://www.bund-nrw.de/fileadmin/bun...en_11_2008.pdf

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oida_ouden_eidos 21.04.2011, 14:35
175. Da hilft nur eins:

Zitat von n+x
Laut BUND bleiben da 99,5% drin. Die NRW-Kraftwerke kommen demnach auf 8000 t Staum jährlich.
Licht aus, Fernseher aus, Stereoanlage aus, Heizung aus, Computer aus ... ins Bett legen bis alles aus.

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raju1956 25.04.2011, 13:59
176. Schaun wir mal...

Zitat von sysop
Atomausstieg? So schnell wie möglich! Das ist das Credo der Kanzlerin. Doch Angela Merkel meidet eine konkrete Jahreszahl, wartet ab und gibt keine Führung vor. Umweltminister Röttgen und CSU-Chef Seehofer drängen aber zur Eile. Denn längst wittern die Gegner einer raschen Energiewende ihre Chance.
Das unsere Atomkanzlerin wartet war klar! Sie will ihren Freunden ja nicht die Milliarden-Gewinne vermiesen. Sie tut doch 'eh nur etwas, wenn es gar nicht mehr anders geht! Sie ist keine Führungskraft in der Koalition, sie ist die Diktatorin dieser angebl.Regierung.
Warum sollen nicht die vier grossen Energiekonzerne aus ihren Milliardengewinnen den Netzumbau finanzieren? Da geht das allgemeine Recht auf sichere Versorgung vor Gewinnmaximierung! Ausserdem sollten die Atomkonzerne langsam mal sehen, das sie genug Geld für die Endlagerung sparen. Auch das darf nicht zulasten der Bevölkerung gehen. Zur Not müssen die Betriebe dann eben Verstaatlicht werden, natürlich mit allen Gewinnen der letzten Atomjahre! Auch die Führer solcher Unternehmen sollten mit ihrem gesamten Vermögen für neue Lösungen geradestehen!

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Jay2Cees 25.04.2011, 17:11
177. Halbwissen, aber total überzeugt von sich

Zitat von Luna-lucia
schon mal was von Neutronen(Strahlen) gehört? Das sind zellzerstörende Strahlen, die bei JEDEM!! Kernzerfall entstehen. NUR! Weil Neutronen eben elektrisch und magnetisch neutrales Verhalten zeigen, heißt - sie können NICHT abgeschirmt werden - sie durchdrinegn ungestöhrt alles Biologische, und sind deshalb so extrem gefährlich.
Neutronen sind halt keine Neutrinos. Die Neutronen sind durchaus abschirmbar; darauf beruht ja die Regelung der Fissions-Kraftwerke.

Die schädigende Wirkung der Neutronenstrahlung bei der sogenannten Neutronenbombe beruht ja gerade darauf, dass sie das biologische Material nicht ungestört durchdringt.

Wenn man schon andere belehren will, dann sollte man sich schon ein wenig auskennen.

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