Forum: Politik
Atomgipfel in Vietnam zwischen Kim und Trump: Friedensnobelpreis? Hanoi!
AFP

Erst Denuklearisierung, dann Friedensvertrag und schließlich: Nobelpreis. So hat sich Donald Trump den Gipfel mit Kim Jong Un wohl vorgestellt. Nun scheitere er - wie seine Vorgänger, über die er sich immer lustig machte.

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der-junge-scharwenka 28.02.2019, 15:10
70.

Zitat von altais
Das schlimmste, was der veranstalten kann, ist, seine Technik oder Nuklearmaterial an interessierte Kreise zu verkaufen.
Das allerdings doch wohl ein ziemlich erschreckendes Szenario, oder nicht?

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nordschaf 28.02.2019, 15:12
71.

Zitat von Der Pragmatist
Eine typische widerliche Reaktion von SPON und den Foristen. Sie freuen sich darueber, dass es nicht zu einer Einigung gekommen ist, eine de groessten Gefahren fuer den Weltfrieden zu beseitigen. Einfach widerlich!
Eine Einigung war nie auch nur in entfernter Sichtweite. Es gibt also real gar keine Hoffnung, die nun enttäuscht werden konnte. Insofern freut sich hier niemand über eine nicht zustande gekommene Einigung, sondern nur, dass der großspurige Hr. Trump zunehmend mit der ihm eigenen Hybris auf die Nase fällt.
Nicht umsonst werden Gipfel mit schwierigen Teilnehmern wie z.B. Nordkorea oder dem Iran von der Diplomatie im normal über Monate, wenn nicht Jahre vorbereitet, um möglichst viele Klippen zu umschiffen. Wenn Hr. Trump glaubt, dass er auf Kenntnisse und Erfahrung versierter Fachleute aus den Berufsbereichen Politik und Diplomatie nicht zurückgreifen muss, dann macht er halt seine Erfahrungen. Er ist halt nicht wirklich vertrauenswürdiger, als sein Schlangenöl verkaufender Opa es war und in den (Un-) Tiefen seiner Seele ein Schulhofschubser und Gernegroß - nicht mehr und nicht weniger. Nur schade, dass er so hoch aufgestiegen ist, dass die USA und letztlich der Rest der Welt unter den Auswirkungen seiner "großen Händen" zu leiden hat. Ich persönlich erwarte von dem Mann keine positiven Ergebnisse mehr.

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.patou 28.02.2019, 15:12
72.

Zitat von AntiBlond
Was hätte Trump den machen sollen eurer Meinung nach? Kim seine Atombomben lassen und die Embargos aufheben ? Wie wärs mal mit denken im linken Hasserfülltem Oberstübchen ?!
Was er hätte machen sollen? Vielleicht einfach eine fähige Delegation das Abkommen vorbereiten und in trockene Tücher bringen lassen, wie es allgemein üblich ist. Oder eben vorab abklären lassen, ob ein Abkommen unter den gegebenen Prämissen überhaupt realistisch ist. Es ist doch an Peinlichkeit nicht zu überbieten, dass er unter diesen Umständen mit großem Tamm-Tamm anreist und in üblicher Selbstüberschätzung glaubt, den "Deal" selbst aushandeln zu können. Er, der noch nicht einmal in der Lage ist, einen gradlinigen, kohärenten Satz zu formulieren, geschweige denn, komplexe Zusammenhänge zu erfassen.

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niska 28.02.2019, 15:14
73.

Zitat von Der Pragmatist
Eine typische widerliche Reaktion von SPON und den Foristen. Sie freuen sich darueber, dass es nicht zu einer Einigung gekommen ist, eine de groessten Gefahren fuer den Weltfrieden zu beseitigen. Einfach widerlich!
Also ganz ehrlich. Erst einen Strohmann herbeifabulieren und sich dann ordentlich drüber aufregen ist bestimmt auch eine Art Zeitvertreib. Wenn auch sicher nicht gesund. Hat aber mit dem Artikel und den Kommentaren dazu nichts zu tun. Um eine der größten Gefahren für den Weltfrieden zu beseitigen müsste Trump im Übrigen nicht erst um die halbe Welt fliegen.

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Celegorm 28.02.2019, 15:15
74.

Zitat von skylarkin
So vermutet man einfach er hätte den Nobelpreis im Sinn, um ihn an diesem vermuteten Maximalziel mit Häme scheitern zu lassen.
Das "vermutet" man nicht, das hat kein Geringerer als Trump selbst mehrfach indirekt wie direkt bestätigt. Und wer so penetrant auf so einen Preis schielt und diesen immer wieder für sich selber ins Spiel bringt, zeigt doch eindeutig, wo seine Prioritäten liegen.

Wobei das auch zeigt, dass derjenige nicht der Hellste ist. Denn normalerweise ist auch dem eitelsten Holzkopf klar, dass man sich für derartige Auszeichnungen nicht öffentlich bewirbt, sondern zumindest vorne durch Bescheidenheit heuchelt. Trump's ausgeblasenes Ego schafft nicht einmal das, obwohl ihm ja sonst die Lügen nur so von den Lippen perlen. Kein Wunder, dass so einer solche Verhandlungen nicht auf die Reihe kriegt, wenn man derart durchschaubar ist..

