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Atomkonflikt: Bestätigung von Südkorea - Nordkoreas Rakete kann Washington erreichen
AP

Die Angaben Pjöngjangs zur neuen Interkontinentalrakete scheinen nicht nur Propaganda zu sein. Auch laut der südkoreanischen Regierung könnte das nordkoreanische Regime nun Washington erreichen.

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benmartin70 01.12.2017, 12:47
30.

Zitat von Puffgänger_Hartz
Jedes Jahr, werden unmittelbar vor der nordkoreanischen Küste Militärmanöver abgehalten. Ich wiederhole die oft gestellte Frage: würden die USA ein solches Manöver von z.b. Iran und Nordkorea, direkt in unmittelbarer Nähe vor ihrer Küste zulassen? Oder würden sie sich nicht doch ein wenig bedroht fühlen? Wie können Foristen hier behaupten, Nordkorea würde nicht bedroht? Und wer zuletzt den Film auf Spiegel Online über NK gesehen hat, wird feststellen, dass sehr wohl die Lebensbedingungen der Menschen verbessert wurden. Die Veränderung muss immer von Innen kommen. Die Menschen in NK sind ja nicht doof. Sie werden schon dafür sorgen, daß der kleine Dicke fortgejagt wird.
Stimmt die Bedingungen sind sicher spitze. Hat man ja am Gesundheitszustand des Soldaten der kürzlich nach Südkorea geflohen ist, gesehen.
Nordkorea hat auf dem amerikanischen Kontinent keine Verbündete mit denen es Manöver abhalten könnte. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

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thorsten35037 01.12.2017, 13:13
31.

Ständig testet die Supermacht USA Raketen und Bomben unterschiedlichster Machart, ohne dass die Öffentlichkeit besondere Notiz davon nimmt. Im Namen der Freiheit wurden damit eine Unzahl von Kriegen mit direkter oder indirekter Beteiligung der USA geführt. Ohne sein Atomprogramm hätte Nordkorea längst das gleiche Schicksal wie die überfallenen Staaten Irak und Lybien erlitten. Frieden kann nur erreicht werden, indem die ganze Nordkoreanische Halbinsel entmilitarisiert wird. Dies kann nicht einseitig von Nordkorea erwartet werden.

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monolithos 01.12.2017, 13:22
32.

Zitat von dum_spiro_spero
Was erwarten sie denn für eine absurde Flugbahn? Nach der Überquerung von Japan ist nur noch der pazifische Ozean, der Nordkorea von den USA trennt. Selbst das am Nähesten gelegene Midway Atoll läge meilenweit entfernt.
Meine grob angenommene Flugbahn (Erdweiterdrehung während der Flugzeit habe ich nicht mit eingerechnet) ist nicht absurder als die Vorstellung, die Erde wäre eine Kugel. Bemühen Sie doch mal die Lineal-Funktion von Google Earth! Sind Sie schon mal von Vancouver (Kanada) in den Nahen oder Mittleren Osten geflogen? Die direkte Flugroute führt über den Nordpol! Oder von Kapstadt (Südafrika) nach Honolulu (Hawaii) geht es über die Antarktis.

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Ra's al-'Ayn 01.12.2017, 13:31
33. Was würde denn ein Angriff mit einer EMP-Waffe bedeuten?

Während ein Angriff auf die USA z.Zt. wenigstens einigermaßen unwahrscheinlich ist - bei höherer Nutzlast würde die getesteten Trägerrakete keine ausreichende Reichweite/Höhe erreichen - ist ein solches Szenario für Japan keinesfalls auszuschließen. Nordkorea hat seine technischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt, wobei die Entwicklung einer leistungsfähigeren Trägerrakete sich als größere Herausforderung erwies als die Entwicklung geeigneter nuklearer Sprengköpfe, diese waren bis zum Zeitpunkt der letzten Raketentests schon recht weit vorangeschritten, sodass eine Bestückung der Trägerraketen mit Sprengköpfen wohl eher das geringere Problem darstellen dürfte. Unter den gegebenen Umständen wäre Japan also das erste Opfer der „Amerika first policy“.

Schon möglich, dass also über Nippon schon bald eine zweite Sonne aufgeht? Ist die japanische Bevölkerung darüber hinreichend aufgeklärt? Wohl eher nicht! Genausowenig wie man für den Fall eines totalen Zusammenbruchs der zivilen Infrastruktur gerüstet ist.

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almeo 01.12.2017, 14:23
34.

Zitat von Ra's al-'Ayn
[...] Unter den gegebenen Umständen wäre Japan also das erste Opfer der Amerika first policy. Schon möglich, dass also über Nippon schon bald eine zweite Sonne aufgeht? [...]
Das halte ich doch für eher unwahrscheinlich. Zum einen, weil zwischen Nordkorea und Japan einiges an Flugabwehr steht, die den Luftraum über Nordkorea sehr genau im Auge behält, zum anderen, weil eine einzige Rakete ein leichtes Ziel ist. Nukleare Abschreckung basiert ja zu einem nicht geringen Teil darauf, eben mehr Sprengköpfe auf den Weg zu bringen, als abgewehrt werden können. Deswegen hatte die letzte Generation der Kalten-Krieg-ICBMs ja auch bis zu zwanzig Sprengköpfe an Bord. Das dürfte Nordkorea kaum leisten können. Zuletzt ist ja auch gar nicht klar, ob Nordkorea einen Sprengkopf aus dem All überhaupt ins Ziel bringen kann. Nicht wenigen kompliziert als der Flug ins All dürfte die Punktgenaue Rückkehr sein. Und da konnte Nordkorea bisher nicht belegen, dass sie mehr können als brennende Trümmerteile über hunderte Kilometer verteilen.

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vulcan 01.12.2017, 14:35
35.

