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Atomabkommen: Iran setzt EU Frist von 60 Tagen
DPA

Am Dienstag wollen Vertreter der EU und des Iran die Zukunft des Atomabkommens besprechen. Der iranische Chefunterhändler stellt Forderungen an Europa - und erteilt neuen Gesprächen mit der USA eine Absage.

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matijas 14.05.2018, 12:53
90. Die USA wollen keinen Atom-Deal, sondern etwas anderes

Zitat von nahal
"Weder die Politik des Iran noch die Entwicklung ballistischer Trägersysteme sind Teil des Abkommens." Endlich sehen Sie auch, wo das Problem liegt.
Die USA wollen gar keinen Atom-Deal, sondern einen kompletten Rüstungsstopp des Iran. Das ist absurd - denn dann wäre Iran dem vom Westen hochgerüsteten Saudi-Arabien wehrlos ausgeliefert. Also geht es nur darum, die wirtschaftliche Isolierung durch Sanktionen zu legitimieren. Deshalb soll ja auch Europa mitmachen beim Wirtschaftsboykott.

Im Iran könnte das leicht die Hardliner an die Macht bringen. Vielleicht ist das so gewollt? Um den Krieg gegen Iran leichter begründen zu können?

Bei Saudi-Arabien fragen die USA weder nach Demokratie noch nach Rüstung.

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Beat Adler 14.05.2018, 13:04
91. Die Mullah-Falken im Iran lehnen den Vertag AB! Schon immer, auch heut

Zitat von nahal
Sehen Sie Ihren eigenen Widerspruch? Die Mullahs haben und hatten das Sagen, nicht das "Feigenblatt-Praesidentchen"
Die Mullah-Falken im Iran lehnen den Vertag AB! Schon immer, auch heute!

Das "Sagen-haben" heisst nicht mit dem Iran-Abkommen einverstanden zu sein. Wie reagierte nochmal der Oberkommandierende der Al Kuds Brigaden zum Trumpschen Bloedsinn?

Es ist eine Schwaeche des Abkommens, dass der wikliche Machthaber im Iran, der Staatschef, supreme leader, Ayatollah Ali Chamenei den Vertrag NICHT unterschrieb. Er ist damit gar nicht zustaendig! Er fuehlt sich auch nicht zustaendig!

Die "Wahl" eines Praesidenten, der vom Rest der Welt als Solcher akzeptiert wird, ist eben im Bereich "Tarnen und Taeuschen" der Maechtigen im Iran einzuordnen.

Wenn Vertreter Europas den Iran besuchen, schuetteln sie die Hand von Rohani. Wenn es Vertreter Russlands oder Chinas sind, dann wird auch die Hand von Ayatollah Ali Chamenei geschuettelt. Die wissen, wo die Macht im Iran zu Hause ist, wo die Entscheidungen gefaellt werden! Kleiner feiner Unterschied!
mfG Beat

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mostly_harmless 14.05.2018, 13:06
92.

Zitat von nahal
Endlich sehen Sie auch, wo das Problem liegt.
Ja, das muss man einsehen. Der Iran hält sich an ein Abkommen um das Thema Atomkraft, verhält sich aber zu einem ganz anderen Thema anders, als es Trump gefällt,. Und das rechtfertigt dann Sanktionen. Politik auf Sandkastenniveau ist das.

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mostly_harmless 14.05.2018, 13:08
93.

Zitat von matijas
Die USA wollen gar keinen Atom-Deal, sondern einen kompletten Rüstungsstopp des Iran. [...]
Nein, die USA wollen einen Regime Change im Iran. Das, was - wie Trump hoch und heilig hunderte Male im Wahlkampf versprach - mit seiner Präsidentschaft aufhören würde.

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Beat Adler 14.05.2018, 13:14
94.

Zitat von Farhad
Man muss es erst schaffen, die Demokratie und Stabilität in Libyen, Afghanistan, Irak, Syrien und Ägypten zu etablieren, wo man schon vor Jahren damit angefangen hat. Übrigens sind alle US-Präsidenten nach dem zweiten Weltkrieg auch "demokratisch" gewählten Präsidenten gewesen. Trotzdem stehen die USA alleine mit einem sehr großen Abstand auf dem ersten Platz, was Mord, Zerstörung und Elend auf der Welt in den letzten 70 Jahren anbelangt. So eine Demokratie kann man gefälligst in die Tonne treten.
Alle Diktatoren saegen am Ast, auf dem sie sitzen.

