Forum: Politik
Atomgipfel in Vietnam zwischen Kim und Trump: Friedensnobelpreis? Hanoi!
AFP

Erst Denuklearisierung, dann Friedensvertrag und schließlich: Nobelpreis. So hat sich Donald Trump den Gipfel mit Kim Jong Un wohl vorgestellt. Nun scheitere er - wie seine Vorgänger, über die er sich immer lustig machte.

Seite 6 von 19
DerBlicker 28.02.2019, 14:42
50. das ist schon bösartig

Zitat von PeaceNow
Nun ja. Ein gewisser Barak O. hat den Friedensnobelpreis auch bekommen, für NICHTS.
Obama hat das Iran Abkommen hinbekommen und die Annäherung zu Kuba, alles gegen den Willen von Trump und seinen Republikanern. ihnen geht es offenbar nicht um Frieden, sonst hätten Sie das nicht unterschlagen. Obama hat sicher mehr für den Frieden getan als 90 % seiner Vorgänger. Sein Nachfolger bekommt ja nichts auf die Reihe, er legt sich mit der ganzen Welt an und verprellt seine Freunde in Europa und Asien.

Beitrag melden
der-junge-scharwenka 28.02.2019, 14:43
51. It's only make-believe

Ein bisschen Realismus bitte! Eine substantielle "Einigung" zwischen den USA und Nordkorea, die nachhaltige Veränderungen in der Region bewirkt hätte, war nicht ernsthaft zu erwarten. Tatsächlich hat niemand ein Interesse daran, Kims Regime zu destabilisieren. Japan und Südkorea fürchten eine etwaige Wiedervereinigung der beiden Koreas wegen unabsehbarer Folgekosten. Wir sollten nicht vergessen, dass Südkorea den deutsch-deutschen Wiedervereinigungsprozess in den 1990er-Jahren sehr genau verfolgt hat und dann zu der Erkenntnis gelangt ist, dass eine koreanische Wiedervereinigung nicht finanzierbar wäre. Die Folge war die Entscheidung, Nordkorea zu subventionieren: Das war billiger als eine Wiedervereinigung zu stemmen. Diese Phase ist auch euphemistisch als Sonnenscheinpolitik bekannt. An der grundlegenden Ablehnung einer koreanischen Wiedervereinigung hat sich seitdem weder in Südkorea noch in Japan irgendetwas geändert - allen gegenteiligen Lippenbekenntnissen zum Trotz. Sollte das nicht reichen, gibt es immer noch den größten Player der Region: China. China braucht Nordkorea als Puffer zwischen sich und einem Südkorea, in dem US-amerikanische Truppen stationiert sind - und als billiges Arbeitsland. Auch das ist Realpolitik: Ohne China läuft dort gar nichts. Und wenn wir es tiefer als eine Wiedervereinigung hängen, ist auch das nicht im Interesse der Region. Informationelle Öffnung des Landes sowie Waren- und Kulturaustausch würde das Kim-Regime faktisch destabilisieren. So traurig es ist: Die Region will Nordkorea genau dort haben (und behalten), wo es gerade ist. Deshalb ist die Annahme, Trump hätte gestern tatsächlich mit Kim irgendetwas Substantielles verabreden können, naiv. Ob Trump selbst daran geglaubt hat, ist schwer zu sagen; je weniger Sachkenntnis man ihm zuspricht, desto eher wird man geneigt sein, ihm (irgend-) eine konstruktive Absicht zu unterstellen. Am Wahrscheinlichsten aber ist es, dass er gar keine Vorstellungen hatte und das ganze schlicht dazu diente, von innenpolitischen Problemen abzulenken. Um es mit den Worten Conway Twittys zu sagen: It's only make believe.

Beitrag melden
edward elgar 28.02.2019, 14:44
52.

Zitat von Der Pragmatist
Eine typische widerliche Reaktion von SPON und den Foristen. Sie freuen sich darueber, dass es nicht zu einer Einigung gekommen ist, eine de groessten Gefahren fuer den Weltfrieden zu beseitigen. Einfach widerlich!
Sie sind ja als Trump-Apoleget von solider rechter Gesinnung forumsbekannt, dennoch sollten Sie nicht davon ausgehen, dass irgendjemand Spaß daran hat, dass eine Einigung zwischen Nordkorea und den USA wieder in weite Ferne gerückt ist. Das Gegenteil ist der Fall. Nur hat Trump mal wieder falsche Hoffnungen geweckt und das Treffen hat sie bei weitem nicht erfüllen können.
Das ist schon eine kleine Häme wert. Aber das wird ihm nichts ausmachen und Ihnen vermutlich auch nicht, liefert es doch Stoff für neue Polemik - wie man an Ihrem Beitrag sehen kann.

Beitrag melden
mwroer 28.02.2019, 14:45
53.

Zitat von BäckerGeselle42
Ich hätte den Koreanern einen echten Frieden gegönnt. War aber einfach nur abzusehen, dass Trump der falsche Mann ist, um so etwas zu erreichen. Das hat nichts mit Schadenfreude zu tun, eher im Gegenteil. In der realen Welt ist TRUMP eine ernsthafte Gefahr für den Weltfrieden. Wie das halt so ist wenn Elefanten durch Porzellan-Läden spazieren ...
Oh doch das hat nur mit Schadenfreude zu tun und mit nichts anderem. 90% der Foristen gucken nur bis 'Scheitert Trump' und freuen sich dann unmäßig darüber ohne auch nur einen weiteren Gedanken an die Folgen zu verschwenden.