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herbie33 28.02.2019, 15:17
75. Warum eigentlich?

Eigentlich stellt sich doch nur eine Frage: wozu das Ganze Getöse? Da wird ein riesiger Aufriss um zwei Staatsmänner gemacht, die sich treffen, eigentlich nur kurz abstecken, dass der eine nicht A und der andere nicht B sagen mag und dann wird wieder auseinander gegangen. Kosten in ungeahnter Höhe. Sinn nicht erkennbar. Hat sich da überhaupt mal im Vorfeld wer unterhalten, ob ein Konsens greifbar ist? Scheint nicht so. Den Herren war wohl langweilig. Oder einer wollte davon ablenken, dass grad viel Schmutz über ihn durchgekaut wird. Darum dann vielleicht auch den gleichen Termin genommen wie diese “schandhafte” Anhörung. Kim denkt sich wahrscheinlich auch jetzt spätestens, dass der Donald ein paar seiner Murmeln suchen gehen sollte...glaub nicht, dass der gerne Mittel zum Zweck ist...

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nordschaf 28.02.2019, 15:20
76.

Zitat von RalfHenrichs
1. Ein US-Präsident, der nach dem Friedensnobelpreis strebt, ist mir lieber, als jemand, der einen Krieg beginnt. Auch wenn er scheitert. 2. Wo kann man denn nachlesen, dass Trump ernsthaft glaubt, dass er den Friedensnobelpreis bekommen kann? Er macht sich zu Recht(!) darüber lustig, dass Obama ihn sofort nach seiner Wahl bekommen habe. Das fragen sich auch andere. Ein Friedenspräsident war Obama sicherlich nicht. [...]
Es sprach seinerzeit für Obama, dass er vor der Annahme des Preises gezögert hat. Einerseits hatte man den Eindruck, hier bekommt jemand den Preis dafür, dass er der erste Farbige im Amt ist und für die Hoffnungen, die man mit ihm verbindet. Nicht für Taten, die er zu dem Zeitpunkt noch gar nicht vollbracht haben konnte und - insofern stimme ich mit Ihnen überein - die er womöglich auch gar nicht im Sinn hatte. Dennoch muss man ihm den Atomwaffenkontrollvertrag mit dem Iran positiv anrechnen, die Begrenzung der Naturausbeutung in den Gebieten der amerikanischen Ureinwohner, die Förderung alternativer Energien und nicht zuletzt das - gesellschaftlichen Frieden fördernde - Durchboxen einer allgemeinen Krankenversicherung. Der Mann hat schon verdammt viel geschafft und vielen Menschen Hoffnung gegeben. Keine Frage. Es war vielmehr ein Fehler der US-Demokraten und der amerikanischen "Linken" (was in den USA so links ist..) ganz allgemein, die abgehängten Kohle-, Stahl- und Autobau-Gebiete und die dort lebenden Menschen zu vernachlässigen. Trump haben wir mehr den Unterlassungen und Fehlern der "Linken" zu verdanken, als den Republikanern oder der Tea Party Bewegung.

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nordschaf 28.02.2019, 15:22
77.

Zitat von lalito
[...] Denke, nach all den Schlappen sollte sich jemand ganz ernsthaft nach einem Platz im Altersheim umschauen, oder wenigstens nach 24/7 betreutem Wohnen. Ins weiße Haus gehört ein anderes Format, jünger sowieso.
So blöd ist der Mann nun auch wieder nicht. Billiger als im weißen Haus kriegt er 24/7-Betreuung nie wieder..

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kh.groenewald 28.02.2019, 15:22
78. AntiBlond,

"Er hat nie gesagt dass er auf den Friedensnobelpreis spekuliert"
Der Versager Trump hat den japanischen Premierminister Abe sogar gebeten, ihn für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen.

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Celegorm 28.02.2019, 15:22
79.

Zitat von KingTut
Mit Verlaub, aber ich verwahre mich dagegen, dass Sie die Kritik an Trump als "links" bezeichnen. Wenn jemand lügt wie gedruckt (9000 Mal seit Amtsübernahme), Kritiker mit Hass überzieht, die kritische Presse als Feinde des Volkes bezeichnet und in seinem Umfeld am laufenden Band Personen wegen krimineller Handlungen angeklagt/überführt werden, dann hat doch die Kritik daran nichts mit links oder rechts zu tun.
Das kann man eigentlich nicht genug betonen. Gerade als Konservativem kann man jemanden wie Trump doch beim besten Willen nicht unterstützen. Selbst wenn man in einzelnen politischen Fragen ähnlicher Meinung sein mag, selbst wenn der politische Gegner kurzzeitig profitiert. Denn langfristig schadet eine derart eklatante Untergrabung jeglicher Werte und Prinzipen, demokratischer wie rechtsstaatlicher Normen, doch gerade allem, das einem aus konservativer Sicht hoch und heilig sein sollte.

Das Schockierendste an der ganzen Trump-Geschichte ist darum dieser Kadavergehorsam und die damit notwendige Realitätsverweigerung vieler angeblicher konservativer Politiker und Bürger, die sich damit als korrumpierte Opportunisten entlarven. Der republikanische Auftritt bei der gestrigen Anhörung war da ein weiteres tragisches Beispiel.

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