Zitat von thorsten35037
Ständig testet die Supermacht USA Raketen und Bomben unterschiedlichster Machart, ohne dass die Öffentlichkeit besondere Notiz davon nimmt. Im Namen der Freiheit wurden damit eine Unzahl von Kriegen mit direkter oder indirekter Beteiligung der USA geführt. Ohne sein Atomprogramm hätte Nordkorea längst das gleiche Schicksal wie die überfallenen Staaten Irak und Lybien erlitten. Frieden kann nur erreicht werden, indem die ganze Nordkoreanische Halbinsel entmilitarisiert wird. Dies kann nicht einseitig von Nordkorea erwartet werden.
Das ist barer Unsinn - das hätte man längst tun können: Bevor es irgendeine Art verwertbare Atomwaffen in NK gab.
Außerdem gibt es einen deutlichen, klaren und für jeden sichtbaren Unterschied zwischen Waffentests in USA und anderswo sowie Nordkorea. Das dürfte Ihnen auch schon mal aufgefallen sein.

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Ra's al-'Ayn 01.12.2017, 15:18
36.

Zitat von almeo
Das halte ich doch für eher unwahrscheinlich. Zum einen, weil zwischen Nordkorea und Japan einiges an Flugabwehr steht, die den Luftraum über Nordkorea sehr genau im Auge behält, zum anderen, weil eine einzige Rakete ein leichtes Ziel ist. Nukleare Abschreckung basiert ja zu einem nicht geringen Teil darauf, eben mehr Sprengköpfe auf den Weg zu bringen, als abgewehrt werden können. Deswegen hatte die letzte Generation der Kalten-Krieg-ICBMs ja auch bis zu zwanzig Sprengköpfe an Bord. Das dürfte Nordkorea kaum leisten können. Zuletzt ist ja auch gar nicht klar, ob Nordkorea einen Sprengkopf aus dem All überhaupt ins Ziel bringen kann. Nicht wenigen kompliziert als der Flug ins All dürfte die Punktgenaue Rückkehr sein. Und da konnte Nordkorea bisher nicht belegen, dass sie mehr können als brennende Trümmerteile über hunderte Kilometer verteilen.
Im Steilflug ist die Raketenabwehr wirkungslos. Eine EMP-Bombe muss nicht punktgenau ins Ziel gebracht werden, sie wird in größer Höhe irgendwo oberhalb der Stratosphäre gezündet. Wenn es Sie interessiert, werden Sie unter folgenden Stichworten Informationen zum Thema fündig: HEMP, NEMP, EMP, Operation Starfish Prime. Es gibt auch eine Doku unter dem Titel: Die EMP Bombe - Impuls zum Blackout.

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fortelkas 01.12.2017, 19:13
37. Es ist nicht bekannt,

.....dass Nordkorea auch nur die leiseste Absicht hat, Südkorea ernsthaft zu bedrohen. Und nur dann gäbe es einen Grund für die USA, dort militärisch einzugreifen. Nordkorea testet Raketen, ja und? Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass Kim die Absicht hat, eine solche Rakete nach Washington fliegen zu lassen. Ich hoffe nur, dass es in den USA genug politische Kräfte gibt, die eine Lüge Trumps verhindern, mit der er dann Nordkorea angreifen würde. Die USA sind ja geübt, was politische Lügen angeht. Ich erinnere nur an Bush, dessen Administration mit einer dreisten Lüge den Irak-Krieg vom Zaun brach, und wir wissen heute, dass auch der Vietnam-Konflikt mit einer Lüge der damaligen US-Regierung eskalierte. Nein, die USA waren und sind nicht die Hüter der Freiheit, sie haben im Nordkorea-Konflikt keinerlei Unterstützung verdient. Und zum Schluss: Mir fällt die Zurückhaltung der Regierung Südkoreas in dieser Frage auf. Sollte das nicht zu denken geben?
Erwin Fortelka

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der_weisse_wal 02.12.2017, 09:14
38.

Zitat von ursbusch
Den USA und ihren Verbündeten, hier Südkorea, glaube ich kein Wort bzw. keinen Text. Die Kritiklosigkeit gegenüber den USA führt die Welt hoffentlich nichts ins Verderben. Immer mehr Länder wie auch Deutschland schlagen sich blind auf die Seite der USA, egal ob sie und ihre Nachbarn verhängnisvolle Fehlentscheidungen treffen, oder dafür büßen müssen. So, wie Merkel sich verbissen an die von USA verhängten Sanktionen für Russland klammert und andere zur Teilnahme zwingt, kann das für die Menschen und Firmen in Europa nur sehr schädlich sein.
Vielleicht glauben Sie ja Nordkorea, dass es den Süden auslöschen will. Die Aggression in diesem Konflikt ging schon immer vom Norden aus. Dieser hat auch damals den Süden angegriffen, um sein stalinistisches Reich zu erweitern. Die USA handeln hier rein als ein Verbündeter Süd-Koreas. Ohne die militärische Präsenz und logistische Hilfe der USA dürfte der Süden längst überrannt worden sein. Dann gäbe es auch dort Todescamps für Familien und die Menschen würden Gras essen, wären der König Nord-Koreas - seien wie ehrlich, es ist eine Monarchie im stalinistischen Gewand - noch fetter werden würde.

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der_weisse_wal 02.12.2017, 09:16
39.

Zitat von mensch0817
Ich sehe aber leider eher die Parallelen zum Fall Cuba - ein System ist unliebsam und wird bis auf's Messer bekämpft. Ehrlicher Wettstreit (auch der Systeme) sieht anders aus.
Nur hat Kuba nie seine Nachbarn angeriffen oder bedroht sie mit der Auslöschen.
Sie vergleichen Parallelen zwischen Orangen und Melonen.

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