Und das kann man gerade im Spon-Forum den Schreibern die so sehr auf dem moralischen hohen Roß sitzen vorwerfen, weil es genau durch diese seit Jahren hinausposaunte vorgebliche moralische Überlegenheit umso erbärmlicher ist.

Ganz ehrlich - wenn Trump morgen tot umfällt weine ich ihm keine Träne nach. Nach meiner persönlichen Meinung wird die Welt dadurch besser.

Es geht um die Blindheit der Menschen und der Presse die das ganze nur aus einem Blickwinkel kommentieren 'Trump hat verloren' und überall herrscht eitel Sonnenschein.

Um das scheiße zu finden muss man echt kein Trump-Anhänger sein.

Beitrag melden
madameping 28.02.2019, 14:49
54.

Zitat von AntiBlond
und "Mexiko sollte doch die Mauer Zahlen" Scheiberlinge hier: Was hätte Trump den machen sollen eurer Meinung nach? Kim seine Atombomben lassen und die Embargos aufheben ? Wie wärs mal mit denken im linken Hasserfülltem Oberstübchen ?! Trump hat genau das richtige gemacht, und er hat nie gesagt dass er auf den Friedensnobelpreis spekuliert.
Sie verwechseln Hass mit harter Kritik und einem gehörigen Schuss an Zynismus.
Ist ja auch viel einfacher so, nicht wahr?

Beitrag melden
KingTut 28.02.2019, 14:49
55. 8000 Meilen gereist

Trump trägt für diese Situation die Haupt-Verantwortung, weil er geglaubt hat, als Dealmaker käme es nur auf ihn an und nicht auf die wirklichen Experten. Ein kluger Präsident hätte sie die Detailarbeit machen lassen, aus der dann eine Vereinbarung hervorgegangen wäre, die er zur Krönung feierlich unterzeichnet hätte. Großes werde sich aus diesem Treffen ergeben, posaunte er über Twitter vor dem Meeting. Man kann schon froh sein, dass es nicht wie seinerzeit in Singapur zu einseitigen Zugeständnissen seitens der USA gegenüber Nord-Korea kam. Den Diktator als großen Führer zu bezeichnen und seine Aussage, er habe vom Fall Warmbier keine Kenntnis gehabt, ist ein starkes Stück. Er setzt damit wieder das Wort eines Despoten über die Erkenntnisse der eigenen Behörden und fällt damit einem US-Amerikaner, der durch Folter ums Leben kam, in den Rücken.
Es hat mich sehr befriedigt, dass nicht dieser Gipfel, wie Trump es wohl hoffte, sondern die Anhörung von Michael Cohen die Schlagzeilen beherrschte. Es wurden Entwicklungen jenseits der Müller-Untersuchung in Gang gesetzt, die niemand mehr aufhalten kann. Die Gerechtigkeit wird siegen!

Beitrag melden
promoexxl 28.02.2019, 14:49
56. Niemand hat erwartet dass Trump da was erreicht

Zitat von AntiBlond
und "Mexiko sollte doch die Mauer Zahlen" Scheiberlinge hier: Was hätte Trump den machen sollen eurer Meinung nach? Kim seine Atombomben lassen und die Embargos aufheben ? Wie wärs mal mit denken im linken Hasserfülltem Oberstübchen ?! Trump hat genau das richtige gemacht, und er hat nie gesagt dass er auf den Friedensnobelpreis spekuliert.
auch nicht die von Ihnen benannten "Schreiberlinge". Das Ding ist halt nur, dass wer immer maximal grosskotzig auftritt, das Blaue vom Himmel herunterverspricht (-lügt?!) und alles viel besser kann als alle anderen vor ihm, sich dann über die Häme nach dem (erwarteten) grossartigen Scheitern nicht beschweren kann. Die Sache mit dem Friedensnobelpreis lasse ich mal unkommentiert, da gab es schon genug belustigendes die letzten Tage.

Beitrag melden
uli.t 28.02.2019, 14:50
57. Kim war sicher beleidigt, dass...

...Great DoTr nur sich selbst und nicht sie beide für den Friedensnobelpreis vorschlagen lassen hat. So geht man nicht mit dem bestgekleideten Koreaner um, Leute, so nicht!

Beitrag melden
isi-dor 28.02.2019, 14:50
58.

Jetzt hat er ja erstmal die goldene Himbeere bekommen und das reicht dann auch.

Beitrag melden
altais 28.02.2019, 14:51
59.

Zitat von AntiBlond
und "Mexiko sollte doch die Mauer Zahlen" Scheiberlinge hier: Was hätte Trump den machen sollen eurer Meinung nach? Kim seine Atombomben lassen und die Embargos aufheben ? Wie wärs mal mit denken im linken Hasserfülltem Oberstübchen ?! Trump hat genau das richtige gemacht, und er hat nie gesagt dass er auf den Friedensnobelpreis spekuliert.
Oh doch, er spekulierte auf den Friedensnobelpreis. Er hat Japans Abe dazu "überredet", ihn vorzuschlagen. Selbst hat er im Rosengarten herum geprahlt, dass er ihn nicht brauche, aber gerne nehme, wenn man ihm den Preis überreiche.
Und "was er hätte machen sollen?" Ganz einfach: seine Diplomaten nach Hanoi oder wohin auch immer schicken, einen Vertrag aushandeln lassen, dann pompös einfliegen und großspurig den Vertrag unterzeichnen. Anschließend unter Jubelchören der Weltpresse abreisen. So macht man das als Weltmacht.

Beitrag melden
Seite 6 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!