Das freiheitlich-rechtsstaatliche Demokratievirus ist virulent und verbreitet sich weltweit. In Amerika, Nord und Sued gibt es noch eine einzige Diktatur: Kuba. Das dauert auch nicht mehr lange! In Europa ist es Weissrussland. Unter den 54 afrikanischen Staaten sind es noch 2 rassereine Diktaturen: Eritrea und (Nord)Sudan. In Asien sieht es ein bisschen schlechter aus: Iran, die 6 Staaten des G.C.C., die 3 Kommunisten in Nordkorea, China und Vietnam, dazu ein paar Faschisten in den ehemaligen Republiken am Suedrand Russlands.

In den vergangenen 70 Jahren sorgten Mao Tse Tung, Pol Pot, Saddam Hussein, Ho Chi Ming jeder fuer sich genommen, fuer wesentlich hoehere Opferzahlen, Mord und Zerstoerung wie die USA.

Syrien ist, im Gegensatz zu Marokko, Algerien, Tunesien, Aegypten und Jordanien, den anderen Staaten des arabischen Fruehlings tatsaechlich eine abscheuliche Katastrophe. Allerdings leigt die Schuld bei Russland und dem Iran.
mfG Beat

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wallot10 14.05.2018, 13:20
95.

Eine Idee wäre vielleicht, dass man eine europäisch-iranische Handelsgesellschaft gründet. Unternehmen, die Waren in den Iran verkaufen wollen, würden es an die Handelsgesellschaft verkaufen, und die würde es in den Iran verkaufen. Dadurch würden die Unternehmen nicht direkt mit dem Iran Handel betreiben und wären vor US-Strafzahlungen geschützt. Diese würden dann die Handelsgesellschaft treffen. Die Handelsgesellschaft würde sich dadurch finanzieren, dass die Unternehmen einen Teil des Wertes der Waren in die Handelsgesellschaft einzahlen. Somit würden Strafzahlungen nicht ein Unternehmen ruinieren, sondern auf viele Unternehmen verteilt werden (was für das einzelne Unternehmen zu stemmen wäre). Zusätzlich könnte auch die EU ein paar Milliarden einzahlen.
Ohne das Atomabkommen könnte der Iran zum Pulverfass werden. Mit unabsehbaren langfristigen Folgen für Israel. Dazu geht es auch um die Zukunft der EU. Macron (und das restliche Europa) dürfte fest mit Aufträgen aus dem Iran gerechnet haben. Wenn die ausbleiben, dürfte das ein schwerer Rückschlag für sein Reformprogramm sein - und wenn das schiefgeht, droht bei der nächsten Präsidentenwahl der Super-Gau (für Europa).

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nahal 14.05.2018, 13:31
96.

Zitat von Beat Adler
Die Mullah-Falken im Iran lehnen den Vertag AB! Schon immer, auch heute! Das "Sagen-haben" heisst nicht mit dem Iran-Abkommen einverstanden zu sein. mfG Beat
Unser Dissens scheint im Detail zu liegen.
Wie können die, die in Iran das sagen haben, überzeugt werden, dass der Vertrag erweitert und verbessert werden kann?
Manche, wie Trump (und ich) meinen, nur durch Druck kann das Erfolg haben.
Andere, wie die EU (und Sie) meinen, durch Verhandlungen ohne Druck könnte das Erfolg versprechen.

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haarer.15 14.05.2018, 13:41
97.

Zitat von nahal
Endlich sehen Sie auch, wo das Problem liegt.
Es geht aber nur und ausschließlich um dieses Abkommen - und um nichts anderes. Dann könnte man doch alle Verträge zur Disposition stellen, wem sie nicht passen. No way. Wenn die USA Verträge brechen, so sind sie kein ernstzunehmender Verhandlungspartner mehr. Für niemanden mehr.

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edi.steinlin 14.05.2018, 13:56
98. Frist an EU

Die Terrorfinanzierer des Irans setzen der EU Frist für die Einhaltung eines Abkommens das nicht aber auch gar nichts garantiert und Merkel und Konsorten nehmen das ehrfürchtig zu Kenntnis. Trump ist nicht automatisch im Fehler, weil er ein ungehobelter Klotz ist. Dieses Abkommen war noch nie etwas wert und es ist lächerlich was da Merkel, Macron und May veranstalten. Dieser iranische Gottesstaat wird sich auf die Dauer sowieso nicht halten können, genau so wenig wie andere Diktatoren.

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wannbrach 14.05.2018, 14:39
99.

Nun sollte es allen klar sein dass die USA ein Erpresser-Staat sind die sich an keine internationalen Regeln halten und die EU ist viel zu uneins um sich effektive gegen die Erpressungen zu wehren. Vielleicht sollte man Verluste im USA-Geschäft in kauf nehmen um diesem Tyrannen die Stirn zu bieten. Ein erfolgreicher Versuch der EU würde genügen um in Zukunft mehr Respekt zu geniessen.

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